Boulevard of Broken Dreams

31.08.2012 um 21:22 Uhr

Jingle Bells, Jingle Bells

von: Jari

Heute hat der Herbst Einzug gehalten. Regen, sehr viel Regen, viel zu viel Regen. Kalter Regen, es friert und Nebel wabbert rum. Mit dem Herbst hat auch die Weihnachtszeit Einzug gehalten.
 
Gut, für Verkäufer beginnt die Weihnachtszeit schon im Juni, wenn die Produkte fürs Weihnachtsgeschäft eingekauft werden. Auch ich muss mich tagtäglich mit neuen Büchern zum Thema Weihnachten rumschlagen. Überall Schneeflocken, Tannenbäume und Jingle Bells.
 
Natürlich kann ein Mensch unter solchen Bedinungen nicht mehr richtig funktionieren, beginnt, während der Arbeitszeit Weihnachtslieder zu pfeiffen und überlegt sich schon, was er seinen Liebsten zu Weihnachten schenken soll... 

30.08.2012 um 21:17 Uhr

[Kundenservice] Titelverdreher #1

Jeder Buchhändler hat seine kleine Sammlung. Hier die Titelverdreher der letzten Tage:

- Älteres Ehepaar kommt zur Buchhändlerin des Vertrauens und sie meint zögernd: Wir würden gerne das "Labyrinth der verrückten Bücher" bestellen.

- "Ich suche das Buch 'Der Hundertjährige, der aus dem Fenster fiel'"

Und eine Kundin war sich 100% sicher, dass die Neuerscheinung "Die Zeit, die Zeit" von Herrn Wittwer geschrieben wurde, selbst dann noch, als sie das Buch in der Hand hielt. Auf dem Umschlag steht aber drauf "Martin Suter" 

29.08.2012 um 21:36 Uhr

[Kundenservice] Am Zoll

Ich frage mich, was die Leute am Zoll wohl gedacht haben mögen, als sie das Paket mit der Aufschrift BÜCHER, adressiert an eine BUCHHANDLUNG, öffneten und ihnen BÜCHER in die Hände fielen...

21.08.2012 um 22:07 Uhr

Hundehimmel

von: Jari

Im Hundehimmel gibt es Stöckchen, die sind so gross, du kannst es dir gar nicht vorstellen.
Im Hundehimmel gibt es den schönsten See und du kannst die ganze Zeit darin baden.
Im Hundehimmel kannst du die ganze Zeit Leckerlis essen.
Im Hundehimmel gibt es ganz viel Bauch-Kraulen.
Im Hundehimmel geht es dir gut.

Was nichts daran ändert, dass ich dich auf dieser Welt vermisse.

25.11.00 - 21.08.12 

20.08.2012 um 22:25 Uhr

Kaugummi-Liebe

von: Jari

Jetzt sitz ich hier in meinem hübschen Zimmer, mit einer zusammengenähten Katze und Büchern in Wäschekörben (mangels Regalen) und bin trotzdem irgendwie nicht glücklich. Nicht unglücklich, aber grad auch nicht glücklich.
Ich bin glücklich darüber, dass es der Katze gut geht. Dass ich ein hübsches Dach über dem Kopf habe. Zu Essen. Einen tollen Job. Tolle Eltern. Freunde. Den Hexenmeister.
Das genau ist der Grund, weshalb ich den Wohlstand nicht so richtig geniessen kann. Er ist dort und ich bin hier. Es ist super, dass er den Job in Zürich bekommen hat. Aber nun müssen wir auf unbekannte Zeit doch mit einer Wochenendbeziehung leben.
Ich fühl mich alleine. Nicht einsam. Einsam bin ich schon lange nicht mehr. Aber alleine. Trotz Katze. Es wäre so schön, wieder mit ihm zusammen zu wohnen. Mit ihm einschlafen, mit ihm aufwachen und zu wissen, dass da jemand zu Hause auf einen wartet.
Klar, zusammen leben ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Aber das einzig Positive am Alleinewohnen ist, dass ich am Wochenende viel Zeit zum Lesen habe. Das ist doch gar arg wenig. Oder nicht?
Dieses ständige "Wann sehen wir uns wieder?", dieses ständige "Sich wieder trennen", dieses ständige Hin- und herfahren. Natürlich, Zürich ist nicht Dänemark. Aber zu zweit sein, wenn man sich zu zweit fühlt - ist das zu viel verlangt?
Mal sehen, was die Zeit bringt. Sie soll es bringen, aber schnell bitte.
Und als ob das nicht schon genug nervig ist, darf ich mich jetzt auch noch mit dem Steueramt prügeln gehen. Lustig. Wenigstens habe ich gerade meinen London-Urlaub gebucht. Vom 24.09 bis am 28.09 ist hier Funkstille. Jawoll! 

