Boulevard of Broken Dreams

30.12.2011 um 20:05 Uhr

Tschüss, holdes 2011

von: Jari

Morgen gehen der Hexenmeister und ich schön Essen und ins Orgelkonzert, danach wird angestossen und damit ist 2011 vorbei.
Es war ein sehr unstetes Jahr. Von Brenderup nach Roskilde, von Roskilde in die Schweiz, von Mutter zu Vater und wieder zurück, dann nach Haderslev und von Haderslev nach Tomatenschnee. Im Sommer 2012 soll dann noch einmal umgezogen werden, aber dann ist bitteschön Schluss mit dem Hin und Her!
 
Doch aus aktuellem Anlass habe ich mir mal ein Horoskop für 2012 vorgenommen. Anscheinend habe ich 2011 gar keines gepostet. Irgendwie überrascht mich das...
Hm... ich habe schon einige Horoskope für 2012 gelesen und irgendwie sagen die alle das Gleiche... Das mit den Entscheidungen stimmt jedoch, da sehe ich es gut, dass es heisst, dass sich das ab September ändern soll. Da beginnt nämlich die Passerelle...
Nun gut, der letzte Satz hat sich bereits erübrigt.
 
2012 wird für Schützen ein Selbstfindungs- – ja für einige sogar ein Schicksalsjahr. Irgendwie scheinen sich alle sonst so günstigen Einflüsse gegen sie verschworen zu haben und sich in Bewährungsphasen zu wandeln. Der für Schützen normale Optimismus wird in Frage und auf die Probe gestellt. Aber – das Gute daran ist, dass die zu geselligem Frohsinn neigenden Schützen dabei sanft, aber nachdrücklich gezwungen werden, sich öfter als sonst mit sich selbst zu beschäftigen und einmal bewusst zu entdecken, was oder wer wirklich gut für sie ist. Glückliche Phasen gibt es jedoch auch, vor allem im Februar, im August und im Dezember. Da wird eine bestehende Beziehung mit neuem Vertrauen gestärkt, während Singles wieder ihrem Jagdinstinkt folgen und dabei überaus erfolgreich sind.

Also von einigen Schützen könnte man glauben, sie wären untentschlossene Fische. So richtig wissen Sie immer noch nicht, was Sie wollen. Kaum haben Sie eine Entscheidung getroffen, ist es schon nicht mehr recht und Sie treffen eine andere. Und das wird auch bis September so bleiben. Natürlich darf sich auch Tude mal täuschen, aber ich denke, Ihr grösstes Problem betrifft die Liebe. Mein Tip: Warten Sie bis zum 2. Halbjahr – Saturn versucht zwar noch weiterhin, Ihnen die gute Laune zu vermasseln, aber dank Jupiter wird ihm das nicht mehr grossartig gelingen. Sie werden endlich wissen, was Sie wollen und wo Sie hingehören – das wurde aber auch Zeit! 
 

29.12.2011 um 15:12 Uhr

Jari und die Alten

von: Jari

Na also, geht doch. Gestern Morgen kam die Zusage, dass ich das Praktikum in der Alterssiedlung machen kann/darf. Am dritten Januar geht's los.
Los geht heute Abend dann jedoch auch Geschleppe Part 2 von Dänemark runter in die Schweiz. Diesmal jedoch mit kräftiger Unterstützung des Hexenmeisters.

23.12.2011 um 22:05 Uhr

Das Leben in Tomatenschnee oder: Die Ja-Sagerin

von: Jari

Jari lebt in Tomatenschnee. Zumindest klingt der Wohnort des Jaris und des Hexenmeisters so, wenn man ihn rückwärts liest. Von nun an also Tomatenschnee.

Richtiger Schnee lag in den letzten Tagen übrigens sehr viel. Es war toll! Hexenmeister und Jari waren Schlitten fahren, haben sich im Schnee verlaufen und hatten auch sonst viel Spass damit. Leider hat es gestern Nachmittag zu regnen begonnen... Hier einige Bilder vor dem Desaster:
 
  
 
Schönes, verschneites Tomatenschnee... Und Jari fand es toll, vom Hexenmeister auf dem Schlitten nach Hause gezogen zu werdenFröhlich 
Ausserdem war ich noch zwei Tage im Altenheim KG, um mir die Arbeit einmal genauer anzusehen. Es war wirklich toll und interessant. Wenn ich Glück habe, kann ich dort einige Monate lang Praktikum machen. Das wäre echt toll. Die Betreuerin meinte auch, dass ich vom Charakter her super ins Team passe und für sie wäre es schon ziemlich klar... Hach!
 
Und nun Hach! zum Zweiten: 
 
Jari ist ja bekanntlich eine Ja-Sagerin und die sagen nun einmal Ja. Oder etwa nicht?
Also habe ich "Ja" gesagt.
 
Somit ist Jari nun offiziell mit dem Hexenmeister verlobt.
 
 
Die Ringe - sie sind perfekt <3
 
Indirekt verlobt waren wir ja schon seit Sommer. Da hat er mich zweimal gefragt und ich hab beide Male einfach ja gesagt. Nicht, weil ich dachte, es sei ein Witz, sondern weil ich schon damals dachte, dass ein Leben an der Seite des Hexenmeisters ein gutes ist.
 
Als dann das mit Tinky zu Ende ging, fragte mich der Hexenmeister wieder und wieder sagte ich zu. In den Herbstferien gingen wir zusammen auf Ringschau. Da haben wir einen sehr schönen gefunden, aber leider war der schon bald wieder verkauft...
 
Die obigen Ringe hat der Hexenmeister selber aufgetrieben. Perfekt sind sie nicht nur, weil sie wunderschön sind, sondern auch, weil wir uns erst nicht einigen konnten, ob wir goldene oder silberne Ringe wollten. Ich bin ein Gold-Typ, warme Farben, er ist der Silber-Typ, kalte Farben. Jetzt haben wir beides - super.
 
Die Ringe hätten eigentlich ein Weihnachtsgeschenk sein sollten. Doch der Hexenmeister fühlte den perfekten Moment gekommen, als ich ihm beinahe unter Tränen versicherte, dass er der Richtige für mich ist.
 
Dann hat er mir die Ringe gegeben und wir haben Beide fast geheult... Hach! 
 
Verlobt seit dem 20.12.2011 um 20.00 - ist das toll, oder ist das toll? Ausserdem: 20 + 12 = 32, umgekehrte 23, Illuminatenzahl, ich bin 23 Jahre alt = es kann doch gar nichts mehr schief gehen *lach* 

19.12.2011 um 17:37 Uhr

Ein Weihnachtsmenue

von: Jari

Ich plane gerade unser Weihnachtsessen. Das des Hexenmeisters und mir. Da die Wohnung schon von der Mutter und ihrem Besuch belegt ist, müssen wir in der Wohnung kochen und uns dann mit dem Essen verziehen. Es sollte daher etwas sein, das man gut mitnehmen kann.
Mir schweben drei Gänge plus mehrere Beilagen vor:
 
1. Gang:
Möhrensuppe mit Sekt
oder
Kürbissuppe
 
2. Gang
Walnuss-Gnocchi mit Pesto
oder
Gorgonzola-Broccoli-Taschen
 
3. Gang
Rizalamande
 
Als Beilagen habe ich bisher Rotkraut und Pilze.
 
Jetzt geht es ans Entscheiden... Was sagt ihr zum Menue? Welche Wahl sollen wir treffen? Und habt ihr noch Ideen für einfache Beilagen? Gerne auch Beilagen zum Dessert.

