Boulevard of Broken Dreams

27.06.2012 um 22:25 Uhr

Traumerfüllung

von: Jari

Seit zwei Jahren wünsche ich es mir:

Eine Spiegelflexkamera

Und? Und jetzt?

Jetzt hab ich eine. Eine Nikon.

Von 999 CHF (ca. 830 EURO) auf 499 CHF (ca. 415 EURO).

Ich konnte nicht anders, ich musste einfach.

 

Hab ich schon erwähnt, dass ich eine Spiegelflex habe? 

24.06.2012 um 20:30 Uhr

Best Friends means Friends forever

von: Jari

"Du bist meine Zwillingsschwester."
 
Best Friends means Friends forever
 
Wo auch immer du sein magst. 

23.06.2012 um 21:15 Uhr

Tim Burton und die Vertretergespräche

von: Jari

Auch wenn ich mich frage, ob das so stimmt... Aber ja, ich habe den Einkauf überlebt!
Eigentlich ist es sehr interessant. Ich habe nun schon einiges Neues erfahren. Viele Informationen zu Büchern und konnte auch endlich mal die Vertreter kennenlernen. Im Übrigen gab es viele Geschenke. Ich erhielt sogar eine tolle Kampfkätzchen-Tasche!
 
Jari: *sieht Vertreter mit Kampfkätzchen-Tasche*
denkt: UI, TOLL!
Jari: Ähm, entschuldigung...
Vertreter: Ja?
Jari: Ihre WarriorCats-Tasche-
Vertreter: Die können Sie haben.
 
Und schon hielt ich eine KKT in den Händen. Ja, sowas gefällt einem doch :)
 
Doch es ist auch sehr anstrengend. Ich will definitiv nicht mehr zur Schule. Diese Gespräche sind kräftezehrender als 8 Stunden arbeiten. Immer nur dasitzen, zuhören... Dann noch die stikige Luft und diese Menge an Informationen. Abends konnte ich mir nicht mal mehr etwas kochen, so erschöpft war ich. Auch das Reisen ist anstrengend. Ürks, nein, pendeln ist wirklich nicht mehr mein Ding.
 
Was hat das Ganze mit Tim Burton zu tun?
 
Folgende Szene:
 
9 Buchhändlerinnen, 1 Führungskraft und 1 Vertreter gucken sich eine Verlagsvorschau an. Auf der Seite erscheint eine Biografie von Tim Burton. Jari hat die bereits entdeckt und vermerkt, dass davon ein Exemplar bestellt wird.
 
Vertreter: Dies ist ein Buch, das, wenn ein Lehrling zum Einkauf mitkommt, bereits eingekauft ist.
Führungskraft: *zu Jari schielt* *auf die Bestellung tippt* *einen vielsagenden Blick in die Runde wirft*
Irgendjemand fragt: Wer ist das denn?
Jari: *erstmal entsetzt ist* *dann zu erklären beginnt*
Alle: Nightmare before Christmas? *fragend gucken*
Jari: Ja... Das ist das Aschenbrödel meiner Generation. Früher guckte man zu Weihnachten Aschenbrödel, heutzutage guckt man Nightmare before Christmas
 
Der Rest der Gruppe war sich einig, dass sie lieber Aschenbrödel gucken. Im Übrigen durfte ich auch erklären, wie "Angry Birds" funktioniert... 
 
Es kann auch eine Last sein, wenn man jung ist...

20.06.2012 um 21:41 Uhr

Beamtendeutsch

von: Jari

Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Ich erhielt Post vom Steueramt. Keine Rechnung, sondern ein Fragebogen. Auf freiwilliger Basis und da ich gerne sowas ausfülle, schnappt sich Jari also einen Stift und will loslegen. Doch ich stolpere bereits über die erste Frage, die da lautet:

Führen Sie einen eigenen Haushalt allein, allenfalls mit eigenen Kindern, für deren Unterhalt Sie sorgen, oder mit unterstützungsbedürftigen Personen?

Da stutze ich erst einmal. Irgendwas stimmt da doch nicht. Vor allem, da sich die Antwortmöglichkeiten auf "ja" und "nein" beschränken.

Also analysiert Jari den Satz (wie in der Schule gelernt):

,für deren Unterhalt Sie sorgen, bezieht sich auf die Kinder. Ein eingeschobener Nebensatz. Ein Nebensatz im Nebensatz, oder sowas in der Art.
allenfalls mit eigenen Kindern, ist der "Hauptnebensatz" (hey, Schule ist lange her und ich habe NICHT Germanistik studiert -obwohl ich mal wollte-)

Also bezieht sich der Hauptsatz auf Führen Sie einen eigenen Haushalt allein oder mit unterstzützungsbedürftigen Personen

Ja / Nein

Häh?!

Soll ich jetzt schreiben "Ja", weil ich einen eigenen Haushalt alleine führe, oder "nein" weil die einzige unterstzützungsbedürftige Person meine Katze ist?

Wer hat diesen Fragebogen geschrieben? Und wenn ja, wie viele? 

19.06.2012 um 22:24 Uhr

An den Einkauf gehen

von: Jari

Einkauf. Klingt nach Brot, Gemüse und Tiefkühlprodukten. Dieses mal geht es aber um Bücher. Genauer: Die Neuerscheinungen des nächsten halben Jahres.
Bis Samstag muss ich jeden Tag nach Hägendorf (fragt Google...) und dort von morgens bis abends sympathischen Vertretern der unterschiedlichen Verlagen beim Anpreisen der Bücher zuhören. Dann Notizen machen und entscheiden, welche Bücher bei uns ans Lager kommen.
Hab ich das nicht schon einmal erzählt?
Egal, morgen gehts los. Ich bin gespannt und neugierig. Ausserdem ist das extra gekaufte Köfferchen nur schon mit den Vorschauen für einen Tag total voll und sehr, sehr schwer. (und das, obwohl ich gestern erst beim Arzt war, wegen Schmerzen in den Knien... -> Entzündetes Gewebe hinter dem Knie)
Trotzdem: es wird bestimmt lustig! 

18.06.2012 um 16:29 Uhr

[Kundenservice] Wie bringt man eine Buchhändlerin dazu einen zu hassen #2

Sie haben Ihre Buchhändlerin noch nicht genug geärgert? Oder die vorhergehenden Tipps haben noch nicht den gewünschten Effekt erzielt? Keine Sorgen, es gibt noch viele Möglichkeiten, sich bei der Buchhändlerin Ihres Vertrauens unbeliebt zu machen.
 
Hier folgt Tipp Nummer zwei: Sie haben immer Recht!
 
Verdrehen Sie Autorennamen und Buchtitel. Lassen Sie dabei Ihrer Phantasie freien Lauf, je wirrer, desto besser. Gehen Sie dann zu Ihrer Buchhändlerin und beharren Sie darauf, dass Sie alles richtig notiert haben. Auch dann, wenn Ihre Buchhändlerin mit dem richtigen Buch ankommt (widerstehen Sie dem Reflex, das Buch zu kaufen!).

Lassen Sie dann die ratlose Buchhändlerin im Laden stehen.
 
Wollen Sie sie wirklich fertig machen, werfen Sie ihr an den Kopf, dass sie keine Ahnung hat. Sie werden sehen: Die Reaktion zeigt sich umgehend.
 
Die betroffene Buchhändlerin wird sich umgehend an die Recherche machen, sie wird nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, bis sie das gesuchte Buch gefunden hat. Wie ein Gespenst wird sie Ihre Worte immer wieder hören, es wird für sie kein entrinnen gehen (Achtung: Dieser Zug ist nur für wirkliche Bösewichte geeignet!)
 
Kehren Sie nach einigen Tagen wieder in die Buchhandlung zurück. Erwähnen Sie dann das oben gesuchte Buch mit keinem Wort. Sollte die Buchhändlerin Sie noch einmal darauf ansprechen, zucken Sie mit den Achseln. Das wird ihr den Rest geben.
 
Zusatztipp: Erscheinen Sie stets kurz vor oder nach den offiziellen Öffnungszeiten
 
Es wird für Ihre Buchhändlerin nichts Schöneres geben, als mit ihren Fragen den Tag zu beginnen oder zu beenden! 

17.06.2012 um 17:35 Uhr

Abstimmungsergebnisse

von: Jari

Die Abstimmungsergebnisse auf der Karte sind lustig. Alles rot xD
Also dürfen wir auch weiterhin unsere Ärzte selber wählen. Wobei die SVP meint, jetzt müsse die obligatorische Krankenversicherung erst recht abgeschafft werden. Wie immer bei der SVP ist das nicht ganz durchdacht. Eine staatliche Grundversicherung wäre die Lösung.

