MACHINE HEAD - 01.06.2007 Volkshaus Zürich
Yeah, dräck het das gfägt... erstens mau, eini vo de geilste Bänds ga lose, näi hi si no hammermässig geil gspüut, iifach vou Mitten-in-die-Fresse.... Machine Head si ifach Cheff, anders chamus niid säge... jawoll. asch iifach dräckig geil gsii das ganza... U ja, säubverständlich hii si o de geilst Sänger, niid wahr..
Ja, über Type-O-Negativ säge ni jitz nüüd... isch niid mini musig, niid mi Stil u i has (ehrlichgseit) grotteschlächt gfune....
Hie a chliina Konzärtbericht (niid vo mier verfasst, guckt du www.metalfactory.ch, hihi)
Let's Bang and Rock !!
CATARACT
Cataract konnten diesen kurzfristig angesetzten Gig durchaus als Heimspiel deklarieren, immerhin bestand ein grosser Teil des bereits vor der Bühne stehenden Publikums offensichtlich aus Fans der Band. Den Umständen entsprechend gab's also gleich ab dem Aufmarsch der Band und während der folgenden 40 Minuten standesgemäss Applaus, jedoch nur auf zögerlichem Niveau. Vokalist Fedi gab sich zwar redlich Mühe das Publikum anzuspornen - für mehr als etwas Standart-Gehopse in den vorderen Reihen reichte die Energie scheinbar aber nur kurz aus. Cataract bretterten zielsicher durch ihr kurzes Set, und obwohl die Tontechnik-Crew Probleme mit dem Bass-Amp hatte kam der Sound mehr oder weniger drückend und präzise aus den Boxen. Die Ansprachen blieben indes kurz, Neumitglied XXX wurde zwar eben mal vorgestellt, ansonsten konzentrierte die Band sich aufs Konzert und gab nebst einigen Krachern neueren Datums zum Schluss auch die Hymne "Nothing's Left" zum Besten. Alles in allem also eine solide Sache, aber meine Zweifel am Songmaterial der Band wurden durch den Gig eher noch zusätlich gefestigt. Obwohl sich Cataract technisch auf internationalem Parkett bewegen, strotzen die Songs einfach nach wie vor zu stark vor Platitüden und szenetypischen Merkmalen - als Vorband geht sowas gerade noch Ok, aber für längere Headlinershows muss definitiv mehr Dynamik mit rein gepackt werden.
MACHINE HEAD
Quizfrage: An was erkennt man am Einfachsten, dass man sich an einem Machine Head-Gig befindet? Wahlweise würden die Antworten 'an den Machine-Fuckin'-Head-Sprechchören', 'an den überdreht grinsenden Gesichtern' oder 'an der grundsätzlichen Partystimmung' gelten, im Falle von Zürich trafen sowieso alle drei Antworten zu. Machine Head live sind und bleiben einfach eine Party-Band, auch wenn diese Bezeichung etwas zwielichtige Assoziationen auf den Plan ruft. Der Qualität des Auftritts tut dies freilich keinen Abbruch, Machine Head legten eine 90 minütige Vorzeige-Show aufs Parkett. Das Publikum stimmte zu Beginn wie selbstverständlich in das Intro des Opener-Songs "Clenching The Fists Of Dissent" mit ein und durfte dafür im Mittelteil stimmgewaltig das Schlacht-Chörchen mimen. Doch so sehr die Konzertbesucher zum Gelingen des Abends beitrugen, Hauptakteure blieben klar Machine Head. So gewaltig wie die Band die neuen Songs "Now I Lay Thee Down", "Aesthetics Of Hate" und "Halo" oder die Klassiker "Bulldozer", "The Blood, The Sweat, The Tears", "Old" und das finale "Imperium" auch darboten, keiner dieser Songs konnte die Spielfreude der Mannen um Rob Flynn überragen - was Machine Head an diesem Abend für ein Feuerwerk ablieferten, gehörte klar und offensichtlich in die Kategorie 'göttergleich'. Die neuen Songs fügten sich nahtlos in die Setlist ein, die mehrstimmigen Vocals sassen perfekt und die Band zelebrierte in einer komplett Ego-zertrümmernden Art und Weise ihre eigene Musik. Und natürlich liess sich Zürich nicht zweimal bitten - vielleicht verstand nicht jeder anwesende Besucher zwecks Verständnisproblemen Rob's Ansagen, aber dies wurde prinzipiell durch kollektives Schwitzen, Schreien und Singen wieder wettgemacht. Höhepunkt der Show waren klar die Reaktion des Publikums auf Rob's Ansage zu "Asthetics Of Hate" (die Band schrieb den Song für einen amerikanischen Fernsehprediger, der die trauernden Fans nach dem Dimebag-Mord in Verruf bringen wollte - Rob widmete den Song darauf live Dimebag, und das Publikum quittierte dies mit emotionalen "Dimebag, Dimebag!"-Schreichören...), das herzzerreissende Duo "Halo"/"Descend The Shades Of Night" und das wuchtige "Davidian" - allein schon das Volkshaus vereint "Let Freedom Ring With A Shotgun Blast!" schreien zu hören war die Anreise wert. Also, nochmals zum Mitschreiben: Machine Head -> sensationell geil! Wer mir das nicht glauben will, kann sich am 7. Dezember in Winterthur gerne selber davon überzeugen...
Setlist: "Clenching The Fists Of Dissent" - "Imperium" - "Now I Lay Thee Down" - "Bulldozer" - "Ten Ton Hammer" - "The Blood, The Sweat, The Tears" - "Aesthetics Of Hate" - "Old" - "Halo" - "Take My Scars" - "Descend The Shades Of Night" - "Davidian"
Actually reading: Der Dunkle Turm - Band 7 "Der dunkle Turm", S. King
Actually listening: kee fraag oder : MACHINE HEAD !!
