Was Kunst ist und was sie nicht ist
Ich freue mich auf den Moment, wo ich diesen alten Mann nie wieder sehen muss. Diesen wahnsinnigen, realitätsfremden Menschen, der zu wissen meint, was Kunst ist.
Doch ist es Kunst, wenn wir uns nach seinen Wünschen und Vorstellungen richten sollen?
Nein. Drum waren wohl die, die Künstler wurden auch nie gut im Kunstunterricht. Keünstler lassen sich nicht in Schubladen stecken. Sie wollen das machen, was sie wollen. Was ihnen gefällt. Nicht den anderen.
Ich bin zwar kein Künstler und werde es auch nie sein. Aber ich hatte schon immer Probleme damit, das zu machen, was andere wollen. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, ich mag es nicht, wenn jemand meint, er wisse besser als ich, was gut für mich ist oder was ich tun und was ich lassen soll. Ich will schliesslich meine eigenen Erfahrungen machen, selber herausfinden, was gut ist und was nicht.
Und ich möchte lernen. Nicht schon können (gilt jedoch nicht für Französisch). Ich will entdecken, ausprobieren. Kunst machen, als das, was ich als Kunst empfinde.
Stattdessen muss ich schon können. Nicht lernen, das hätte man zuvor machen sollen. Nicht entdecken, dafür ist Schule nicht da. Nicht ausprobieren, alles wird benotet. Kunst ist das, was der Leerer meint, Kunst ist.
Nein, keine Sorge, ich habe keinen "Ich-hab-keinen-Bock"-Anfall. Auch keine "Ich-bin-ein-Nichts"-Phase (die hatte ich für diesen Monat schon). Ich überlege nur. Vielleicht überlege ich zu viel? Sollte ich aufhören zu denken und einfach tun, was andere mir sagen?
Dann liest man keine Bücher und zeichnet nicht. Dann wird man Beamter.
Dann liest man keine Bücher und zeichnet nicht. Dann wird man Beamter.
Das will ich nicht. Nur weil ich kein Künstler bin, heisst das nicht, dass ich keine Freude daran habe, einen Pinsel in der Hand zu halten. Aber die Kunst wird bei mir immer bloss zweitrangig bleiben. Bücher. Bücher sind meine grosse Liebe, meine Seele, mein Leben. Nimm mir meine Bücher, nimm mir mein Leben.
Der Leerer weiss das. Dass die Kunst nicht mein Ein und Alles ist. Deshalb ist er kritisch, schaut genau hin, wo die Fehler sind. Aber das ist mir mittlerweile egal. In der Zeit, in der ich diese Schule besuche, habe ich schon viel Neues gelernt und die Sachen, die ich jetzt mache, sind für mich überdurchschnittlich.
Für den Leerer bloss unterer Durchschnitt, für mich gut. Ja, es macht mir Spass. Der Leerer wird mir dafür keine gute Note geben. Vielleicht sogar ein "ungenügend", aber unterdessen ist mir das egal. Wenn ich durchfalle, falle ich halt durch. Es hat sich deshalb gelohnt, weil ich gelernt habe.
Es wie beim Buchkauf - wenn es auch nur ein kleines Lächeln auf das Gesicht des Lesers zaubert, wenn man nur ein kleines Detail neu lernt, dann hat sich das Lesen gelohnt.
Es wie beim Buchkauf - wenn es auch nur ein kleines Lächeln auf das Gesicht des Lesers zaubert, wenn man nur ein kleines Detail neu lernt, dann hat sich das Lesen gelohnt.
Und egal, was die grosse Masse sagt und denkt. Es ist nicht wichtig. Ich habe grössere Pläne. Und in meinem Leben geht es hauptsächlich um mich, auch wenn das sehr egozentrisch klingt. Doch schliesslich ist es mein Leben.
Mein Leben und meine Kunst. Und meine Bücher. Da kann der Leerer noch so lange schlechte Noten verteilen.







Malen mag ich auch, aber ich tu's nie. Genauso wie alles, was ich eigentlich gerne tue, weil ich es nicht kann ;) und Angst davor habe es nicht zu können.
Ich würde also gerne so denken, wie du es in deinem Eintrag beschreibst. Ich will lernen wollen und nicht können.
Ach, dieses saublöde Bildungssystem!! :) Das geht mir so auf den Sack *harr*. Man soll nicht das können, was einen interessiert, man muss wirtschaftlich sein!! Man lernt nicht für sich und das was interessiert, man lernt was in der Prüfung kommt, um weiter zu kommen, bis man am Ende einen möglichst wirtschatlich akzeptablen Beruf hat ... baaah ;)
Kunst?! Hmmm ... wir haben (natürlich in der Schule, wo sonst) gelernt, dass Kunst von "können" kommt, nicht von wollen, sonst hieße es "Wunst", oder so. Aber für mich ist alles Kunst, was für mich eine tiefere Bedeutung hat. Es muss ja nichtmal die Bedeutung sein, die "der Künstler" *g* sich beim Anfertigen des Kunstwerkes gedacht hat, sondern eigentlich nur meine Eigene. Wenn ich aber die Bedeutung, die der Künstler in sein Kunstwerk hineingearbeitet hat kenne und genau diese auch für mich wichtig ist, dann wird die natürlich auch anerkannt ;).
Blah, ich rede und rede ... sorry *g*. Dabei müsst ich dir eigentlich nur zustimmen, das würde ausreichen, weil ich derselben Meinung bin *hehe*.
Für Kunst sollte es eigentlich keine Zensuren geben, oder eben solche, die berücksichtigen, dass jeder anders ist ... ;) oder eben nur die Anwendung der Technik bewertet die man erlernen sollte (seltsamerweise hab ich irgendwie noch nie gezeigt bekommen, wie man malen kann, wir sollten das nur immer tun *harr*).
:) BLAH!
Liebe Grüße
Lieselotte
vielleicht solltest du deiner angst einfach mal einen tritt in den arsch geben und ihr sagen "ich male jetzt!" ;) so hab ichs zumindest gemacht :)
Aber wahrscheinlich ist tut sie nur so böse und ist eigentlich ganz zahm ... ich sollte sie an die Leine nehmen und anketten, damit sie nur noch da ist, wenn ich sie brauche ;).
Kunst solltze frei sein, finde ich.
Beibringen sollten sie einem Techniken, aber keine Vorschriften darüber, was nun Kunst ist und was nicht.
Liebe Grüsse
sternenschein