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17.12.2008 um 07:48 Uhr

Bahnhof zu unmenschlichen Zeiten

Nachts auf den Geleisen...

Also grundsätzlich ist der Titel schon mal fehl. Eher heisst es, morgens zu früher Stund auf den Geleisen, nämlich genau 05.59 Uhr. Wenn der Zug von Bern her in Olten im Bahnhof eintrudelt.



Weil im Moment kein Wetter zum Motorradfahren ist, da Schnee und Salz die Strassen beherrschen, erzähle ich euch von einer Fahrt im Zug nach ZH Wiedikon.

Die eises Kälte nagt an meinen Fingern, in der einen Hand die Zigarette, in der anderen - es muss so sein, die 20 Minuten Zeitschrift. Ich muss zugeben, ich schlafe morgens nicht gerne im Zug, sonst werde ich nie mehr wach den ganzen Tag. Also lese ich die 20 Minuten oder aber meine Schulbücher, wobei ich gestehen muss, dass am morgen noch keine Finanzlehre in meinem Gedächtnis stecken bliebe...

Zu meiner Rechten giesst ein junger Herr gerade Kaffeerahm in seine dampfende braune Brühe. Der Geruch von frischem Kaffee bringt mich auf die Lust von schwarzer Schokolade - morgens vor 06.00 Uhr!!! Er läuft vor mir durch zum Kübeleimer, zu meiner linken, da obenan ein Aschenbecher angebracht ist. Ich kann es nicht ausstehen, Zigarettenkippen auf den Boden zu werfen, da uszudrücken und liegen zu lassen, das nagt an meinem Gewissen und wandelt es zu einem schlechten um!
Dann kehrt er zurück zu seinem Kaffee. Er entblösst auch den Zucker in die Brühe - Schokolade, denke ich! Mhmmm... dann geht er wieder vor mir durch zum Eimer, zu meiner Linken. Ich bewege mein Knie zum Takt meiner iPod Musik. AC / DC kommt da gerade. Black Ice. Wo zuvor noch Katie Melua in mein Ohr säusselte, hämmert es nun geile Beats rüber...

- Schokolade -

ich muss mich beherrschen um nicht an Schokolade zu denken und gleichzeitig anfangen zu bangen... in der eises Kälte, mitten in der Nacht am Bahnhof Olten.

Gegenüber ist der Zug nach Langenthal auf Gleis 1. Sieht aus, als würde er beim ersten Wackelruck auseinanderfliegen. Darin erblicke ich ein Gesicht. Auch ein junger Herr. Er starrt rüber zu mir. Ich runzle die Stirn. Mein lieber Junge, um diese Zeit starrt man nicht, da schläft man - schliess die Augen, versuch ich ihn zu hypnotisieren. Es klappt nicht. Nicht diesmal. Er starrt... ich starre auch in der Versuchung, ihn zum Schlafen zu animieren.
Lieber Junge, nein nein nein, nicht um diese unmenschliche Zeit... bitte!
Ich streck ihm aus dem Reflex heraus die Zunge raus - meine Güte, bin ich aus dem Kindergarten entkommen?

In dem Moment sehe ich im Blickwinkel, wie der Mann zu meiner rechten sich am heissen Kaffee verschluckt. Ich gucke überrascht zu mir rüber. Er hat mich fixiert...



HALLOOOHOOOO, es ist morgens um 05.59 Uhr!! Lasst mich doch in Ruhe! denke ich. "Bin ja auch nur ich, ich kann nichts dafür und zum Anstarren bin ich auch nicht. Bin unwahrscheinlich und klein, also glotzt wo anders hin. Weder meine blauen Miss Sixty Hosen, noch mein schwarzer Joop Pulli - denn ihr nicht einmal sieht, weil die schwarze Daunenjacke von Mitch & Co. drüber ist, sind auffällig, also glotzt wo anders. Zählt die Schneeflocken!"
 Ich versuche entschuldigt zu lächeln.

