Boulevard of Broken Dreams

31.12.2010 um 15:06 Uhr

Des Jaris Jahresrückblick

von: Jari

JAHAA, ihr seht richtig, jetzt macht sogar Jari einen Jahresrückblick! Einfach so - because I can. Zwingt euch ja keiner, mein Gefasel auch zu lesen ;)
 
Letztes Jahr bin ich mit dem Gorilla ins neue Jahr gerutscht.
Ich besuchte die GBMV - Gestalterische Berufsmatura Vollzeit, wo ich mich mit seltsamen Lehrern, Pinseln und Mathematik abmühte und des Öfteren die Schule schwänzte. Daneben arbeitete ich weiterhin in meiner Ausbildungsbuchhandlung weiter.

Einige Zeit verbrachte ich in Kopenhagen, wo der Frühling sehr schön ist.
 
Die Abschlussprüfungen haben mich sehr geschlaucht und waren anstrengend. Dennoch habe ich es geschafft und sogar bestanden. Mensch, war ich froh! Zuvor hatte ich noch das First Certificate gemacht und war nur einen Punkt unter dem A-Niveau.
 
An der Schule lerne ich N. kennen, wir hatten eine gute Zeit zusammen und viel Spass. Es tut gut, mit einem Mit-Vegetarier befreundet zu sein, vor allem, wenn es sich dabei noch um so einen durchgeknallten handelt ;) Ja, Jari zieht die Freaks an. Wohl, weil ich selber auch einer bin.
 
Im Sommer verbrachte ich noch ein paar Tage in Ungarn. Herrlich! Debrecen ist und bleibt ein toller Ort. Und gut, wenn man mal so richtig schön shoppen gehen will.
 
Dann ging es ab nach Dänemark! Der wohl grösste Schritt in diesem Jahr. Ein Plan, der wohl ziemlich aus dem Ruder lief.
Ich lernte viele Leute kennen (und ein paar Grönländer). Wir machten viele verschiedene Dinge, von denen manche sicher nicht ganz gesund sind (Baden im Meer - im Winter) und wir haben auch sonst jede Menge Blödsinn gemacht. Was soll man auch sonst in einem Provinzkaff tun, wo nichts los ist?
 
Und dann kam Tinkerbell ins Spiel. An einem Freitagabend Ende September lud er mich zu einer Party ein und ich sagte zu. Wir betranken uns und schliefen in der Sporthalle. Die nächsten Tage kamen wir uns immer näher, so nahe, dass wir irgendwann miteinander schliefen. Und es wiederholten.
 
Anfang Oktober machten der Gorilla und ich Schluss, wir hatten uns gegenseitig betrogen und uns nichts mehr zu sagen. Der Gorilla meinte zwar, dass er mich noch immer liebe, aber meine Gefühle für Tinkerbell waren stärker.
 
Die Reise nach Berlin veränderte unsere affäirenähnliche Beziehung, es wurde ernst. Tinky und ich verbrachten fast die ganze Zeit gemeinsam. Oft kam es vor, dass es sogar nur uns zwei gab, etwas, was in Brenderup unmöglich war. Und in Berlin sagte er mir zum ersten Mal, dass er mich liebt.
 
Die Zeit von Berlin bis Dezember verging schnell und irgendwie gleich. Wir gingen zur Schule, machten Party und hingen mit Fluffy und Chrilicious ab. Ich zog von Raum Nummer 7 ins Zimmer von Tinky, zumindest so in etwa.
 
Wir hatten einige Probleme damit, herauszufinden, wie es weitergehen soll. Reisen wollen wir und zusammenbleiben, doch leider fehlt das Geld. Deshalb zogen wir erstmal nach Roskilde zu Tinkerbells Mutter.
Es ist schwierig hier, die Regeln sind mir fremd. Aber das wird sicherlich gut werden.
 
Dieses Jahr gehe ich mit Tinkerbell ins neue Jahr. 