17.08.2012 um 21:03 Uhr

Katzenaufschnitt

von: Jari

Da ich heute früher zu arbeiten angefangen hatte, durfte ich eine Stunde früher Feierabend machen. Toll!, denkt sich das Jari, kann ich ganz viel lesen und Feierabend geniessen.
 
Aber Jari hat die Rechnung ohne die Katze gemacht. Diese hält nämlich nichts davon, den Feierabend ruhig und gemütlich zu verbringen (doch, eigentlich schon, wahrscheinlich wollte sie einfach mal raus aus der Routine).
 
Als ich nach Hause kam, begrüsste mich das Katzentier wie gewöhnlich. Nichts Aussergewöhnliches. Auch nichts Aussergewöhnliches darin, dass ich erst die Hintertür aufmachen muss, damit die Katze durch die Vordertür die Wohnung betritt. Daran, dass sie sich zu mir zum Kuscheln legt, ist auch nichts Aussergewöhnliches. Ich fahre ihr etwas über das Bäuchlein, sie maunzt etwas - alles ganz normal.
 
So lange ist alles ganz normal, bis ich merke, dass sie sich an einer Stelle leckt. Ziemlich lange. Und dass das Fell dort nicht ganz so weiss ist, wie es eigentlich sein sollte. Jari guckt nach und sieht Haut. Sehr viel Haut. Katzenhaut. Die Katze hat einen Riss quer über den Bauch.
 
Na toll.
 
Also Katze gepackt, TA angerufen und runter ins Dorf. Die Katze war damit natürlich nicht einverstanden, aber irgendwie war mir das egal. Da konnte sie sich noch so viel beschweren, kneifen ist nicht.
 
Der Tierarzt meinte dann, dass sie wohl über einen Zaun geklettert und hängen geblieben ist. Er betäubte die Abenteuerkatze und nähte sie wieder zusammen. Auch sagte er, dass die Wunde noch ganz frisch sei und es gut war, dass ich sie so rasch entdeckt habe. Trotzdem dachte ich, dass wenn ich aufmerksamer gewesen wäre, die Verletzung schon eher entdeckt hätte...
 
Unterdessen erwacht die Dame wieder aus der Narkose und obwohl der TA meinte, ich solle sie erst morgen früh rauslassen, wird sie wohl bald fit genug sein, dass sie wieder raus kann. 
 
Das war ein ungeplanter und etwas teurer Ausflug... 

13.08.2012 um 21:11 Uhr

Sunshine & Lollipops

von: Jari

Kennt ihr das Lied? So in etwa verbrachte ich das letzte Wochenende. Mit viel Sonnenschein, Liebe und vielen Süssigkeiten (und Pizzen).
 
Es war des Hexenmeisters Geburtstagswochenende und samstags fuhren wir in die Stadt zum Shoppen. Eigentlich wollte ich ihn verwöhnen, doch dann habe ich ihn in -haltet euch fest- Klamottenläden geschleppt wie ein richtiges Mädel. Und wisst ihr was? Ich habe mir eine Hose gekauft! Eine, die passt!
Ausserdem haben wir stundenlang im BücherBrocky nach Bücher gestöbert und uns mit vielen Büchern eingedeckt.
 
Nachmittags sind wir der Aare entlang spaziert und liessen die Füsse ins Wasser baumeln. Ein richtig schöner Sommerspaziergang. Abends gabs dann ganz viel kuscheln und Zeit für Zwei.
 
Sonntag Vormittag haben wir die Ornaris besucht, eine Fachmesse für Papeterie, Spielzeug und was es sonst noch so alles gibt. Es gab wirklich viel zu sehen. Und ich hab mich andauernd verlaufen. Der Hexenmeister meinte bloss: "Frankfurt ist dann noch viel grösser." Daraufhin wäre ich beinahe in Ohnmacht gefallen...
 
Nachmittags machten wir uns spontan auf nach Murten, da der Hexenmeister sich eine Spielekonsole ersteigert hatte, die er gleich abholen konnte.
Wir waren einige Stunden zu früh. Doch das machte und nichts aus. Wir stromerten durch das wunderschöne Städtchen, das noch richtig mittelalterlich aussieht. Auf der Burgmauer war ich mit meiner Mutter bereits 2002 an der Expo, aber ohne die ganze Aufregung konnte ich die Aussicht viel besser geniessen.
Dann haben wir zusammen Eis gefuttert und sind am See entlang geschlendert. Abends noch die Konsole in Empfang genommen und wieder nach Hause. Noch mehr kuscheln :3
 
Ja, es wir ein wirklich tolles Wochenende. Der Hexenmeister hat mir extra noch eine SMS damit geschrieben. 

