Boulevard of Broken Dreams

28.01.2012 um 21:24 Uhr

Widder-Mond

von: Jari

Mond im Widder macht müde Leute munter (und auch zickig) und das Jari wirklich müde. Hoffentlich beruhigen sie sich im Stier ein wenig...

25.01.2012 um 09:24 Uhr

Bettelkatze

von: Jari

Die Katze bettelt. Nicht auf eine niedliche Art, der ich beinahe nicht wiederstehen kann, sondern auf eine ziemlich freche Art und Weise. Aber eigentlich passt das zu ihr, es ist auch sonst eine freche Katze. Das ist oft sehr unterhaltsam und lustig, aber diese Art zu betteln gefällt mir nicht. Sie steigt einem dabei auf den Schoss und hintert einen am Essen.
Nun muss das Kätzchen lernen, dass es bei Jari einfach nichts vom Tisch gibt. Ich teile schon, aber nur dann, wenn sie eben nicht bettelt.
Gerade eben ist sie übrigens dabei, mich vom Schreiben abzuhalten :) Diese Katze stellt einen neuen Rekord auf, wenn es um die Lautstärke des Schnurren geht xD

24.01.2012 um 21:13 Uhr

Lecker Kekse

von: Jari

Lecker Kekse, die haben HexenmeisterMutter und ich heute gebacken und dabei etwas Frauenklatsch gehalten. Nur essen konnte ich die Dinger nicht, da hat sich mein Magen negativ zu geäussert. Zur Pizza heute Abend übrigens auch, aber da musste der Gute nun einmal durch x3
Ja, ich weiss, in meinem Leben geschieht gerade nichts Aufregendes...

23.01.2012 um 10:43 Uhr

Zur Arbeit gehen

von: Jari

Jari wacht eine halbe Stunde vor Weckzeit auf und fühlt sich grottenschlecht. Jari steht wie immer um 5.15 Uhr auf und kriecht in die Küche. Dann rennt es sinnlos auf die Toilette und kriecht dann wieder zurück ins Zimmer.
Jari wird vom Hexenmeister gezwungen, sich krank zu melden. Eigentlich wollte ich ja wirklich hin, vor allem deshalb, weil das Januarloch überstanden ist und ich wieder Freude habe, dorthin zu gehen. Heute hätte ich auch nur bis um fünf arbeiten müssen.
Naja, jetzt habe ich einen Magen-Darm-Virus und vier Tage frei. Die Übelkeit gilt es zu ignorieren!

20.01.2012 um 21:10 Uhr

Januarlöchlein

von: Jari

Ich bin im Januarloch. Finanziell und stimmungsmässig. 900 CHF pro Monat sind nicht viel, aber damit kann man haushalten. Irgendwie.
Mein Job gefällt mir, aber ich hab trotzdem keine Lust, arbeiten zu gehen. Obwohl ich jetzt gerade zwei Tage frei hatte, fühle ich mich überhaupt nicht entspannt und eher noch mehr gestresst. Unter der Woche frei haben bekommt mir nicht. Ausschlafen kann ich nicht, wenn der Hexenmeister aufsteht, kann ich hinterher nicht mehr einschlafen. Entspannen ist auch nicht, da ich ständig denke "ich muss noch dies tun und jenes machen."
Ein "normales" Wochenende besteht aus kuscheln mit Hexenmeister, ausschlafen mit Hexenmeister und spazierengehen mit Hexenmeister. Dann bin ich auch entspannt und frisch. Aber naja, arbeiten gehen möchte ich dann trotzdem nicht ;)
Anfangs Februar gibt es dann wieder ein solches Wochenende... Bis dahin hab ich einen total lustigen "Studenplan": vier Tage arbeiten, zwei Tage frei, fünf Tage arbeiten, einen Tag frei, zwei Tage arbeiten, zwei Tage frei :D
Unterdessen hoffe ich, mich beim Hexenmeister mit dem Magendarm-Virus anzustecken ;)

16.01.2012 um 20:47 Uhr

Sportlich, sportlich

von: Jari

Ob ihr es glaubt oder nicht, seit ca. ein einhalb Wochen betätigt sich das Jari sportlich. Gut, es ist nicht Allerwelt, aber es ist immerhin etwas.