31.12.2010 um 14:18 Uhr

Freitagsfüller

von: Jari

Ich hab gar nicht gemerkt, dass heute Freitag ist. Anscheinend ist es wohl so :D

http://scrap-impulse.typepad.com

1.  Inzwischen  hab ich mich geduscht und die Haare gewaschen und schon wieder Schokolade gefuttert.

2.   Raclette ist bei uns Tradition an Silvester.

3.  Die Nachricht des Tages  es ist Freitag ;)

4.   Aufhören zu futtern, so schnell wie möglich.

5.  Heute um Mitternacht  sind wir am Meer.

6.  Vorsätze  LESEN.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf unsere Privatpartz, morgen habe ich mit der SWL-Liste beginnen geplant und Sonntag möchte ich weiterlesen! 

30.12.2010 um 23:41 Uhr

Das Jari und ihre Jungs

von: Jari

Endlich habe ich "meine Jungs" wieder beisammen :) Fluffy ist zu besuch. Wir haben ihn beide vermisst, Tinky und ich.
Jetzt sitzen wir in unserem Zimmer, alle an ihren Computern. Die Jungs spielen WOW und ich schreibe gleich mal eine Rezi und haben es einfach hyggeligt :)
Morgen kommt noch ein J. vorbei und dann wird Neujahr gefeiert. Drei Jungs und ein Jari. Me likes.

30.12.2010 um 02:11 Uhr

Für's Leben lernen

von: Jari

Ich glaube, manchmal will das Leben, dass man ganz gewisse Lektionen lernt. Manchmal macht es das auf sehr unsanfte Weise.

Vor meiner Einschulung war ich ein wildes Geschöpf, das es nicht duldete, wenn etwas nicht so ging, wie ich wollte. Darunter mussten auch meine Mitmenschen leiden. Seltsamerweise änderte sich das mehr oder weniger schlagartig, als ich zur Schule ging.

An meine Kindergartentage erinnere ich mich so, dass ich des Öfteren mal grob gegenüber anderen Menschen wurde. Wenn ich an meine Grundschulzeit denke, kommt mir nur dieses Wort in den Sinn: Unsicherheit. Zumindest ist das der Teil, an den ich mich erinnere.

Wenn ich mich so zurückdenke, hat mich A., die, die diesen Sommer verstorben ist, ziemlich stark geprägt. Ich sah damals nur das Gute in ihr, ich hätte auf Mutti hören sollen, aber nun gut...
A. war überaus dominant und ich folgte ihr brav wie ein Hündchen überall hin. Wenn etwas schief ging, war ich schuld. Sie durfte mich die ganze Zeit über Ärgern, wenn ich mich mal über sie lustig gemacht habe, war sie zwei Wochen lang sauer und erzählte überall herum, was für eine blöde Kuh ich doch bin.

Also begann ich mich in der Mittelstufe vom Zentrum der Aufmerksamkeit an den Rand zu bewegen. Ich und Moga bildeten die Aussenseitergruppe. Und ich stellte fest, dass mir das so ganz Recht war. Da wird man wenigstens in Ruhe gelassen.

In Ungarn fand ich die besten Freunde meines Lebens und lernte noch etwas mehr - das Alleinesein. Das hat mich wohl um einiges mehr geprägt. Menschen, nein danke. Ich komme ganz gut mit mir alleine zurecht. Und ich finde, auch das ist eine wichtige Lektion.

Nun muss ich jedoch etwas lernen, was zuvor noch nie wirklich von mir verlangt wurde: Sagen, was ich will, und über meine Gefühle reden.

Mit meinem "Mir ist es egal" bin ich bisher gut durchs Leben gekommen. Wenn mir etwas total gegen den Strich ging, sagte ich das natürlich. Selbstverständlich in abgeschwächter Form. Hauptsache, keinen Ärger und keine Probleme. Sowas wie der Weg des geringsten Widerstandes.
Das Seltsame ist, dass ich das bisher selber noch gar nicht wirklich realisiert habe. Natürlich gab es Dinge, für die ich mich entweder entschieden habe oder eben nicht. Ich habe kein Problem mit Entscheidungen, wenn es nur mich alleine betrifft. Wenn es nur um mich selbst geht, habe ich ehrlich gesagt auch sehr viel Selbstbewusstsein, das habe ich in Ungarn gelernt. 
Kommt es aber zu Entscheidungen, in die andere Personen verwickelt sind, mache ich gleich zwei oder drei Schritte zurück. Lieber etwas Unangenehmes auf mich nehmen, als eine Person verletzten oder vor den Kopf stossen! 

Was die Gefühlte betrifft... nach meinen Gefühlen werde ich eher selten gefragt. Vielleicht ab und zu mal von meiner Mutter. Aber noch nicht mal der Gorilla schien sich gross dafür zu interessieren, was ich möchte, und wie es mir wirklich geht.

Es gibt Zeiten, da geht es mir einfach schlecht. Da habe ich miese Laune und mein Selbstbewusstsein ist im Keller. Es braucht nicht viel und ich bin verletzt.
Wenn ich in dieser Grau-Stimmung bin, ist es schwierig mit mir umzugehen. Das Einzige, was der Gorilla dem entgegenzusetzen vermochte, war ein "Was habe ich nun schon wieder falsch gemacht?". Was meinen Mix aus mieser Laune, wenig Selbstbewusstsein und Schuldgefühlen nur noch stärker werden liess. Dass der Gorilla mich im Übrigen zweimal hängen liess, als ich ihn wirklich brauchte, war auch kein Aufsteller.

Nun bin ich in einer Familie gelandet, die gnadenlos von mir erwartet, dass ich sage, was ich denke. Und auch, dass ich meinen Gefühlen wenn nötig freien Lauf lasse.

Wie ihr euch denken könnt, ist das ganz schön schwer.

Heute hat Tinky mich zum Beispiel gefragt, ob ich mit ans Samsø Festival komme. Er und seine Mutter werden dort arbeiten.
Klingt für euch einfach. Nun gut, für das arme Jari war es das nicht. Nein, ich möchte nicht als Guard arbeiten, das kann ich mir nicht vorstellen. Es fällt mir sehr schwer, so etwas zu sagen. Noch immer ist da die Angst, den Leuten vor den Kopf zu stossen, und sie zu verärgern.
Ich will das einfach nicht. Da ist diese innere Barriere, die sich einfach dagegen sträubt.

Aber hier gilt das nicht. Hier heisst es entweder ja oder nein. Und Tinkys Mutter hat mich auch schon direkt gefragt "Was fühlst du?" und "Was denkst du?"
Und ja, es ist verdammt schwer, diese Fragen zu beantworten. Oft muss ich wirklich gegen die Tränen ankämpfen.

Doch es ist gut, wenn ich diese Lektion lerne. Ich will sie lernen, für mich selbst. Es hat damit angefangen, dass ich mich jetzt schon viel weniger entschuldige und wenn es zu kleineren Dingen kommt, bin ich auch schon fähig, zu sagen, was mir durch den Kopf geht. Ein Fortschritt wenn es sich um das Jari handelt.

Zum Glück scheint Tinky ein gutes Gespür für mich zu haben. Als wir letzte Woche zusammen nach Hause liefen, erzählte er mir einige Erlebnisse aus seiner Vergangenheit. Es ging um die Familie und Freunde und darum, dass er alles dafür tut, um diese zu schützen.

Mir ging ein Gedanke nur ganz kurz durch den Kopf: Würdest du mich auch beschützen?*

(* Nicht, dass man mich vor irgendetwas beschützen müsste. Mein Leben ist sauber und aufgeräumt. Das Schlimmste, was mir passiert, ist, dass ich treppaufwärts falle)

Jedoch verhält es sich mit diesem Satz so, dass ich ihn gerne ausgesprochen hätte. Einfach nur, um die Antwort zu hören. Typische Mädchenstrategie.
Noch vor ein paar Monaten hätte ich es nie gewagt, Tinky diese Frage zu stellen. Einfach weil sie mir zu blöd vorkommt, zu infantil. Und zu kindisch.

Aber ich stellte sie trotzdem. Und er sagte: "Natürlich. Wenn jemand mit einer Waffe auf dich zielen würde, würde ich mich ohne zu zögern dazwischen stellen."

Später sagte er mir, dass er auf so eine Frage normalerweise mit Ironie reagiert ("Nein, wieso sollte ich?), da er aber wusste, dass es für mich ein grosser Schritt war, diese eine Frage zu stellen, hatte er mir die Wahrheit gesagt. Und er sei glücklich darüber, dass ich mich ihm gegenüber öffne.

Aber es ist noch ein langer Weg. Und es wird steil. Ab und zu wird auch eine Gerölllawine auf mich niederprasseln. Trotzdem hoffe ich, dass ich es schaffe. Ich will es schaffen. Und meinen verdammten Namen in ein weiteres Gipfelbuch schreiben.
Ich habe ein Leben lang Zeit, um zu lernen, denn lernen hört nie auf. Dennoch will ich auch nicht allzu viel Zeit mit diesem Schritt verbringen... Aber es wird ein grosser und wichtiger Schritt werden. Von heute auf morgen wird das nichts. Aber wer weiss schon, was im nächsten Monat geschehen wird und geschehen kann? 

29.12.2010 um 22:02 Uhr

Lebensweisheiten

von: Jari

Das Leben ist viel schöner und einfacher, wenn man nicht dauergestresst istFröhlich

28.12.2010 um 20:00 Uhr

Herzwummern oder: sowas wie ein Fraueneintrag

von: Jari

Da dachte, nach Weihnachten sei der Stress dann allmählich zu Ende. Kein Wettfuttern mehr, nicht tagtäglich neue Leute kennenlernen, kein Rumfahren mitten in der Nacht...
Naja, denkste. Gestresst bin ich immer noch bis über alle Massen. Bis über alle Massen futtere ich auch Schokolade...
Seit Tagen warte ich auf meine Tage - hurra. Ja, liebe Männer, sowas stresst total. Ich hasse das *grummel*
Und dann machen die auch noch so einen Wirbel, weil es sowas wie ein dänisches Präparat zu meinen Pillen aus der Schweiz nicht gibt. Toll, der Onkel Doc in Brenderup hat nicht einmal zwei Minuten gebraucht, um was zu finden. Wunderbarerweise hat Tinky die Verpackung der Pillen weggeworfen und ich darf morgen nochmal bei dieser unsympatischen Ärztin antraben. Mit der alten Hexe will ich sicher nicht über mein Intimleben reden!
Oder darüber, dass ich sehnsüchtig auf meine Tage warte, um den Beweis zu haben, dass ich nicht was mit mir rumschleppe (ihr wisst, was ich meine), schliesslich habe ich die Pille immer brav genommen. Ich nehme auch Bauchschmerzen in Kauf.
Momentan habe ich aber bloss Nacken- und Kopfschmerzen und Herzwummern und kalt. Manchmal macht es echt keinen Spass, weiblich zu sein -___- *mecker mecker mecker mecker* 

27.12.2010 um 18:32 Uhr

Eis(kunst)laufen

von: Jari

Wir waren Eislaufen, oder wie immer man das auf Deutsch nennt. Das Schweizerdeutsche Wort unterscheidet sich sehr vom deutschen...
Es war echt toll, aber nun schaffe ich es nicht einmal mehr, einen Eintrag zu schreiben. Meine Finger fühlen sich seltsam an....

26.12.2010 um 23:03 Uhr

Oh lala!

von: Jari

Ich glaube, meine Figur wird diese Weihnachten nicht überleben Fröhlich

24.12.2010 um 00:18 Uhr

Ein Weihnachtseintrag 2

von: Jari

Es war nett und gemütlich. Und es gab Kartoffelgratin. Die Kinder sind echt süss und obwohl ich während des ganzen Abends nicht viel mit der Kleinen (10 Jahre) geredet habe, hat sie doch auf die kleine Wandtafel in der Küche "Willkommen, Jari" geschrieben und später hat sie mir mit dem Malset, das sie bekommen hat, ein Bild gemalt.
Jari hat übrigens sogar Geschenke bekommen! Hach, hab ich es genossen, die Geschenke auszupacken! Von Tinkerbells Mutter habe ich ein Set von Lacoste bekommen, mit Parfum, Wimperntusche, Creme und sonst noch was. Von Tinkys Tante ein Aloe Vera-Set mit Deo, Body Lotion und Duschcreme. Beides sieht richtig teuer aus.
Tinkerbells Vater, der jedoch nicht dabei war, hat mir ein Buch geschenkt :D Ein dänisches natürlich. Aber es ist sehr einfaches Dänisch und die Schrift ist sehr gross. Ich glaube, er liess sich beraten, damit er mir ja nichts zu Schwieriges kauft :) Es handelt sich um das Buch "Lyset der ikke ville gå ud" - "Das Licht, das nicht ausgehen wollte" und es handelt sich um ein Buch mit mehreren Märchen für Erwachsene. Die erste Geschichte, die mit dem Licht, habe ich schon gelesen. Sie hat mir sehr gut gefallen, auch wenn manche Sachen etwas kitschig waren.
Morgen geht es weiter mit Weihnachten. Ich glaube, dass es doch noch ganz nette Weihnachten werden.
Deshalb wünsche ich auch all meinen Lesern hier und auf meinen anderen Blogs frohe Weihnachten und ein fröhliches "Bald-ist-es-geschafft!"
 
  

23.12.2010 um 16:56 Uhr

Ein Weihnachtseintrag

von: Jari

Seit Anfang Dezember nun ist die ganze Welt in Weihnachtsstimmung (Geschäfte, die seit Anfang November im Weihnachtsfieber sind, zählen nicht). In der Schule gab es Wichteln, Kekse backen und Basteleien. Sogar die Tischanordnung wurde verändert, da man jetzt ja näher beisammen sein soll. Warum, weiss ich auch nicht so wirklich...
Wir assen typisch dänisches Weihnachtsessen und Ris a la mande (ich glaube, man schreibt es so, aber fragt doch mal den nächsten Dänen, den ihr trefft, wenn ich auf Nummer sicher gehen wollt). So viel Milchreis mit Mandeln, bis mir das Zeug zum Halse raushängt.
In den letzten paar Tagen kamen zum ganzen Zeugs noch Weihnachtslieder aus dem Radio dazu.
 
Jetzt sitze ich im Wohnzimmer von Tinkys Tante und wir warten darauf, dass das Weihnachtsessen los geht. Ja, hier wird früher gefeiert, weil die Kinder irgendwohin gehen.
Da steht ein Tannenbaum mit Schmuck, darunter stapeln sich tonnenweise Geschenke und natürlich wird wieder Milchreis gefuttert, bis jemand die ganze Mandel gefunden hat und ein Extra-Geschenk erhält.
Morgen wird die ganze Prozedur bei Tinky zu Hause mit anderen Leuten noch einmal wiederholt. Nur dass dann um Geschenke gewürfelt wird. Milchreis wird es aber bestimmt auch wieder geben.
 
Uff, ich hab genug von Weihnachten. Nächstes Jahr verbringe ich Weihnachten wieder zu Hause, wo jeder (also meine Mutter und mein Vater) sagen: "Weihnachten? Kann mir gestohlen bleiben!"
Keine Geschenke (schade, ich mag Geschenke....), kein Weihnachtsbaum (lasst die Bäume leben!) und keinen verdammten Milchreis futtern, bis man eine Madel im Maul hat...
 
Eigentlich finde ich die Idee ja ganz lustig, aber ich mag dieses Konkurrenzfuttern nicht. Jeder schaufelt sich so viel auf den Teller, wie er kann, und durchstochert es auf der Suche nach der Mandel. Und dann futtert an weiter und weiter bis einem übel ist und irgendwann ruft dann einer, dass er sie hat. Dann ist der Spuk vorbei. Aber ich mag Wettkampfessen nicht, ich will essen, weil ich Milchreis mag, aber in einer so angespannten Umgebung muss einem ja der Appetit vergehen...
 
Das ist wie an jenem Wochenende, als sie verkündeten, dass es einen Twister-Spieleabend gibt. "Toll, da bin ich dabei!", denkt Jari. Doch dann: "Es gibt einen Preis für den Gewinner." Jari spielte nicht mit. Nein, ich mag keine Wettkämpfe, ich mochte sie noch nie. Da kann man sich einfach nicht entspannen und keinen Spass haben.... 

22.12.2010 um 21:06 Uhr

Der Wolf und -äh....

von: Jari

All jenen gewidmet, die sich ebenfalls wünschen, die nächsten Tage wären schon um!

  

21.12.2010 um 14:29 Uhr

Home sweet Home

von: Jari

Nun sitzt Jari also in ihrem vorläufigen Heim und benutzt Tinkys Computer. Und Tinkys Bett und Tinkys Schrank und Tinks Bett. Gut, das Bett ist nichts Neues... Aber ja, ich bin nun definitiv bei Tinkerbell und seiner Mutter eingezogen.
Die Miete ist, nach dem ersten "wie soll ich das bezahlen?!", eigentlich wirklich akzeptabel. Schliesslich ist sogar Essen inbegriffen und Essen ist nunmal teuer. Und hier lebt es sich doch eigentlich ganz gemütlich. Ausserdem ist das Wasser in der Dusche warm und nicht wie in der Schule erst einmal eine halbe Stunde kalt.
 
Heute habe ich die Dokumente für die Anforderung einer CPR-Nummer eingereicht. Im Januar soll sie kommen. Dann kann ich mich am Roskilde Sprogcenter anmelden und mich ans Dänischlernen machen.
Damit läuft es aber eigentlich gar nicht mal so schlecht. Als wir sonntags Tinkys Grossmutter besuchten, haben wir uns ganz nett unterhalten. Wir waren aus, Pizza essen. Auch meint Tinky, dass er es mag, wenn ich Dänisch rede :)
 
Es kommt doch alles so, wie es kommen muss :) 

16.12.2010 um 17:07 Uhr

Eiswasser

von: Jari

Gestern war also der Tag des Eiswassers. Jari sagt: Winterbaden - kann man machen, muss man aber nicht. Ehrlich, sonderlich speziell war es nicht. Und erfrischt fühlte ich mich auch nicht im Geringsten.
 
Zuerst wanderten wir zum Meer. Das war nett. Dann schauten wir einige Zeit ins Feuer, bis die Steine, die in der Mitte des Feuers lagen, heiss genug waren, um ins Zelt transportiert zu werden. Dort lagen sie dann in einer Mulde und glühten vor sich hin.

Dann zogen wir uns mitten im Schnee aus. Komischerweise war es gar nicht so kalt. Zumindest friere ich hier in der Schule oftmals mehr als ich gestern am Meer gefroren habe. Nach dem Ausziehen hiess es dann aber erst einmal rennen. Soll angeblich den Kreislauf in Gang bringen. Ich bin jedoch der Meinung, wenn man 30 Minuten zu Fuss geht, ist der Kreislauf schon genug in Schwung. Aber naja... 
 
Kreislauf war also in Gang, der nächste Schritt war das Zelt. Da sass Jari also zusammen mit Tinky, Fluffy, Peter Pan (Lehrer), the String und the Pipe (Schulleiter). Jap, Jari sah ihren Lehrer und ihren Schulleiter halbnackt. Und es war nicht im Geringsten verstörend. M., die zusammen mit den anderen beiden Mädchen aus Nepal zurückgekehrt ist, kam dann auch noch hinzu.
 
Nach zehn Minuten oder so mussten wir dann raus in die Kälte. Peter Pan hat extra einen Weg durchs Eis gestampft, damit wir schnellstmöglich ins Wasser finden. Fluffy war natürlich Fluffy und sprang über Eisklumpen. Und fiel natürlich.
Der Weg führte direkt ins Wasser. Zuerst merkte ich gar nicht, dass da Wasser ist. Hauptsächlich, weil da alles voller Eis war. Kleine, lustige Eiswürfel, wie man sie normalerweise in Drinks und Süssgetränken vorfindet.
Als ich ein leichtes Kribbeln in meinen Beinen fühlte, war mein einziger Gedanke "Runter!", ich hockte mich ins Wasser, das sich noch immer nicht wie Wasser anfühlte, und rannte zurück. "Handtuch!", war das Einzige, was ich dann noch sagte. Dann schlüpfte ich in meine Socken und gut war's. Nicht wirklich kalt. Auch wenn alle sagten, ich sollte mich doch ans Feuer stellen.
Aber da stand Tinky und beklagte sich darüber, dass er seine Füsse nicht fühlen kann. Konnte ich zwar auch nicht, aber ich hielt den Mund.
 
Die ach so starken Männer nahmen dann auch den "Taxiservice der Lehrer für diejenigen, die ins Wasser gegangen sind" in Kauf, während Jari sich stumm zu Fuss auf den Heimweg machte. Mir war nicht kalt. Nicht im Geringsten. Ausserdem ging mir das Gejammere der Männer auf den Keks.
 
Als ich also so vor mich hinstolperte und ab und zu meine Zehen zu bewegen versuchte, hielt plötzlich ein Auto neben mir, das komischerweise nicht von jemandem aus der Schule gefahren wurde.
 
Fremde Frau: Dir ist kalt.
Jari: Nur ein bisschen.
FF: Wo soll's denn hingehen?
J: Brenderup Højskole.
FF: Spring rein!
 
Und so wurde ich von einer netten Fremden in die Schule gefahren. Wir unterhielten uns ganz nett, wenn von meiner Seite aus auch in nicht ganz korrektem Dänisch.
 
Hinterher nahm ich eine schmerzhafte Dusche, da ich feststellte, dass meine Füsse, Beine und Knie von Kratzern übersät waren.
Das Gejammere der Männer ging mir übrigens auch hinterher noch auf die Nerven. Schliesslich hab ich das Ganze doch nur wegen Tinky gemacht.
 
Und ich hab nicht mal was gefühlt... 

14.12.2010 um 11:15 Uhr

Draussen, vor der Türe

von: Jari

Grönländer sind laut. Deshalb hört man sie gut. Auch bei geschlossener Türe.
Jari sitzt also in ihrem Zimmer (Nummer 7) und surft so vor sich hin als plötzlich:

Lightningtower von irgendwo: OOOHHH Jari hat heute Geburtstag!!! Heute ist der 14te!!! Hast du das gewusst? Steht auf Facebook!!
-Stille-
STRUSS*! Jari hat heute Geburtstag!!

S: Ja? Am besten teilen wir das beim Mittagessen mit.

Eigentlich wollte bzw. sollte ich das gar nicht hören.... Aber irgendwie war es lustig Lightningtower zuzuhören :) 

* Ja, Chrilicious und ich haben sie so genannt. Hat was mit ihren Haaren zu tun ;) 

13.12.2010 um 22:54 Uhr

Stomp!

von: Jari

Heute Abend hat die Musikklasse für die Evening Activity die Idee gehabt, es einmal mit stompen zu versuchen. Man nehme irgendetwas, das Lärm macht und einen Rhythmus = Stomp.
Macht auch Spass, wenn man absolut kein Gefühl für Rhythmus hat ;)

10.12.2010 um 11:23 Uhr

Bloggen für den guten Zweck!

von: Jari

Die Homepage Preis.de hat eine geniale Aktion ins Leben gerufen. Man kann auf ganz einfache Art und Weise 5 Euro für ein SOS-Kinderdorf spenden und zwar indem man einfach einen Blogeintrag schreibt.
Für jeden Eintrag, der über die Aktion publiziert wird, spenden Preis.de 5 Euro an ein Kinderdorf.
Alles, was man machen ist, ist den schon erwähnten Eintrag schreiben und danach eine E-Mail an weihnachtsaktion@preis.de schreiben, um die Organisatoren über die Teilnahme zu informieren.
Als tolles Schmackerl gibt es sogar etwas zu gewinnen: Einen 500-Euro-Gutschein für Amazon. Als Trostpreise winken 15 x 10-Euro-Gutscheine des grossen As.
Mitmachen können übrigens auch diejenigen ohne Blog. Dazu gibt es mehr Infos auf der Homepage von Preis.de. 
Wenn das mal nicht viele gute Gründe sind, einen Blogeintrag zu schreiben!
 
