Mariann und die Informatiker

15.02.2006 um 16:42 Uhr

Boston and Weekend Whiteout

von: breuma

Am letzten Donnerstag bin ich ziemlich muede von einer anstrengenden Woche in D.C angekommen. Schoen war, dass ich eine ganze Reihe fuer mich hatte, weniger schoen, dass ich das kalte Wetter von der Schweiz wohl mitgenommen hatte.
Am Freitag sind wir dann nach einer ersten traditionellen Mahlzeit (Bagel und Caffe Mocha) nach Boston hochgefahren. Meine Eindruecke: Maryland durchaus erkundenswert, New Jersey so langweilig wie der Ruf, Connetticut so schoen wie eh und je. Ich habs mir nicht nehmen lassen, einen Zwischenhalt in Rye N.Y zu organisieren und hab Hannes unser ehemaliges Haus und die Schule gezeigt. Wir haben uns kein einziges Mal verfahren, ausser in Cambridge, MA als wir endlich Breiti suchten. Bin also kein schlechter Navigator
Wir haben Breiti eingeladen und danach gleich noch in die Outlets gefahren, scheinbar habe ich zu diesem Punkt schon ganz glasige Augen gekriegt. Jetlag laesst gruessen, hab darum wohl auch nicht die noetige Kaufmotivation aufgebracht. Aber es war ganz lustig, den Maennern beim Shoppen zuzuschauen.  Hannes war zwar sehr zurueckgehaltend, zu sehr, denn er hat versucht seine Kauflust stellvertretenden durch mich auszuleben.
Anschliessend dann Futter und v.a Bier fuer alle in einem echt netten Pub.  Das einzige was fehlte: Zigis. Es war mir schlicht und einfach zu kalt um rauszugehen. Die angenehme Luft in den Bars ist wirklich ein Plus, aber  durchaus lustfeindlich. Uebernachtet haben wir bei Tom, den Landlord von Breiti. Und ja es ist wirklich wie in einem riesigen Puppenhaus oder Puppenhausmuseum. Hab gar nicht gewusst, dass man so viel Kram in einer Wohnung quetschen kann. Nichts desto trotz wars gemuetlich. Besonders da Tom in Hochform war und Breiti had to goad him, of course. Ausserdem hatte Hannes bewiesen, dass Berner durchaus schnell sein koennen beim Trinken.
Am Samstag gabs dann Sightseeing in der eisigen, aber sonnigen Stadt. Hat ungefaehr nach dem Prinzip, was angucken und schnell wieder in den Starbucks rein funktioniert. Am Nachmittag sind wir dann in unser Hotelzimmer gezogen, dass wir uns geleistet hatten. Breiti ist noch zur Besuch gekommen und gemeinsam haben wir den Pool und das Jacuzzi genossen. Hhmmm muss unbedingt schauen, dass ich einen regelmaessige gutbezahlten Job kriegen, dieses Leben ist zu schoen. Abends dann mega feines Restaurant und dann Clubbing. Leider war ich wohl zu wenig beschwipst auf jeden Fall schien der Club voller Cheerleader Typen zu sein....ich liesse er mir sagen, dass es aehnlich wie im Kaufleuten sein, was meine Laune kaum gehoben hat. Mit anderer Musik waere es wahrscheinlich besser gewesen. Irgendwann wurde es den Jungs auch zu viel und wir sind noch in eine Bar weitergezogen und nach ein paar Tequila und Bailey Shots gings mir viel, viel besser.
Am naechsten Morgen war die Welt schneebedeckt. Zwar hatten wir die Blizzard Warnung wohl gehoert, aber nicht ernst genommen, da oft jeden Flurry als Schneesturm gehandhabt wird. Haben uns nichts dabei gedacht und wollten nach dem Auschecken zum Auto. Nur kein Auto weit und breit...."during snow emergencies all cars will be towed". Taxis gabs keine mehr (scheinbar aus liability Gruenden), dafuer hat uns das Hotelpersonal einen privaten Cardienst organisiert zur Towstation. Das Ganze kostet alles in allem etwa 200$. Yep, ihr habts kapiert, es geht allein ums Geldmachen. Wir sind dennoch losgefahren, obwohl wir weder Winterpneus noch 4W Drive hatten. Gescheiterweise waeren wir in Boston geblieben. Wir sind auch nur gerade 40 Meilen oder so weit gekommen, wo wir uns eingestehen mussten, dass es viel zu gefaehrlich ist. Zweimal sind wir noch steckengeblieben und wurde beides Mal sofort von Passanten geholfen. Man kann sagen, was man will, die Leute hier sind stets hilfsbereit.  Nur damit ihr nicht glaubt, ich wuerde Blizzard maessig uebertreiben, vielerorts gabs mind. einen halben Meter und N.Y.C hat einen Rekordwert von 26, 9 inches abgekriegt!
Also nochmals Hotel und dann am Montag runter. Bis dahin waren die Strassen sehr fest gesalzen worden. Wir sind noch bei Greenwich, CT raus um die schoenen Haeuser, die Schneepracht und das Meer zu bewundern. Wir hatten keine weiteren Probleme und sind im Laufe des Nachmittags wohlbehalten in D.C angekommen. Tja jetzt hab ich wirklich schon einige Wetterphaenomen hier erlebt: einen Hurricane und jetzt noch einen richtigen Nor'easter Blizzard Ausserdem scheint Autofahren mit Hannes auch immer fuer ein Erlebnis gut zu sein :) Liebe Gruesse aus D.C M.

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