Boulevard of Broken Dreams

28.11.2013 um 08:36 Uhr

Ein fruchtbares Umfeld

von: Jari

Der Arbeiter wird verarscht. Noch mehr werden die verarscht, die nach Arbeit suchen. Arbeiter werden wie Dreck behandelt. Diejenigen, die Arbeit suchen, sind noch weniger als Dreck. Die Arbeitgeber meinen, sie können sich alles leisten. Und derjenige, der sucht, hat zu buckeln und in fremde Ärsche zu kriechen. Das ist unsere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die lauter klitzekleine Arschlöcher hervorbringt, die sich in grosse Riesenärsche verhandeln, sobald sie in einem fruchtbaren Umfeld landen.

25.11.2013 um 08:55 Uhr

Aggressive Cola

von: Jari

Heute stand in der Gratiszeitung, dass Süssgetränke aggressiv machen. Wirklich? In meinem Körper fliesst kein Blut, sondern Cola und trotzdem fehlt mir ein Offensiv Aggressives Gen. Ich wäre gerne etwas aggressiver. Aber der übermässige Konsum von Cola und Ice Tea hat bisher noch nichts gebracht.

13.11.2013 um 13:59 Uhr

Sehr geehrte Frau von und zu Hähnchen

von: Jari

Heute für den Korrespondenzkurs geschrieben. Frau von und zu Hähnchen steht dabei für alle Leute im Personalwesen, mit denen ich je Kontakt hatte. Der Brief kam im Kurs sehr gut an, schliesslich sitzen wir alle nicht nur im gleichen Kurs, sondern auch im gleichen Boot.

Sehr geehrte Frau von und zu Hähnchen

Vielen Dank für Ihre Absage vom 12.11.2013 auf meine Bewerbung als Mitarbeiterin in Ihrem Betrieb. Ihre Mühe, mir dies mitzuteilen, freut mich sehr.

Es ist sehr bedauerlich, dass Sie mir keine Chance geben, zu zeigen, was ich alles kann. Sie verpassen es, eine fleissige und zuverlässige Arbeiterin einzustellen. Ihre Begründung habe ich aufmerksam durchgelesen. Ich muss jedoch zugeben, dass mir der Satz „Kandidaten, die dem Anforderungsprofil besser entsprechen“ nicht ganz klar ist. Meiner Ansicht nach erfülle ich nämlich alle Anforderungen sehr gut.

Als rücksichtsvoller Mensch beachte ich natürlich auch Ihre Sicht der Dinge. Eine Firma kann unmöglich von motivierten und strebsamen Mitarbeitern profitieren. Diese Leute wollen dann womöglich noch Weiterbildungen bezahlt bekommen oder womöglich Urlaub machen! Arbeiter, die lesen und schreiben können, kosten natürlich auch viel zu viel. Deshalb erhalten Sie für Ihre Entscheidung mein vollstes Verständnis.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Betrieb für Ihre wirtschaftliche Zukunft viel Erfolg und hoffe, dass die drohende Insolvenz noch abgewendet werden kann.

 

Freundliche Grüsse

06.11.2013 um 15:17 Uhr

Verluste

von: Jari

Ja, auch die gehören zum Leben. Aber wieso lernt man tonnenweise tolle Leute kennen, wenn sie sich nach ein paar Wochen eh gleich wieder verabschieden? So macht das keinen Spass...