Boulevard of Broken Dreams

31.10.2009 um 23:35 Uhr

Persönliches Gutdünken?

von: Jari

Mein ich nur, oder ist Mario Barth etwas primitiv?

31.10.2009 um 22:09 Uhr

"Und da ist kein Fleisch drin?"

von: Jari

Als ich meinem Vater vor über zwei einhalb Jahren mitteilte, dass ich von nun an fleischlos leben wolle, war er ziemlich überfordert. Für ihn ist Fleisch ein fester Bestandteil seines Speiseplans, auch deshalb, weil er davon auch den Tieren abgeben kann. 
Es ist nicht so, dass er es nicht verstanden hätte. Er ist ein grosser Tierfreund. Nur wusste er anfangs oft nicht, was er mir kochen sollte.
 
Doch inzwischen hat sich unsere Menüplanung eingependelt und wir kommen gut miteinander zurecht. Heute hat er mir eindeutig bewiesen, dass er mich nur noch als Veggie sieht.
Denn als wir gemeinsam einkaufen waren, habe ich mir ein paar herabgesetzte Produkte von delícorn geschnappt. Delícorn produziert fleischlose Produkte, die aber wie Fleisch schmecken. Alles auf der Basis von Tofu und Soja. Deshalb stand auf der Verpackung auch "Schnitzel" und "Cordon-Bleu".
 
Mein Vater schaut mich an, etwas skeptisch, und fragt: "Und da ist kein Fleisch drin?"
 
Der Satz gefällt mir :) 

31.10.2009 um 11:16 Uhr

Abfalleimer

von: Jari

So, nun will ich an diesem hübschen Samstag noch schnell etwas richtig stellen. Schliesslich will ich nicht, dass man hier denkt, die deutsche Rechtschreibung sei hier ausser Betrieb. Schliesslich kann ich mich nicht darüber mokieren, dass die Hälfte meiner Klasse sprachliche Analphabeten sind, doch selber keine Ahnung haben.
 
Wenn ich aus dem Wort "Lehrer" ein "Leerer" mache, ist das gewollt. Der Spruch geht auf meinen Vater zurück, der schon immer behauptet hat, dass man Lehrer besser mit zwei "e" schreiben solle. Er geht sogar so weit, dass er sagt, man sollte den Berufsstand in "Abfallleerer" umbenennen.
So weit gehe ich nicht, aber nach all den Jahren hinter der Schulbank, muss ich meinem Vater in manchen Dingen recht geben.
Es gibt eben Lehrer und Leerer.

30.10.2009 um 19:37 Uhr

Leider nur unterer Durchschnitt

von: Jari

Eine 4.5 ist genügend. Etwas unter "gut", einzustufen. Ein "wenn du dir Mühe gibst, schaffst du es."
Wenn ich mir meine Bilder so ansehe, verstehe ich auch, warum diese Note. Ich bin kein Perfektionist. Naturalismus liegt mir nun mal einfach nicht. Und so wie es aussieht die ganze Kunstszene nicht.
Doch wenn ich dann wieder an die Rücken- und Nackenschmerzen, den Stress und die Anstrengung denke, die ich dafür in Kauf genommen habe, bin ich doch etwas enttäuscht. Nicht alle sind geborene Künstler. Und nicht alle, die an diese Schule kommen, habe eine Ausbildung in einem künstlerischen Beruf absolviert.

Ich bin ein kleines bisschen neidisch auf N., doch ich kann verstehen, warum sie eine ganze Note besser bewertet ist. Sie hat das Glück, Perfektionist zu sein. Dafür wird sie belohnt und ich gönn es ihr. 
Seit drei Stunden sitze ich nun am Tisch. Zuerst eine halbe Stunde eine Skizze gemacht. Und jetzt gleichzeitig mit Chinatusche und Farbstifen an zwei unterschiedlichen Bildern zu arbeiten ist echt hart. Mein Nacken knackt und der Rücken reklamiert auch schon. Aber ich werde nicht aufhören, bis es akzeptabel ist. Zumindest mit der Chinatusche. Das naturalistische Bild... Nunja, es sieht ehrlich gesagt, scheisse aus. Für meine Verhältnisse gut, bis sogar sehr gut, doch eigentlich  nicht mehr als Durchschnitt. Unterer Durchschnitt. Wenn nicht sogar darunter.
 
Ja, ich kann von Glück reden, wenn ich die Matur bestehe. Nicht nur wegen Französisch und Mathe. Auch Kunst wird hart. Das nächste halbe Jahr wird noch strenger benotet. Der Leerer erwartet, dass wir alle schon Künstler sind. Bis auf ein paar (ich gehöre dazu), sind sie es auch. Aber nicht einmal den wirklich Talentierten in der Klasse, verteilt er "wirklich" gute Noten.
Wenn ich mit einer 4 abschliesse - in Ordnung. Dann habe ich den Abschluss. Das reicht.
 
Irgendwie glaube ich auch, dass der Leerer nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen ist. Ich hab ihm bei unserem ersten Gespräch gleich gesagt, dass ich eigentlich nicht vor habe, etwas in Richtung Kunst zu studieren oder zu arbeitn = unten durch.
Neben Kunst existiert für den nichts Anderes. Dass er nicht alle Tassen im Kopf hat, weiss die ganze Klasse. Man nennt ihn "Kunstclown". Er tront ganz hoch oben auf dem Thron der Psychos, andere Leerer unserer Schule zu Füssen. Wo haben sie die eigentlich aufgegabelt? 
 
Mein Trost ist jedoch immer noch, dass ich trotz allem nicht die Schlechteste der Klasse bin. Und wenn ich jeden Tag eine Skizze mache, so wie er es von allen erwartet, wird er vielleicht etwas nachsichtiger sein...
Jetzt kehre ich aber wieder zu meinen Bildern zurück. Auch wenn ich am liebsten ins Bett fallen würde und einfach nur noch schlafen...
 
PS: Chinatusche löst ungeahnte und unpassende Gefühle aus... 

27.10.2009 um 20:46 Uhr

Irrungen, Verwirrungen und eine Buchhändlerin

von: Jari

Ich vermisse es, mit anderen über Bücher zu diskutieren. Ich vermisse es sogar sehr. Auch vermisse ich es, andere lesen zu sehen. Denn in meiner Klasse liest niemand.
Wohl können sie Dreiecke berechnen und x aus einer Gleichung herauslössen, doch längere Texte verstehen sie nicht. Sie stolpern über Wörter, die mehr als fünf Buchstaben haben, Fremdwörter verstehen sie selten, selbst diejenigen nicht, die man im Alltag immer wieder findet. Warum man in einem Satz "wieder" schreibt, im anderen "wider" will ihnen nicht in den Kopf, und wann ein "das" ein "das" ist, und wann ein "dass" scheint ihnen ein Rätsel zu sein.
Ich langweile mich, wenn wir Texte lesen müssen, weil sie nicht voran kommen. Und obwohl alle Informationen, die sie brauchen, direkt vor ihnen liegen, sehen sie es nicht.