19.12.2011 um 11:10 Uhr

Calimero oder: Gott ist schwarz

von: Jari

Gestern frisch gefallener Schnee vor dem Fenster und Sonntagsverkauf. Deshalb beschlossen der Hexenmeister und ich, in die Stadt zu gehen. Zu Fuss versteht sich. Die Stadt, die bloss ein etwas zu gross geratenes Dorf, dafür aber die "älteste Stadt der Schweiz" ist, liegt sieben Kilometer von D/E, wo der Hexenmeister und das Jari wohnen, weg.
Es war ein sehr schöner Marsch, wir brauchten nur etwa eine Stunde, was beweist, dass wir schneller gehen als der Durchschnitt *g* Einmal wäre ich zwar fast ausgerutscht, aber Jari wurde vom Hexenmeister gerettet. Wir schauten uns Wii-Preise an und schlenderten durch die Stadt.
Dort fand folgendes Gespräch statt:
 
Hexenmeister: ... die Erde ist rund.
Jari: Eigentlich ist sie ja eher eiförmig.
H: Stimmt, auch die Umlaufbahn sieht eher aus wie ein Ei.
J: Genau.
H: Die Frage: Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Gott ist ein Huhn!
J: Oder ein Huhn das aus einem Ei heraus schaut. CALIMERO!
H: Ja! Gott ist schwarz!
 
Erinnert ihr euch an Calimero? Wer ist in den 90ern aufgewachsen?
 
 
Jedenfalls einigten wir uns darauf, ein Buch über unsere Entdeckung zu schreiben. Wir einigten uns darauf, dass wir keine Angst vor religiösen Fanatikern zu haben brauchen, da sowieso alle Christen, Juden und Muslime auf einmal auf uns losgehen und sich dann im Streit darum, wer uns zu erst töten darf, gegenseitig umbringen werden. 
Somit werden wir schlussendlichnur  mit den Buddhisten zusammenleben. Das ist ja nicht schlecht.
 
Ein Mysterium wurde gelöst - wo ist das nächste? 

13.12.2011 um 15:28 Uhr

Last Train Home

von: Jari

Der Ausflug nach Ribe war schön, aber windig. Als wir auf dem Turm der Domkirche standen, hat es uns fast runtergerissen. Von den Hagelkörnern, die uns ins Gesicht platschten, wollen wir gar nicht erst reden.
Obwohl es Spass gemacht hat und ich den Ausflug genossen habe, war es jedoch trotzdem so, als ob ich schon gar nicht mehr da wäre. Da habe ich realisiert, dass meine Seele nie in Haderslev gewohnt hat. Wahrscheinlich hatte ich deswegen auch immer körperliche Beschwerden, der Körper fühlte sich leer ohne seine Seele.
 
Meine Dänischlehrerinnen haben mich noch bis zur Sprachschule zurückkutschiert. Sie haben mir eine Karte geschrieben und gemeint, ich sei sowas wie ein Sprachnerd und ein Sprachgenie. Vielleicht etwas übertrieben, aber die Beiden müssen es ja wissen, nicht wahr?
Ich werde sie vermissen. Wenn ich nur Dänisch gehabt hätte, wäre ich vielleicht sogar noch bis Sommer geblieben. Aber Lehrer? Bei aller Besserwisserei, bei aller Kinderliebe und bei aller Neugierde - nein, sowas bin ich nicht. Es würde mir auch keine Freude machen.
 
Jetzt geh ich endlich dorthin, wo ich hingehöre. Zum Hexenmeister nämlich. In zwei Stunden geht es los. Die Vermieterin fährt mich und die Mitbewohnerin sogar noch zum Busbahnhof. Ist das nicht toll? Die Mitbewohnerin meinte sogar, sie würde früher mit Arbeiten Schluss machen und mir beim Tragen helfen. Dann hat sie mich noch mit "Willst du etwas zu Essen mitnehmen? Hier ich hab das.. und dies.. und davon kannst du auch etwas haben... und hier... und schau..."
 
Der Abschied von Rambo und Filli war irgendwie ziemlich trocken. Wahrscheinlich werde ich sie gar nicht so grossartig vermissen, wie ich dachte. Jedenfalls hat es nicht weh getan, Auf Wiedersehen zu sagen. Aber vielleicht kommt das auch noch? 
 
Auf dem Nachhauseweg stellte ich mir jedoch einige Fragen. Werde ich immer so rastlos sein? Ist es mein Schicksal, ständig hin und her zu reisen? Werde ich nur kommen, um wieder zu gehen? Nur Freunde finden, um sie dann wieder zu verlassen?
 
Aber irgendwie denke ich, dass mit dem Hexenmeister endlich alles gute werden wird... 

