Boulevard of Broken Dreams

30.04.2012 um 07:17 Uhr

Die Angst vor dem Neuen

von: Jari

Danke euch für das Daumen- und Pfotendrücken, ihr seid richtige Glücksbringer!

 

Nun aber alles mal der Reihe nach.
Ja, ich bin nervös und aufgeregt. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein neues Leben anfange und trotzdem bleiben die Gefühle dieselben. Momentan habe ich Angst vor dem Neuen, aber bald wird auch das Neue nicht mehr neu sein, sondern Alltag. Und überhaupt werde ich das tun, was ich am besten kann:
 
Bücher verkaufen!
 
Ja! Ich habe eine 100%-Stelle als Buchhändlerin gefunden! Das blinde Huhn hat das Goldkörnchen gefunden!
 
Telefonat von letztem Donnerstag (nach dem Gespräch am Dienstag): "Gute Nachrichten, Jari. Du hast den Job. Kannst du am 1. Mai anfangen?"
 
*auf uhr guckt* Ein Wochenende Zeit um eine Wohnung und einen Umzug zu organisieren? "Aber sicher!"
 
Denn natürlich ist die Stelle nicht hier um die Ecke, sondern liegt nur einen Sprung von unserer Hauptstadt entfernt (NEIN, es ist nicht Zürich). Der Name klingt wie Wurm, ist aber ein wirklich nettes Örtchen und, wie gesagt, nur etwa 15 Minuten von der Hauptstadt weg.
 
Gestern konnte ich mir ein Studio ansehen, deshalb noch einmal Daumen drücken, denn ansonsten hätte ich wohl ins Hotel gemusst. Aber ich kann ja zum Glück auf euch und Gott und die Engel und den Rattenkönig zählen. Ich hab die Wohnung. Die liegt übrigens wunder- wunderschön.
 
Und Meeris darf ich dort auch halten <3
 
Bald geht es los, mit meinen ganzen Kisten und Taschen. Ist nicht das erste Mal, aber nervös ist man doch immer wieder, nicht wahr? 

 

27.04.2012 um 22:00 Uhr

Glücksbringer

von: Jari

Euer Daumendrücken scheint zu wirken! Darf ich um eure Unterstützung für Sonntag bitten?

25.04.2012 um 13:59 Uhr

Piep, piep, kleiner Satelit...

von: Jari

...sag ihm, dass es mich noch gibt!

(kennt das hier eigentlich noch jemand?)

Zum eigentlichen Thema: Ich bin nicht tot! Man könnte es nach meinem letzten Eintrag gewiss denken, zu dieser Zeit fühlte ich mich echt wie ausgekotzt. Danke für eure Kommentare (auch an "gast" ;)

Unterdessen scheint wieder die Sonne (ja, draussen scheint die Sonne!), das tut echt gut. Ausserdem bin ich wieder in den Büschen, wieder in der Frauen-WG bestehend aus Kanonenkugelkatze (name vom Hexenmeister), dem Hundchen und dem Jari. Die Idylle im Wald, die Stille, die Abgeschiedenheit - das tut meiner Seele gut.

Der Grund, weshalb ich nicht schon 10 Bilder von irgendwelchen Blumen hier reingestellt habe, ist altbekannt. Genauso, wie ich eigentlich eine Arbeit habe, aber trotzdem arbeitslos bin, habe ich zwar Internet, bin aber internetlos.

Bzw. ich habe einen Internetstick, aber kein Internet.

Der Sündenbock ist schnell gefunden: SwissC. Die vertragen sich nämlich nicht mit der Orange und wenn ich jetzt den Stick der Orange benutzen möchte, sagt ein geheimes Programm von SwissC "Nee!".

Doof, ja. Aber ich bin nicht tot! 

(und ich vermisse das Bloggen *snief*)

Gebt mich unterdessen nicht auf! Irgendwie komm ich schon wieder ins Netz. Schliesslich wollen Bücher rezensiert werden. 

20.04.2012 um 16:29 Uhr

Tod einiger Lebensträume oder: Du bleibst, wo du bist

von: Jari

Ich hatte eigentich immer gehofft, dass es mir irgendwann einmal etwas besser gehen würde. Deshalb habe ich die Matura gemacht, gute Ausbildung = gute Voraussetzungen im Berufsalltag. Nein, reich sein muss nicht sein. Aber sich jeden Monat sorgen, dass man die Rechnungen nicht bezahlen kann? Das wollte ich schon früher nicht.
 
Aber mehr und mehr kristallisiert sich heraus, dass es nicht besser wird. Es bleibt gleich. Allenfalls wird es schlechter. Nur besser wird es nicht. Das ist so wie früher; man wurde in einen Stand hineingeboren und dort blieb man, bis man starb. Ende der Geschichte.
 