07.08.2012 um 21:18 Uhr

Und tschüssikowski

von: Jari

Manchmal muss man sich von Freunden verabschieden. Manchmal muss man ihnen die Freundschaft künden. Manchmal muss man einfach einen Schlussstrich ziehen. Und manchmal muss man sich dazu hin noch fragen, ob da wirklich jemal sowas wie Freundschaft war.
 
Eigentlich fand ich sie mal ziemlich cool. Was jetzt in sie gefahren ist, weiss ich auch nicht. Wenn sie meint, sie könne ihren Frust an mir auslassen, mich aufs Gröbste beleidigen, nur weil ich ein Buch, das sie anscheinend gut findet, eben nicht sonderlich mag (Schmalzieu), rechtfertigt das ihr Verhalten nicht.
Mit meinem Verriss habe ich schliesslich nicht so persönlich beleidigt. Ich möchte gar niemanden beleidigen, wenn sie das Buch mag, von mir aus. Deswegen kann sie sich nicht das Recht herausnehmen, mich so zu behandeln.
 
Ich mach jetzt kein Drama draus, ich wusste schon lange, dass ich eigentlich gar nicht mit dieser Person befreundet sein will. Schade jedoch, dass ich dadurch auch eine sehr gute, langjährige Freundschaft aufgeben muss. Denn wo die Eine ist, ist die Andere nicht mehr weit.
 
Aber so ist es nun einmal: Friends come and friends go.
 
Gut, ich habe nicht viele Freunde, das brauche ich auch nicht. Dann schmeisse ich lieber die falschen raus und verbleibe mit zwei oder drei Personen, diese sind dafür aber richtige Freunde.

Trotzdem ist die Statistik irgendwie traurig. Im Juli verabschiedete ich mich bereits von einer Freundin. Seltsamerweise war diese auch in Begleitung von oben genannter Person. Ja, es scheint wirklich Leute zu geben, die das Umfeld vergiften.

Zum Glück befinde ich mich weit ab von ihr und ihrem Giftstachel. Und Tschüssikowski, Madame!

03.08.2012 um 22:43 Uhr

Schachtelgeld

von: Jari

Geld existiert eigentlich erst, wenn man es in den Händen hält. So etwas wie ein Konto gibt es nicht. Es gibt keine Schachtel, in der mein hart erschuftetes Geld darauf wartet, dass ich es abholen komme. Immer ist alles im Fluss.
 
Trotzdem regiert diese imaginäre Zahl mein Leben. Dieses Mal hat sie gesagt, dass ich weniger Geld ausgebe als geplant. Mehr imaginäres Geld. Und in einem anderen Blogeintrag erwähnte ich bereits, dass Geld gerne dazu verwendet werden darf, sich seine Träume zu erfüllen. Das Geld sollte den Menschen dienen.
 
Aber nicht nur.
 
Also habe ich nicht nur einen Betrag auf mein Sparkonto überwiesen, sondern auch Geld auf des Hexenmeisters und des Jaris gemeinsames Konto. Auf dass wir beide etwas davon haben. Und dann habe ich mir noch einen weiteren Traum erfüllt.
 
Eine Tierschutzorganisation unterstzützen.
 
Der Betrag ist nicht ohne, aber er liegt drin. Und ja, es fühlt sich gut an. Endlich konnte ich mal für etwas spenden, an das ich glaube. Getroffen hat es die Organisation Vier Pfoten. Die machen wirklich tolle Sachen.
 
Als nächstes möchte ich mal wieder Amnesty International unterstzützen. Geld soll den Menschen dienen.
 
Oh, diesbezüglich fällt mir noch etwas vom Idiotischsten ein, das ein Mensch in meiner Gegenwart jemanls von sich gegeben hat (und ich höre viel Idiotisches).
 
Zitat von Tinkys Mum:
 
"Es ist wichtig, auch mal Billigklamotten zu kaufen. Denn wenn ich diese nicht kaufe, dann erhält eine Familie irgendwo keinen Lohn und muss hungern."
 
Jari: "Ich würde gerne eine Patenschaft von Worldvision oder so übernehmen..."
 
TM: "Aber weisst du, davon erhält das Kind noch am wenigstens. Zuerst wollen alle anderen bezahlt werden."
 
Aber Kinderarbeit ist unterstützungswürdig. Verkehrte Welt Fröhlich 

03.08.2012 um 17:32 Uhr

[Kundenservice] Sommerloch

Sommerloch? Von wegen! Oder warum füllen lauter Kunden unseren Laden und stellen seltsame Fragen? Wahrscheinlich fühlen sich die Leute gelangweilt. Und natürlich geht die Schule bald wieder los. Aber woher kommen dann diese seltsamen Anfragen?! Ich glaube, das ganze Dorf hat einen Sonnenstich.
Ach ja, das Buch, von welchem ich berichtete, war übrigens das Falsche Wütend