14.06.2012 um 21:15 Uhr

Die Weisheit von Frauenzeitschriften

von: Jari

Für meine Collagen kaufe ich mir ab und zu mal diese Mini-Ausgaben von Frauenzeitschriften. Manchmal steht sowas etwas Interessantes drin.

Aktuelle Klolektüre (bevor Überführung in die Collagenabteilung): Mini-Jolie.
Aktuelles Kapitel: Beauty (es wäre ja zu viel verlangt, das deutsche Wort zu benutzen)
Aktuelles Thema: Speed-Schminken in 7 Minuten.
 
Jaris erster Gedanke: Sieben Minuten fürs Anmalen vergeuden? Da les ich lieber.
 
Trotzdem mal einen Blick reingeworfen, schaden kann's ja nicht.
Dann geht es also los: Erst einmal cremen, dann pudern, dann anmalen, dann noch eine Schicht und hier was drauf usw. usw.
 
Jaris zweiter Gedanke: Wo ist denn da noch die Haut? Sowas kann ja nicht gesund sein.
 
Ich habe die ersten 23 Jahre meines Lebens ungeschminkt überstanden und werde auch die nächsten 23 ohne dieses Zeugs auskommen. So spar ich mir viel Lebenszeit, die ich ins Lesen investieren kann.
 
PS: Ja, man findet auch ohne angemaltes Gesicht Freunde und Liebhaber (ich hab sogar einen Verlobten gefunden) 

13.06.2012 um 21:19 Uhr

[Kundenservice] Wie bringt man eine Buchhändlerin dazu einen zu hassen #1

Wenn Sie erreichen möchten, dass Sie den Tag einer Buchhändlerin nur schon durch Ihre reine Anwesenheit vermiesen, dass sie bei Ihrem Anblick schreiend ins Hinterzimmer rennt oder sich panisch unter der Theke versteckt, brauchen Sie nur einige kleine Dinge zu beachten.
 
Tipp #1: Bücher brechen
 
Es braucht nicht Titanic oder Nicolas Sparks sein, wenn Sie "Ihrer" Buchhändlerin die Tränen in die Augen treiben wollen. Es geht auch viel einfacher und günstiger: Brechen Sie einfach einem Buch den Rücken. Am besten in direkter Nähe der Buchhändlerin. Und Sie werden sehen, schon beim ersten "Knack" zuckt sie zusammen, legen Sie noch ein etwas lauteres "Knackknack" nach und die Buchhändlerin wird sich rasch zurückziehen, um in aller Heimlichkeit um das Buch zu weinen.
 
Reicht Ihnen dieser Grad absoluter Bosheit noch nicht aus, dann stellen Sie sicher, dass die Buchhändlerin sieht, wie Sie das Buch, dessen Rücken Sie gerade genüsslich gebrochen haben, in der Mitte aufschlagen und mehrmals ganz langsam darüberstreichen.
 
Um die Stufe absoluten Hasses bei der Buchhändlerin auszulösen, beachten Sie, dass Sie das Buch auf gar keinen Fall KAUFEN. Lassen Sie es irgendwo mitten in der Buchhandlung liegen oder schieben Sie es in irgendein Regal (am besten ganz weit weg vom ursprüglichen Platz), sodass sich die Seiten einknicken.
 
Ihre Buchhändlerin wird Ihnen sowas nie verziehen. Und schon sind Sie Ihrem Ziel einen kleinen Schritt näher gekommen.
 
Fortsetzung folgt

11.06.2012 um 20:27 Uhr

[Kundenservice] Spaghetti-Kunden

Spaghetti-Kunden deswegen, weil man ihnen alles aus der Nase ziehen muss.

Hübsch anzusehender Jüngling schaut sich unsicher im Laden um. Jari kategorisiert gekonnt: Dieser Junge ist wahrscheinlich zum ersten Mal in einer Buchhandlung und wahrscheinlich hat er eine chronische Angst vor dem Lesen. 

Jari: Guten Tag. Darf ich behilflich sein?
Jüngling: Äh.......... ja...
Ja: Wonach suchen Sie denn?
Jü: Naja... nach... einem Geschenk...... für meinen Vater.
Ja: Und was haben Sie sich vorgestellt?
Jü: Ähm... so ein........... Buch...?
Ja: *innerlich schon ungeduldig mit dem Fuss wippt* Und was liest Ihr Vater gerne [denkt: Wehe, Junge, wenn du jetzt sagst "Bücher". Wehe!]
Jü: So... naja....... Krimis...
Ja: [denkt: DANKE, lieber Gott, DANKE!]

Danach irrte er etwas planlos in der Buchhandlung umher und entschied sich dann für einen der Krimis, die ich ihm vorgeschlagen habe. Die schiere Masse schien ihm richtig zugesetzt zu haben. An der Kasse stammelte er dann noch etwas von Geschenk und einpacken. 

09.06.2012 um 18:41 Uhr

Kundenservice und andere Alltagssorgen

Zuerst hatte ich überlegt, ob ich diese Kategorie auf den Bücherblog nehmen soll, schliesslich geht es in meinem beruflichen Alltag hauptsächlich um Bücher. Aber da wir auch eine Papeterie sind (wovon ich ja nun wirklich keine Ahnung hab...), dachte ich, dass es hierhin gehört. Alltag passt besser zum Boulevard.
 
Szene ein: Der jüngste SUB-ler der Welt
 
Junge (ca. 8 Jahre alt) ist mit seiner Mutter einkaufen. Beide bedienen sich grosszügig am Sortiment.
Junge: Und wenn ich den hier kaufe, dann habe ich schon 20 Bücher zu Hause, die ich noch lesen muss!
 
So jung und schon ein SUB. Gut gemacht, Mutti!
 
Szene zwei:
 
Vater & Sohn
 
Vater: Mein Sohn sucht einen bestimmten Minenbleifstift.
Jari: *losreden will*
Sohn: Hier ist er schon! *schnappt sich blauen ergonomischen Stift*
Vater: Möchtest du nicht lieber den rosaroten?
Sohn: NEIN!
Vater: Sicher? Vielleicht gefällt dir der andere doch besser? *zwinkert Jari zu*
Sohn: *murmelt* Aber doch nicht für die Schule...
 
Später wurde auch das Lilifee-Sortiment aufmerksam begutachtet. So viel zum Thema Rollenmodelle.

08.06.2012 um 19:42 Uhr

Die Angst vor Neuem

von: Jari

Jeder Mensch hat Angst vor Neuem. Manche mehr, manche weniger.

Nun muss ich also in zwei Wochen an den Einkauf. Ich weiss nicht wieso, aber ich habe Angst davor, dorthin zu gehen. Fünf Tage lang viel zu viele Menschen und viel zu viel Gerede. Und eine grosse Verantwortung, keine Last, aber ich spüre das Gewicht auf meinen Schultern. Bin ständig müde und der Rücken tut mir weh.

Ich bin froh, wenn diese Tage um sind. Vielleicht klärt sich dann auch mein Kopf wieder auf. 

05.06.2012 um 22:11 Uhr

Wunscherfüllung

von: Jari

Geld soll angeblich dem Menschen dienen. Tut es zwar nicht, aber momentan dient es mir. Und zwar zur Wunscherfüllung.
 
In einem Tagebuch schrieb das noch vorpubertäre Jari (ja, es gab eine Zeit, da schrieb ich noch Tagebücher. Mit Füller. Die wurden erst vor... sieben [!!!] Jahren durch den Blog ersetzt), dass ich gerne ins Yoga gehen würde. Wurde aber nichts draus. 
 
Dann kam Brenderup und damit das erste Mal Yoga. Natürlich, Jari fand es toll. Jaris Rücken übrigens auch. Danach verstärkte sich der Wunsch, noch mehr davon zu machen. Ging aber auch nicht.
 
Aber JETZT bin ich definitiv dabei. Vor zwei Wochen Schnupperstunde, heute das erste Mal richtig dabei. Nur noch bezahlen, aber endlich kann ich mir diesen Spass leisten. Mein Rücken dankt es mir und ich bin jeden Dienstag Abend total entspannt und locker.
 
Endlich, endlich kann ich diese Kurse bezahlen. Es ist zwar eine Billigversion für Generation 60+ (naja, nicht ganz), aber dafür kann ich als gutes Beispiel dienen: "Das Neue darf noch etwas in der Position bleiben. Seht ihr, wie tief sie runter kommt? Aber ist verständlich, sie ist noch so jung und gelenkig." Fröhlich