Ausserdem fehlt ihnen diese gewisse Mündigkeit, die Fähigkeit, die Welt wie ein erwachsener Mensch zu sehen, zu realisieren, dass ihre Entscheidungen eine Auswirkung auf alles haben. Vielen fehlt Verantwortungsbewusstsein für die Welt. Diese, unsere Welt, die auch die ihre ist. Es scheint sie  nicht zu interessieren. Aber was interessiert sie dann?
Partys und Autos? Ist es das, was einen "modernen" Menschen ausmacht? Egal, was ist, hauptsache Spass haben?
Ich verstehe es sehr wohl, dass sie sich nicht für die Kommasetzung interessieren, mich interessiert es auch nicht. Doch handelt es sich beim Deutschunterricht um ein wichtiges Fach, denn ohne Kommunikation stirbt der Mensch. Da kann er noch so lange Dreiecke zeichnen und Gleichungen lösen.
Was ich schade finde, ist dass unsere Lehrerin diese Klasse voller Nichtleser zu Lesern hätte machen können. Oder zumindest einen Teil davon. Vielleicht einen von ihnen. Aber dafür hätte es die richtige Literatur gebraucht. Keine hohe Literatur, sondern Jugendbüchern, mit Action, Helden und einfachen Sätzen. Damit sie realisieren, dass lesen Spass macht, dass man eben so etwas erleben kann, wie wenn man den Fernseher einschaltet.
Aber leider bin ich der Meinung, dass sie dies mit den Büchern, die sie uns vorsetzt, dies nicht schaffen wird. Was will ein Nichtleser mit dem "Vorleser"? Ein JUGENDLICHER Nichtleser. Dass wir in der Buchhandelsklasse dieses Buch lesen müssen, ist verständlich. Uns kann man solche Literatur zumuten. Aber doch nicht diesen literaturabgeneigten Analphabeten?! Dieses Buch ist nichts für die!
Ich bin der lesende Freak der Klasse, der immer mit einem Buch rumläuft. Und ich werd bis ans Ende meiner Tage mit einem Buch rumrennen. Einem richtigen Buch, bittesehr. Es mag altmodisch klingen, aber ich will keinen E-Reader, weil er mir nicht das geben kann, was ein Buch mir gibt. Ein Buch hat eine Seele, eine Stimmung, die für jeden Leser anders ist, sich anders überträgt. Man kann ein Buch streicheln, fühlen, riechen. Eine Maschine riecht nicht.
Überhaupt habe ich langsam die Schnauze voll von unserer technologisierten Gesellschaft. In Japan können sie schon Gedanken lesen. Werden wir bald wirklich alle in diesen übertechnologisierten Städten leben, in denen alles grau ist und alles surrt und brummt und Türen sich dafür bedanken, dass man durch sie hindurch geht?

Nein danke, sage ich da nur. Ja, ich liebe mein Pödchen und ganz auf das Internet verzichten möchte ich nicht. Aber irgendwann ist einfach genug und für mich ist dieser Punkt wohl langsam aber sicher erreicht.
Ich bin Buchhändlerin durch und durch und von Buchhändlern sagt man ja, sie seien altmodisch. Gut, bin ich altmodisch. Ich bin jedoch nicht die einzige, die so denkt. Auch wenn es wenige sind...
Wenn das so weitergeht verfaulen (entschuldigt dieses Wort, falls es das auf Deutsch nicht gibt) wir immer mehr. Ich liebe das Gefühl, wenn ich etwas selber gemacht habe. Selber etwas zustande gebracht habe und meine Seele und mein Herz in ein Projekt oder ein Bild gesteckt habe.
Von diesem Standpunkt aus werte ich einen Dürer, der einfach nur einen Hasen zeichnet, dafür den jedoch so real hinbekommt, dass er jederzeit davonhüpfen kann, höher, als einen Jungspund, der zwar Bilder macht, die so echt aussehen, dass man sie gar nicht erkennt, dies aber nur mit Photoshop hinbekommt. 
Denn da macht die Maschine die Arbeit. Jungspund sagt ihr nur, was sie tun muss. Das ist die einzige Kunst dahinter. Dürer und andere Künstler setzen sich hin und machen alles selber. Da fliesst Herzblut hinein, eigene Kraft und Anstrengung. Vor dem Computer sitzen und Photoshop machen lassen - da ist die einzige Kunst dahinter, zu wissen, welches Icon was macht. Da braucht es nicht viel Können. Ein Berliner mit Konfitürfüllung reicht (diesen Satz widme ich N., mit der sich herrlich diskutieren lässt).
Irgendwann, wenn ich dann mal alt und grau bin, werden meine Enkel (falls ich denn welche haben werde) mir vielleicht mal ein super-duper-hightech Gerät schenken, mit dem sich dies und das und überhaupt alles machen lässt und "man kann darauf auch Bücher lesen".
Wahrscheinlich werde ich brav Danke sagen, mir das Ding erklären lassen und an mein Bücherregal zurückkehren. Denn dort ist meine Seele verwahrt. Mein Seelenschiffchen sozusagen.
Und wenn sie mich auslachen und altmodisch und skurril nennen - dann mach ich es gleich extra deswegen! 

26.10.2009 um 18:31 Uhr

Das Ding zwischen Spannung und Entspannung oder: Schulmalheur

von: Jari

Eigentlich sollte ich jetzt ja Französisch lernen. Ihr wisst schon, Sprache der Liebe und dieser Mist Quark. Aber stattdessen schreibe ich Blog und surfe im Netz. Tja, hab mich vorhin schon mit Schule abgemüht. Mit Kunst, um genauer zu sein. Jetzt tut mir alles weh... Hallo, wofür hab ich eigentlich eine Krankenkasse? 
Überhaupt ist meine Zeit zwischen Schule/Arbeiten und Freizeit/Entspannung ziemlich unausgeglichen. Es gibt immer etwas zu tun und wenn ich nichts tue, fühle ich mich schlecht. Manchmal sogar schon schuldig. Und das stresst mich dann noch mehr...
Was jedoch auch dazu führt, dass man sich seine Zeit anders einteilt. Habe heute im Mathematikunterricht Kunsthausaufgaben gemacht. Wir hatten Geometrie und ich hab sowas von überhaupt gar rein nichts vertsanden, obwohl es mir etwa zwei- dreimal erklärt wurde, da hab ich mich dazu entschlossen, die Zeit nicht mit Genervt-Sein zu verbringen, sondern was Gescheites zu tun.
Jetzt sollte ich eigentlich auch was Gescheites tun, aber irgendwie hab ich überhaupt keine Lust auf französische Verben und Wörtchen... Nicht gut...
 
Heute Nachmittag bin ich übrigens mit einem Mädchen aus der Parallelklasse zusammengestossen. Sie macht die naturwissenschaftliche Matura. Autsch, nichts für mich...
Sie ist bei uns zwar nicht unbeliebt, doch machen wir uns oft über sie lustig, da sie in der Psychologie-Klasse ständig Monologe hält. Ausserdem haben wir ihr den Spitznamen Dr.Dr. Glubschi verpasst, weil ihre Brille ihre Augen "unvorteilhaft hervorheben".
N. und ich sind jedoch der Meinung, dass sie nur schüchtern ist und das zu verbergen versucht. Und eigentlich ist sie ganz nett. Auch wenn sie auch heute ein paar Monologe geführt hat. Ausserdem hab ichs satt, immer alleine zum Bahnhof zu gehen...
 
Jetzt kommt die Wäsche dran... Französisch wird morgen in den Sand gesetzt und mein Nacken gehört abgehackt. Das wärs eigentlich... einfach auslassen, das Ding. Dann täts auch nicht mehr so weh.... Aber dann wär ich ja noch kleiner... Menno! 

25.10.2009 um 14:14 Uhr

Wochenendtrip

von: Jari

Dieses Wochenende setzte ich mal wieder über nach Langenargen, rüber nach Deutschland. Mein Vater verbrachte dort seinen Urlaub und ich habe ihn besucht.
Für mich war es ein sehr ertragreiches Wochenende, Papas Portemonnaie sass ziemlich locker ;)
Er hat mir ein paar Bücher (poste ich später auf Büchergebrabbel), eine Massage, Schuhe, viel Duschzeug (hey, das braucht man! Vor allem, wenn man aufgrund der 20 Kilo-Beschränkung am Flughafen, alles zurücklassen muss. Und schliesslich will man ja nicht stinken...) und zwei Bücherstützen in Katzenform gekauft.
Die Masseurin fragte mich übrigens nach der Massage, ob ich viel Stress habe...
Jari: Joa... schon...
Masseurin: Du bist sehr verspannt.
J: War schon immer so.
M: Aber für dein Alter ist es viel zu viel.
Hmh, könnte sie mal meiner Krankenkasse sagen :D Dann zahlen die vielleicht auch mal was (wer's glaubt...) 

22.10.2009 um 21:23 Uhr

Bücher, Umfragen und andere Bestimmungen

von: Jari

(Co-post @ Jaris Büchergebrabbel)

Hiermit ist die erste Umfragerunde betreffend "Welches Buch soll Jari lesen?" vorbei. Der Gewinner ist natürlich Moore mit seinem "Todsicheren Job". Bin auch schon ganz fleissig am Lesen. 
Und zwar läuft das jetzt so ab, dass ich das von euch gewählte Buch als mein Hauptbuch behandle, es also überall mit hin schlepp und als absolute Priorität gilt. Natürlich werd ich nebenbei noch andere, von mir selbst gewählte Bücher lesen. Die kommen dann vielleicht auch auf den Blog, aber zuerst kommt das Hauptbuch.
Die Umfragen laufen dabei weiter, d.h. ihr bestimmt, welches mein nächstes Hauptbuch wird. OK, da ich die Umfragen aufsetze, bestimm ich doch immer noch etwas mit ;) Aber die Entscheidung liegt bei euch.

Ab jetzt läuft eine neue Umfrage. Also stimmt brav weiter ab.

PS: Diese Umfrage läuft, bis ich das Hauptbuch ausgelesen habe. 

21.10.2009 um 19:46 Uhr

Jari und die harten Massnahmen

von: Jari

Ja, Jari schreibt wieder. Aus der Schweiz. Aber eigentlich ist es nicht mal so schlecht hier. Heute war ein guter Tag. Auch wenn ich das gar nicht gedacht hätte. Erstmal: Es hat gewindet. Hat so etwas... vertrautes unterdessen. Die Sonne schien auch wieder mal. Richtig schöner Oktobertag.
 
Im Deutschunterricht ist es eh immer gemütlich und später, im Informatikunterricht, nachdem wir diese Riesenprüfung mehr oder weniger gut überstanden hatte, hab ich gleich zwei Lobe vom Lehrer bekommen :) Einmal meinte er, mein comichaftes Selbstportrait sei deshalb sehr gelungen, da es meinen Charakter einfange und gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert hat. Später meinte er ebenfalls, dass eines meiner Bilder sehr einfallsreich sei. Obwohl es eigentlich nur durch einen Fehler entstand *grins*
 
Danach ging's ab in die Stadt. Mit ner ziemlich grossen Einkaufsliste... Naja, erstmal kaufte ich mir ein Buch *g* Leider ist bei uns über Mittag alles an Geschäften (fast alles) geschlossen. Also ging ich zur Bank, um mein Goldvreneli zu verkaufen.
Ein Goldvreneli ist eine alte Schweizer Münze, die noch mit Gold gegossen wurde. Die brauchte man in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Heute haben sie etwa den zehnfachen Wert von damals. Leider ist der Goldpreis ja auch gesunken... Aber naja.
 
In der Bank hiess es dann aber, dass ich die bei meiner Bank selbst einlösen muss. Toll, wo in diesem Bergkaff hat es ne Raiffeisen-Bank? Also schnell zum ehemaligen Arbeitsort und Kolleginnen fragen, die wissen sowas :D Weil Buchhändler nicht nur mit Büchern dealen, sondern oft auch verirrten Touris weiterhelfen müssen ;)
 
Da die Bank aber am anderen Ende der Stadt liegt, ging ich erst beim Elektrofachshop vorbei, da ich für den Laptop einen Stecker brauchte, der in Schweizer Steckdosen passt... Aber der war auch geschlossen...
 
Gut, Abkürzung genommen, um zum Swisscom-Shop zu gelangen. Swisscom ist unser Telefonanbieter Nr. 1 (und ehemaliger Nachbar meines ehemaligen Arbeitsortes). Tja, die waren am Umbauen. Also rein in den Manor (ein Geschäft, wo man eigentlich fast alles bekommt). Im dort ansässigen SwisscomShop liess ich den Internetzugang auf meinem Handy sperren. Ja, Jari greift durch - Ich brauche nunmal Geld! 
Bei Gelegenheit ging ich mir gleich noch was Essbares einkaufen, damit das arme Jari nicht hungern muss (und damit die Zeit rumgeht).

Als es dann endlich mal halb zwei war, verkaufte ich für 96.60 das Vreneli. Es tat mir etwas weh, weil es ein Geschenk meiner Grossmutter war. Aber wie D. aus meiner Klasse schon sagte: Grossmütter wissen, dass ihre Enkelinnen irgendwann Geld brauchen :D
 
Dann zurück zur Papeterie (gibt es dieses Wort auf Deutsch? Das ist ein Geschäft, in dem man Büromaterial und sonstiges zum Schreiben etc. kaufen kann). Hm... hab mich mit Bleistiften eingedeckt... Muss man schliesslich haben.. Sind wichtig, die Dinger...
Der nächste Schritt war ein Bekleidungsgeschäft. Ok, ok, ein BILLIGBekleidungsgeschäft... Aber wenigstens hatten sie da, was ich suchte. Und ja, es war billig. Und wie schon gesagt, ich brauche das Geld...
 
Denn sie ist jung und braucht das Geld *räusper*
 
Im Bastelshop deckte ich mich mit Material ein, das ich für mein nächstes Projekt brauche. Die Anwendung dieses komischen Kopierpapiers klingt kompliziert... Ob ich das so hinbekomm, wie ich es will? Sehen wir dann...
 
Dazwischen traf ich übrigens noch die momentane Lehrtochter meines ehemaligen Arbeitsplatzes (super nett, die Kleine - ok, sie ist grösser als ich... Aber trotzdem!) und eine ehemalige Mitschülerin. Aber die ist _nicht_ grösser als ich. Ja, solche Menschen gibts auch.
 
Auf dem Weg vom Bastelshop zum Elektrohändler genehmigte ich mir noch ein Schokoeis mit Schokostreuseln und schlenderte durch den kleinen Park. Sowas kann man nämlich bald nicht mehr...
 
Und im Elektrofachgeschäft hatten sie das, was ich suchte. Und es war sogar günstiger als gedacht.
Danach ging ich zum Bahnhof und kaufte mir noch mal ein Buch.
 
Bücher brauchts. Trotz den harten Massnahmen. Jawoll!
Und ich muss so schnell wie möglich Zugtickets kaufen. 

16.10.2009 um 15:02 Uhr

Ein ♥ für Blogs

von: Jari

Schon vor einem halben Jahr habe ich von der Aktion gehört, aber nicht mitgemacht. Heute entschliesse ich mich, kurzfristig, dieses Mal mitzumachenn. Die Aktion wurde von StyleSpion ins Leben gerufen und es geht darum, heute am 16.10.09 über seine deutschen Lieblingsblogs zu bloggen. Das Ziel der Sache ist deutschsprachige Blogs bekannter zu machen.

(Anmerkung zu den Links: In manchen Einträgen schreibe ich die Links aus. Das mache ich dann, wenn ich mit Chrome surfe/schreibe. Denn Blogigo hat einen Fehler im Script [oder wie auch immer]. Wenn ich mit dem IE unterwegs bin [selten], kann ich Links einfügen, denn, Ego wie IE nunmal ist, übergeht der einfach alles. Ist in diesem Falle überaus praktisch. Und ja, da es hier um Blogs geht, die man ja auch verlinken muss, bin ich auf IE umgestiegen.)

