Boulevard of Broken Dreams

30.03.2013 um 14:56 Uhr

Zu frühe Ostern

von: Jari

Ich bin mal wieder viel zu früh dran. Wäsche ist verräumt, Bad geputzt, Wohnung gewischt, einkaufen war ich auch. Die Katze ist gefüttert, die Pflanzen ersäuft, die Eier bemalt, der Tisch geschmückt und die Osternester versteckt.
 
Blöd, dass ich jetzt zwei Stunden lang warten kann bis der Hexenmeister nach Hause kommt. Wieso muss ich einfach immer zu früh dran sein? 

26.03.2013 um 12:38 Uhr

Unverschämtheit!

von: Jari

Hier schneit es als wäre es tiefster Winter. Hat irgendjemand mal was von Frühling gesagt?

23.03.2013 um 11:38 Uhr

Das Parfum

von: Jari

Die Ärztin meint, ich solle mir ein Parfum kaufen. Das wollte ich sowieso schon lange mal. Eines, das ich in der Freizeit und bei der Arbeit tragen kann. Irgendetwas Frisches, Luftiges. Nur teuer darf es nicht sein.
 
Habt ihr irgendwelche Empfehlungen? 

19.03.2013 um 09:01 Uhr

Hundertwasser

von: Jari

Das sagte mir meine Ärztin gestern:

"Sie kennen doch die Gebäude von Hundertwasser? Da hat es bunte Fenster, aber auch schwarze. Er gibt farbige Häuser, aber auch schwarz-weisse. Genau so ist es mit unserem Leben. Es gibt bunte Fenster, aber auch schwarze. Doch sobald man nur einen Stein entfernt, fällt alles in sich zusammen. Unsere Erfahrungen machen uns zu dem, was wir sind. Sobald man etwas entfernt, sind wir nicht mehr vollständig."

14.03.2013 um 23:01 Uhr

Schutzengel auf vier Pfoten

von: Jari

Neulich lief im Supermarkt dieses Lied, das davon handelt, dass Engel weinen, Engel leiden, Engel sich auch mal alleine fühlen. Ein Lied, das die heutige Jugend nicht mehr kennt und mich deswegen ziemlich alt fühlen liess. Aber egal, jedenfalls habe ich es seitdem im Kopf.
 
Heute begab es sich, dass ich spät nach Hause fuhr und es deswegen schon Dunkel war. Fakt ist leider auch: Ich fühle mich im Dunkeln unwohl.

Es ist keine Angst vor etwas Greifbarem. Nicht die Angst, überfallen zu werden, oder dass sich jemand auf mich stürzt. Es ist viel subtiler. Denn es ist die Stimmung, die Atmosphäre. Gegen einen Menschen kann man sich allenfalls verteidigen. Aber wie geht man gegen die Atmosphäre vor?
 
Wenn es dunkel ist, ist alles anders. Und nein, Lampen und Licht machen es nicht besser. Die tragen nämlich stark dazu bei, dass ich mich unwohl fühle. Nachts im Wald ist weniger schlimm als nachts in einer Stadt.
 
Ich betrat das hell erleuchtete Tram, fühlte mich aber nicht besser. Alles was ich wollte, war so schnell wie möglich nach Hause. Irgendwie musste ich es also bis dorthin schaffen. In meiner jetzigen Verfassung bin ich sowieso empfindlicher als sonst.
 
Irgendwann betrat ein Passagier mit einem kleinen Hund das Tram. Ich blickte mich rasch um und wandte mich wieder dem... Ding (Jari berichtete) zu. Da geschah es. Plötzlich war sie da. Sie stand da, mitten im Gang und starrte den anderen Hund an. Dann aber setzte sie sich und sah mich an.
 
Sie war extra für mich gekommen. Um mir zu helfen. Den ganzen Weg aus dem Hundehimmel, nur um mich nach Hause zu geleiten. Mein Schutzengel auf vier Pfoten.
 
Ich las, aber ich wusste, sie war da. Unsichtbar für alle anderen. Aber ich fühlte ihre Nähe. Ihr Fell. Wie sie mich ansah, mit dem Blick eines Hundes, der Blick, der sagt: Wie auch immer du entscheidest, es ist das Richtige.
Ich hörte ihre Pfoten auf dem Boden und wusste immer, wo sie war. Oft ging sie vor mir, mal hinter mir. Sie setzte sich in meine Nähe und wenn sie voraus lief blieb sie nach einer Weile stehen und schaute zurück. So wie sie es zu ihren Lebzeiten getan hat.
 
Sie brachte mich sicher nach Hause.
 
Ich lud sie ein, die neue Wohnung anzuschauen. Aber vor der Haustüre blieb sie stehen. Weiter konnte sie nicht. Hinter der Türe ist die Welt der Lebenden. Die Welt, in der die Katze auf mich wartete (gleich hinter der Türe, weil ich so lange fort war). Dort bin ich sicher und in guten Katzenpfoten. Sie weiss das.
 
Also dankte ich ihr und schaute immer wieder zurück. Irgendwann war sie weg.
Dafür war die Katze da. So nahe an der Türe, dass es sie beinahe erwischte. Als Entschuldigung für das lange Wegbleiben durfte sie dann vom Käsekuchen naschen. Ui, das mag sie, die Katze.
 
Aber auch jetzt noch bin ich dankbar für meinen Schutzengel auf vier Pfoten. Und ich weiss, ich kann mich auch jetzt noch auf sie verlassen. Es tut gut, das zu wissen. 

11.03.2013 um 19:12 Uhr

Traumdeutung mit Zahn

von: Jari

"Ausfallende oder lockere Zähne deuten an, dass Ihnen bewusst ist, dass Sie eine Form des Übergangs durchleben, die vergleichbar ist im Schritt vom Kind zum Erwachsenen oder vom Erwachsenen zu Alter und Hilflosigkeit." 
 
Ausserdem war es ein morscher, vergilbter Zahn, der mir ausfiel. Ausfallen im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum war der aus dem Mund draussen, zerfiel er in seine Einzelteile.

07.03.2013 um 07:27 Uhr

Im Radio

von: Jari

Im Radio die ersten Takte von "Boulevard of Broken Dreams". Lange nicht mehr gehört. Da krieg ich gleich Lust, wieder die Gitarre zu schwingen.
 
Falls ihr euch fragt, weshalb ich um diese Uhrzeit blogge: Die Schlafmittel wirken nur bis des Hexenmeisters Wecker klingelt. 

06.03.2013 um 08:23 Uhr

K(r)ampf

von: Jari

Mir geht es momentan nicht so gut. Angstzustände, Weinkrämpfe, Atemnot, Schlafmangel...
Um 11.00 Uhr ist der Termin beim Arzt. Die Praxisassistentin hat mich sogar noch gefragt, ob ich den langen Weg denn schaffen würde. Ich hab ja gesagt, aber ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher. So wenig Energie, so wenig Kraft und so ein langer Weg...
Aber ich muss. Um 14.00 das Gespräch mit der Chefin. Dann erfährt sie alles, dass ich aufhören will, dass es mir wahnsinnig schlecht geht, dass ich nicht glaube, dass ich in nächster Zeit arbeiten kann.
Ich fühl mich wirklich nicht so gut. Das könnt ihr auch beurteilen:
Ich habe keine Lust, keine Kraft zu lesen.
Dann geht es mir wirklich mies. 

05.03.2013 um 10:50 Uhr

AB-Geschrieben

von: Jari

Heute habe ich meine Kündigung geschrieben. Es ist genug. Soll doch jemand anders das Arschloch spielen.

03.03.2013 um 19:42 Uhr

Gesunde Ernährung

von: Jari

Zum Glück ist Pizza ein Gemüse!

02.03.2013 um 20:56 Uhr

Konsolenschmerz

von: Jari

Was geschieht, wenn der Hexenmeister dem Jari eine XBox 360 mit Kinect schenkt?
Schmerzen. Tagelang. Muskelkater. Aber angeblich soll das ja gesund sein...

01.03.2013 um 19:21 Uhr

Schachtelgeld Teil 2

von: Jari

Im August habe ich darüber berichtet, dass ich Vier Pfoten Geld gespendet habe. Hier der Bericht: http://www.blogigo.ch/Jari/Schachtelgeld/6300/
 
Eine gute und unterstützungswerte Organisation, ja. Deshalb habe ich auch einen nicht unbedingt kleinen Batzen geschickt.
 
Leider erhielt ich keinerlei Reaktion. Kein Danke. Kein Brief. Einfach nichts.
 
Im Gegensatz dazu: Ärzte ohne Grenzen schickten umgehend einen Spenderausweis und einen Brief, in welchem sie schrieben, dass sie für jede Spende dankbar sind.
 
Jetzt, anfangs Jahr, mit fälligkeit der Steuererklärung, musste ich mich an Vier Pfoten wenden. Weil ich auch nach einem halben Jahr noch keine Spendenbestätigung erhielt.
 
Als ich das Mail öffnete, das ich als Antwort erhielt, war ich erst einmal baff. Es gibt ja so etwas wie Anstandsregeln, die man im öffentlichen Briefverkehr beachtet. Das Büroteam von VP hat dafür anscheinend keine Zeit.
 
Sagen wir es so, es war ein sehr unhöflicher Brief und anscheinend ist sich diese Organisation sogar zu fein, jemanden beim Namen zu nennen.
 
Darf ich sagen, dass ich enttäuscht bin?
 
Natürlich ist die Arbeit für das Wohl der Tiere noch immer sehr gut, aber ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr darauf, ihnen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen...