Boulevard of Broken Dreams

29.06.2014 um 00:59 Uhr

Brief an ein kleines Meerschweinchen

von: Jari

Lieber Arduino,

nicht einmal einen Monat warst du bei mir. Ich bin froh, dass ich dich kennen lernen durfte. Ein kleiner Rabauke, voller Energie, immer gut gelaunt. Du wolltest unbedingt die Stellung als Boss haben, obwohl du noch so klein warst. Dass ATi und Twonky vier Mal so gross waren wie du, das interessierte dich nicht und hat dich gar nicht beeindruckt. Ich habe dich bei der Züchterin sofort ins Herz geschlossen, als du mich so munter und liebevoll angesehen hast.

Ich kann es kaum glauben, dass dein Leben bereits zu Ende ist. Sowas darf nicht sein und dennoch ist es so. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass du bereits gehen musstest. Noch immer wird mir das Herz schwer und ich werde dich nie, niemals vergessen, mein Kleiner.

Es ist doch alles gut gegangen und nach der OP warst du direkt wieder fit. Wieso kamst du auf diese bescheuerte Idee, dir die Fäden rauszureissen? Wieso hast du nicht aufgehört, als du gemerkt hast, dass das weh tut? Es hat dir bestimmt weh getan. Nein, Geduld war nicht deine Stärke. Das hätte auch nicht zu dir gepasst.

Die TA konnte nichts mehr für dich tun und so war das Letzte, was ich tun konnte, dir die Schmerzen nehmen. Und bis zum Schluss bei dir zu bleiben. Ich hoffe, du hast den Weg über die Regenbogenbrücke gut gefunden, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass du noch ein Weilchen bei mir geblieben bist. Wahrscheinlich ist das Paradies zu langweilig für dich.

Ich freue mich darauf, dich eines Tages wieder zu sehen. Grüsse die anderen Schweinchen drüber von mir, ja? Jetzt kannst du toben und raufen und wild sein, ohne dass dir Grenzen gesetzt werden.

Vielleicht freut es dich zu hören, dass es deinem Bruder gut geht. Ausserdem habe ich dich kremieren lassen, mein Kleiner, damit du bei uns bleiben kannst.

Arduino, wir alle vermissen dich hier.
Mach's gut,

Jari

mit dem Hexenmeister, ATi, Twonky, Pixel und den Katzenmädchen

18.06.2014 um 18:42 Uhr

Stehen & gehen

von: Jari

Ärztin: Wo fühlt es sich am besten an?
Jari: *nachdenk* In den Beinen!
Ärztin: Sehr gut. Denn das bedeutet, dass Sie jetzt wieder gehen und stehen können.

DAS ist doch mal eine gute Nachricht Happy

16.06.2014 um 13:15 Uhr

Das muss auch mal gesagt werden:

von: Jari

Ich bin stolz auf unsere Jungs!

14.06.2014 um 17:42 Uhr

Ihre Lider werden schwerer und schwerer...

von: Jari

Aktuell bin ich krank geschrieben. Letzte Woche schon und nächste auch noch. In Therapie muss ich auch wieder, hurra!
Interessant dabei ist, dass die Ärztin mich durch Hypnose therapieren will. Da war ich doch eher skeptisch. Hypnose? Was soll denn das bringen?
 
Als ich dann auf der Liege lag, fühlte ich mich auch ziemlich unbehaglich. Ich musste erst einmal auf ein Blatt starren, auf dem ein gelber und blauer Farbbalken abgebildet waren. Den musste ich anstarren, bis sich die zwei Farben vermischen und die Grenzen aufgelöst würden. Geschah bei mir zwar nicht, aber egal.
 
Dann kam tatsächlich dieser berühmte Text mit den schweren Augenlidern! Dass man das mal zu mir sagen würde. Nun gut, Augen zu und durch. Entspannend war es nämlich wirklich! Erst fürchtete ich, ich würde einschlafen. Aber ich lag einfach völlig entspannt da, während die Ärztin Texte von Felsen, Meeren und Möwen las. Urlaubsstimmung pur!
 
Irgendwie erinnerte mich das Ganze an Schulstunden während der ersten Klassenstufen. Sowas haben wir da nämlich auch immer gemacht. Soso, die Lehrer haben als die lieber Kinderchen hypnotisiert, damit sie brav sind. Sehr aufschlussreich.
 
Im ersten Augenblick nach Ende der Sitzung merkte ich nichts wirklich Neues. Aber dann auf dem Heimweg merkte ich, dass ich mich wieder sehr viel sicherer und stärker fühlte! Und es hält bis heute an! Ich bin fast wieder die Alte (bitte, keine Witze über mein Alter - das ist Sache des Hexenmeisters!)
 
Am Mittwoch ist die nächste Sitzung und ich bin gespannt, wie ich mich danach fühlen werde.
 
Hypnose - interessant...