Boulevard of Broken Dreams

29.04.2011 um 21:28 Uhr

Der Zustand des Tages

von: Jari

Heute also zwei Vorstellungsgespräche.

Das erste war nix. Nicht, dass es nicht gut gelaufen ist, der Job ist nichts. Die wollen, dass ich mindestens ein Jahr bleibe, dann telefoniert man die ganze Zeit und wird überwacht - ne, das ist nichts für mich.
Dafür sass ich eine Stunde dort und hatte schon Panik, zu spät zum zweiten Gespräch zu kommen. Doch zum Glück klappte alles gut, sogar das Schwarzfahren (Hey! Es ist nicht meine Schuld, wenn der Automat mein Geld nicht will!)

Beim grossen Konkurrenten mit X schien auch alles irgendwie gut zu gehen. Zumindest muss ich da morgen schon wieder hin. Dann schauen die mal, wie ich arbeite. Hoffentlich gibt es dann zur Belohnung einen Gutschein oder so was. Damals, als ich für die Lehrstellen schnupperte, war das so üblich.

Auf dem Heimweg erhielt ich dann ein Telefon, in dem mir ein Sommerjob angeboten wurde. Rollstuhlfahrer von einem Zug zum anderen zu chauffieren. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf einen Anruf, denn ich möchte diesen Job annehmen.
30 CHF pro transportierte Person ist nicht übel. Denkt mal an die Hochsaison! Da habe ich an einem Tag locker 500 CHF zusammen. Ausserdem meinte die Frau, die Leute seien oftmals wirklich dankbar für die Hilfe. Nun warte ich nur noch auf den Anruf der Mutter, die den Job anbietet. Also bitte, bitte ruf an!

Denn mein Hauptziel ist immer noch, zu Tinky zurückzukehren. Ich vermisse ihn wahnsinnig. Deshalb hoffe ich wirklich, dass die Uni in Dänemark mich annimmt. Dann wären wir wieder etwas näher beisammen. Wochenendbeziehung kann ich aushalten. Fernbeziehung: nein. 

27.04.2011 um 19:20 Uhr

Ein mal zwei

von: Jari

Am Freitag hab ich gleich zwei Bewerbungsgespräche in Zürich. Da lohnt sich das Ticket doch.
Jedoch sollte die Buchhandlung wohl nicht erfahren, dass ich mich bei der schrecklichen Konkurrenz beworben habe...

26.04.2011 um 13:29 Uhr

Frau M. sagt

von: Jari

Frau M. sagt, ich solle Eiswürfel ausprobieren. Oder Chilischoten.
Frau M. sagt, ich wisse schon sehr viel über mich.
Frau M. sagt, das würde ich schon hinbekommen.
Frau M. sagt, ich solle mehr Boden gewinnen.
Frau M. sagt, sie wolle mit der schlussendlichen Diagnose noch etwas warten. Ich solle am 9. Mai wiederkommen.
Frau M. fragt, ob ich ein Gefühlstagebuch führen wolle.

Jari sagt: "Warum nicht?"

Jari hat weder Diskalkulie, noch ist etwas falsch im Kopp.
Jari ist halt einfach etwas dumm, wenn es zu Zahlen kommt, und sie ist auch ein wenig empfindlicher als der Durchschnitt.

Aber Eiswürfel und Chilischoten sollten da helfen.

Ausser bei den Zahlen. 

24.04.2011 um 19:16 Uhr

Was der Osterhase bringt

von: Jari

Oder eher der Postbote:

Ist es nicht schön?

Liebe Leute, am 04.08.2011 bin ich nicht zugegen. 

