Boulevard of Broken Dreams

30.07.2009 um 21:23 Uhr

Gorillakriege

von: Jari

Warum endets eigentlich immer so, dass ich sauer auf ihn bin? Ist das das Schicksal von uns Frauen?

30.07.2009 um 21:10 Uhr

Jari schreibt mal wieder...

von: Jari

Ich war ja in letzter Zeit nicht sonderlich fleissig. Lag unter anderem auch daran, dass ich, wie schon gesagt, krank war/bin (fühl mich dank modernster, an Tieren getesteter Chemie schon wieder besser und freu mich auch darauf, am Dienstag wieder arbeiten zu gehen). 

Und nun schreib ich diesen Eintrag einfach nur des Schreibens Willen. 

 

Zum Beispiel über Machu Picchu
Beim Zappen hab ich den TV-Sender rbb entdeckt. Gestern brachten sie einen Bericht über die "Ver-Touristisierung" Machu Picchus. Die Touristen strömen zu Tausenden auf das Heiligtum, mit Cams und Fotoapparaten und viel, viel Dreck. Ja, ich war ehrlich bestürzt über den Umgang der Fremdem mit dieser heiligen Stätte. 
Haben die gar keinen Respekt? Ein Einheimischer hat berichtet, wie er jeden Tag den Abfall der Touris einsammelt und sogar Steine zurück in die Mauern setzen muss.
So geht man doch nicht mit einem Heiligtum um! Man weiss ja, dass ich kein allzu touristenfreundlicher Mensch bin und ich wurde nur noch bestärkt in meinen Ansichten. Wenn ich in einem Land bin, versuch ich, so gut es geht, mich anzupassen und die Gepflogenheiten des Landes zu akzeptieren. 
Und ja, ich finde es gut, dass dieser Uni-Professor sich gegen die Touristen wehrt. Dass er und seine Stundenten in Streik treten und auf den Umgang mit Machu Picchu aufmerksam machen.
Leider will die peruanische Regierung nun bis zu 10'000 Menschen am Tag auf Machu Picchu zulassen! Und alles nur des Geldes wegen...
Denkt doch mal, wenn die Touristen so mit unseren Heiligtümern umgehen würden? Hier in der Schweiz werden Gebiete zermalmt und zertrampelt und anderso wird es nicht besser sein. Man muss sich richtiggehend schämen, ein Tourist zu sein...

 

Eigentlich wollte ich auch mal nach Machu Picchu, aber das lass ich jetzt lieber. Und nein, ich werd mir die Kleine Meerjungfrau nicht ansehen, wenn ich in Kopenhagen bin.

 

Oder ich könnte auch über sogenannte Kampfhunde schreiben. 
Das Einzige, was ich dazu sagen kann ist, dass die Regierung da falsch ran geht. Ein Rasseverbot der "Kampfhunde" bringt nichts, jeder Hund kann beissen. Man sollte nicht die Hunde einschläfern, sondern diese abartigen Wesen namens Menschen, die ein Tier so sehr quälen, dass es gar nicht mehr anders kann, als beissen. Aber was will man von Politikern schon gross erwarten? Das Einzige, was die meisten von ihnen auszeichnet, ist Ignoranz und Selbstverliebtheit.

 

 

Und dann ist da ja noch die SBB - Die Schweizerische Bundesbahn
Die haben momentan Platzprobleme. Wegen Velofahrern (in der Schweiz heissen sie nicht Fahrradfahrer sondern Velofahrer. Und es heisst auch Sauce und nicht Sosse). Aber darüber kann ich immer noch das Gleiche sagen wie in anderen Blogeinträgen zuvor: Das Geld habt ihr nicht von den Erstklassfahrern, sondern von uns aus der zweiten Klasse. Also nehmt ein paar erste Klasse Wagons weg und gebt uns mehr Platz. Dann haben auch die mit Velo und Kinderwagen Platz. Es reicht ja wohl, dass jeder dieser Mehrbesseren aus der Ersten einen Vierersitz für sich hat. Für jeden einen eigenen Wagen ist ja wohl etwas übertrieben. Aber da die SBB-Verantwortlichen selber nur erste Klasse fahren oder ihr Auto benützen, nützt es nichts, denen das zu sagen. 

 

Ausserdem soll ich in diesem Blogeintrag noch erwähnen, die toll der Gorilla ist, weil er das Internet gefixt hat. Ich will auch so'n Ego haben... Kann man das irgendwo kaufen?

27.07.2009 um 15:07 Uhr

Den Schatten beim Wachsen zusehen

von: Jari

Komme gerade von der Terrasse. Hab den Schatten beim Wachsen zugesehen. Die warmen Treppenstufen genossen und mir die Sonne auf den schmerzenden Nacken scheinen lassen. Einfach nur dasitzen und nichts tun. Schliesslich ist der Sommer bald vorbei.

Ich weiss nicht, ob die Sommergrippe, die sich bei mir eingenistet hat, schon vorbei ist. Einmal frier ich, einmal nicht. Dann plötzlich wieder Bauchweh. Und dann wieder Stunden ohne Schmerzen.

Gestern war ich den ganzen Nachmittag in der Hängematte und habe gelesen. Heute hab ich Nichts gemacht. Gestern hatte ich Schmerzen, aber der Verstand funktionierte. Heute weniger Schmerzen, aber der Verstand funktioniert nicht. Können die mich auf der Arbeit so brauchen? 

26.07.2009 um 19:19 Uhr

Das beschenkte Jari

von: Jari

Trotz Sommergrippe war die Abschiedsparty für Kollegin J. gestern Abend sehr schön. Ihr Garten ist wahnsinnig gemütlich! Ich möchte irgendwann auch mal einen Garten haben. Und Gemüse und Früchte anpflanzen, richtig biologisch :) Aber das sind Zukunftsträume.
Da die Party gleichzeitig auch die Feier für unsere bestandene LAP war, wurden Sera und ich auch ein wenig gefeiert :) Die Chefin hat uns sogar ein paar Luftballons geholt, weil wir ja so "jung und verspielt sind und Ballone mögen". Wir haben nämlich die Ballone von unserer Party einfach im Geschäft gelassen :D (das mit dem SMS war übrigens ein böses Missverständnis *räusper*)
Und ratet mal, was mir die Chefin auf den Abschluss geschenkt hat: 500 Dänische Kronen!
Man, da hab ich aber gestaunt! Und gefreut hab ich mich trotz starkter Bauchschmerzen total :) 

Und als ich nach Hause kam, noch eine Überraschung: Der Gorilla hat mir Blumen geschickt! <3

Der Junge ist echt toll :3 

14.07.2009 um 09:06 Uhr

Freundschaften und andere (sinnlose) Unternehmungen

von: Jari

Es gibt Menschen, die gaukeln einem vor, sie seien deine Freunde. Dann verlieben sie sich in den nächsten Dahergelaufenen und du bist nicht mehr existent. Komischerweise kenn ich nur Männer, die so handeln. Drei oder vier Stück "kenn" ich bzw. habe ich gekannt. Sie sind nett zu dir, schenken dir Sachen, man hats lustig, dann kommt irgend so ein Weib daher und du, da du ja nur "eine Kollegin" bist, bist abgeschrieben.

Na gut, über solche Dinge kann man hinwegsehen (über die dazugehörige Person auch). Was mich wirklich aufregt, sind folgende SMS morgens um acht (fragt mich nicht, warum ich an meinem freien Tag um acht Uhr aufgewacht bin - wahrscheinlich, um dieses SMS zu lesen...):

"Tut mir leid, mir ist was dazwischen gekommen. Können wir es auf den 26ten verschieben?"

Ok, ok. Das mag harmlos klingen. Ich hab auch schon Leute versetzt. Vorletzten Samstag hab ich meine alte Freundin Ta-chan versetzt, weil ich am Freitag Abendverkauf hatte, Samstag voll gearbeitet habe und Montag dann schon wieder. Da brauchte ich den Sonntag für mich. Dafür sind wir letzten Samstag zusammen Ice Age 3 gucken gegangen. Und wir hattens wirklich toll.

Um wieder auf das SMS zu sprechen zu kommen. Ich hab mich total abgemüht, um für kommenden Sonntag eine passende Überraschung für Sera zusammenzustellen. Ich bin mehr als drei Stunden durch die Stadt gerannt, nicht, um Geschenke zu besorgen, sondern weil ich mit ihr eine kleine Schnitzeljagd machen wollte, weil sie bald nicht mehr in der Stadt wohnt.
Sogar J. aus der Bahnhoffiliale hat ihre Zustimmung gegeben, dass sie beim Spiel mithilft und hat sogar ein paar Geschenke (AUF KOSTEN DES GESCHÄFTS) gesponsert.
Ich hab Ballone und Luftschlangen gekauft. Von meinem letzten Geld. Hab einen kleinen Menu-Plan aufgestellt. Quizfragen ausgedacht. Eine CD gebrennt. Die Kamera bereitgestellt. Den Brief für sie aufgesetzt. Ich hab sogar extra ein Buch über die Stadt gelesen, damit das Quiz klappt.

Zwei Wochen lang hab ich mich immer mal wieder abgemüht, um ihr eine Freude zu machen.

Und ja, dann schlauchts, wenn man so ne SMS bekommt.

Ausserdem hat sie mich immer mal wieder versetzt. Langsam hab ich keinen Bock mehr. Jetzt ist grad Flash-Back-Zeit... Ich hasse es, auf Unbestimmt versetzt zu werden. Und ja, bei Sera ist "der 26te" unbestimmt. Weils eh nicht klappt.

Ich glaub, ich hör auf, mich für andere Menschen abzumühen... Klappt eh nie. Dann hat man tonnenweise Arbeit und ist dann enttäuscht.

Der Gorilla ist davon aber ausgeschlossen. Bei ihm kommt alles zurück. Und wenn er mich mal enttäuscht hat, entschuldigt er sich und tröstet mich.

Und nein, er gehört nicht zu denen, die ihre Freunde vernachlässigen. Ich eigentlich auch nicht... Aber so wies aussieht, wird das ja nicht geschätzt.

Vielleicht versetz ich Sera am ersten August auch? Sie hat gesagt, sie hätte eine Überraschung. Ja, doch, ich versetze sie. Damit sie weiss, wie sich das anfühlt.

Und ja, ich bin echt sauer/enttäuscht und bla bla bla. Soll sie ihren Geburtstag doch mit weiss Gott wem verbringen. Und ihre Geschenke behalt ich auch für mich. Ende!

(Falls dieses Geschwätz unreif klingen mag, ist mir das egal) 

14.07.2009 um 00:36 Uhr

Bedürfnis(v)ermittlung

von: Jari

Momentan les ich nebenbei das Buch "Coach dich selbst, sonst liebt dich keiner" von Talane Miedaner.

Eigentlich hab ich etwas gesucht, das mir hilft, meine Gefühle in den Griff zu bekommen. Aber Coaching klang auch nicht schlecht.
Anfangs war ich etwas skeptisch, weil ich die andauernde Wortwiederholung a la The Secret nicht mag. Bedürfnis hier, Bedürfnis da. Ja, man kennst.

Aber das Buch ist echt interessant. Nachdem ich die Liste mit den häufigsten Bedürfnissen durchgegangen bin, machte ich eine Liste, mit meinen vier "Haupt-Bedürfnissen":

 

  • Verantwortung übernehmen
  • Überschaubarkeit
  • Zärtlichkeiten
  • Zeit für mich

 

20 Seiten zuvor sahs noch so aus (auf die Frage "Listen Sie spontan Ihre vier wichtigsten Bedürfnisse auf"):

 

  • Sicherheit
  • Unterhaltung
  • Geregelter Tagesablauf
  • Anspannung

 

Und zu guter Letzt folgte noch die "Haupt-Prüfung", die nach psychologischen Aspekten aufgebaut ist. Mit diesem Ergebnis wird dann wohl auch im Verlaufe des Buches gearbeitet werden:

 

  • Kontrolle/Macht
  • Frieden/Ausgewogenheit
  • Arbeit
  • Ordnung

 

Ich war mir gar nicht bewusst, wie wichtig es mir ist, die Kontrolle zu haben, bis ich bemerkte, dass ich auf sehr viele Fragen, mit "Kontrolle haben" geantwortet habe. Eigentlich bin ich doch zufrieden, als Angestellte, ich habe z.B. keinerlei Interesse daran, irgendwann ein Geschäft zu führen.
An was ich beim Ausfüllen des Öfteren gedacht habe, ist, dass ich es gerne habe, wenn ich gewisse Arbeiten habe, die wirklich nur ich mache und mir keiner reinredet. Das ist auch Kontrolle...

