Ein bisschen Traumdeutung
"Ein Schwimmbad in der Stadt steht für ein kontrolliertes und reguliertes Umgehen mit Gefühlen, wenn das Wasser darin klar ist."
Das hat in meinem Traum nur so von Schwimmbädern gewimmelt...
"Ein Schwimmbad in der Stadt steht für ein kontrolliertes und reguliertes Umgehen mit Gefühlen, wenn das Wasser darin klar ist."
Das hat in meinem Traum nur so von Schwimmbädern gewimmelt...
Vor allem über einen selbst. Nein, ehrlich. Ich versteh mich echt nicht. Warum stört's mich so, wenn er mir nichts, dir nichts, sagt, er ginge jetzt und tschüss? Gerade eben wieder. Ein "Gute Nacht" und off war er. Ich weiss nicht warum, aber ich hätte lieber ein Verabschieden in Schritten. Mit Vorwarnung. Aber nein, ich weiss nicht warum. Genauso wenig mochte ich im Juni seine Spontanattacken, wenn er kurz mal reinschaute, sagte "Heute Abend machen wir das und das" und dann wieder verschwand.
Ich kann nicht sagen, dass ich nicht spontan wär. Ganz im Gegenteil. S. hat mir schonmal vorgehalten, zu spontan zu sein. Warum dann also nicht bei ihm? Ich kapier's nicht. Warum fühl ich mich so verarscht, wenn er von einer Sekunde auf die andere weg ist? Oder beziehungsweise mir einfach so hinschmeisst, was er für "uns" beschlossen hat.
Hab ich Angst um meine Individualität? Das wär's im letzteren Falle, aber was ist mit meiner miesen Laune, die aufkommt, wenn der MSN-Messenger mit mitteilt, dass der Gorilla offline ist? Ist es, weil ich ihm immer mindestens eine Viertelstunde vorher Bescheid gebe, dass ich langsam daran denke, zu Bett zu gehen?
Manchmal wünscht ich mir schon, dass er meinen Blog liest. Vielleicht würd er dann verstehen, warum ich in letzter Zeit oft zickig auf ihn reagiere. Wenn er in seinen Arbeitspausen eh keine Zeit zum Schreiben hat, soller gefälligst auch nicht on kommen, nur um dann nach zwei Sätzen ein "gtg" (got to go) zu schicken und zu verschwinden. Ich kann das wirklich nicht ab. Und noch immer weiss ich nicht, warum.
Was ist jedoch noch sagen muss ist Folgendes: Männer sind Babys.
Echte Jammerlappen. Tut ihnen mal irgendwo was weh, gibt's gleich ein Drama. Mir tut die ganze Zeit über irgendwo was weh. Na und? Man gewöhnt sich dran. Ich hab mich an die ständigen Schmerzen im Nacken gewöhnt, kenne die Schmerzen im Beckenknochen, die verschiedenen Sorten von Bauchschmerzen, ertaste immer mal wieder geschwollene Mandeln etc. etc. Gott, das geht vorbei!
Nur weil ihm mal was weh tut, heisst das sicherlich nicht, dass ich gleich alles liegen lasse und ihm die Wunde puste. Gut, ich würd's tun. Wenn er weniger rumjammern würde.
Jaja, ich seh's jetzt schon kommen... Kaum bin ich nach meiner Reise zu ihm wieder zu Hause, jammer ich hier rum, wie sehr ich ihn vermisse... Tststs... Naja, momentan würd ich ihm lieber was an den Kopf werfen. Wiedermal.
Irgendwie tut es etwas weh, meinen Namen nicht mehr am Spind zu sehen...
Auch wenn es schön ist, mal wieder etwas Neues zu machen, werd ich es vermissen. Nicht nur das Hantieren mit neuen Büchern, sondern auch die zum Teil sehr skurilen Personen und Erlebnisse. Beim Verkaufen erhält man oft sehr persönliche Einblicke in das Leben anderer.
Man erfährt, dass sich jemand eine Schildkröte wünscht, erhält Reisetipps ("Da müssen Sie unbedingt mal hin!") und ebenso erhält man Einblicke in die Art, wie der Kunde denkt oder in welche politische Richtung er tendiert.
Da Bücher aber nicht nur kurzweilige Begleiter sondern auch Helfer in der Not sind, erfährt man oft auch nicht so angenehme Details aus dem Leben der Kunden.
Ja, ich werds eindeutig vermissen :) Auch das Sich-recken-und-strecken um dem Kunden ein Buch vom viel zu hohen Regal zu holen.
Die Wahrheit.
Das Ich - Schwarzes Gift
Was ist mit der Welt passiert, haben wir nicht irgendwann genug.
Ich sehe nichts als Tod und elend, gäb's Gott, wir wären lange schon tot.
Was ist mit dem Geist passiert, er wird zu lange schon kontrolliert.
In eisern' Ketten kaserniert, der Mensch kommt, wird auch sterben.
Was ist mit dem Mut passiert, haben wir versäumt ihn zu versteh'n.
Ich fühle Angst und Leere, im Gleichmut sind wir längst verkauft.
Was ist mit dem Kind passiert, sehen wie's im Traum sich bäumt.
Ich schrei's aus tiefster Seele, wir lieben es, wir morden uns.
Was ist mit dem Tier passiert, haben wir verdrängt es zu versteh'n?
Ich wünsch dem Menschen Tier zu sein, sein Gesicht wär grau und kalt wie stein.
Was ist mit der Welt passiert, haben wir nicht Seelen ausgelöscht?
Ich sehe nur Gewalt und Neid. Gäb's Gott, wir wären lange schon tot.
Ich will kein Fleisch.
Ich will kein Blut.
Ich will nicht Euch.
Ich will den Tod.
Ich bin der Abschaum dieser Welt,
meine schwarze Seele wund gequält.
Ich bin gefärlich für die Welt,
mein schwarzes Gift vom Himmel fällt.