Ich erinnere mich, wann ich das letzte mal auch so gelächelt habe. Das war noch keine Woche her. Letzten Freitag als ich zu meinem Arzt ging um ein Medikament zu holen. Seine Praxis ist in einem Wohnblock, davor sind etwa 15 Parkplätze, ich nehme immer einfach einen, bin aber überzeugt, einer oder zwei sind speziell für Patienten von ihm reserviert. Auf meinem letzten Freitag stand Reserviert Nr. 10. Egal gehe ja nur schnell rein. Das schnell dauerte 20 Minuten, weil eine hoch Schwangere Frau vor mir ein paar Schwierigkeiten hatte und die Sekretärin überfordert war. Sowie ich das Gebäude wieder verlasse, steht ein Mann beim Eingang mit einer Zigarette... ich grüsse freundlich und gehe Richtung meinem CHruzli. Da steht ein silberner Mercedes hinter meinem Chruzli... da komm ich nicht raus... *KLICK* ich drehe mich um und lächle, genau das lächeln wie zu unmenschlichen Zeiten am Bahnhof - "ihr Parkplatz"? *grummel* kommts von meinem Gegenüber... "Tschuldigung, ich bin eben etwas verhühnert". noch einmal *grummel*. Ich lächle noch einmal entschuldigend, spreche es in Worten aus und der Herr parkiert sein Auto weg, so dass ich raus komme.

Ja ja dieses Lächeln.

Doch die beiden starren immer noch. Und es beginnt zu schneien..
Ich erschrecke, sowie der Zug endlich an unser Gleich einfährt... der eine Starrer ist nun weg! Hallleeeeluuuujaaaaa!

Ich steige ein, immer in einen der hinteren Wagen, weil in ZH die Treppe zur Unterführung so weit hinten ist. Ich bin nicht die einzige. Im Viertelabteil gegenüber sitzt der Kaffeetrinker! Ich lächle ihn wieder an - ein anderes Lächeln.

Nun erklingt der Beat von Sarah O'Connor in meinen Ohren, ich möchte wieder tanzen. Was hindert mich daran? Die Uhrzeit? Die Menschen? Die Umstände? Der Kaffee-Geruch? Keine Ahnung, irgendwas tut es auf jedenfall.
Ich putze mir die Nase und nehme das 20 Minuten.  Darauf ist die neue Miss Schweiz irgendwo im sommerlichen Süden in den Ferien am Meer zu sehen - WOW. Ich möchte wieder tanzen. Doch wenn ich die LEute im Zug so höre - husten, niessen, schneutzen, schnieffen, kränkeln - NEIN ich will eure Batzilen nicht!
bla bla bla bla bla bla bla steht da drin, ab und zu was interessantes, ab und zu was nötiges, ab und zu was sinnvolles....

Als ich zwischendurch mal aufgucke, sehe ich, dass der junge Herr seinen Kaffee ausgetrunken hat, er nuschelt etwas, kramt in seinem Rucksack und sowie ich checke, dass er mit mir nuschelt, ziehe ich den Ohrstöpsel raus und höre "Schokolade?" und er streckt mir eine Packund Lindor Kugeln entgegen.
Ich mache grosse Augen. MEINE Güte, ich träume glaubs noch!!! Natürlich nehme ich eine, ich will ja nicht unhöflich sein, weder gegenüber dem jungen Herrn noch gegenüber meinen Gelüsten, mitten in der Nacht im Zug nach ZH!



Ich witme mich kauend und genüsslich meinem 20 Minuten zurück, doch meine Sinne gelten voll und ganz meinem Geschmack im Mund, der zart schmelzenden Schokolade in meiner wässerigen Mundhöhle geteilt mit dem Song, der jetzt in mein Ohr säusselt, Katie Melua im Duett mit einer süsslichen Stimme "What a wonderful World" - perfekt. WOW ich bin ein Glückspilz!

Die süsse Schokolade verschmiltzt zusammen mit den Stimmen und Worten in meinen Ohren und mein Lächeln macht sich breit bis über alle 4 Backen!

In diesem Sinne,
Happy Chrismastime to everyone!
Eure Corinne

01.12.2008 um 22:05 Uhr

Blue Man Group in Basel

Heirassaaaa

Ich setz gleich noch einen drauf.

Da war doch etws… letzten Donnerstag – wie konnte ich das FASt vergessen?
Blieb es mir doch so in den Adern stecken.

Da war ein Event einer Druckerfirma, ein Kundenevent, an der ein Freund von mir eingeladen wurde – als Informatikfreak. Da er aber keine Begleitung hatte, musste noch eine her – wäre ja langweilig ohne… und womit oder mit wem ist es unterhaltsam? Genau mit der Schwiegermutter – SEICH klappt nicht, Schwiegermütter haben heute keine Ahnung mehr von Technik (hatten sie es jemals?!?).
Nein ich wurde angefragt… ich langweiliges, naives, kleines Beeri, das von Technik null Ahnung hat… zu Hause 4 Drucker stehen hat wovon gerade mal zwei richtig laufen… Halelujaaa, sag ich da nur tongue
Das Programm war vielversprechend… die Anreise auch. Da war ein Gebäude… hoch hinaus über den Boden von Basel ragte das Ding… es hiess wir müssen in den 31. Stock – meine Güte, mir wird in ZH schon bei meinem 9. Stock komisch – zumindest das Liftfahren. Doch der Feuerwehrlift der Bar Rouge war nicht so schnell, wie der in ZH. Also kamen wir heile oben an. Und tatsächlich, da war so zusagen alles rot… ich sah sozusagen ROT…
Wir mussten dann nochmal eine Treppe runter, also waren wir nur noch im 30. Stockwerk - *schweissabwisch*. Geschlossene Gesellschaft – WOW jetzt fängts an, ich liebe SCHICKIMICKI!!!
Krawatte hier, Krawatte da, Mini Röckli dort… und das 30 Stockwerke über Basel – gigantisch – super atmosphäre… die Deko war im Stile von Ägypten – gute Einstimmung auf meine bevorstehenden Ferien nach Weihnachten.
Kerzenlich, Häppchen, Cüpli, Blaue Gesöffe, gute Gespräche – womit auch die Finanzkrise ein Thema war.

Nach ein paar Cüplis und Snacks gings dann mit dem Feuerwehrlift wieder abwärts… mit einigen anderen Gästen – gestunk… unten angekommen *tief atmen* geht’s ab in den roten Car – ALLEs rot heute?
NEIN, nicht ganz, das Bevorstehende nannte sich Blue Man Group Show im Musical-TheaterSaal Basel. Blue Man… die waren wirklich Blau… wollt ihr gucken:


BLAU oder?
Da es sozusagen untersagt war, während der Show zu knipsen, muss ich die Bilder eben aus dem Google fischen – aber die sind nicht minder blau…

BLAU BLAU BLAU BLAU BLAU BLAU BLAU BLAU BLAU

Was soll ich zur Show sagen? Habe mir vieles überlegt… einiges versucht so zu beschreiben wie ich es erlebt habe…
Doch ich kann euch nur sagen – GENIAL!
Ein Mix mit Musik, Lichteffekten, Farben zusammen mit Witz und Lehrreichem Stoff… anders kann ich es nicht ausdrücken, ich finde, kauft euch ein Ticket, schnappt euch eure bessere Hälfte und guckt euch die SHOW selber LIVE an in Basel!

Hier noch ein paar *gluschtig mach Bilder* dann solltet ihr die Initiative selber ergreiffen und wer mich fürs Gluschtig machen auch noch einladen will mitzukommen – nur zu, bin gerne ein 2. 3. 4. Mal dabei tongue









Und hier noch ein Video auf Youtube… die Musik ist die selbe, wie sie sie in der Show machen. Das Video ist eine Zusammenfassung der ganzen Show…
Und überzeugt??

DANN nichts wie los!
http://www.bluemangroup.ch/

Liebste Grüsse

Cori, war an dem Abend zwar angetüttert, aber keinesfalls BLAU tongue

01.12.2008 um 21:26 Uhr

Wintergestöber

Es begann der Sonntag, 30. November 2008, der 1. Advent und der letzte Tag des Novembers. Kalt war es schon die Tage zuvor. Doch dieser Sonntag sollte etwas anders sein. Die Sonne schien schon am morgen früh. Erwärmte die Herzen der Erdbewohner – auch meines. Eigentlich ist der Sonntag ein Lerntag für mich. Erst recht jetzt, da ich bald Prüfungen habe.

Doch der Juck und Reitz in meinen Adern und Venen konnte nicht gestillt werden. Weder mit Gritibänz essen (Gritibänzli mit Zucker ums Ränzli), noch mit Konfitüre und auch nicht durch das Schmusen mit meiner Katze… Keine Chance! Als ich dann so sinnlos hinter meinen Schulbüchern sass, wurde es unerträglich. So schaute ich auf die Temperaturanzeige draussen, und entdeckte geschlagene 7 Grad… WOW. Fast wie im Sommer!

Nun konnte mich natürlich nichts mehr halten… rannte rauf zu meinem Kleiderschrank, wo die Motorradklamotten auf mich warteten, ein Windstopper, ein BMW Funktionsshirt, ein Fleecejäckli, meine Wintertöffhosen, meine flauschigen Wohlfühlsocken, Rückenpanzer, meine Töffjacke und ab geht’s… Im Eilschritt zur Garage, wo meine zwei Lieblinge stehen.

Mein Prinz schien sich genauso zu freuen, denn er sprang ohne Probleme SOFORT an, und das obschon er doch schon einige Wochen still stand in der Kälte *freu*.

Also gings los. Viel hatte ich nicht vor. Etwa eine Stunde, wie eben meine verkürzte Hausstrecke so dauert. Auf los gings los. Schon bald bereute ich mein Miss-Denken „ich ziehe die dünnen Handschuhe an, das sieht besser aus…“ Doch wir fahren weiter. Mit den ersten Kurven wurde mir dann auch warm ums Herz! Doch all zu schnell getraute ich mich nicht vorwärts. Da waren überall Bäche vom Schneetau und da wo der Schatten auch noch dazu kam, war es sau kalt – im Hügel oben zumindest und der Unterschied von gefroren zu flüssig war kaum sichtbar… doch geschehen war nichts. Der einzige Adrenalinkick den ich zu verspüren vermochte war auf dem Weg auf die Saalhöhi ein nasser Dollendeckel, doch dieser vermochte meine Freude nur zu vergrössern!

Oben angekommen ergaben sich mir folgende Panoramen:



Mein Prinz war natürlich das erste, dass ich bewunderte tongue





vom Schnee wieder ins Grüne zurück


und ich war auch dabei *grins*

So sah das ganze aus, ehe ich mich wieder zurück hinter die Bücher verschanzte… und jetzt regnets halt… ja so kanns werden. That’s life.
Ich wünsche allerseits eine schöne Adventszeit, an den Lichternmeeren da draussen solls ja nicht Mangeln, so wie es aussieht.
Happy ending-Year
Cori

24.11.2008 um 09:45 Uhr

Patent Ochsner

Hallo Bikerfreaks!
Der Winter hat uns zum zweiten Mal in dieser Saison eingeholt - erschüttert war ich Samstag Nacht, als ich aus dem Konzertsaal von Patent Ochsner raus ging und sich mir ein Schneesturm, wie ich ihn noch selten im "Tal" unten erlebte, anerbot.
Ich war die ganze Woche schon gar nicht zwäg und schläferig wie Dornröschen - ich schiebe das jetzt dem Schnee zu, aber dass es gleich so schneien kommt... las ich nur in der Zeitung...
Was nun? ich kann euch keinen Motorrad-Bericht bringen. Meine zwei liebsten, der Prinz und Trésjoli sind in der Garage und warten auf den Frühling wie ich, allerdings bin ich mir dessen bewusst, dass der Winter auch dazu gehört...

ABER NICHT SO!!! *Protest!!*
Wenns denn schneit, dann solls auch richtig und nicht am anderen Morgen schon wieder alles voll Pflotsch - NEIN, des mag i nöd! Richtigen Schnee will ich, dieser, der knirscht unter den Füssen, wenn man ihn betritt, der der Spuren hinterlässt auf den Strassen - so wie am Sonntag morgen früh, das Herz welches vor unserem Haus eingestapft wurde - so was von romantisch. Und wenn dann noch die Sonne dazu scheint - WOW! Ich weiss Rölfi, Du hattest das gestern in Mürren. Ich aber nicht und ich denke viele andere auch nicht!

Und weil es bei uns unten keine richtigen Winter mehr gibt ausser eben die nassen oder pflotschigen, haben wir vom 27.12. an einfach eine Woche Ägypten gebucht... einfach abhauen, ab in den Sommer, ab zum Tauchen. So macht man das heutzutage, wenn man von diesem Pflotschwinter genug hat. JAWOLL!

Was ich euch eigentlich erzählen wollte, ist nicht, wie ich den Schneesturm von SamstagNacht erlebte, sondern das davor...
Es nennt sich Patent Ochsner - ein geiniales Schweizer-Musiker Projekt, welches schon über 10 Jahre besteht.
Ich habe einmal gehört, richtig bekannt wurden sie durch den Stefan Eicher, aber eigentlich ist das egal, hauptsache sie wurden bekannt.
Und das sind sie: Songs wie D Venus vo Bümpliz, Scharlachrot oder Belpmos - die kennt einfach der Schweizer, schon nur, weil die Radiostationen die Songs rauf und runter spielen - auch heute noch. Ebenfalls ist der Humor des Heads der Truppe bekannt, Büne Huber ist sein Name und sein Humor einfach nur köstlich!
Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich Patent Ochsner bereits einmal sah, damals an der Expo in irgendwo als Vorgruppe von Rumpelstilz mit dem Polo Hofer - weiss es heute immer noch nicht, aber eines ist klar - Patent Ochsner life ist einfach GRANDIOS!

Dank Herlinde, meiner ganz persönlichen KonzertOrganisatorin wurde uns dieser köstliche Abend real gemacht - merci hier noch einmal ganz herzlich, Herlinde!!
Das ganze fand im Kiff in Aarau statt. Ein eher kleines Konzertlokal im aargauischen - mit gelegentlichen Gerüchen, wie der Name schon sagt tongue Von anfang an schlichen wir uns an einigen Gruppen vorbei, bis ganz nach vorne zur Bühne - links, wie Herlinde schon von Anfang an sagte; "Wir werden vorne links stehen". Noch selten habe ich ein Konzert so HAUTNAH miterlebt! Der Schweiss des Keyboardes tropfte förmlich auf uns hernieder - igiith, okee nicht ganz...

Doch seht selber:









Ohrwürmer wie die eben genannten Songs, D Venus vo Bümplitz, Ludimilla und Belpmos brachten die volle Konzertlokation zum Kochen und Toben - natürlich mehrheitlich Frauen - aber auch männliche Wesen haben mitgesungen und gewippt! Büne Huber hat sich dann auch noch beklagt, als eine Konzertbesucherin schon ganz am Anfang "Scharlachrot" schrie... Programm-überwerfungen gäbe es dann nicht!
Der Humor zwischen den Songs, welcher Büne über die Bühne brachte ist einfach fantastisch - ein wahrer Künstler! Ich bin begeistert und deswegen gehe ich im März gleich nocheinmal, in Olten, als Weihnachtsgeschenk für eine Freundin wink
Was mich natürlich auch sehr beeindruckte, dies kannte ich aber schon aus Merchandise-Verkäuferin von Florian Ast, war das Mitsingen des Publikums in Schweizerdeutsch! Mag ein Florian Ast für mich noch so "Bubi-Musik" machen, die Stimmung in den Konzerthallen waren jedesmal gigantisch, sobald das Publikum mit der Band mitsang und festete!!
Einfach ein unbeschreibliches Gefühl - ich will ja nicht wissen, wie sich die Musiker auf der Bühne selber dabei fühlen - WOW!

So ist ein weiteres Konzert vorbei, welches ich mit guten Leuten verbringen durfte und ich freue mich auf die nächsten... Konzerte, Veranstaltungen, Events, doch auch freue ich mich auf die Rückkehr des Frühlings und die Motorradzeit tongue

Zurück zum Konzert!
Nachdem die Band Anfangs erläuterte, dass sie Scharlachrot zwar spielen würden, aber deswegen das Programm nicht umändern würden, und sie das eigentlich ganz und gar agressiv machen würde, wenn das Publikum einfach so mal "Scharlachrot" auf die Bühne schreien täte, war klar, dass es eins, zwei Zugaben geben müsse. Denn die Band ging zum erstenmal von der Bühne, ohne Scharlachrot zu bieten, ebenfalls das zweite Mal.
Als sich Büne Huber dann nach einem "Comeback" ans Keyboard, direkt vor mit setzte, war ich ganz wild auf Fotos-machen. Dies dauerte aber nicht lange, da war ich ausser mir vor Freude... schuld daran war ein Kollege, der auch hier unter den Swissbikers weilt, welcher überraschend plötzlich vor mir stand, in voller Grösse und Anmut - wow, diese Freude. Ich bin fast überzeugt, dass im Umkreis von einem Meter um uns herum niemand mehr etwas von der Ballade, welche Büne direkt vor uns trällerte, hörte... Noch lauter wurde es dann, als der Kollege mir einen Ring am Ringfinger zeigte... VERHEIRATET?? GENIAL!! Seit heute!! WOW... Gratulation noch unserem Marc *schmatz* bin total happy für Dich und das noch die Tochter eines liebevollen Menschen aus der Gegend (Namen werden hier nicht genannt:-P)! Perfekt, wie das Leben manchmal laufen kann!



So dann, war die Fotozeit für Büne vor meiner Nase dann auch vorbei, Marc ging wieder zu seinem Volk und ich konnte mich wieder andersweitig betätigen - ohne Büne vor der Nase... Dafür war die Bühne noch da;-)
was mich ebenfalls beeindruckte (Der Abend war tatsächlich voller Eindrücke, Farben und viel guter Musik zum selber Mitsingen!) waren die Wechslungen während dem Konzert von Instrument zu Instrument! Der Trompetebläser spielte gelegentlich auch am Klavier /Keyboard, der Keyboarder spielte des öftern Schweizerörgeli und Büne sass auch am Keyboard wie auch an der Gitarre (da stand er tongue)

So geschah das eindruckvollste Konzert in meinem Leben - und ich wusste lange Zeit nicht wie mir geschah.

Und wie ich heute morgen, Montag durch den zum Teil Schneebedeckten Bahnhof in Dulliken wate, das Gefühl von Niedergeschlagenheit und Verachtung gegenüber der ganzen Woche in mir trage, ertönt in meinen Ohren...

JA WAS WOHL??

Patent Ochsner!
Ich sah die Truppe leibhaftig vor mir, mitten am Montag morgen um 05.30 Uhr am kalten, dunklen und pflotschigen Bahnhof in Dulliken!
"Mer Schtörchle ond Schtolpere, aber gheieeee ned...."

In dem Sinne, auf zum Montag Nachmittag mit Motivation und Musik in den Ohren.

Eure Cori

02.11.2008 um 21:33 Uhr

Die Kunst der Natur

Einst bin ich mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren… am Abend wieder zurück… und mir fiel etwas auf und ich möchte euch nun auch anstecken damit:

Die meisten Menschen mögen den Herbst nicht. Gute Erkenntnis was? Er bedeutet das Ende des geliebten Sommers, er bedeutet der baldige Anfang des Winters und er bedeutet kältere Temperaturen, Nebel, kahle Bäume.
Ja dies alles bedeutet er. Doch würden wir genauer hinsehen, dann würden wir sehen, dass er so vieles mehr bedeuten mag. Vieles mehr an Kunst, an warmen Gefühlen, farbigen Emotionen.
Die Blätter an den Bäumen verfärben sich in leucht gelb, rot, dunkel grün, orange – manche Farbe die wir zu anderen Jahreszeiten nicht so sehen, wie im Herbst:



Der Nebel bringt uns nicht einfach die graue Suppe… nein er bringt uns auch die Kunst mit dem Spiel der Sonne, das einfallen der Lichter, die Strahlen des Scheins:


Der Nebel will nicht einfach die Nässe zurück lassen, er will auch malen. Malen wie Picasso damals:

und uns die Natur näher bringen!

Herbsttau und Picasso

Begeistert betrachte ich Dich,
ein Muster mitten in der Luft,
hängend, fast schwebend erscheint,
Tautropfen benetzen Dein Reich...

Dein Kunstwerk, in der Landschaft,
ein Van Gogh, ein Picasso
hätte es nicht besser hinbekommen,
keiner der grossen Künstler dieser Welt.

Doch betrachtet..., bewundert
mensch Dein Werk?
Dein Werk erschaffen über Nacht.
Nein, der Mensch sieht die Natur nicht.

Doch Dein Werk,
das Netz geflochten in Tautropfen,
diese zarten Linien, die Fangarme,
Manches Insekt holt sich den Tod.

Die Schönheit die tötet,
im frühen Herbsttau, kühler Luft,
Sehnsucht ergreift mich,
all die Farben um Dich herum!

Liebe Spinne, der grösste Künstler
Unserer Welten, ist kein Picasso,
kein Klee, sondern schlicht
und einfach DU!

Du und die Kunst Deines Netzes,
Dein Netz im Herbsttau getaucht,
umgeben der Herbstfarben.
ER möge kommen und zaubern!

Noch vieles mehr ist mir aufgefallen… so wie ich durch die Landstrasse fahre…
Die ach so gefürchteten Laubblätter auf dem Boden – so mancher Graus für viele Motorradfahrer… doch seht her, wenn es trocken ist:



Die Blätter umtanzen uns, umwirbeln uns… fliegen an uns vorbei, tanzen uns entgegen, bereiten uns Freude! In all ihrer Farbenpracht umschwärmen sie uns wie unbändige Pferde, junge Rehe, sprunghafte Delfine, voller Lebenfreude, Engergie strotzend der Freiheit entgegen… fahre ich, um tanzt von vielen farbigen Blättern, fahre ich der Freiheit entgegen… auf meiner grössten Leidenschaft, dem Motorrad… Der Kraft protzenden Maschine, bereit weitere Physiken des Lebens zu brechen, weitere Normen der Gesellschaft zu trotzen…

Ich bin da… ich liebe das Leben… ich liebe den Herbst.

Leben, Du hast mich mit ganzem Herzen und meiner Seele.
Eure Cori