Es heisst, in der heutigen Zeit hat jeder seine Chance, die soll er nutzen. Aber das stimmt nicht. Wenn wir die weglassen, die schon von Beginn an alles haben, gibt es nur ein paar Wenige, die es schaffen. Fressen oder gefressen werden. Mit der versprochenen Freiheit hat das alles nichts viel zu tun.
 
Und jeder bleibt dort, wo er ist. Manche haben bessere Voraussetzungen, andere weniger gute. Ich? Ich bin irgendwo weit unten. Und dort werde ich sein. Mein Leben lang. Ich werde jeden Monat einen Stapel Rechnungen haben und nicht wissen, woher das Geld nehmen, mit dem ich diese bezahlen soll. Und womit ich mir mein Fressen kaufen soll.
 
Langsam aber sicher sollte ich mich damit abfinden, dass ich niemals einen griechischen Salat in Griechenland essen werde. Auch die Golden Gate Bridge werde ich nicht besuchen. Nicht Vietnam, nicht Japan. Noch nicht einmal Grönland. Dort geht es den Leuten bekanntlich schlechter.
 
Aber Träume sind Schäume und ich werde meine langsam aber sicher vergraben. 

17.04.2012 um 17:24 Uhr

Seelen-Leckerli

von: Jari

Dass mein Ego in letzter Zeit etwas gelitten hat, kann man sich denken. Dass dieses Ego auch nicht sonderlich stark ausgeprägt ist, wissen meine Leser bestimmt auch.

Nun konnte ich heute aber zum Glück endlich mal wieder ein kleines Leckerli für meine Seele: Heute haben gleich zwei Buchhandlungen, bei denen ich mich beworben haben, angerufen, um ein Vorstellungsgespräch zu vereinbaren. 

Ja, ich weiss, das ist es, was ich kann. Und die Leute sehen das auch.
(wenn es nichts aus den Jobs wird, liegt es an der Entfernung)

09.04.2012 um 19:17 Uhr

Osterkratzen

von: Jari

Fröhliche Ostern!

Und ja, es wird immer besser! Zwar hab ich über die Ostertage etwas Geld verdienen können, dafür haben wir jetzt die nächste tolle Nachricht: Der Hexenmeister hat die Windpocken!
Während er bereits übersät ist, hab ich sie noch im Anfangsstadium. Lustig, wenn ich ihn angucke, weiss ich, wie ich in einigen Tagen aussehe...

03.04.2012 um 08:51 Uhr

Allgemeine Tendenz

von: Jari

Allgemeine Tendenz: Den Tag nutzen.

 

Das zumindest steht in meinem Mondkalender. Gut, versuchen wir, das Beste daraus zu machen.
Gleich um neun, wenn das Amt öffnet, gehe ich los und werde fragen, wie das ist, wenn man einen Job hat, aber kein Geld kriegt. Vielleicht kann ich mich ja doch noch für die Arbeitslosenversicherung anmelden... Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber immer noch besser als gar kein Geld...
 
Dann, heute Abend, gehe ich zum Grossen C und frage, was das soll. Der Hexenmeister kommt mit. Irgendwie möchte ich da nicht alleine hingehen. Es geht mir nicht darum, dass er für mich das Reden übernimmt, sondern dass einfach jemand dabei ist, der mir den Rücken stärkt.
 
Was ist dazwischen mache? Wahrscheinlich das, was man so als Arbeitsloser macht und was ich schon seit etwa einer halben Stunde mache: Zuma spielen.
 
Carpe diem! Nutze den Tag...
 
PS: Danke für eure lieben und aufbauenden Kommentare! Ich weiss schon, weshalb ich noch bei Blogigo bin :) 

 

02.04.2012 um 22:05 Uhr

Und immer, wenn du denkst, es geht nicht mehr...

von: Jari

... dann wird alles noch toller - äh, schlimmer... Ja, schlimmer. Leider. Hurra!

Tja, das mit dem Job beim Grossen C. Lustig, in meinem Arbeitsvertrag steht: "... mindestens 8, bis maximal 20 Stunden in der Woche."
Heute die Arbeitspläne gekriegt: Die nächsten DREI Wochen steht bei mir Kein Einsatz

Und wisst ihr was das bedeutet?

Kein Einsatz = kein Geld

Aber der Chef ruft uns an, wenn der Umsatz stimmt. Dann können wir arbeiten kommen.
Wie bitte? Das hab ich aber anders verstanden. Von Auf Abruf steht weder etwas im Vertrag, noch im Stellenbeschrieb.

Ich brauche sowas wie ein Einkommen, verdammt nochmal! Ich freu mich schon auf die nächste Hiobsbotschaft. Hurra!

02.04.2012 um 08:44 Uhr

Ein richtiges Leben

von: Jari

Seit etwa vier Monaten bin ich wieder in der Schweiz und das ist gut so. Trotzdem sind die Koffer schon wieder gepackt, schon wieder geht es woanders hin, schon wieder umziehen, schon wieder einrichten, nur um dann nach ein paar Monaten wieder einzupacken.
 
Ich hab das so satt. Ich möchte einen richtigen Ort. Einen Ort zum Wohnen, zum Bleiben. Ein richtiges zu Hause und ein richtiges Leben. Die letzen zwei Jahre meines Lebens waren wohl totale Verschwendung. Wo würde ich stehen, wenn ich nicht auf die Idee gekommen wäre, nach Dänemark zu gehen? Die Zeit dort oben hat mir nichts gebracht - nur Ärger und Versäumnis. Brenderup war cool, ja. Den Rest kann man vergessen.
 
Ich wünsche mir eine Arbeit, die ich die nächsten paar Jahre machen kann, eine nette Wohnung mit dem Hexenmeister und vielleicht ein paar Meerschweinchen.
Vielleicht wird es so kommen, aber momentan bin ich bereits wieder in der Schwebe. Was will ich? Was passt zu  mir? Was ist die beste Entscheidung?
 
Gestern habe ich mich wieder durch das Programm der Hochschulen geklickt und tatsächlich überlegt, Theologie zu studieren. Einfach, um irgendetwas zu studieren. Immerhin lernt man dort Griechisch, Latein und Hebräisch. Aber was bitteschön soll ich bloss mit Theologie anfangen?
 
Also doch lieber arbeiten. Gibt Geld. Selbstständigkeit. Ich will nicht mehr abhängig sein. Ich will mein eigenes Leben. Aber irgendwie scheint sich dieses irgendwo zwischen Packen und Auspacken verloren zu haben.
 
Ich mag nicht mehr.
 
Vielleicht hatte die Ärztin doch Recht, als sie sagte, irgendetwas belastet mich.
 
Früher wusste ich, was ich wollte. Und ich wusste, wie ich dorthin komme. Jetzt habe ich keine Ahnung mehr. Ja, gut, was ich will habe ich oben schon formuliert. Doch soll ich jetzt arbeiten oder doch lieber studieren? Studieren ist einfach zu Geld zu kommen. Aber will ich das? Will ich nicht doch lieber mein eigenes Geld verdienen?
 
Gut, Frage beantwortet. Ja, das will ich. Und ich will aufsteigen. Nicht allzu hoch, aber irgendwo hin kommen im Leben. Dazu braucht es aber noch den richtigen Job. Bis Ende Juni habe ich einen. Soll ich gleich beim Grossen C bleiben? Eigentlich will ich ja in den Buchhandel zurück, aber das scheint unmöglich.
 
Ach, was mach ich bloss, was mach ich bloss?
Dänemark hat mir mein Leben gestohlen. Was wollte ich bloss dort oben?! 

01.04.2012 um 17:58 Uhr

Froschabenteuer

von: Jari

Gestern haben der Hexenmeister und ich einen kleinen Ausflug in das berühmte Gebiet Laax gemacht. Eigentlich kann man dort nur eines: Skifahren. Dementsprechend war auch nicht sonderlich viel los - ausser man sah sich genauer um.
 
 
Dieser unscheinbare Geselle war der erste einer ganzen Wagenladung voller Frösche, die wir am See in Laax entdeckten. Der See und vor allem das durch die Schneeschmelze überflutete Grasland ringsum war voller Frösche. Grosse Frösche, kleine Frösche, quakende Frösche, schwimmende Frösche.
 
 
Und sich paarende Frösche gab es auch.
 
Lustig war vor allem dieser Hüpfer hier:
 
 
Und nun in voller Statur:
 
 
Dieser Frosch war überhaupt nicht scheu. Wir konnten ihn berühren und sogar streicheln. Als ich ihn am Rücken berührte, quakte er etwas und das wars. Einmal verzog er sich kurz unter den Steg, liess aber, wie oben im Bild, eine Flosse vorstehen. Dass wir ihn an seinen Füssen anfassten, schien ihn wirklich nicht zu stören. Ein ganz lustiger Knirps.
 
Auch der hier war ein ganz Lustiger:
 
 
Frosch: *schwimmt im Wasser*
Jari: Oh, den möchte ich auch fotografieren!
F: *sich in diesem Moment so richtig in pose wirft* (siehe oben)
J: *rasch knipst*
F: *direkt nach dem Knipsen wieder davonschwimmt*
 
Der macht das wohl beruflich ;)
 
Hier übrigens noch ein Bild von Laax mit See:
 
 
Es war ein entspanner und dennoch spannender Ausflug mit perfektem Wetter. Richtig schön!

Und nun noch ein Bild zum Abschluss. Gewidmet allen Lesern von Jaris Büchergebrabbel: