Boulevard of Broken Dreams

30.12.2012 um 21:17 Uhr

Mitt, Mitt

von: Jari

Mal was für die Ohren ;)

30.12.2012 um 13:16 Uhr

Menschen auf Brettern

von: Jari

Menschen benutzen die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel. Fahrräder, Motorräder, Autos, Züge. Menschen jedoch, die auf Bretter steigen, um sich fortzubewegen, finde ich seltsam. Nun gut, jedem das Seine, nicht wahr? Soll doch jeder rutschen wie er will.
 
Leider vermehren sich die Bretterrutscher ab Oktober schlimmer als die Karnickel und das bleibt so bis sie sie Ende Mai realisieren, dass sie in ihren Rutschanzügen einen Hitzekoller kriegen.
Die Höhepunkte der Bretterrutscher-Wellen sind jeweils samstags zwischen 06.30 und 07.30 und dann noch einmal etwa genau 12 Stunden später.
 
Für die arbeitende Minderheit heisst das: Überlastete Züge, 20 Minuten Aus- und Einsteigezeit, brüllende Kleinkinder und vor allem: Bretter in allen Formen und Varianten. Zu viele Bretter. Zu viele Bretter für eine arbeitende Minderheit, die um 06.29 noch KEINE Cola getrunken hat.
 
Gut, im Steinbock-Land ist es noch verheerender. Dort stehen einem die Bretterfahrer auf Hände und Füsse, nehmen einem noch mehr Platz weg, den man nach 8 oder 9 Stunden Arbeitszeit eigentlich nötig hätte, und spielen sich auf als seien sie Päpste oder sowas in der Art.
 
In Bären-Bern ist es nicht ganz so schlimm. Aber trotzdem: Versucht mal an einem Samstag um 06.54 euren Anschlusszug um 07.00 zu erwischen. Das ergibt ein Frühmorgens-Training in Slamollaufen. Unfreiwillig, sie hier noch erwähnt.
 
Nun gut, in fünf Monaten ist es wieder vorbei. 

25.12.2012 um 23:27 Uhr

Kratzbaum

von: Jari

Für die Katz war schon einige Tage vor Weihnachten Bescherung. In einer Nacht und Nebel Aktion holten der Hexenmeister und ich einen Kratzbaum aus einem benachbarten Haus. Nur interessiert sich die Katze mehr für das Nassfutter, das die gestrige Bescherung ebenfalls für sie bereit hielt...

20.12.2012 um 20:27 Uhr

[Kundenservice] Das ist Wahnsinn...

Alle Jahre wieder... werden die Leute wahnsinnig. Und je näher der 24te rückt, desto wahnsinniger sind sie...
 
"Bestellen Sie mir Bücher über Bern, die Jungfrau Region und die Weine aus der Schweiz auf Japanisch. Danke."
Klar, ich ruf mal den Händler in Tokio an...
 
"Shades of Grey" auf Französisch, vor zwei Monaten erschienen und ist leider schon weg.
 
Und, liebe Kunden, wenn es ein Buch nicht gibt, dann kann ich es NICHT herbeizaubern. Im Übrigen haben wir um 18.34 bereits geschlossen und sind nicht gewillt, noch 15 Minuten lang darüber zu diskutieren, weshalb es dieses Buch NICHT gibt.
 
Wie war das noch einmal mit Ruhe und Besinnlichkeit in der Adventszeit? Wer hat den Mist bitteschön erfunden? Bzw. auf welchem Teil der Erde hat dieser Mensch gelebt? War der jemals im Dezember einkaufen? Musste der jemals im Dezember VERkaufen?
 
Mein Hirn ist Matsch und ich fühl mich wie ein Drogi auf Entzug. Noch drei Tage arbeiten und der Sch... ist vorbei.
Wie sehne ich mir das leise "Kling" herbei, wenn die Türe definitiv geschlossen ist und keiner mehr reinkommt. Am 24.12 so um 16.00 (wahrscheinlich knallen dann ein paar Kunden gegen die Türe und winseln um Einlass...)

07.12.2012 um 20:02 Uhr

Oh Tannenbaum...

von: Jari

*müde in den raum geschlurft kommt* *lasch den arm hebt* Ja, mich gibt es noch. Zumindest in physischer Form. Was...? Ob ich zugenommen hab...?! Könnte gut sein... Irgendwoher muss ja die Kraft kommen, um aufrecht zu gehen.
 
Es ist nicht der Weihnachtskoller, der mich gepackt hat, sondern der WeihnachtsVERKAUFkoller. Ich zähle die Tage, zwei Wochen, bis es endlich überstanden ist. Jeden Tag schleppe ich mich heim und falle neben den Hexenmeister aufs Sofa. In der Küche steht Geschirr, das seit Tagen nicht abgewaschen wurde und wir ernähren uns nur noch von Fertigprodukten. Mag nicht kochen, mag nicht putzen. Will nur schlafen...
 
Bei schlafen kommen auch die gleich die schönen Missgeschicke des stressgeplagten Alltags hoch. Ich habe zum ersten Mal so richtig verpennt. Wecker gestellt, aufgestanden, pünktlich zum Zug... Bis ich merkte, dass ich alles eine Stunde zu spät tat. Ganz toll.
 
Auch die Kunden sind des Wahnsinns anheim gefallen. Zum ersten Mal wurde ich so richtig in Grund und Boden gestampft. Dafür war es nicht mein Fehler, wenn die Auslieferung ein falsches Buch liefert und nein, bei über 100 Kunden pro Tag und 40 - 50 Telefonanrufen täglich erinnere ich nicht NICHT was jeder einzelne am Vortag gesagt hat. Im Übrigen könnte man Geschenke auch einmal NICHT auf den letzten Drücker bestellen. Doofe Kuh. (das musste jetzt sein)
 
Rezis mag ich übrigens auch fast nicht mehr schreiben. Ich raff mich immer mal wieder dazu auf, aber irgendwie hab ich gar keine Ahnung, was ich da eigentlich schreibe. Genauso wenig wie ich es jetzt weiss.
 
Das Weihnachtsgeschäft ist zwar einträglich (die Kasse klingelt), aber der reinste Energievampir. Den ganzen Tag auf 200% und abends merk ich dann, dass da gar nichts mehr ist. Rein gar nichts.
 
Ich glaub, wir besorgen uns eine Putzfrau. Hat jemand Interesse? Ich könnte in Büchern bezahlen...