13.12.2011 um 07:28 Uhr

Morgenstund...

von: Jari

...hat - nun ja, Gold bestimmt nicht im Munde. Es schüttet. Und dafür sollte ich doch mit sieben Gepäcksstücken an den Busbahnhof. Hoffentlich wird es bis heute Abend ein klein wenig besser.
Und was mach ich um 7.28 am Computer? *seufz* Ich geh dann mal zur Schule.

12.12.2011 um 23:42 Uhr

Spaghetti zum Abschied

von: Jari

Heute gab es ein kleines Abschiedsfest für Jari. Die Mitbewohnerin war da und Rambo. Es wurden Geschenke verteilt. Rambo schien sich über den Hamster zu freuen und auch über die komplette Sammlung von Shakespeare-Werken, die ich im Secondhand-Laden gefunden habe.

Sie hat mir dafür einen ganzen Sack voller Kekse gemacht. Sie scheinen etwas versalzen zu sein, aber dennoch sind sie wahnsinnig lecker. Schliesslich hat sie die nur für mich gemacht, weil ich eine Ausnahme bin. Mal wieder. Wieso bin eigentlich immer ich die Ausnahme? 
 
Dann haben wir zusammen Spaghetti mit Gemüsesauce gekocht. Lecker. Und ich hab noch ein paar Sachen verteilt, die ich nicht mehr brauche. Rambo hat es mit dem Parfum-Testen übertrieben und wir haben uns über Mitschüler und Pandas unterhalten.
 
Schön wars und in 24 Stunden bin ich im Schlafwagen in Richtung Heimat :) 
 

12.12.2011 um 09:20 Uhr

Seltsame Zeiten

von: Jari

Es sind seltsame Zeiten angebrochen, in denen ich Albträume habe, nicht schlafen kann und morgens um 8.15 Uhr Lust auf Gemüsebrühe habe...

11.12.2011 um 23:04 Uhr

Stöckchen: Autobiografie

von: Jari

Bei Fellmonsterchen (http://monstermeute.wordpress.com) habe ich ein Stöckchen geklaut. Wie fies, ne? Brave Mädchen tun sowas nicht, aber ich habe ja nie behauptet, ein braves Mädchen zu sein ;)
 
Es geht darum, 10 Titel für seine Autobiografie zu posten. Natürlich kann man sich an diesem Fundus auch nach meinem Tod bedienen, damit der Chronist meiner Taten sich nicht auch noch um den Titel Gedanken machen muss.
 
  1. Wie man Treppen hochfällt und andere Missgeschicke
  2. Ich blogge also bin ich (um es dem internationalen Publikum recht zu machen evtl. auch: Been there - done that - blogged about it)
  3. Liest du eigentlich immer?
  4. Warum gehen, wenn man auch hüpfen kann
  5. Coca-Cola zum Frühstück
  6. Grösser ist doof
  7. Life is a Highway and I just successfully made a Pile-Up (das Leben ist eine Autobahn und ich habe erfolgreich eine Massenkarambolage verursacht)
  8. Wie man erfolgreich sein Leben verschwendet
  9. You're weird...
  10. Erfolgreiches Diktatoren-Dasein, wenn man es mit der Realität nicht so genau nimmt
Stöckchen kann haben, wer will :)

11.12.2011 um 19:18 Uhr

Tod durch Schussverletzung oder: Bin ich ein Zombie?

von: Jari

Ich habe sehr selten Albträume. Doch diese Nacht hatte ich einen. Ich bin sogar davon aufgewacht und es dauerte eine Weile, bis ich mich beruhigt hatte. Sowas kommt wirklich nicht oft vor.

Man sagt ja, dass man im Traum deshalb nie stirbt, weil man ansonsten auch im realen Leben sterben würde. Nun hatte ich aber einen wirklich seltsamen Traum.

Der Vorspann war auch schon wirklich beängstigend, doch den lasse ich aus. Jedenfalls war ich zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich geschockt von diesem Traum und als ich dachte, er sei endlich zu Ende (im Traum...) ging er doch noch weiter.

Ich stand auf einer Ebene und überall Menschen um mich herum. Alle waren sie tot. Plötzlich richten sich aller Augen auf mich und sie realisieren, dass ich die einzig Lebende unter ihnen bin. Schon im nächsten Augenblick zieht jemand eine Pistole und erschiesst mich. Ich bin tot. Es wird schwarz.

Im nächsten Moment bin ich wieder wach. Alle Anderen auch. Nur sehen sie jetzt wirklich makaber aus. Irgendwoher kommt ein Rollstuhlfahrer mit einem Radio aus dem plärrt: Selbst der Tod hält mich nicht von meinen Gewohnheiten ab.

Der Traum ging dann noch weiter und wurde sogar noch gruseliger. Doch was mich wirklich beschäftigt, ist diese beschriebene Szene.

Bin ich etwa ein Zombie? 

 

PS: Zwar sagt der supercoole Duden neuerdings, man könne auch Alpträume schreiben - aber das ist nur wieder eines jener "Jeder macht es so, also muss es richtig sein"-Aktionen. Was bitteschön haben Träume mit Alpen zu tun? Das Wort "Albtraum" stammt von den "Alben", also Elfen der germansichen Mythologie, die für die Träume verantwortlich sind. Jaha, das steht sogar auf Wikipedia. Also verschont mich mit Träumen über Berge! 

11.12.2011 um 00:34 Uhr

Teekessel

von: Jari

Kennt eigentlich niemand mehr das Spiel des Teekessels?

Es geht darum, dass man zwei Dinge sucht, die denselben Namen tragen. Zum Beispiel: Blatt. Damit kann das Blatt eines Baumes gemeint sein oder auch ein Blatt Papier. Dann nimmt man sich seinen Partner und beschreibt seinen Teekessel:
P1: Mein Teekessel ist grün.
P2: Auf meinem Teekessel kann man schreiben.
Die anderen Mitspieler müssen dann erraten, dass das Wort "Blatt" gemeint ist.
 
Schon seit ich ein Kind bin, suche ich mir jemanden, mit dem ich dieses Spiel spielen kann. Aber noch nicht einmal der Hexenmeister scheint zu kapieren, worum es geht. Ist das für jene, die in den 90ern geboren sind, so schwer zu verstehen? Oder erkläre ich es zu umständlich?
 
Oder bin ich schon zu alt und verlange zu viel für die Generation des 21ten Jahrhunderts? 

09.12.2011 um 19:03 Uhr

Jein vielleicht?

von: Jari

Heute war mein letzter Schultag. Montag "nehm" ich mir frei, da ich noch allerhand zu erledigen hab (Amt - Schule - Bibliothek) und Dienstag gehen wir noch nach Ribe.
Deshalb heute mehr oder weniger freudiges Abschiedswinken in Deutsch und in Dänisch freudiges Buchstabenraten.
 
Jedoch hat mich Beagle gefragt, ob ich nicht an ihrer statt zum Weihnachtsessen der Deutschklasse gehen wolle. Ich hab deshalb nicht daran teilgenommen, weil es einfach zu teuer war. Beagle meinte, sie hätte schon bezahlt, aber sie hätte Schmerzen und könne deswegen nicht hingehen. Mein erste Reaktion war "Vielleicht".
 
Hinterher dachte ich an mein Ja-Sager-Prinzip und ging noch einmal auf sie zu. Jedoch ging sie nicht mehr darauf ein. Also entweder habe ich jetzt eine Chance verpasst oder Beagle wollte eigentlich doch hingehen, war sich aber noch nicht sicher und hat eine Ausrede gesucht, dann jedoch festgestellt, dass sie doch gehen möchte. War ich dann ein Entscheidungshelfer? 

09.12.2011 um 14:44 Uhr

Zimmersäuberung

von: Jari

In manchen Ländern werden die Strassen von Hunden und Obdachlosen gesäubert. Jari säubert dagegen nur ihr Zimmer. Dabei werden höchstens ihre drei Pflanzen zu Schaden kommen, die sind jedoch längst von dannen gegangen und werden dieses Wochenende feierlich auf dem Friedhof nebenan beerdigt.
 