Ein ♥ für Blogs

Hier also nun meine Lieblingsblogs:

Bella's Wonderworld

Bellas fantastischer Bücherblog. Super gestaltet und super Rezensionen. Absolut empfehlenswert für alle, die Bücher mögen!

Canoo.net - Fragen Sie Dr. Bopp!

Im weitesten Sinne auch ein Blog. Und ein sehr interessanter noch dazu. Die Leser können Dr. Bopp Fragen zur deutschen Sprache und Grammatik stellen, die dieser dann beantwortet. Ganz nach dem Motto: "Blöde Fragen gibt es nicht!" Da kommt schon mal recht Merkwürdiges der deutschen Sprache zu tage...

El Tragalibros - Der Bücherwurm

Wie der Name schon sagt, ein weiterer Blog über Bücher. Sehr hübsch gestaltet und gut geschriebene Rezensionen über interessante und lesenswerte Bücher.

Flying Thoughts

Ja, ein weiterer Blog über Bücher (hey, was erwartet ihr von mir?!). Auf Verenas Blog finden sich nicht nur Rezensionen, sondern auch Interviews, Bilder und Erlebnisse aus dem Alltagsleben. Und natürlich Rezenssionen.

Good News too

Werf ich jetzt auch mal unter die Kategorie Blog, weil ich diesen Blog sehr schätze. Denn wer hat nicht genug von all den Kriegsmeldung? Von Mord und Totschlag und Krise? Good News Too bloggt über Fortschritte u.a. im Tierschutz und Menschenrechten. Manchmal braucht man einfach eine kleine Botschaft, dass nicht alles nur schlecht ist, nicht wahr?

Library Mistress

Die Mistress berichtet aus ihrem Leben als Bibliothekarin. Für Buchhändler ist es sehr interessant, die Welt der Bücher mal aus einer anderen, aber doch ähnlichen, Sicht zu erleben.

Liisas Litblog

Lisa schreibt sehr empfehlenswerte Rezensionen zu nicht alltäglichen Bücher. Für alle, die abseits des Mainstream lesen wollen.

Nerdcore

Was? Jari liest Nerdcore?! Ok, ich lese nicht alle Beiträge, aber ich wundere mich manchmal echt, was es auf der Welt nicht alles Abgedrehtes gibt... Und Abgedrehtes landet eh früher oder später auf Nerdcore...

Slaveriq's World

Hier auch besser bekannt als Gorillablog :)

Verlorene Werke

Ein Blog für Fans von Liebesgeschichten. Ich mag den Blog wegen seines schönen Designs und der guten Rezensionen.

Winterkatzes Buchblog

Ein toller Blog über - JA, genau! - Bücher! Doch Winterkatze schreibt nicht nur über Bücher, sondern u.a. auch über ihre samtpfotigen Mitbewohner. Katzenfreunde können also auch mal einen Blick auf diesen Blog werfen. Wer Bücher UND Katzen mag, ist hier nicht falsch.

Zürcher Tierschutz

Der Blog des Zürcher Tierschutzvereins. Hier wird über den aktuellen Stand des Tierschutzes, Tiervergehen etc. berichtet. Sehr informativ und aktuell.

16.10.2009 um 14:02 Uhr

Vergangenheitsbewältigung

von: Jari

 

Hab mir vor ein paar Tagen aus Langeweile ältere Blogeinträge durchgelesen.
Oktober 2008 - Schöne Erinnerungen. Da sind wir umgezogen. Ist das echt schon ein Jahr her?
Oktober 2007 - Hach ja, lustig war's...
Oktober 2006 - WTF?! Was fürn Schrott hab ich denn da von mir gegeben?!
Oktober 2005 hab ich mir gar nicht mehr angetan... 

 

An einem Blog lässt sich ablesen, wie man sich entwickelt... Das war mir vorher auch schon klar. Wie krass jedoch eine Entwicklung in nur ein paar Jahren sein kann, zeigen mir meine alten Einträge deutlich. 
Nicht nur die Erinnerungen und Erlebnisse (und wie man auf sie reagiert), sondern auch der Schreibstyl lässt Rückschlüsse auf Alter und die Reife der Person ziehen.

Natürlich schreibe ich immer noch mit Smileys, auch immer noch mit japanischen, aber im Oktober 06 (da war ich... 18?!) hab ich Sätze publiziert, die man gar nicht lesen kann, vor lauter Smileys... Von dem Schrott, den diese Sätze aussagen, will ich gar nicht erst reden...

Doch diese Einträge, Smileys, Sätze, Gedanken, sie alle gehören zu meiner Vergangenheit. Man könnte sie ganz einfach löschen. Schwupp und weg. Aber man kann die Vergangenheit nicht einfach so -schwupp-löschen, deshalb bleiben meine Einträge dort, wo sie sind. Punkt.

Aber bitte erinnert mich daran, sie nie wieder zu lesen......... Ja? Bitte...? 

15.10.2009 um 21:19 Uhr

Worte zum Freitag

von: Jari

 
"Denn um ein Buch zu lesen, bedarf es keiner Hardware und keiner Software. So hat das Buch etwas Befreiendes an sich."
- Angela Merkel 

15.10.2009 um 19:14 Uhr

Wie, in Gottes Namen, WIE?

von: Jari

Wie frag ich mich. Wie mach ich das bloss? Wie, in Gottes Namen, wie? Wie komm ich von einem Tagesrythmus von 14 Uhr aufstehen, 4 Uhr ins Bett zurück zu einem Rythmus von 21 Uhr ins Bett, 5.30 (!!!) aufstehen?!! WIE WIE WIE mach ich das bloss?!

15.10.2009 um 16:42 Uhr

Definitiv nicht toll...

von: Jari

Bald ist mein Urlabu um. Drei Wochen sind eine lange Zeit, komischerweise kam's mir vor, als wär ich erst eine hier. Und obwohl es schweinekalt ist, will ich nicht weg. In der Schweiz ist es auch schweinekalt. Aber da will ich nicht hin. Schweiz = doof. Ich  mag die Mentalität der Schweizer nicht. Obwohl ich selber Schweizer bin und deswegen wahrscheinlich selber über diese Mentalität verfüge.
Ausserdem werd ich nicht nur den Gorilla vermissen, sondern auch die Stadt. Die seh ich nämlich voraussichtlich ziemlich lange nicht mehr. Naja, hauptsache ist, dass ich den Gorilla so bald wie möglich wiederseh. Aber ich werd auch die Stadt vermissen.

Ich hab auch keinen Bock drauf, wieder in mein altes Leben zurückzukehren, wo ich einfach nur irgendwer oder irgendetwas bin... Der Gorilla hat mir mein Selbstvertrauen wiedergegeben. Aber das wird nicht lange vorhalten. Mal sehen, wie ich mich im November und Dezember mach. Wahrscheinlich werd ich irgendwie durchs Leben und die Schule schleichen und mich fragen, was ich da verloren hab. Und ich diese verdammte Prüfung schaff...
 
Warum kann man den Winter nicht einfach vorspulen? 

14.10.2009 um 22:36 Uhr

Zwischenstopp

von: Jari

Kurzer Boxenstopp für die Bücherumfrage (einfach für diejenigen, die's interessiert...):

Bisher wurden auf beiden Blogs neun Stimmen abgegeben - 

 

Je eine Stimme erhielten
Andrew Davidson - Gargoyle
Katja Brandis - Gepardensommer

Auf dem zweiten Platz liegt José Saramago, er erhielt bisher drei Stimmen.
Ganz knapp belegt Michael Moore mit "Ein todsicherer Job"den ersten Platz. Er bekam vier Stimmen.

 

Ich werde die Umfrage noch etwas laufen lassen, habe aber schon mal mit Saramago begonnen. Das nicht nur deshalb, weil er eine kurze Zeit lang auf dem ersten Platz war, sondern auch, weil ein Saramago einfach seine Zeit braucht. Dies ist Literatur vom Feinsten und man muss sich voll und ganz darauf konzentrieren.

Und vielleicht kommen ja noch mehr Besucher des Weges und Stimmen ab ;)

Co-Post @ Jaris Büchergebrabbel

13.10.2009 um 20:50 Uhr

Jari und das ethisch Korrekte

von: Jari

Angefacht durch eine Diskussion über Veganismus auf dem GorillaBlog (lest auch die Kommentare, es ist eine sehr interessante Diskussion), denke ich in letzter Zeit viel über ethisch korrektes Leben nach.

Vielleicht liegt es an meiner Einfachheit, oder vielleicht ist es die Faulheit, aber ich gehe davon aus, dass man in unserer Welt nicht mehr 100%-ig ethisch korrekt leben kann. Die Naturvölker haben das ohne weiteres hingebracht, aber wenn wir unseren Lebensstandart betrachten, wird es sehr schwierig. Nicht nur deswegen, weil man immer weniger auf Internet, IPhone und Co. verzichten möchte, sondern auch, weil die Vertriebswege und Produktionen immer verschlungener werden.

Gestern habe ich mir einen teuren Pulli mit der Aufschrift "I <3 CPH" gekauft. Der Preis lässt davon ausgehen, dass das Produkt nicht von Kinderhänden gefertigt wurde. Doch kann ich mir da wirklich sicher sein? Kann und darf ich mich in meinen Shirt, das in im New Yorker gekauft habe, wohlfühlen, obwohl die Preise eindeutig auf Billigproduktion hinweisen? Darf ich den Caffé Latte mögen, obwohl ich nicht weiss, unter welchen Umständen die Kuh, deren Milch ich zu mir nehme, gehalten wird? Ist es paradox, für Tierschutz zu sein und trotzdem Milchprodukte zu mir zu nehmen?

Ich würde gerne ethisch korrekt leben. Aber dafür scheint es keine richtige Anleitung zu geben, wäre ja auch zu schön. Es gibt ja noch nicht einmal eine Anleitung für ein "normales" Leben.
Um ethisch korrekt zu sein  müstse man wieder zurück zu den Naturvölkern. Nur doof, dass der zivilisierte Mensch diese ziemlich schnell ziemlich tot gemacht hat. Und wenn heute ein Mensch beschliesst, als Einsiedler irgendwo in den Wald zu gehen, kommt da bestimmt bald ein Bürokratiemensch und sagt: "So geht das aber nicht. Dieses Stück Wald gehört Herrn XY, der will nicht, dass Sie hier rumgammeln." Der Einwand, dass der Einsiedler eigentlich nur einsiedeln möchte, und nicht rumgammelt und überhaupt nicht im Weg ist und Herr XY so oder so nie im Wald zugegen ist, ist da weniger relevant.

Der Gorilla und ich waren heute im Tivoli, einem Vergnügungspark in Kopenhagen. Ethisch nicht korrekt. Wegen Stromverbrauch und so.
Dann waren wir im Aquarium, ein 30 Meter langes Salzwasseraquarium. Doch wenn, wie Martin es auf dem Blog vom Gorilla sagt, Tierhaltung an für sich schlecht ist, dann hätten wir uns auch die Fische und Haie im Aquarium nicht ansehen dürfen.
Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass eben solche Aquarien und auch Zoos, wenn sie denn artgerecht und auf die Tiere abgestimmt gestaltet werden und nicht nur aus reinem Kommerzwillen, dann leisten eben diese einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung und zum Verständnis des Menschen, vor allem der Kinder, von Tieren. Denn wenn ein Kind, ein Mensch, nichts über, zum Beispiel, über den weissen Tiger (einfaches Beispiel) weiss, wie soll er dann fähig sein, dieses Tier zu schützen? Denn um ein Wesen zu schützen, muss er erst einmal wissen, dass es existiert. Der nächste Schritt ist, es zu begreifen. In seinem Wesen und seinem Verhalten. Auch da leisten Zoos ihren Beitrag. Ebenso zur Arterhaltung, schon oft wurden bedrohte Tiere in Zoos geboren und dann ausgewildert.
Doch wie gesagt, dies alles nur unter dem Aspekt, dass die Zoos gut gemacht sind und das Tier nicht einfach nur auf Beton mit Stäben setzen. Jedoch werden die Zoos immer moderner und mit neuen technischen Mitteln ausgestattet.

Ausserdem habe ich mich auch gefragt, wenn Tierhaltung falsch ist, ist es dann nicht genau so falsch, sich Pflanzen ins Zimmer zu holen? Wie die Tiere gehören Pflanzen eigentlich in die freie Wildbahn und niemand hat sie gefragt, ob die Pflanze bei uns im Zimmer stehen will. Und nur, weil sie wächst, heisst es ja noch lange nicht, dass sie auch glücklich ist. Ein junger Hund wächst auch zu einem erwachsenen Hund heran, mit oder ohne Familie, die ihn liebt.
Und wenn wir von den Tieren nichts nehmen dürfen, dürfen wir auch von den Pflanzen nichts nehmen.

Ich habe nichts gegen die Haltung von Tieren, sofern man sich auf das Tier einlässt (oder die Pflanze) und sich überlegt, ob man das Tier als Wesen mit Persönlichkeit akzeptieren kann und ob man die Möglichkeit hat, dem Tier das zu bieten, was es braucht.
Denn die Tiere, die heute unsere Haustiere sind, sind vor langer Zeit einen Pakt mit dem Menschen eingegangen. Der Wolf, der sich zum Hund entwickelte, beschützte den Menschen und bekam dafür was vom Essen hab. Die Kühe hatten Schutz und eine Unterkunft, der Mensch Milch und Fleisch. Da hatte jeder was davon (ausser die Kuh, die für das Fleisch geschlachtet wurde. Aber sie hatte ein kuhgerechtes Leben und alle ihre Produkte wurden verwendet), also hat nicht nur den Mensch den Wolf/Hund ausgenutzt, sondern auch der Wolf/Hund den Menschen.

Nur ist leider das kommerzielle Denken zu sehr im Menschen veranktert. Industrialisierung, sagt der Gorilla. Man müsste es fertig bringen, dass jeder Mensch dem anderen Respekt entgegen bringt und dass auch Tiere als Wesen mit Persönlichkeit und Fähigkeit zum Denken ausgestattet sind. Doch wie kann man das bei einer Weltpopulation von 7 Milliarden fertigbringen? Wo doch noch andere Probleme wie Kinderarbeit, Analphabetismus, Vergewaltigung und Ausbeutung hinzukommen? Wo soll man da anfangen?

Aufhören, Milch zu kaufen? Vielleicht. Aufhören, Fleisch zu essen? Vielleicht. Ich weiss es nicht und es ist auch nicht der Zweck, dieses Eintrages, eine Lösung zu bieten. Jeder Mensch sollte für sich selber entscheiden, was er machen und tun will und auch, was in seinen Möglichkeiten liegt.
Ich habe mich vor zweieinhalb Jahren dazu entschieden, kein Fleisch mehr zu essen, auch keine Fische. Es fällt mir immer noch schwer, zu widerstehen. Wenn ich an Salami und Salsiz denke, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Bin ich stark genug, dass ich auch auf Schokolade verzichten könnte? Will ich das überhaupt?
Und um ethisch korrekt zu leben, dürfte ich auch keine Bücher mehr lesen. Weil von wegen Bäume und so. Obwohl die meisten Verlage nun schon auf FSC-Holz drucken. Auch das ein Gedanke des Gorillas. Viele Marken können sich ohne einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt gar nicht mehr vermarkten. Nachhaltig ist in. Ein Trend, den ich mögen sollte? Normalerweise bin ich ja gegen Trends. Doch ist ein Trend, der etwas Gutes bewirkt, oder bewirken sollte, nicht etwas, das man willkommen heissen sollte? Wo immer ein Trend ist, ist auch einer, der klaut. Deshalb sollte man skeptisch sein.