Jeden Tag macht das Jari 20 Liegestütze, 20 Sit-ups (nicht dem Hexenmeister verraten!), 20 mal Bein-Schwingen (Hüftspeck!) und 2 Minuten lang diese Übung, in der man die Hände von sich streckt und dauernd in die Knie gehen muss. Die letzte ist die schlimmste aller Übungen.
Aber ich mache sie wirklich jeden Tag. Da es nicht zu viele sind, geht es mir auch nicht auf die Nerven. Ausserdem macht der Hexenmeister freudig mit. Ausser bei den Sit-ups, deshalb verratet ihm nicht, dass ich sie weiterhin machen. Das ist unser Ehegeheimnis ;)
 
Heute durfte ich dann auch erfahren, dass sich dieses Training tatsächlich lohnt. Ich habe schon öfters beim Auf-den-Zug-rennen gemerkt, dass meine Muskeln verlässlicher sind und meine Beine mich weiter tragen als auch schon.

Meistens habe ich BS-Dienst. Das heisst von 07.00 (bläh, 5.15 Uhr aufstehen) bis 11.30 und von 14.45 bis 18.45. Tja, der Bus fährt immer auf -8. Also 18. 28 etc. Den auf 48 schaff ich nicht, also muss ich den um 18.58 nehmen. Der Bus hat zehn Minuten bis zum Bahnhof, Ankunft 19.08. Genau um die Uhrzeit fährt der Zug nach Tomatenschnee. Pech gehabt, Jari.
 
Glücklicherweise hat es manchmal nicht so viele Leute, dann kommt der Bus schon um fünf oder sechs nach an. Dann reicht ein Spurt und Jari ist auf dem Perron.
Heute kam der Bus 07 nach am Bahnhof an. 'Kannste knicken', denkt das Jari und sputet los. Und ja, ich habs geschafft! Ich war drin - der Zug fuhr los. Das hätte ich mir vor einigen Monaten auch nicht träumen lassen *g*

14.01.2012 um 00:55 Uhr

Schlafen im Theater

von: Jari

Ich geh gerne ins Theater. Die Athmosphäre dort ist toll und ich mag den kulturellen Aspekt. Aber die Aufführung heute, war nicht so mein Ding.
Ein Regisseur hat das Buch "Wolfshaut" auf die Bühne gebracht. Das Stück wurde von sieben Schauspielern dargestellt. Jedoch geschah das Ganze auf diese Weise, dass die Schauspieler das ganze Buch auswendig lernten und dann vortrugen. Leider ist die Sprache des Buches überhaupt nicht dazu geeignet, so vorgetragen zu werden. Sie ist zu aufwendig, zu lang und zu dramatisch. Ausserdem gefiel mir der "Charakterbrei" nicht. Da die Schauspieler alle Figuren des Buches darstellen mussten, hatten viele Doppelrollen. Doch sie veränderten dabei weder ihre Stimme, noch ihre Klamotten oder ihre Mimik. Keine Ahnung, wer nun wer war.
Das ginge ja noch, wäre noch auszuhalten. Aber nach einem harten Arbeitstag hätte ich lieber Lust auf etwas Lockeres, Heiteres. Die düstere Geschichte um ein Dorf in der Nachkriegszeit hätte ich mir also sparen können.
Nun ja, während der Aufführung viel ich immer öfter in den Sekundenschlaf, da ich einfach erschöpft war und das ewige Gerede der Menschen auf der Bühne auch nicht half, mich wach zu halten. In der zweiten Hälfte dachte ich dann "Sh- drauf" und schlief xD
Wenigstens dem Hexenmeister hat es gefallen.

09.01.2012 um 20:22 Uhr

Grosse Worte

von: Jari

Heute war ich im Tageszentrum, hier werden einige wenige Leute von ausserhalb betreut, die nicht dement sind. Es ist ein ganz anderes Gefühl und war auch ein wirklich gemütlicher Tag. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem langen Spaziergang und Basteln.
 
Irgendwann meinte meine Betreuerin, während ich mich mit den Leuten über Sprichwörter unterhielt: "Hast du schon mal daran gedacht, Aktivierung als Ausbildung zu machen? Dauert vier Jahre."
Später meinte sie, ich hätte einen richtig guten Draht zu den Leuten und ich mache meine Arbeit wirklich gut. Hätte ich eine Ausbildung und wäre eine Stelle frei, würde sie mich sofort einstellen.
 
Doch nicht nur die Betreuerin scheint eine gute Meinung von mir zu haben. Auch die Bewohner machen den Anschein, als würden sie mich mögen. Rotkäppchen lobt mich andauernd: "Sie sind eine ganz Genaue! Das habe ich schon beobachtet!" Und sie mag meine Fingernägel Fröhlich 
Auch als ich kurz den Raum verliess und wiederkam, meinte meine Betreuerin: "Du hast sehr viel Lob erhalten!"
 
Ich find's toll dort! 

