Mariann und die Informatiker

29.09.2005 um 23:55 Uhr

New beginnings

von: breuma

Platzhalter bis ich zurück aus Dresden bin
Vorschau:    wie sind so die Sachsen?
                   inside the head of a computer scientist?

11.09.2005 um 23:42 Uhr

Zur Abwechslung was Ernstes

von: breuma

Hab heute folgendes entdeckt:
Der Autor erzählt von LA und Erdbeben und dann erzählt er von einem Hurricane, dass er auf Long Island erlebt hat. Momentan mal Long Island, ich clicke also auf den Link und siehe da. Hurricane Gloria, Sept 27th 1985.
Hab lange nicht mehr daran gedacht. Zum Glück war ich noch nicht ganz 8 und hab das Ganze eher ein wenig verwundert mitbekommen. Wir waren gerade frisch in unser Haus eingezogen und hatte auch praktisch keine Möbel (die blieben 6 Wochen lang am Hafen stecken). Die Nachbarn hatten uns freundlicherweise mit einem Fernseher ausgerüstet. Ich war nicht besonders aufgeregt, weil wir’s ja nicht besser wussten. Ich glaube meine Mutter hat erzählt, mein Vater sei sogar arbeiten gegangen. Wenn ja, wie typisch Schweizerisch.  Ich kann mich nur noch an viel Regen und Wind erinnern und besonders das Auge. Einfach gespenstische Stille. Laut Autor haben wir uns mit diesem Ereignis unsere Hurricane Stripes verdient.

Im selben Eintrag aber auch ein beängstigendes Zitat der LA Times:

U.S. Geological Survey seismologist Lucy Jones remembers attending an emergency training session in August 2001 with the Federal Emergency Management Agency that discussed the three most likely catastrophes to strike the United States. First on the list was a terrorist attack in New York. Second was a super-strength hurricane hitting New Orleans. Third was a major earthquake on the San Andreas fault.

Da bin ich doch direkt froh in der relativ sicheren Schweiz zu sein. Besonders nach New Orleans. Das  Leiden der Menschen, die unglaubliche Ineffizienz in einem der reichsten Länder der Welt und andererseits auch das gegenseitige Schuldzuschieben der Politiker und weiss der Teufel noch wer  im TV, Radio und Internet war manchmal einfach zu viel.  Am beängstigend ist also die Frage, was wenn’s hier passiert wär? Offensichtlich geht's nicht lange, bis Chaos eintritt und Law & Order ist definitiv nichts permanentes.
Aber momentan haben die Amerikaner jedoch mein volles Mitgefühl, besonders weil heute ja der 4. Jahrestag von 9/11 ist. Ich weiss noch, als ich in Chicago folgende Aufschrift auf einer Wand sah:

"Dec 7th, 1947 Sept 11th 2001, we'll never forget. "

That gives me the shivers people. Und irgendwie muss man die Amis für ihre Zähigkeit doch manchmal bewundern.


11.09.2005 um 23:22 Uhr

Und täglich grüsst das Murmeltier

von: breuma

Sonntag = Schlaftag
Leider ist es hier auch Glockentag.  Denn um 9h, 10h, 11h, 18h läuten Glocken, garantiert dann wenn ich mich nochmals umgedreht habe und gerade wieder am einschlafen bin. Und sie läuten lange und natürlich ist es im neuen Zimmer noch VIEL lauter. Das Leben ist nicht fair.
Also Memorandum neue Wohnung: Balkon, keine Glocken.
Ansonsten war ich heute so faul, dass ich es nicht einmal geschafft habe die Zeitung zu lesen, die ich extra geholt hatte als Tarnung dafür das ich unbedingt zu Starbucks wollte. Sie liegt jetzt auf der Zeitung von letzter Woche, die ebenfalls noch gelesen werden muss. Irgendwas läuft hier schief, ich glaube ich kann nur noch lesen wenn's auf dem PC ist.
Okay, ich sollte wenigstens noch einen Punkt fürs Joggen kriegen oder in meinem Fall eine Medaille. Zur Erklärung, ich habe seit 7 Jahren nicht mehr gejoggt. Jetzt weiss ich auch wieder wieso. Ich war überzeugt ich würde entweder sofort tot umfallen oder mich wenigstens übergeben (mal abgesehen davon, dass es wirklich nicht hübsch aussieht). Stattdessen biss ich auf die Zähne und joggte noch nach Hause, wo ich mich dann prompt fit fühlte und am liebsten noch eine Runde gedreht hätte. Na toll. Und so wie's aussieht werde ich mich weiterhin quälen müssen. Warum na Joggers High, U will an den Silvester Lauf und als grosse Schwester muss ich mithalten und ich habe Geburtstagspanik und hab gerade einen Gesundheitsanfall. Der Beweis, ich rauche seit 22 Tage nicht mehr und denke plötzlich über Yoga nach. Rette sich wer kann, help, help.


10.09.2005 um 22:32 Uhr

Das Ende einer Aera

von: breuma

Ihr müsst ein wenig Geduld mit mir haben. Ich hab vorher mit Schock festgestellt, dass es September ist, was schön ist, aber September bedeutet auch, ich werde ein Jahr älter und ich kann die Grenze zwischen 20 und 30 nicht nur sehen, sondern bereits mit den Fingerspitzen berühren! Das heisst: Altersdepression, Jugendverlustängste und Karrieretorschlusspanik lassen grüssen. Aber das Hauptproblem des Alters ist ja, dass man alles vergisst, auch was man eigentlich schreiben wollte. Also was war das Thema, genau das Ende einer Aera.

Als ich genug von Paris und Studentenhäusern hatte, aber nicht genug vom Grossstadtleben, hab ich in einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn beschlossen, zu meinem Bruder und damaligen Mitbewohnerin zu ziehen. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich's mir vielleicht 2x überlegt, besonders nachdem ich dann von 2 Informatikern umgeben war.
Ein paar Eindrücke:
  (naja manchmal),        ,  

Ein paar Zahlen:
4 Jahre Zusammenwohnen, 502 blaue Flecken vom Server im Gang, 17 x Stolpern über Telefonkabel, ca. 50 gemeinsame nächtliche Taxifahrten
mindestens 5x gestörten Schlaf, 2x Verlust der Fernsehbedienung, ca. 5 Fondueabende  mit 1x F im Wandschrank, eimal M als Entertainer
1x Crepeessen , 1x Grillieren mit FIFA, 1x Guetsle...Und sonst noch zahlreiche Abende and dem man U und C meistens vorm PC, mich meistens vorm Fernseh fand.

Am Abend vor dem grossen Umzug, Abbau. Da ich keinerlei handwerklichen Fähigkeiten aufweise (darum die Handwerker, alles klar?) war ich keine grosse Hilfe. Konnte nur tatenlos zusehen, wie U sich abplagte, fluchte (unser Vater wäre so stolz) und seine Möbel auseinanderbeinelte. Nach getaner Arbeit gabs das wohlverdiente Bier, wobei C und U nochmals den Heimweg vom letzten Abenteuer zu rekonstruieren versuchten (ebenfalls eine andere Geschichte).
Deshalb waren wir am nächsten Morgen taufrisch und schleppte fröhlich (!) sämtliche Zeugs 3 Stockwerke runter ins Auto zur neuen Wohnung über den Balkon in ein Zimmer. Dann ging der Spass erst richtig los. Am Schluss standen alle Möbel, auch wenn die meisten mehrmals zusammengesetzt wurden. Habe gegen Ende des Abends doch noch einen kleineren Triumph gefeiert. Denn ich habe das Bett fast alleine zusammengeschraubt und es scheint noch zu halten. Neben seiner Tätigkeit als Möbelzusammensetzer, war C auch als WC Tester unterwegs. Sein Einsatz hat sich prompt gelohnt, denn ohne seine Hilfe hätten U & N irgendwann diese Woche Schiffbruch erlitten. Wie immer hat's C perfekt getimet, es reichte gerade noch für den Rohrmax. Dank ihm, haben U& N nun ein perfekt instandegehaltenes WC.
Am nächsten Tag hab ich mit mütterlicher Unterstützung mein Zeugs noch ein 2 Zimmer weiter gezügelt und Frühlingsputz gemacht. Ich niesse heute noch vom Staub, den Kühlschrank und der Ofen warten immer noch auf meine Zuwendung .
Und noch zum Abschluss des Zügelns hat die Bürokratie zugeschlagen. So hat das eine Büro festgestellt, dass das andere ihre Arbeit nicht richtig macht (scheinbar müssen wir andere Formulare verwenden oder so). Jetzt darf ich wieder nach Basel und zig Papiere zu organisieren, die mich natürlich alle etwas kosten.  Ueberhaupt dieses System, dass wenn man von einem Ende der Stadt ins andere zieht, sich zuerst abmelden und dann wieder anmelden muss?!!! Von einer anderen Stadt ja, aber innerhalb derselben Stadt? Und dann mischt sich das eine Büro bei einem anderen Stadtteil noch ein. Nicht gerade sehr konsequent. Ich sage:


Und zum Schluss
Das war's das Ende einer Aera. Auf zur nächsten, gezügelt wird wieder im Frühling
enjoy your new flat, little bro! was fun with you even when it sometimes rained cats & dogs :)  sis