22.04.2011 um 17:31 Uhr

Die wildlebende Zuckerwatte

von: Jari

Die wilde Zuckerwatte zeichnet sich durch ein weiches, meist rosafarbenes Fell aus. Ab und zu trifft man auch auf Exemplare mit bläulicher Färbung. Das Fell dient der wilden Zuckerwatte auch als Hilfsmittel zur Nahrungsbeschaffung, Kleinstlebewesen, kleine Hunde und Katzen verfangen sich in der klebrigen Masse und werden von der Zuckerwatte erstickt. Von ihrer Beute zehrt die Zuckerwatte einige Monate lang.
Ab und zu fallen auch kleine Kinder der wilden Zuckerwatte zum Opfer. Was zur starken Bejagung der wildlebenden Zuckerwatte führte. Sie wurde in Trommeln gefangen und auf Spiesse gesteckt. So dient sie auch heute noch in vielen Ländern als delikate Süssspeise. Jedoch sollten auf Verzehr von wilder Zuckerwatte verzichten, da die Art durch die Bejagung vom Aussterben bedroht ist. In freier Wildbahn leben nur noch vereinzelte Exemplare. Aufzuchtprogramme auf der ganzen Welt haben sich zum Ziel gesetzt, den Bestand wilder Zuckerwatten wieder auf ein gesundes Mass zu bringen.
Bilder sich paarender Zuckerwatten haben Seltenheitswert. Es wurde schon beobachtet, dass sich Zuckerwatten mit Popcorn zu paaren versuchen. Daraus ist jedoch bisher noch kein Nachwuchs entstanden...

22.04.2011 um 08:28 Uhr

Ein gesundes, reichhaltiges Frühstück...

von: Jari

...kann mir gestohlen bleiben. Hab grad etwas Käse und ein Brötchen mit Aufstrich runtergewürgt... Und das nur, damit ich während der Arbeit nicht umkippe. Dafür ist mir jetzt schlecht...

21.04.2011 um 14:50 Uhr

[Challenge] In Welcher Stimmung Bist Du? - Wütend

von: Jari   Stichwörter: Musik, Challenge

Nun kommt eines meiner Lieblingslieder:

Ludacris feat. Sum41 - Get back

(Ich hab im Übrigen die Originalversion - unzensiert ;)
Sum41
Sum41 stammen aus Kanada. Gegründet wurde die Punk-Rock-Band 1996, der Durchbruch gelang ihnen 2001 mit dem Album All Killer, No Filler. 2006 verliesst Gitarrist Dave Baksh die Band. Vor einem Monat kam das neueste Album der Band Screaming Bloody Murder auf den Markt.
Ludacris
Geboren am 11. September 1977, brachte Christopher Brain Bridges sein erstes Album Back For The First Time im Jahre 2000 heraus. Vor knapp einem Jahr kam sein aktuellstes Album namens Battle of the Sexes heraus. 2001 spielte Ludacris in seinem ersten Film mit und tritt seitdem oft auch als Schauspieler auf. Er spielte in 2 Fast 2 Furious mit, aktuell ist er mit Justin Bieber in "Never say never" zu sehen.
Das Ablum bzw. die Alben
"Get back" erschien erstmals auf Ludacris' Album The Red Light District und wurde auch als Single herausgegeben. Die Remix-Version mit Sum41, die weitaus rockiger ist als das Original, erschien in den UK als Bonussong für ITunes auf den Alben "Chuck" von Sum41 und "The Red Light District" von Ludacris.
Chuck
"Chuck" ist das dritte Studioalbum von Sum41 und im Oktober 2004 veröffentlicht. Der Name des Albums führt auf Chuck Pelletier zurück. Die Band befand sich in der Dominikanischen Repubilk Kongo, als dort Unruhen ausbrachen und Chuck half der Band aus dem Hotel evakuiert zu werden.
The Red Light District
Das vierte Album des Rappers Ludacris erschien Ende 2004. Vier der insgesamt 17 Tracks wurden als Singles veröffentlicht, darunter auch die Originalversion von "Get back".
Die Remix-Version mit Sum41 gefällt mir besser (aber jetzt muss ich dringend auf Klo ;)
"Get Back" in der Remixversion ist eines der Lieder, die schon seit Jahren auf meinem MP3, Ipod und Handy mit Musik verzeichnet sind und so leicht wird das Lied auch nicht wieder runterfinden.
Ich höre es eigentlich auch, wenn ich nicht wütend bin, aber wenn ich dann wirklich mal die Nerven verliere, gibt es nichts besseres, als "Get back" in voller Lautstärke zu hören.

Eigentlich glaubt niemand, dass ich wirklich eklig sein kann, wenn ich wütend bin. zu 99.9% halte ich mich zurück, ich will keinen Ärger und wenn ich doch mal wütend werde, schlucke ich alles runter und warte darauf, dass die Wut sich verpufft. Mithilfe dieses Liedes klappt es eigentlich ganz gut.

Doch es gibt noch die 0.1%, dann, wenn alle meine gut festgeschraubten Sicherungen durchbrennen. Das letzte Mal, dass ich wirklich so weit war, war vor etwa 5 oder 6 Jahren, also könnt ihr euch vorstellen, wie selten dies geschieht. Aber wenn jemand nicht aufhört, mich zu nerven, auch wenn ich sage "Jetzt ist Schluss!", dann hat derjenige ein Problem. Das musste auch ein gewisser M. und ein gewisser A. erfahren, als sie mich einen ganzen Tag lang geärgert hatten. Sagen wir es so, M. wimmerte unter mir und A. musste ebenfalls laut werden, damit ich aufhörte. Also, seid vorsichtig.
Ohne nervige Zensur

14.04.2011 um 20:01 Uhr

Die Logik unserer Welt

von: Jari

Flüchtlinge, für ihr Land gekämpft haben und ihre Familien in Sicherheit bringen wollen, nee, die wollen wir nicht. Den Krieg, ja, den wollen wir. Aber nicht die Konsequenzen.
Reiche Geldwäscher mit blut an den Händen, aber natürlich! Gerne doch! Die sollen nur kommen! Bringen schliesslich Geld ins Land.
Und irgendwann wird auch der junge SVP-ler für die Ausschaffung nicht-krimineller, hochausgebildeter Schweizer mit Migrationshintergrund stimmen, jedoch vergessen haben, dass seine Eltern oder Grosseltern selbst mal Einwanderer waren. 

13.04.2011 um 22:12 Uhr

Eine pausible Erklärung

von: Jari

Warum ich so klein bin?
Blumen wachsen halt langsamer als Unkraut!

12.04.2011 um 23:37 Uhr

Jari guckt in die Sterne

von: Jari

Warnung: Dieser Eintrag ist äussert pessimistisch und miesgelaunt! Lesen auf eigene Gefahr und bitte nicht motzen - ich hab euch gewarnt! 
 
Das Jahr 2011 ist bisher nicht wirklich erfolgreich für mich verlaufen. Bisher hab ich keine grösseren Errungenschaften zu verzeichnen. Also hat sich Jari mal auf gemacht, die Sterne zu befragen. Mal sehen, was die so über den Schützen sagen: 
 
Das Jahr 2011 ist durchaus günstig für den Schützen, um sich nach einem neuen Arbeitsplatz umzusehen. Der beste Zeitpunkt für einen Neubeginn ist der Frühling, aber auch im Herbst sind die Aussichten äußerst günstig, um wirkungsvolle Weichen für die Zukunft zu stellen.
(www.astroportal.com)
 
Schatzi, es IST verdammt noch mal Frühling und ich bin seit beschissenen vier Wochen auf Arbeitssuche. Was steht an? NIX. Gut, ich hab vor, im Herbst mit dem Studium zu beginnen. Vielleicht wird wenigstens das gut. 
 
Die Welt scheint Ihnen regelrecht zu Füßen zu liegen. Glücksbringer Jupiter und Uranus meinen es richtig gut mit Ihnen. Wenn Sie die sich bietenden Gelegenheiten am Schopf packen, wird 2011 Ihr Jahr!
(www.t-online.de)
 
Das fängt ja gut an bei T-Online. Leider muss ich euren Horoskop-Heini enttäuschen, von Glück hab ich bisher nicht viel zu spüren bekommen. Wenn Jupiter die miese Stimmung, die sich in diesen vier einhalb Monaten angesammelt hat, wieder gut machen will, muss er sich aber mächtig ins Zeug legen!
 
Im August und November erwartet Sie dank Venus ein Liebeshoch.
(www.t-online.de)
 
Wenigstens das klingt gut.
 
Glücksplanet Jupiter steht nun in Ihrem Berufshaus und sorgt für gute Gelegenheiten. Also worauf warten Sie noch, werden Sie aktiv! Den Lohn für Ihre Mühen bekommen Sie prompt. Gut möglich, dass Sie befördert werden oder eine Gehaltserhöhung ansteht. Geben Sie das zusätzliche Geld aber nicht gleich wieder aus. Überhaupt sind Sie 2011 ziemlich freigebig. Passen Sie deshalb auf, sonst rutscht Ihr Konto öfter mal ins Minus. 
(www.t-online.de)
 
Glücksplanet Jupiter hat mich wohl vergessen... Vielleicht sollte ich ihm mal eine SMS schicken? "Den Lohn für Ihre Mühen bekommen Sie prompt" *seufz* Hört sich zu gut an, um wahr zu sein... Und Geld zum Ausgeben hab ich nicht, aber ja, mein Konto ist definitv mager...
 