08.01.2012 um 18:32 Uhr

Hexenmeistermutter

von: Jari

Regelmässige Leser meines Blogs erinnern sich sicherlich noch an Tinkys Mutter. Über sie habe ich auch ausführlich berichtet, vor allem auch darüber, dass wir uns nie richtig verstanden haben.
Nun möchte ich etwas über des Hexenmeisters Mutter berichten. Denn ja, auch ein Hexenmeister hat eine Mutter und mit der wohnen wir momentan zusammen unter einem Dach.
Dabei muss ich anmerken: Auf geheiss des Hexenmeisters wohne ich absolut mietfrei. Alle Versuche meinerseits, etwas zu bezahlen, sind im Sand verlaufen. 
 
Nein, einfach ist diese Person auch nicht. Vor allem nicht, wenn sie müde und erschöpft ist. Dann verfällt sie öfters in einen gebieterischen Befehlston. Überhaupt hat sie etwas Hauptmann-mässiges an sich, aber wenn man bedenkt, dass sie Aszendent Skorpion ist, überrascht das nicht.
 
Lange fürchtete ich, dass mich früher oder später rauswerfen wird, da sie wohl irgendwann begreifen wird, dass ich nicht nur zu Besuch da bin, sondern eingezogen bin. Frage an Hexenmeister: "Weiss deine Mutter, dass ich komme?" - "Ja." - "Weiss sie auch, für wie lange?" - "Das wird sie schon noch rausfinden."
 
Deshalb hatte ich anfangs auch ziemlichen Bammel vor ihr, der hat sich unterdessen etwas gelegt.
Überhaupt scheint es so, dass es tatsächlich okey ist, dass ich da bin. Sie weiss, dass ich das Praktikum für drei Monate habe und sie wird wohl 2 und 2 zusammengezählt haben.
 
Aber sie ist wirklich nett zu mir. Meinen Bammel vor ihr ausgenommen, verstehen wir uns eigentlich ganz gut. Ausser, einer von uns hat schlechte Laune. Oder noch schlimmer: Wir beide haben schlechte Laune. Dann kann man nur sagen "armer Hexenmeister".
 
Es ist erstaunlich, dass sie es einfach so hinnimmt, dass ich mich in ihrem Haus eingenistet habe und noch nicht einmal etwas dafür verlangt. Bisher zumindest nicht. Tinkys Mutter machte ja von Anfang an klar, dass 500 CHF Miete verlangt werden. Einen Betrag, den ich unmöglich aufbringen konnte.
 
Nun hat sich die Wohnsituation schon ziemlich eingependelt und wie Jari nun einmal so ist, putzt es fleissig vor sich hin (sehr zu Leiden des Hexenmeisters...). Gestern Abend gab es dann noch eine Runde Monopoly mit Hexenmeisters Mutters Anhängsel. Jari hat zugeguckt und es war wirklich gemütlich.
 
Zu Hause sein ist schön. 

07.01.2012 um 17:26 Uhr

Ja, wo wohne ich denn?

von: Jari

Mit solchen Fragen muss sich Jari bis März wohl öfters auseinandersetzen.
Die erste Woche in der Demenzabteilung des Pflegeheims ist vorbei und ich bin begeistert. Ich habe die Bewohnerinnen (acht Frauen) sofort ins Herz geschlosen. Sogar die Italienerin, die an allem und jedem etwas auszusetzen hat.
Die Arbeit hat überhaupt nichts mit Büchern zu tun und dennoch finde ich sie klasse. Ist das vielleicht die Arbeit, die ich die nächsten vierzig Jahre machen werde? Vorstellen könnte ich es mir. Bloss muss dann überlegen, wie ich das mit dem Studieren vereinbaren denn, denn für die Pflege muss ich dann nochmal eine Ausbildung machen...
Nun gut, erst einmal das Praktikum beenden.

02.01.2012 um 19:07 Uhr

Minderjähriger Grabscher

von: Jari

Der Hexenmeister und Jari stehen in der überfüllten Schalterhalle der Schweizerischen Post. Plötzlich spürt Jari, wie zwei Hände mit Schwung auf ihrem Allerwertesten gedrückt werden. Der Täter bzw. die Täterin: Ein kleines Mädchen von etwa drei oder vier Jahren.
Nun gut, ich werde trotzdem lieber vom Hexenmeister begrabscht. Aber das Kind hat eine grossartige Karriere als Grabscher vor sich.
 
Dieser meinte übrigens, während ich einkaufen war, hätte das Mädel Dinge aus den Regalen gerissen und sonstigen Ärger veranstaltet, während die Mutter noch nicht einmal hingesehen hat... 

02.01.2012 um 16:00 Uhr

Mit fünf Gängen ins neue Jahr oder: Die Familie, die Angst und Schrecken verbreiten wird

von: Jari

Unser Programm für den 31.12.2011 war folgendermassen: Essen im Restaurant, dann Konzert, dann Anstossen. Doch mussten wir unsere Pläne etwas ändern...
 
Der Tisch im Restaurant mit Ausblick über die älteste Stadt der Schweiz war auf acht Uhr angesetzt, doch wir waren eine ganze Stunde zu früh da. Zum Glück war der Tisch schon bereit. Er war wunderschön geschmückt. Wir haben auch Bilder gemacht, aber die sind noch immer auf Hexenmeisters Handy gespeichert, ts!
 
Als jedoch die Karte kam, waren wir dreifach entsetzt. Erstens wegen der Preise, zweitens wegen der sechs Gänge und drittens weil alles fleischig war (Jari war da etwas entsetzter als der Hexenmeister). Wir dachten eigentlich, dass man auch die "normale" Karte erhält. Dem war jedoch nicht so.
 
Doch wir konnten die Probleme souverän lösen: Es gab eine Veggie-Karte von der wir dann einen Gang rausschmissen (den mit der Languste, die nicht vegetarisch ist) und dafür "nur" 80 CHF (ca. 65 Euro) bezahlten.
 
Es kam richtiges Vejlefjord-Feeling auf, da wir auch da diese kleinen, aber durchaus interessanten Gänge hatten. Nur waren es dort drei, hier gab es fünf Gänge. Natürlich haben wir auch davon Bilder, aber die sind wegen der romantischen Beleuchtung etwas schlecht ausgefallen. Und befinden sich noch immer im Besitz des Hexenmeisters.
 
Der erste Gang war Glibberzeug mit Salat. Das Glibberzeug habe ich nicht angerührt, da mir das Zeugs verdächtig nach Gelatine aussah. Den Hexenmeister hat es auch nicht überzeugt. Dafür war die Salatsauce lecker.
 
Als zweiter Gang gab es Tomatensuppe, die zwar gut schmeckte, aber irgendwie an Tütensuppe erinnerte.
 
Der dritte Gang war Eiscreme in Alkohol getaucht. Nachdem Jari den Alkohol ausgelöffelt hatte, schwankte sie zur Toilette. Entweder war der Schampus ziemlich deftig oder das Löffeln ist ungeeignet für Gelegenheitstrinker.
 
Hinterher kam der Hauptgang. Rouladen mit Gemüse- und Kartoffelfüllung. Dazu Pilzsauce. Lecker!
 
Das Dessert bestand aus Vogelmilch mit einen Mini-Kaiserschmarrn. Oder Milchreis auf Teig. War aber auch ganz interessant.
 
Gegen zehn Uhr abends verliessen wir das Restaurant, um viel Geld erleichtert, jedoch hatten wir eine weitere schöne Erinnerung gesammelt. Es ist interessant, mal wirklich kleine Dinge zu essen und dafür eine halbe Stunde auf jeden Gang zu warten.
Natürlich war es wieder so, dass der Hexenmeister und ich nicht in die Masse der Reichen und Schönen dieses Abends gepasst haben. Sie alle in teuren Klamotten und Make-up, Jari und der Hexenmeister in Alltagskleidung und mit Manieren, die zwar anständig sind, aber an diesem Abend haben sie überhaupt nicht ins Bild gepasst.
 
Aus Spass an der Freude kauften wir uns dann im Coop im Bahnhof noch Donuts. Die haben natürlich auch wunderbar geschmeckt.
 
Zu Hause feuerten wir zwei dieser Stinkbomben, wie wir sie nannten ab und erfreuten uns wie kleine Kinder an nutzlosem Zeugs.
 
Ausserdem spielten wir wieder Koran-Orakel. Eine Tradition, die der Hexenmeister und ich pflegen, seit wir uns kennen. Bisher hatte das Orakel immer Recht behalten.
 
Zu uns meinte der Koran, dass wir eine Familie gründen, die in der Stadt Angst und Schrecken verbreiten. Das klingt doch gut, oder nicht? ;) Schliesslich bin ich mit dem Fürst des Wahnsinns verlobt und gleich und gleich gesellt sich gerne.
Jedoch sollten wir keinen Dritten in unsere Reihe lassen und keine Veränderungen zulassen.
 
Später fragte ich den Hexenmeister, ob damit nicht gemeint sei, dass wir den im Sommer geplanten Umzug sein lassen sollen. Doch er interpretierte es so, dass bereits gefasste Pläne nicht mehr geändert werden sollen.
 
Passt auch besser so. Jawoll!