Somit beginnt also mein Pack-Wochenende. Doch wo anfangen? Was kommt mit und was nicht? Wohin mit Sachen, die ich nicht mehr brauche? Welche Bücher kommen mit und welche müssen warten?
Ach, ich liebe ein- und auspacken ja! 

08.12.2011 um 22:20 Uhr

Cup-Cakes und Schnaps

von: Jari

Komme grad von Muffins Abschiedsparty. Es war sehr gemütlich, da nicht so viele Leute da waren. Ich mag kleine gesellige Partys viel lieber, als diese Riesendinger.

Muffin hat Cup-Cakes gemacht, wir haben Chips gefuttert, Wein und selbstgebrauten Schnaps getrunken. Sie haben Tischfussball gespielt und wir haben uns unterhalten ("Der Schnaps riecht wie dieser Hustensaft, den ich als Kind hatte." - "Genau! Wie hiess der noch..." - "Etwas mit M..." - "Mukosolvan?" - "Nee..." "Ich ruf mal meine Mutti an, die wird das wohl noch wissen." Und dann hat sie tatsächlich ihre Mutter angerufen *g*)
 
Natürlich hab ich Muffin auch die Zeichnung gegeben. Sie hat sich tatsächlich gefreut und gemeint, sie sei total süss und dass sie sie aufhängen werde. Soetwas freut mich natürlich.
Überhaupt habe ich heute viel Nettes zu hören gekriegt, vor allem, dass ich einen interessanten Humor habe. Muffin fand es cool, dass ich total ernst bleiben kann, obwohl ich grad etwas Witziges erzähle (wir hatten es von unseren Rollatoren, die sich mal wieder in Bäumen verfangen haben. Hat jedoch sein Gutes, da man dann von grossen, starken Feuerwehrmännern gerettet wird.)
Im Dänischunterricht hiess es heute Morgen dann auch noch, dass ich wirklich gut Dänisch spreche und wirklich Talent hätte. Talent! Ja, das hab ich wohl... Aber ich sollte mal wieder an meinem Ungarisch arbeiten.
 
Es tut gut, unaufgefordertes Lob zu erhalten. Gerade deswegen, weil ich heute wieder eine Krise hatte. Meine Gedanken waren wohl doch noch nicht ganz gereinigt. Aber wie immer fand der Hexenmeister genau die richtigen Worte, um mich wieder aufzubauen. Er meinte, dass ich mir unnötig Stress mache. Ich solle doch einfach mal nichts tun. Gar nichts. Ein interessanter Ansatz...
 
Dann hat Misa mich sogar noch nach Hause gefahren und direkt vor der Haustüre abgesetzt. Es schüttet hier nämlich dermassen, dass man meinen könnte, Gott wolle die Erde wieder fluten (keine schlechte Idee, irgendwie...).
 
Ein schöner Ja-Sager-Abend :) 

07.12.2011 um 19:11 Uhr

Käsig

von: Jari

Im LiteraturSchock-Forum ist im Laberthread wegen Jari eine Diskussion um Fondue und Raclette ausgebrochen, wobei das Ganze beim Samichlaus und Schmutzli begonnen hat. Was wiederum Jaris Bericht ihrer Präsentation im Dänischunterricht zugrunde liegt. Dort berichtete ich nämlich über "Winter und Weihnachten in der Schweiz". 
 
Interessant, was sich da alles ergibt... Seltsam, ein Gespräch über Käse zu führen.
Wenn ich wieder zu Hause bin, möchte ich Fondue essen. Und Grittibänz. Und Raclette. Und Lindt Schokolade. Und Zweifel Chips. Und Coca-Cola. Hm... das Letzte passt nicht in die Reihe Fröhlich

06.12.2011 um 23:48 Uhr

Entgiftete Gedanken

von: Jari

Vom Wochenende bis heute hatte ich vergiftete Gedanken. Zu sehr war ich in "Wintermädchen" abgetaucht. Hatte Lias Gedanken übernommen, was die kann, kann ich auch. Abnehmen, dünn sein und davon fliegen. Deshalb schrieb ich in meiner Rezension auch, dass das Buch nicht für jeden geeignet ist. Lias Gedankenw wurden ganz plötzlich meine eigenen. Scheibe Toastbrot - 77, Cracker - 74, Rührei - 200.
 
Natürlich gefiel dem Hexenmeister das nicht. Deshalb begann er umgehend damit, meine Gedanken zu entgiften. Ein wahrer Prinz in strahlender Rüstung. Einer der Jungs, die genau das sagen, was ein Mädchen auch hören will.
Durch ihn wurde mir wieder klar, dass ein Mädchen mit 52 Kilo auf 155 cm und einem BMI von 21.5 nicht auf Diät gehen muss. Dass es in Ordnung ist, Idealgewicht zu haben. Ein BMI von 18 ist nicht erstrebenswert.
 
Im Übrigen habe ich es geschafft, ohne Sport jeden Tag eine halbe Tafel Schokolade und eine halbe Tüte Chips zu futtern, schön Abendbrot zu essen und Cola zu trinken, ohne dass sich das irgendwo gezeigt hätte. Nicht, dass das als Idealernährung durchgeht, aber irgendwie ist es mir auch egal. Ist ja nicht so, als würde ich jeden Tag eine Schüssel Salat und eine halbe Packung Gemüse futtern. Und nein, frisches Gemüse kann ich mir nicht leisten... 
 
Jedenfalls bin ich jetzt wieder ich selbst und bin dann gleich mal durch die Strassen gehüpft. Vielleicht ist jetzt mein Körper nicht mehr federleicht - aber meine Seele ist es. 

05.12.2011 um 17:51 Uhr

Dinge, die die Welt unbedingt braucht

von: Jari

Dieser Eintrag als Gegensatz dazu, was die Welt nicht braucht. Jetzt also Dinge, von denen es mehr geben sollte. Oder die mehr wertgeschätzt werden sollten.

Wie zum Beispiel meine geliebten Gyldendal-Zwillinge.
Gyldendal ist der grösste dänische Verlag und die Zwillinge sind ein Wörterbuchpaar: Deutsch-Dänisch, Dänisch-Deutsch. Geboren wurden sie 1976.
 
Und die beiden zeigen Google Übersetzer wo der Haken hängt! Während Google bei jedem zweiten Wort, das ich suche, überfordert ist, meistern die Zwillinge alles mit Bravour und sezten sogar noch einen obendrauf. Da stehen die genialsten Wörter drin. Sachen, die Google noch nicht einmal aussprechen kann!
 
Ich könnte stundenlang darin herumblättern... 

03.12.2011 um 23:44 Uhr

Ihre freundlichen Verrückten aus der Nachbarschaft

von: Jari

Jemand sagte mal "Zeig mir deine Freunde und ich sag dir, wer du bist". Nun, ich frage mich des Öfteren, weshalb ich immer von Verrückten umgeben bin und das was wohl über mich selbst aussagt.
 
Am Freitag wurde in unserer Schule das Musical aufgeführt, für das ich mich ebenfalls einmal beworben hatte (Jari berichtete auf ihrem Ja-Sager-Blog). 
Ich ging mit der Mitbewohnerin und Greta dorthin. Unser Betragen war... anderen zu seltsam. Ein Mitschüler wollte sich mit seiner Freundin neben uns setzen - nach drei Minuten verabschiedeten sie sich wieder.
Aber eigentlich sind wir ganz harmlos - wir sind nur die freundlichen Verrückten aus der Nachbarschaft. Und ich liebs! Ich könnte nie so ein verkampftes Leben leben, wie es Coelho in "Veronika beschliesst zu sterben" beschreibt.
 
Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Verrückten sich immer um mich scharen...
Immerhin bin ich mit dem Obersten der Verrückten zusammen ;) 

03.12.2011 um 12:14 Uhr

Wetterprognosen

von: Jari

Regen. Kein Schnee. Dafür umso mehr...
Irgendwie hab ich Lust, mich mit meinen Friends-DVDs auf die Couch zu werfen. Aber die darf ich ja noch nicht auspacken. Aw...
Die Wetterprognosen sind übrigens nicht besser. Regen. Für Schnee ist es hier um einige Grade zu warm.