Sie genießen das Leben in vollen Zügen.
(www.t-online.de) 
 
Nein. 
 
Keinen Grund zum Jammern haben die Schützen. Das Geld kommt herein, und sie haben kaum Zeit, es auszugeben.
(www.kostenlos-horoskope.de)
 
HÄH???!!
 
Jetzt mal im Ernst: Alle behaupten sie dasselbe... Leider macht das meine Laune auch nicht besser. Ich glaube, ich muss mir auch mal die Horoskope des Krebses angucken. Ich glaube, der passt eher (fühl mich grad mehr wie n (Einsiedler-)Krebs als wie ein optimistischer Schütze...)

11.04.2011 um 21:07 Uhr

Jari alias Osterhase

von: Jari

Naja, einen Job kann man es nicht nennen, aber es gibt Geld. Und das ist alles was zählt!

Als ich heute auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch (bei Lavazza har har) war, entdeckte ich im Outlet Village einen Zettel.
Das Ironische an der Sache ist ja,dass ich vor etwa einem Jahr einen nicht wirklich netten Eintrag über dieses Pseudodorf geschrieben habe. Meine Meinung hat sich nicht geändert, aber auf diesem Aushang wurden Aushilfen für die Ostertage gesucht.
 
Jari guckt auf die Uhr. Check - Zeit reicht.
Jari geht zuerst durch die falsche Türe rein. Und dann an der richtigen Türe wieder weg.
Jari findet endlich den richtigen Eingang.
Jari sagt, es hätte Interesse an der Arbeit.
Jari wird angenommen.
 
Also muss ich am Karfreitag um 9.45 wieder an diesen Ort und dann wird erzählt, wer was wo und wie lange macht. Zu den Aufgaben gehören: Ostereier verstecken, Hüpfburg beaufsichtigen, Zuckerwatte verkaufen, Popcorn verkaufen und als Osterhase verkleidet durch das Pseudodorf rennen.
 
Das Ganze für 360 CHF. 25 CHF die Stunde ist mal nicht Nichts.
Wahrscheinlich ist es im Osterhasen wahnsinnig heiss. Wenn wir glück haben, regnet es. Armer Osterhase. 

09.04.2011 um 19:42 Uhr

Beautiful Loser

von: Jari

Nichts passt so wirklich. Ich mag es nicht, im Nebel zu gehen.

08.04.2011 um 10:15 Uhr

Runter da!

von: Jari

Irgendwann hat mein Vater die Nerven verloren und gedroht, die Katze vom Baum schiessen zu lassen. Er meinte, dass man einer dieser Leute vom Tontaubenschiessstand holen könnte, die würden kann kurzen Porzess mit dem Vieh machen.

Das brachte Jari dann auf eine Idee.

Einer derjenigen, die den Schiessstand öfter benutzen, arbeitet beim Tierheim in unserer Hauptstadt. Er ist ein Mal mit seinem angeschriebenen Auto an uns vorbeigefahren.
Zum Glück waren die Schiesswütigen vor ein paar Minuten aufgetaucht und machten sich hinten bereit, um ihrem Hobby zu fröhnen.

Meine Gotte (siehe letzter Eintrag) und ich gingen also in Begleitung des Hundes nach hinten zum Stand und fanden den Mann, der glücklicherweise auch zum Schiessen gekommen war.
Er war sehr hilfsbereit und erklärte uns, dass die Katze solche Angst hätte, dass es für sie nur einen Weg gäbe - den nach oben. Sie würde nicht runterkommen, egal was wir tun. Da müssen wir auf die Gemeinde (Amt) gehen und durch diese die Feuerwehr alarmieren. So würde es uns auch nichts kosten. Falls die Gemeinde nichts unternäme, könnten wir sogar den Tierschutz einstellen.

Da mein Vater unterdessen so mies drauf war, dass es keiner länger in seiner Gegenwart aufhielt, zogen meine Gotte und ich zu Fuss los, um auf die Gemeinde zu gehen. Es war heiss und ein langer Fussmarsch, aber immer noch besser als bei einem gestressten Miesepeter zu bleiben.