Doch ist mir aufgefallen, dass kleine Dinge oft viel bewirken können. So hat zum Beispiel Greenpeace bewirkt, dass die vier grössten Rinderfirmen keine neugerodeten Flächen im Regenwald mehr beziehen. Damit ist das Problem der Abholzung des Regenwaldes und der Tierhaltung auf der Welt kein Ende gesetzt, aber es ist ein Anfang. Und irgendwo muss man anfangen, um dann Schritt für Schritt weiterzugehen.
Ich habe aufgehört Fleisch zu essen, habe mich auch durch Gespött und Verachtung nicht von meinem Weg abbringen lassen und lese Regenwürmer von der Strasse. Vielleicht ist der nächste Schritt der Veganismus? Ich weiss es nicht. Ich gebe mir Mühe, in meinem Sinne und meinem Bereich so korrekt wie möglich zu sein.

Es ist auch wichtig, darüber zu sprechen, Diskussionen zu suchen und andere zum Nachdenken anzuregen. Ein Mitschüler von N. und mir meinte auf unsere Erklärung, warum wir kein Fleisch essen, nur, warum, das Tier ist ja schon tot. Aber ich hoffe trotzem, dass er nur schon durch die Erwähnung, dass es auch ohne geht, irgendwann mal darüber nachdenkt.

Denn damit fängt es an. Mit dem Darüber-Nachdenken.

12.10.2009 um 23:35 Uhr

Nachtwandern (nicht Nacktwandern!)

von: Jari

(Ich wollte nur noch darauf hinweisen *räusper*)

Von einem ruhigen und erholsamen Wochenende konnte nicht die Rede sein... Nach der Kulturnacht (Jari berichtete gross und lang [wer's gelesen hat bekommt ne Trophäe...]) und dem unangemeldeten Besuch (Jari berichtete auch), ging's auch stressig weiter, nachdem der Besuch in ein anderes Heim weitergezogen war. Man fragt sich, ob die Vermieter etwas mitbekommen haben, oder nicht...

Zumindest hiess es, kaum waren wir wieder unter uns, dass was mit den Servern nicht stimmte. Also musste Gorilla raus. Mitten in der Nacht. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Jari musste mit. Anfangs mit Widerwillen. Doch im Verlaufe der nächsten Stunden war mir klar geworden, dass wenn ich zu Hause geblieben wäre, ich mir eh nur wieder tonnenweise Sorgen gemacht hätte. Und eigentlich war es ganz lustig...

Zumindest mussten wir raus in die tiefste Pampa Kopenhagens. Irgend so ein Industriegebiet. Ist ganz nett. Auch mitten in der Nacht. Leider war's schweinekalt. Hab ich schon erwähnt, dass ich die Nacht nicht mag?

Die eigentliche Sache hatte der Spezialist (jah, der Gorilla) schnell erledigt. Dafür hatte ich mich extra ausgerüstet... Mit Sudoku und so...

Dann mussten wir wieder laufen. Von der S-Bahn-Haltestelle bis zum Server ist es ein kleines Stückchen. Das mussten wir auch wieder zurück laufen. Mit Boxenstopp an der Tanke.

Doch da um 2 Uhr morgens kein S-Zug mehr fährt (und der Taxifahrer assozial handelte und einfach davonfuhr [ohne uns]), mussten wir Wohl oder Übel den Bus nehmen. Eigentlich kann man ja von Glück reden, dass der Bus überhaupt fuhr... Sonst wäre unsere Mitternachtswanderung wohl etwas länger ausgefallen...

Leider wurde mir im Bus grottenschlecht. Keine Ahnung, warum... Normalerweise habe ich damit kein Problem. Ich habe mir aus Not sogar das Lesen im Bus antrainiert. Aber während der 20-minütigen Fahrt dachte ich einfach nur: Nicht kotzen, nicht kotzen!

Aber Gorilla hat sich dann ganz lieb um das arme, kranke und schwache Jari gekümmert :3

 

 

Ich müsste öfters krank sein ;)

 

 

+ Dafür haben wir heute bis um halb drei geschlafen... 

11.10.2009 um 00:56 Uhr

Nachtaktives Jari oder: Die Kulturnacht

von: Jari

Ich werd irgendwie immer nachtaktiver... Obwohl ich den Tag viel lieber mag... Liegt wohl am Gorilla... 

Zumindest war ich gestern auch ziemlich lange unterwegs (für meine Verhältnisse). Denn in Kopenhagen war Kulturnatten 2009! Also Kulturnacht :) Und wo Kultur ist, ist auch das Jari. Sogar nachts.

Erstmal vorneweg: Nein, ich mag die Nacht nicht.
Erstens ist es da kälter als am Tag. Und mit Kälte kann ich ja nunmal schon gar nichts anfangen. Tagsüber ist sie akzeptabel, da bin ich gut drauf vorbereitet. Aber mit der nächtlichen Kälte komm ich nicht zurecht.
Dann ist da noch die Dunkelheit. Und die Schatten und Schemen. Und vor allem in einem Dorf: Die Stille.
Ich sage nicht, dass ich Angst habe. Davon kann nicht die Rede sein. Ich mag nur die gesamte Stimmung nicht. 
Und in der Stadt, die geschlossenen Läden, die so abwesend und tot wirken. Da mag ich es mehr, wenn sie weit offen sind und bescheuerte Musik spielen. Dann ist da auch Leben. Nachts ist alles tot. Oftmals auch die Strassen.
Von den Betrunkenen und Lauten und Unhöflichen wollen wir gar nicht erst sprechen.
Nein, die Nacht ist nicht für mich.

Aber wenn die Nacht mit Kultur und Leben gefüllt ist, ja, da muss ich doch dabei sein!
Der Gorilla hat mir sogar das Kulturnatten-Kit gekauft, das war nicht billig. Aber dafür gratis Transport, gratis Eintritte und die sogar über die Kulturnacht hinaus. Cool! 

Die Kulturnacht selber ist ein grosses Ereignis, über 500 Attraktionen sind dabei. Und natürlich sind da auch die Läden (vor allem in der Hauptshoppingmeile) aufgesprungen und hatten alle länger geöffnet.
Es waren Museen dabei, Bibliotheken, Buchhandlungen, Sehenswürdigkeiten, Schulen, Universitäten und alles, was man in Kopenhagen sonst noch finden kann.
Ausserdem haben die nicht nur alle länger auf, sondern es finden auch viele spezielle Veranstaltungen statt. Lesungen, Führungen, Werkstätten etc. etc. Man kann gar nicht alles aufzählen.
Also ganz war tolles und Jari hatte wahnsinnig viel Freude :D

Das Ganze ging um 18 Uhr los (und dauerte bis Mitternacht), aber ich war schon um 17 Uhr in Kopenhagen. Natürlich, das Jari ist auch immer zu früh... Naja, dafür habe ich einen wunderhübschen Park entdeckt. Genau deswegen liebe ich Kopenhagen so: Mitten in der Hauptverkehsader und doch steht man plötzlich in einem wunderschönen und ruhigen Park. Herrlich!

Danach vertrieb ich mir die Zeit noch in einem -na, ihr wissts- BARESSO! :D Und dann wars endlich, endlich 18 Uhr!

Zuerst war ich in der Kirche in der Strøget. Ja, in Kopenhagen gibt's das: Eine Kirche mitten auf der Shoppingmeile. Dort gab's eine Lesung und Gesang. Ausserdem war da eine Ausstellung von verschiedenen Künstlern. Da waren auch welche aus der Schweiz dabei! Ach nein, entschuldigt, aus der Schweitz :) Vielleicht ist das ja ein kleines Dorf irgendwo in Dänemark? (Obwohl die Namen doch sehr nach DER Schweiz geklungen haben). 

Dann ging ich ins Postmuseum, einfach weils auf dem Weg lag *g* Dort haben sie eine riesige Ausstellung zu verschiedenen Themen die Post betreffend. Über Kommunikationsformen, Transportwege bis hin zu Briefmarken war alles dabei. Und Schafe mit Telefonen als Kopf...

Danach... Danach... lasst mich überlegen... War ich was essen... :D Ja, muss auch sein, ne?

Als nächstes stand das (persönliche) Highlight des Abends auf dem Programm: Der Botanische Garten 

Es war einfach herrlich! Obwohl es erst sieben Uhr abends war, war es schon dunkel. Doch das machte das ganze Ambiente erst aus: Der ganze Garten war mit Teelichtern und Fakeln beleuchtet!
Ausserdem stand der Abend u.a. im Zeichen Afrikas. Es schallte Livemusik einer afrikanischen Band durch den ganzen Park und überall waren Stände aufgebaut, die verschiedene Getränke und Informationen anboten.
Gleich am Eingang war eine riesige Leinwand aufgebaut, die sich über einige Meter erstreckte und Kinder und Besucher durften die dann nach belieben bemalen und beschreiben. Das ist KUNST!
Weiter gab es eine Art Tunnel, in dem Aquarien ausgestellt waren und man durch Mikroskope Lebewesen und Pflanzen beobachten konnte. Und Fachleute gaben Auskunft. 
Ganz toll fand das Kind im Jari, dass man sich da seinen eigenen Svamp bemalen durfte. Svamp ist dänisch und heisst Pilz. Ich hab meinen aus einem Anflug von Kreativität "Svampi" genannt und bin dann den ganzen Abend lang mit dem Ding in der Hand rumgerannt :D Och, ich liebe es, kindisch zu sein!
Unterwegs traf man dann noch auf eine Prozession mit Trommeln und Feuerschluckern. Da es so dunkel war, sah man die Personen nicht, nur ihre Neonketten, die sie sich umgehängt hatten. Natürlich hörte man sie vor allem. Der Feuerschlucker ging voraus und die Trommeln folgten. Es sah HAMMER aus!
Danach ging's weiter zu einem kleinen Highlight. Der Botanische Garten verfügt über ein wunderschönes Palmenhaus, das man eigentlich auch besichtigen konnte. Doch befand sich das im Umbau. In der Kulturnatten wurde das dann neu eröffnet!
Nach der Kälte (ja, es war verdammt kalt, wenn ich das mal so sagen darf. Vielleicht lief ich nur die ganze Zeit mit einem künstlichen Pilz in der Hand umher, weil er angefroren war...) war die tropische Luft und die Wärme im Palmenhaus zuerst ein Schock, dann eine herrliche Abwechslung.
Natürlich war es dort drinnen dunkel. Ab und zu erhellten ein paar kleine Lichtlein den Weg, doch sonst hatte man wirklich das Gefühl, in einem tropischen Gebiet zu sein. Überall Palmen und Gewächse. Dazu hatten sich die Macher überlegt, noch die Laute wilder Tiere einzuspielen. Einfach genial gemacht!
Nach dem Palmenhaus gab es dann noch einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Botanischen Gartens, da man quer durch das Lagerhaus, das Besuchern sonst nicht zugänglich war, einen Tisch aufgebaut hatte und dort hunderte verschiedener Sorten von Pilzen aufgebaut hatte. Man, was es da für Riesenpilze gab! Und manche Pilzgewächse sehen echt lustig aus.

Nach dem Botanischen Garten wollte ich eigentlich ins Kunstmuseum. Tagsüber erreicht man das am besten durch den Hinterausgang des Botanischen Gartens und durch den Hinterausgang des Kunstmuseums. Joah, toll, Hinterausgang war natürlich geschlossen und ich hätte mich beinahe verlaufen. Darum mag ich die Nacht auch nicht. Man muss andere Wege wählen *g*

Musste ich halt der Hauptstrasse entlag zum Museum. Wenigstens waren da wieder Leute. So in der Dunkelheit, ganz alleine, hab ich mich dann doch nicht mehr ganz so wohl gefühlt. Und ja, ich hätte mir gerne einen Gorilla an der Seite gewünscht. Aber der musste (leider) arbeiten.

Doch bevor ich ins Kunstmuseum gelangte, besuchte ich noch das Geologische Museum. Einfach nur, weil's aufem Weg lag. Und weil ich Zeit hatte. *g*
Gleich vor dem Eingang zum Museum war ein Meteroit ausgestellt, den man in Grönland gefunden hatte. Aber ich glaube nicht wirklich, dass der echt ist. Fühlte sich irgendwie nicht so an... Aber ich bin ja nur ein Laie und kann das nicht beurteilen.
Das Geologische Museum selber ist in mehrere Ausstellungen gegliedert. Da gibt es was über Urzeitviecher (die sahen echt lustig aus), über den Weltraum und natürlich gab es auch haufenweise Steine. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf Funden aus Dänemark und vor allem Grönland.  
Ich war sehr erstaunt darüber, wie seltsam Steine aussehen können. Am meisten überrascht haben mich diejenigen, die viele kleine Fäserchen abstehen haben (Gott, was fürn Satz... aber he, es ist genau 00.30, was wollt ihr?!). Die brechen bestimmt ab, sobald man sie berührt...
Und was für Farben Steine haben können! WOW! Da waren natürlich die Neonsteine das Highlight. OK, fluoriszierende Steine, sollte ich sagen. Aber Neonsteine klingt doch irgendwie spannender.

Aber wenn ich mir's so überlege, möchte ich kein Stein sein... Da liegt man ein paar Millionen oder Milliarden Jahre rum und wenn man Glück hat, wird man mal aufgelesen und liegt dann im Museum rum... Stell ich mir langweilig vor. Obwohl, man wird alt. Sehr alt. Aber was bringt ein langes Leben, wenn's langweilig ist?
Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, ein Mensch zu sein. Auch wenn man sich oft dafür schämen sollte...

Nach dem Geologischen Museum landete ich dann doch noch im Kunstmuseum
Dort bekam man gleich nach Eintreten eine praktische Tüte mit Prospekten und Infos in die Hand gedrückt. Und Äpfel zur Stärkung gab es auch.
Momentan findet im Kunstmuseum eine Ausstellung des Künstlers Abilgaard statt. Obwohl die anderen Ausstellungen gratis sind, ist diese eigentlich kostenpflichtig. Darum hab ich sie mir bisher auch noch nicht angesehen. Doch in der Kulturnacht durfte man mit dem Button aus dem Kulturnatten-Kit rein. For free :D Da war Jari happy. Auch wenn der Künstler nicht gerade meinem Geschmack entspricht. Aber egal, hauptsache gesehen, oder? ;)

Hier der Link zum Statens Museum for Kunst: http://www.smk.dk

Als ich in die Ausstellung reinmarschierte, sprach mich der Aufseher, der wohl extra zur Überprüfung der Buttons abgestellt wurde, auf meinen Svampi an. Leider verstand ich ihn nicht :( Er war so freundlich und nett und ich konnte nur sagen, dass ich kein Dänisch kann.
Naja, ist auch schon was... Auf Dänisch sagen, dass man kein Dänisch kann ;)

Die Ausstellung ist nett. Es hat ein paar sehr eindrucksvolle Bilder dabei. Sogar Originale! Mit Unterschrift! Ich habe in einem TV-Krimi gehört, dass es sich dann um Originale handelt, wenn die Unterschrift des Künstlers drauf ist. Ich hoffe, das stimmt... Denn dann macht TV ab und zu doch noch klug ;)

Im Museumsshop habe ich mir dann noch ein paar Bleistifte gekauft, die man zum Skizzieren verwenden kann.

Um die Uhrzeit war es ca. Viertel nach neun. 'Gorilla muss bis zehn arbeiten', dachte ich mir und überlegte, ob ich unterwegs noch Schloss Rosenborg besuchen sollte, da fanden nämlich auch Veranstaltungen statt. 
Zugegebenermassen vermisste ich den Gorilla ziemlich und ich dachte so bei mir: 'Wäre toll, wenn er jetzt schon fertig wäre... Aber das geht ja nicht'
Just in diesem Moment, als ich das dachte und nach meinem IPödchen kramte, stellte ich fest, dass mein Handy klingelte. Und ja, es war der Gorilla. Und ja, er war schon zu Hause und bald unterwegs Richtung Kopenhagen. Und damit auch zum unterwegs zum Jari :) Ach ja, da war das Jari glücklich.

Und sprang gleich in den nächsten Bus Richtung Haltestelle Nørreport. Busse und S-Züge waren mit dem Kulturnatten-Button gratis. Der Button hängt übrigens immer noch an meiner Tasche.
Jedenfalls; wenn ich gewusst hätte, dass ich an der S-Bahn-Haltestelle eine geschlagene Stunde warten musste, hätte ich mir doch noch Rosenborg angesehen... Stattdessen sass ich im kalten Zugluft und las und wartete. Naja, im Warten bin ich ja doch ziemlich geübt ;)
Ausserdem habe ich einer Frau mit Kinderwagen die Treppen (da hat es ziemlich viele von an der Haltestelle...) runtergeholfen. Hui, die war aber dankbar :) Sowas macht doch Freude!

Als der Gorilla dann doch noch auftauchte (hübsch zurechtgemacht und nach Männerparfum duftend), machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Hardrock Café. Obwohl er mir anfangs nicht sagen wollte, dass wir unterwegs dorthin waren :)
Und ja, Jari hat dort sogar etwas Alkoholisches getrunken. Böses, böses Jari!
Aber der Drink war echt lecker. Und den Alk hab ich sowas von nicht gemerkt, dass ich den Gorilla fragte, ob da wirklich Alk drin ist :D Denn eigentlich brauch ich nur zwei Schlucke Wein zu trinken, um doof zu grinsen, und eine Flasche Bier, damit sich der Raum dreht... Und weder grinste ich doof, noch drehte sich das Café. Mir war nur sehr, sehr kalt.

Da mir der Gorilla schon im August gesagt hatte, dass er nachts mal mit mir durchs Rotlichtviertel Kopenhagens (warum schreibe ich eigentlich immer "Kopfenhagen"?!) schlendern wollte, machten wir das bei der Gelegenheit gleich auch noch. War ganz unterhaltsam. Zum Glück hat keine der Mädels den Gorilla angesprochen. Sonst wäre Jari dann mit ihrem Svamp angekommen!

Der krönende Abschluss des Abends war, dass, obwohl ich gratis Zug- und Busfahren konnte, der Gorilla uns ein Taxi zahlte und wir uns so den langen Marsch zu seiner Wohnung sparten. Und somit auch jede Menge Kälte und frieren umgingen. 

Hach, warum kann nicht immer Kulturnatten sein?
Das hat mir der Gorilla heute auch gesagt :D

Nachdem ich nämlich meinen vorletzten Eintrag geschrieben hatte, wollte ich raus und da ist der Gorilla aus seiner Computer-Starre erwacht und gemeinsam sind wir dann in die Stadt gefahren. Dort haben wir es uns in einem -ja, jetzt will ich's aber laut und deutlich hören- BARESSO bequem gemacht.
Später haben wir dann seine Freunde vom Bahnhof abgeholt und sind nach Hause gefahren. Was dann geschah, steht im letzten Eintrag geschrieben.

Tja, und jetzt...? Ich könnte mal Zähneputzen gehen... Einfach mal so, weil ichs kann. 

10.10.2009 um 22:14 Uhr

Gammel, gammel, rundherumgammeln

von: Jari

Jari gammelt. Alleine. In aller Stille. Habe warm geduscht, mir einen Tee gemacht und jetzt sitze ich hier und mache mir einen gemütlichen Abend. Alleine. Ohne Gorilla.
 
Denn Gorilla hat Besuch von Freunden. Jetzt sind sie in der Stadt und haben Spass. Jari blieb zu Hause.
Warum denn das? 1. Weil ich ihnen nicht den Spass verderben will 2. Ist es zu kalt 3. Hab ich keine Lust, den ganzen Abend andern zuzuhören, jedoch nur das fünfte Rad am Wagen zu sein.
Das fünfte Rad war ich früher ziemlich oft und jetzt hab ich darauf echt keinen Bock mehr. Da bleib ich lieber gemütlich zu Hause und surf etwas in Netz rum. 
 
Jedoch hab ich etwas Angst vor seinen Vermietern... Ich hab mir nicht mal die Haare geföhnt, weil das evtl. zu laut sein könnte. Und meine Mum hab ich auch nicht angerufen. Es soll nicht noch mehr Ärger geben... 
Ich mag ihre Art Kritik auszuüben nicht. Jedes Mal wenn ich die Türe zum Gang (wo die Küche ist) öffne, erwarte ich wieder einen dieser verdammten Zettel. Man kann auch übertreiben...
 
Naja, lassen wir das und geniessen den Abend. Er könnte lang werden... Aber ich habe Chips, Nutella, Schokolade, Karotten und Cola. Im Notfall kann ich mir auch Kaffee machen.
Es könnte lange dauern, bis sie nach Hause kommen. Und die Frage nach dem Wer-schläft-wo-und-wie ist immer noch nicht geklärt. Hier hat's keinen Platz. Manche Leute haben komische Ideen... Aber gut, bleib ich wach. Ich werd also wahrscheinlich diese Nacht wieder irgendwelche komischen Einträge verfassen müssen, um mich wach zu halten. Seid gespannt :D 

10.10.2009 um 16:29 Uhr

BOOM!?

von: Jari

Und es fiel ein Jari vom Himmel.

Entweder hab ich mich gestern überschätzt, hab zu viel geschlafen oder es liegt am Wetter. Ich weiss es nicht. Zumindest fühl ich mich wie halb verdaut... Müde und platsch und so. Sitze hier, im gewärmten Zimmer, mit der Jacke an. Und der Nacken schlägt auch wieder Kapriolen. Macht echt Spass... Sollten Ferien nicht da sein, um sich zu erholen?

Apropos holen, für was anderes bin ich momentan wohl nicht zuständig... Nur fürs Kaffeeholen, Kaffeekochen und Massieren. Während Gorilla schnaufend neben mir sitzt, stundenlang schweigt, was in den Computer tippt und sich prächtig mit seinen Onlinefreunden unterhält. Und wenns mal zu Kommunikation kommt, heisst nur "Hol mal Kaffee". 

Also eine Woche lang halte ich das nicht aus. Geh ich lieber in den Zoo und sonst wohin. Soll er sich doch selber Kaffee holen!