Eigenartig, gestern Abend hatte ich mir überlegt, was ich arbeiten würde, wenn ich das machen könnte, was mir am meisten Spass macht, und dafür entschädigt würde. Ich kam darauf, dass ich eine Zeitschrift herausgeben würde. Ich wäre Autorin und Verlegerin. Ich würde über das schreiben, über das ich nachdenke. Ich würde mich mit den Leserbriefen auseinandersetzen. Ich würde Aufträge annehmen über etwas Bestimmtes zu schreiben.
Heute Vormittag las ich "Context. 20/05". Das ist die Zeitschrift des kaufmännischen Verbandes. Ich vertiefte mich in den Artikel über Weblogs auf den Seiten 24 und 25. Das ist es! (Ok, bezahlt werde ich nicht, aber ich kann schreiben und vielleicht liest es jemand, interessiert es jemand.)
Warum ich mir gestern Abend diese Gedanken machte? Weil ich am Suchen einer neuen Arbeitsstelle beziehungsweise einer Einnahmequelle bin. Ich will mich nicht beklagen, es gibt einige Stelleninserate, die mein Interesse wecken, aber, was ist denn nun das Richtige für mich? Für was bin ich hier? Ich füge hier ein, dass ich definitiv nicht einfach irgend etwas arbeiten kann, nur damit ich Lohn habe. Ich brauche Geld, ich habe keinen Sponsor. Ich brauche aber eine Aufgabe, keinen 0815-Job. Überhaupt, das Wort "Job" mag ich überhaupt nicht. Das klingt für mich zuwenig ernsthaft, so eher etwas, das man einfach tut, man muss ja etwas tun, und überhaupt ist das, was neben dem Job läuft, sowieso wichtiger. Das stimmt für mich nicht. Die Aufgabe ist wichtig.
Also, ich suche eine Arbeitsstelle. Und jetzt gehe ich in die Küche und bereite mir mein Mittagessen zu.