Der erste Mann, der uns auf der Gemeinde bediente, war ein richtiger Idiot. Er wollte gar nichts mit der Sache zu tun haben, erst als ich sagte, dass, sollte die Gemeinde nichts tun, würden wir zum Tierschutz gehen, schickte er uns hoch zur Kanzlei.
Dort wurde uns dann sofort geholfen. Vielleicht auch, weil der Herr, der dort arbeitete, ein Bekannter meiner Gotte ist. Der rief sofort die Feuerwehr und sagte, dass sie sogar eine Übung hätten, also käme es so oder so gratis. Ich als Eigentümer der Katze müsse aber auf jeden Fall zugegen sein.

Da ich an diesem Tag mit M. abgemacht hatte, dachte ich schon, dass ich ihm absagen musste. Es kam jedoch so, dass er mein SMS erst las, als es schon zu spät war. Also fuhren wir ihn holen und er blieb auch gleich über Nacht.

Die Feuerwehr kam gegen sechs. Sie hatten ein riesiges Aufgebot, für die Katz natürlich ;)
Sie fuhren von hinten an den Baum heran und fuhren ihren Korb mit Feuerwehrmann drauf hoch. Die Katze war unterdessen, aufgrund vergeblicher Hilfeleistungen eines Freundes meines Vaters, noch weiter nach oben geklettert.

Das Feuerwehrauto machte natürlich einen Heidenlärm. Ausserdem fuhren sie mit ihrem Korb durch das ganze Geäst, das brach und noch mehr Lärm verursachte.

Katze bekommt Panik.
Katze miaut.
Katze springt verzweifelt nach unten.
Feuerwehrmann in Korb folgt.
Katze miaut.
Katze klettert weiter nach unten.
Jari macht die Augen zu. Und wieder auf und ruft Katze zu, dass die Männer ihr nur helfen wollen.
Katze spricht natürlich kein Menschisch und hat immer noch Angst.
Katze will auf Ast davonklettern.
Wird von Feuerwehrmann direkt am Genick gepackt.
Katze miaut.
Feuerwehrmann drückt Katze auf den Boden und lässt sich einfahren.
Katze miaut.
Feuerwehrmann steigt aus dem Korb und will Jari Katze geben.
Katze verschwindet im Gebüsch.
Jari: "Bitte nicht auf den Baum. Nicht auf den BAUM!"
Jari ist erleichtert.

Und Katze ist wieder auf dem Boden, ist hungrig und verschmust. Natürlich hat sie auch abgenommen. Hoffentlich lässt sie es von nun an sein, auf Bäume zu klettern...

07.04.2011 um 11:14 Uhr

Und nun die Tagesschaut

von: Jari

Ich mag es nicht, meine Katze auf diesem verdammten Baum zu sehen. Aber genauso wenig mag ich es, dass sie nicht einmal versucht, von dem Ding runterzukommen. Deshalb holen wir gleich mal die Leiter und versuchen es ein weiteres Mal. Falls das nicht klappt, müssen wir warten, bis sie von selbst runterkommt oder so schwach ist, dass sie runterfällt. Schöne Aussichten.

Was ich auch nicht mag, ist "arbeitslos" zu sein. Was für ein beschissenes Gefühl. Untauglich. Gut, ab Mai stundenweise in der Buchhandlung. Aber 20% ist nichts.
Aber gut, es hat auch seine guten Seiten. Gestern bin ich endlich mal dazu gekommen, Blut zu spenden. Ansonsten hat es nie geklappt, weil ich immer arbeiten musste oder in der Schule war.
Dennoch ist es demoralisierend, immer nur Absagen zu bekommen. Da hat man eine gute Ausbildung und die bringt einem doch nichts. Hurra!

Naja, leb ich halt auf Kosten des Staates. Warum auch nicht? Kann ich endlich mal ein paar Bücher lesen. Geld gibt es ja. Irgendwann. Vielleicht. Anstatt Jobs zu suchen, bin ich doofen Dokumenten nachgerannt - auch irgendwie lustig.

Warum arbeite ich nicht im Baugewerbe? Oder als Koch? Die haben grade Hochkonjunktur. Aber nein, Jari muss ja Buchhändlerin werden. Toller Job - nix los.

Naja, erstmal mit Papas Hilfe endlich den Führerschein machen, dann bin ich auch etwas flexibler. Mal sehen. Montag hab ich ein Vorstellungsgespräch. Kaffeeverkaufen. Kaffeausschenken. Keksdazu. Maschineputzen. Warum nicht?

Aber ich hoffe immer noch, dass ich die Stelle als Verkäuferin im Erotikmarkt bekomme. Das wäre lustig.

06.04.2011 um 20:15 Uhr

Ich, meine Katze und der Baum

von: Jari

Umgezogen. Das sind wird, deshalb gab es kein Lebenszeichen mehr vom Jari. Dann ist blogigo noch auf einen angeblich schnelleren Server gezogen. Mit oder ohne die Spammer?

Momentan lebt Jari mit ihrem Vater und dem Hund in einem Wohnwagen. Es ist hübsch, ruhig und abgeschieden. Ab und zu gehen mein Vater und ich uns gegenseitig auf die Nerven, ansonsten funktioniert es ganz gut. Leider müssen Hunde an die Leine. Da wir aber zum Glück ganz hinten wohnen, können wir einfach um den Campingplatz herumlaufen und sparen uns so den Leinenzwang. Nur wenn wir Brötchen holen gehen oder waschen und wir den Hund mitnehmen, legen wir sie an die Leine.

Dann ist da noch die Katze... Am Umgzugstag verschwand sie und natürlich tauchte sie nicht mehr auf. Als meine Gotte (ich mag das Wort Patentante irgendwie nicht besonders, das klingt so... spröde... deshalb mache ich es wie viele andere Schweizer und deutsche ein schweizerdeutsches Wort einfach ein) und ich dann die Katze holen wollten, zerkratzte sie mir natürlich den Arm und verschwand.
Ich hatte ziemliche Schuldgefühle, da ich ihr Vertrauen missbraucht hatte. Gut, da kann man jetzt sagen, es ist eine Katze, die kennt sowas nicht. Aber es geht hier nicht um die Schuldgefühle der Katze, sondern um meine, und meine Katze ist mir wichtig, ich will ihr kein Leid zufügen.

Am nächsten Tag stöberten wir sie im Stall auf. Es dauerte ein wenig, bis ich sie zu mir gelockt hatte und sie packen konnte (sie mag es nicht, wenn sie hochgehoben wird), dann gab ich sie meinem Vater, der sie im Genick griff. So konnten wir sie dann in die Transportkiste packen. Ich hatte wieder Schuldgefühle und versprach ihr, dass ihr der neue Ort gefallen würde.

Ich war nicht dabei, als mein Vater die Katze hinausliess, da ich den Nothelferkurs besuchte. Es war ganz lustig und unterhaltsam. Jetzt weiss ich so in etwa, was man als Laie in einem Notfall unternehmen kann, das beruhigt schon etwas.

Viele Leute haben uns gesagt, dass man eine Katze vierzehn Tage lang im neuen Heim behalten soll und ihr erst dann Freilauf erlauben solle. Diese Leute kennen unsere Katze nicht. Dieses Tier wäre durchgedreht. Nach nur einem Tag. Sechs Jahre lang war sie nie eingesperrt und war halbwild. Solch ein Tier kann man nicht auf einmal einsperren. Dann wäre sie beim ersten Freilauf auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Mein Vater öffnete die Transportbox und liess sie raus. Und sie blieb. Schon in der ersten Nach betrat sie den Wohnwagen und markierte ihn sogar schon. Ja, es gefällt ihr hier und sie wir hierbleiben.

Doch vor vier Tagen geriet sie mitten in der Nacht mit einem anderen Tier in Streit, es einen Höllenlärm und unsere Katze floh auf den Baum. Dort sitzt sie seitdem und kommt nicht mehr runter.

1. Es ist kein hoher Baum. Sie könnte auf zwei Äste steigen und ohne Mühe springen oder rückwärts runter. Aber sie versucht es nicht einmal...
2. Ich habe eine Leiter durch das Camp geschleppt und mit Futter gelockt - keine Reaktion (ausser putzen, da wurde ich doch etwas wütend - die Leiter war schwer)
3. Ich rief die Feuerwehr. Nichts.
4. Ich stand auf dem Autodach. Keine Reaktion.

Jetzt warten wir einfach ab. Irgendwann bekommt sie Hunger und versucht es. Oder sie wir so schwach, dass sie runterfällt. Doofes Ding...