 

05.12.2010 um 17:15 Uhr

Warten auf Tinkerbell

von: Jari

Tinky war das Wochenende über weg, um zu Hause einige Dinge zu erledigen. Nicht, dass ihm das Freude bereitet hat, aber was getan werden muss, muss getan werden. Schliesslich brauchen wir beide ein Bett, in dem wir schlafen können ;)
Abends habe ich ihn am meisten vermisst. Die ganze Schule bemerkt seine Abwesenheit, weil wenn Tinky keine Party schmeisst, dann steigt auch keine Party. Zumindest keine richtige.
Und ich brauchte zwei Bettdecken, um zu schlafen.
Natürlich ist es toll, endlich mal tun und lassen zu können, was ich will. Aber ich bin trotzdem froh, wenn er in 15 - 45 Minuten endlich wieder da ist. 
Zwar hab ich noch nasse Füsse vom nachmittäglichen Waldspaziergang, aber ich werde mich wohl raus ins Dunkle und Kalte wagen, um ihn vom Bus abzuholen. Oder ich werde in der Türe stehen... ist weitaus weniger kalt...

05.12.2010 um 12:22 Uhr

Arbeitsauftreibung

von: Jari

Ich sollte eigentlich mal aufs Klo. Und Zähneputzen. Im Übrigen würde ich viel lieber mein Buch zu Ende lesen.
Aber manchmal muss man Prioritäten setzen. Seit gestern durchforste ich alle möglichen Stellenangebote in Berlin und Umgebung. Weil Jari braucht nun mal einen Job. Falls jemand von euch eine Idee hat, bitte immer her damit.
 
Da fällt mir noch ein, dass ich heute noch Klos putzen sollte... 

03.12.2010 um 22:10 Uhr

Mein Jahr in ersten Sätzen

von: Jari

Auf dieses Stöckchen bin ich bei Library Mistress (http://library-mistress.blogspot.com) gestossen. Es geht darum das Jahr in Sätzen Revue passieren zu lassen. Und zwar immer mit dem ersten gebloggten Satz des Monats. Das ist doch mal ein netter Jahresrückblick!
 
Januar:
 
Dies wird ein Jammereintrag. 

Februar:
 
Ich bin übrigens wieder da. 

März:
 
Jari war mal wieder beim Onkel Doktor. 
 
April:
 
Das ist ja eine tolle Idee :)

Mai:
 
Nein, oft geh ich nicht in den Ausgang. 
 
Juni:
 
Wenn man von 50 - 79 Punkten im Niveau B ist und von 80 - 100 im Niveau A und man hat 79, ist somit auf Level B... 
 
Juli:
 
... ist auch irgendwie anstrengend *gähn* 

August:
 
Nun gut, en masse waren wir eigentlich nicht. 

September:
 
Ich liebe es, Kollagen zu machen! 

Oktober:
 
Motto heute Abend: Hippies! 

November:
 
Seit letztem Freitag sind wir nun also wieder aus Berlin zurück. 

Dezember: 
 
Die letzte Woche hier an der Schule wird eine spezielle.
 
Hier haben wir echt alles: Anfänglicher Stress und Prüfungsvorbereitung, Stress mit dem Gorilla, Prüfungen, die neue Schule und dann auch Tinky. Und Erinnerungen, nur beim Lesen eines einzigen Satzes...

01.12.2010 um 20:31 Uhr

Wikingerspiele

von: Jari

Die letzte Woche hier an der Schule wird eine spezielle. Nicht nur, dass wir in die Kirche müssen (Tinky als Anhänger der alten Religion der Asen ist da natürlich ziemlich dagegen, Jari als Agnostikerin sowieso), nein, auch ein Winterbad steht auf dem Programm.
Wer jetzt an 30 Leute denkt, die sich fröhlich in einem beheizten Aussenpool befinden, irrt. Der irrt gewaltig. Wir sprechen hier schliesslich von Dänemark. Dem Land der Wikinger. Die springen im tiefsten, kältesten Winter ins Meer.
Ich war im Sommer im Meer. Ich bin schreiend wieder rausgerannt. Jetzt ist Winter. Tinky hat gesagt, er wird mich ins Meer werfen. Ich habe Angst vor dem fünfzehnten...