Im Geschäft sind Sera und ich eigentlich die beiden Hauptakteuere wenn es ums Remittieren (Zurückschicken von defekten oder nicht verkauften Büchern) geht. Leider arbeitet Sera total anders als ich und wir kommen uns oft in die Quere... Das sind dann die Momente, in denen ich mich wirklich sehr über sie aufrege und mir wünschte, ich könnte das Ganze alleine und nach meinen Regeln machen. Ich mag es nicht, wenn sie einfach plötzlich irgendwas änderet und mir dann zwischen Tür und Angel mitteilt, das und das funktioniere jetzt so und so (meistens machem ihre Änderungen leider noch nicht mal Sinn).

Der Gorilla macht den Test übrigens auch gerade. Bin gespannt, was bei ihm so rauskommt... 

12.07.2009 um 14:24 Uhr

Es gibt Menschen und es gibt Idioten

von: Jari

"Goodbye Deutschland" schau ich ja normalerweise nicht. Heute ist eine Ausnahme, weil sie über eine Familie berichtet, die nach Dänemark auswandert. Kann ja interessant sein, denkt Jari.

Aber falsch gedacht. Statt Informationen und Tipps zu bekommen (naja, viel erwartet hatte ich ja doch nicht), schüttelt Jari einfach nur den Kopf.

Die Familie:

  • hat den Mietvertrag nicht durchgelesen
  • kann kein Dänisch
  • hat keine Ahnung vom Ort
  • und die Eltern haben keine Arbeit
Wie kommen erwachsene, mehr oder weniger selbstständige Menschen, ohne jegliche Vorbereitung in ein wildfremdes Land auswandern? Klar, Dänemark ist nicht weit weg von Deutschland, doch trotzdem herrscht dort eine total andere  Mentalität. Ich versteh solche Leute nicht.
 
Bevor man in ein fremdes Land reist, vor allem, wenns längerfristig geplant ist, muss man sich doch informieren. Klar, als ich zum ersten Mal nach Ungarn ging, war ich auch nicht vorbereitet. Ich wusste kaum, wo Ungarn liegt. Aber ich hatte eine Familie und eine Schule. Und keine Kinder, die ich grossziehen muss.
 
Jetzt bin ich älter und will weg. Ich lern Dänisch und hab mich bei einer Praktikumsvermittlungsstelle gemeldet. Und ich hab ein Buch übers Auswandern gelesen. Und les grad eins über Kopenhagen.
 
Ich will vorbereitet sein. Sonst kann das ja nicht gehen. Was denken sich manche Leute eigentlich? 
 

 

04.07.2009 um 23:47 Uhr

Diplomfeier Part 2 oder: Die Noten des Jaris

von: Jari

Eintrag für sternenschein :)

Die Diplomfeier... Naja, war mehr ein Festchen als ne Feier. Zuerst gabs nicht wirklich improvisierte Impro-Comedy, dann ne Lesung und dann erst gabs Diplome.

(So gesehen gabs für diejenigen, die von weiter weg [alles was ausserhalb von Zürich liegt] kommen keine Diplome, die wurden per Post ins Geschäft geschickt und liegen nun bei unserer Lehrmeisterin rum...)

Während man in Dänemark noch mit Namen gerufen wird, "durften" wir als Klasse auf die Bühne. Dort bekamen wir einen Umschlag und eine Rose in die Hand gedrückt und wurden wieder vertrieben.

Wenigstens gabs hinterher ein leckeres Apero :) 

Und nun das eigentlich Interessante - Die Noten des Jaris

Ich hab den Brief ganz langsam geöffnet.

 

 

Wirklich langsam.

 

 

Schritt für Schritt.

 

Und mein Herz hat geklopft.

 

 

Immer mehr.

 

Noch ein Stück.

 

 

Nur noch ein bisschen.

 

 

 

                       Dann war er offen.

                            Und da war ein Blatt.

                                       Und auf dem Blatt stand Folgendes:

 

 

Praktisches Arbeiten im Betrieb: 5.5
Betriebs- und Warenkunde: 5.3
Kulturkunde/Muttersprache: 5.3
Kommunikation/Fremdsprahen: 5.0
Rechnungswesen: 3.3
Projektarbeit: 4.3
Berufskundlicher Unterricht: 4.9

Gesamtnote: 4.8 

 

 

Was ich dazu sag? Sehen wir mal^^

 

Praktisches Arbeiten im Betrieb: Meine beste Note! Im praktischen Arbeiten. Also dem Punkt, der später der wichtigste ist. Geil! Ja, da können meine zukünftigen Arbeitgeber mal sehen ;)

Betriebs- und Warenkunde: 5.3? Super! Hab ich auch lange für gebüffelt :)

Kulturkunde/Muttersprache: Nachdem mich die Prüferin so über diesen ollen Chessez auseinandergenommen hat, dachte ich, ich hätte total abgeloost. Und dann geben die mir ne 5.3. Vielleicht lags auch daran, dass ich all meine Begeisterung über "Zeit ohne Tod" und "Teuflisches Genie" und Bücher Allgemein in meine Zusammenfassung gelegt hab... 

Kommunikation/Fremdsprache: Da ist Englisch und Französisch zusammen. Mich würds schon interessieren, wie ich in den einzelnen Bereichen abgeschnitten habe... Englisch bestimmt besser als in Franz ;) Auch wenn meine Französischlehrerin gemeint hat, dass ich Klassenbeste war :D 

Rechnungswesen: DA ist mir die Kinnlade runtergekippt. Ihr könnt euch das wie in nem Cartoon vorstellen. BOING! Ich war sowas von überrascht! Ich hätte mir nie zugetraut, ne 3.3 zu schreiben! Ich bezweifelte sogar schon, auf ne 2.5 zu kommen. Und dann sowas! Ohne gross was zu tun, schnitt ich besser ab als manche aus meiner Klasse... Einfach nur WOW! GEIl!

Projektarbeit: Man kann auch ohne Vorbereitung bestehen ;)

Berufskundlicher Unterricht: WTF? Ich dachte, das sei Betriebs- und Warenkunde... Vielleicht handelt es sich dabei ums Bibliografieren? Dann sollten sie das auch hinschreiben... Ach egal, ne 4.9 ist fast ne 5, worum es isch auch immer handelt - es ist gut :D

Gesamtnote: 4.8 

Ich bin besser als ich von mir erwartet hätte :D :D :D FAST NE 5!

Ach übrigens: Ich hab das "In Ausbildung" auf meinem Namensschild durchgestrichen :) 

04.07.2009 um 19:45 Uhr

Böse Wörter, Mütter und andere seltsame Wesen

von: Jari

Bald ist meine Zeit als Buchhändlerin vorbei, deshalb hier noch ein paar schöne Erlebnisse aus Jaris Buchhändlerleben:

Generationenworte 

Es war ein schläfriger Nachmittag, mit ein paar Kunden, die sich umsahen. Kollegin C. und Jari arbeiten fleissig im Laden als die Türe aufging und Vor-Ömchen eintritt. Vor-Ömchen, da es noch nicht ganz Ömchen ist. Der Fakt, dass es die Türe alleine aufgebracht hat, deutet darauf hin.

Ömchen: Also ich muss mich hier mal beschweren.
Kollegin C.: Worüber denn?
Ö: Jedes Mal, also wirklich jedes Mal, wenn ich hier vorbeilaufe, sehe ich den Titel dieses Buches und ärgere mich!
C: Welches Buch meinen Sie denn?
Ö: "Mein Chef, das Arschloch"*. Schämen Sie sich eigentlich nicht, dass das jeder sieht?!

Auch nachdem die Kollegin das Vor-Ömchen darauf hinwies, dass wir das Buch sehr gut verkaufen, war die feine Dame der Meinung, dass wir unser Sortiment ihrer Meinung anpassen müssen und uns solche Worte auch auf Buchtiteln verkneifen sollten.

Ach ja, noch am gleichen Abend verkaufte die Kollegin das Buch ein weiteres Mal. Und nein, sie hat dem Kunden nicht abgeraten, das Buch nicht zu kaufen, weil da ein böses Wort draufsteht...  

*Jari berichtete 

Wenn die Mutter mit dem Sohne...

Mütter haben oft anderes im Sinn für ihre Söhne, wie dieses Beispiel hier zeigt.

Mutter: Er hier *zeigt auf desinteressiert dreinschauenden Sohn* sucht ein Buch. Es darf ruhig im Umfang von Harry Potter sein. Aber kein Fantasy, das mag er nicht. Es darf etwas Historisches sein, aber nicht mit einer Zeitreise verbunden.

Jari nickte fleissig und wanderte zur Jugendabteilung, während sie versuchte, alle Informationen zu behalten. Mutter bleibt noch bei der Kasse, der Sohn (etwa 12 - 14 Jahre) folgt dem Jari zum Regal.

Jari: Was liest du denn noch gerne? *schaut sich das Regal für die Mittelstüfler an*
Sohn: Naja, ich mochte diese Reihe sehr gerne. Davon hab ich alle sieben gelesen.

Er deutet auf die Reihe "Das wilde Pack", eine Reihe für Grundschüler in der es um Zootiere geht, die aus dem Zoo ausgebrochen sind. Da sich der Sohn interessiert das Grundschul-Regal anguckt, beginne also auch ich meine Suche dort. Man richtet sich schliesslich nach dem Kunden. Also, dem Sohn.
Irgendwann fiel mir dann "Der Karate-Hamster" ein. Darin gehts... Ja, OK, um den Karate-Hamster halt.
Der Junge liest sich den Rückentext durch und meint: "Das gefällt mir. Ich mag solch lustige Geschichten. Die scheint sehr lustig zu sein."

Just in dem Moment erscheint die Mutter.

Mutter: "Was hast du denn da? Also nein, sowas kauf ich dir nicht! Ausserdem kannst du ruhig Mittelstufe lesen. Gibt es nicht etwas mit realem Hintergrund?"

Also sucht das Jari im Regal "Mittelstufe" nach historischen Büchern ohne Fantasy. Man richtet sich ja nach dem Kunden, also der Mutter.
Nachdem ich dem Sohn dann drei Bücher hingestreckt habe (zwei zur Varusschlacht und eins aus Ägypten), hatte ich Pause, darum weiss ich nicht genau, für welches "historische Jugendbuch für Mittelstüfler ohne Fantasy" sich die Mutter dann entschied.

Wenns nach dem Jungen gegangen wäre, würde er sich mit dem Karate-Hamster anfreunden.

Wir müssen gar nicht reden.

Ein Beispiel für nicht ganz gelungene (zwischen)menschliche Kommunikation aus der Schlange im Coop (Einkaufsgeschäft) im Bahnhof.

Sie: Oh hey! Lange nicht gesehen!
Er: Hallo.
Sie: Was machst du denn so?
Er: Arbeiten.
Sie: Als was?
Er: Im Büro. Aber nicht mehr lange.
Sie: Was machst du?
Er: Ferien.
Sie: Wie lange?
Er: Zwei bis drei Wochen.
Sie: Und dann?
Er: Weiss nicht.
Sie: Was machst du nach den Ferien?
Er: Arbeiten.
Sie: Als was?

Er wurde dann aber erlöst, weil sie früher an die Reihe kam als er. Was dann aus diesem Traumpaar wurde, weiss ich nicht. Mein Eis war interessanter ;) 

01.07.2009 um 08:56 Uhr

Unfähigkeit...

von: Jari

Ich kann nichts tun, ohne dass es mich nicht an ihn erinnert...

Jede Homepage, die ich besuch, erinnert mich an unsere gemeinsamen Abende, als er arbeitete und ich geduldig daneben sass und rumsurfte.

Jeder Song, den ich mir anhör, erinnert mich an das Radioprogramm, das lief.

Jede Buchseite, die ich lese, erinnert mich an die sonnigen Nachmittage, als ich in seinem Sessel sass und ihm ab und zu über die Seiten des Buches hinweg einen Blick  zuwarf.

Jedes Kleidungsstück, das ich trage, erinnert mich daran, wie er mich berührte.

Jede Dusche, die ich nehm, erinnert mich an unsere gemeinsamen Duschen.

Jede Mahlzeit, die ich zu mir nehm, erinnert mich an sein Studentenfutter, das er mir morgens um zwei gemacht hat.

Aber das Schlimmste sind immer noch die Nächte, wenn man alleine im Bett liegt und genau weiss, da ist niemand mehr. Niemand, an den man sich ankuscheln kann. Niemand, der sich plötzlich umdreht und seinen Arm um einen legt. Niemand, der einem Mitten in der Nacht zudeckt. Niemand, auf dessen Atemzüge man hört, um zu prüfen, dass er ja regelmässig atmet, nachdem man nach einem wirren Traum aufgewacht ist. Einfach niemand.

Ich weiss, es ist jedes Mal das Gleiche. Aber es tut jedes Mal aufs Neue weh... 

01.07.2009 um 08:32 Uhr

Diplomfeier

von: Jari

Heute bekomm ich mein Diplom. Ausserdem bin ich gespannt, wie's um meine Noten steht.