Boulevard of Broken Dreams

02.09.2014 um 21:32 Uhr

Das panische Reh

von: Jari

Heute in der Nachmittagspause ging ich raus, um ein paar Sonnenstrahlen (ja, tatsächlich - Sonne!) zu geniessen. Während ich so in meine aktuelle Lektüre vertieft bin und das eine oder andere Wort mit den beiden auch anwesenden Kolleginnen zu wechseln, höre ich plötzlich ein Geräusch. Erst dachte ich, es wäre ein Rollschuhfahrer oder so etwas in die Art.
 
Doch dann Bewegung ganz nah. Ich schaue auf und ein Reh rennt an mir vorbei! Es wäre beinahe in den mehr oder weniger dekorativen Strauch gekracht, der auf dem Vorplatz steht. Das Reh dreht sich um, blickt uns panisch an, realisiert, dass es um den Strauch herumrennen kann, und verschwindet im nahe gelegenen Wäldchen.
 
Wir drei waren alle ziemlich baff. Ich glaube, ich habe noch nie ein Reh von so nahe gesehen. Aber Leid tat es uns auch. Das arme Tier schien so panisch und verängstigt. Die Kollegin meinte, es werde bestimmt nicht in der Nähe gejagt, aber ich traue Jägern einiges zu. (u.a. auch, dass sie den Unterschied zwischen Pony und Wildsau nicht kennen)
 
Vielleicht wurde es aber auch von einem Zug überrascht oder von einem Autofahrer. Es schien nicht verletzt, aber noch jetzt sehe ich seine panischen Augen vor mir.
 
Hoffentlich geht es ihm gut. Bzw. unterdessen wieder besser.
 
 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBloomsbury schreibt am 03.09.2014 um 18:51 Uhr:Rehe, die sich in Wohngebiete verirren, finden oft nicht mehr zurück. Jedenfalls nicht gleich. Wird es Nacht und ruhiger, trabt es schon wieder zurück.
  2. zitierenSandsturm schreibt am 03.09.2014 um 22:07 Uhr:Mit Jägern habe ich auch nicht die besten Erfahrungen. Hoffentlich hat es das arme Reh geschafft.

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