Mellis Geschichten

13.01.2005 um 09:26 Uhr

Kapitel 4: Die Begegnung

In der Stadt angekommen, wusste sie zuerst nicht so recht, wohin. Ein zu Hause hatte sie ja nicht mehr und zu ihren Freunden konnte sie ja wohl schlecht. Hallo Leute wie geht’s? Mir geht’s sehr gut ich bin jetzt neu untod und ein Vampir, wer möchte als erstes gebissen werden? Das einzige was sie interessiert hätte, wäre gewesen, wie schnell sie in der Irrenanstalt gelandet wäre. Sie ging zum alten Hochhaus. Das Haus war längst unbewohnt. Höchstens ab und zu ein paar Penner übernachteten in dem Gebäude. Sie war früher oft her gekommen um in Ruhe nachdenken zu können. Früher? Jetzt dachte sie wohl schon wie ein Vampir. Früher als sie noch sterblich war. Sie stieg die Treppen zum obersten Stockwerk hinauf. Eine Schande. Sie als Vampir lief wie ein gewöhnlicher Sterblicher die Treppen hinauf? Nun. Oben angekommen öffnete sie die kleine Luke und stieg aufs Dach. Sie atmete tief durch. Herrlich. Stille. Ruhe. Wunderbar. Keine alten, knorrigen Vampire, welche ihr auf den Geist gingen. Sie setzte sich hin und zündete sich eine Zigarette an. Es war nicht, dass sie vorher schon geraucht hatte, aber jetzt so als Untode brauchte sie sich wohl keine Gedanken um ihre Gesundheit zu machen. Plötzlich bemerkte sie einen Person die um das alte Gebäude schlich. Wer konnte das wohl sein? Ein Penner würde wohl kaum so herumschleichen.

Neugierig wie sie nun eben wahr, kletterte sie leise durch die Luke und ging nach unten. Leise öffnete sie die Eingangstür und ging hinaus. Vorsichtig sah sie sich um. Plötzlich dachte sie, was hab ich eigentlich zu verliehenen? Mein Leben?! Na ja wenn schon mein halbes Leben! Da ein Rascheln. Sie drehte sich um und blickte in zwei rot glühende Augen. Sie spürte den heissen Atem auf ihrem Gesicht. Sie hatte gar keine Zeit sich den gegenüber genauer anzusehen. Sie spürte nur noch, wie er sie am Arm packte und schon flog sie durch die Luft. Sie prallte auf den Asphalt.

"Hey was…"

In diesem Moment sprang eine schwarze Gestalt aus den Büschen, packte ihren Angreifer und wirbelte ihn durch die Luft. Ein Heulen war zu hören und dann verschwand die Gestalt in den Büschen.

Noch etwas benommen rappelte sie sich auf und blickte sich um.

"Verdammt was war das denn?"

"Ein Wehrwolf"

"Goran?!"

"Ja. Kannst froh sein, bin ich dir gefolgt. Dur wärst jetzt tot!"

"Tja ihr müsst wohl schon ein bisschen zu der Person schauen, die euch den Arsch retten wird was?"

"Tu nicht so überheblich, du hast keinen Grund dazu!"
"Schon gut. Was willst du?"

"Komm mit nach Hause. Ich will dich den anderen vorstellen."

"Oh ich werd noch vorgestellt wie nett."

"Komm jetzt."

"Wer gibt dir eigentlich das Recht mich rumzukommandieren. Ich bin auch volljährig."
"Noch nicht ganz und ausserdem zählen Vampirjahre anders."

"Blablabla. Ich komm ja schon, aber nur weil ich nicht noch mal so einem Fiech begegnen will."

"Lass uns gehen"

"Gehen? Können wir nicht fliegen?"

"Kannst du denn fliegen?"
"Na ja als Vampir sollte ich doch das eigentlich können oder?"

"Nun so einfach ist das nicht wie du meinst meine Liebe."

"Ok schon kapiert. Wir laufen nach Hause."

Goran grinste nur, packte sie am Arm und schon verlor sie den Boden unter ihren Füssen.

"Hey was soll das? Ich dachte, fliegen sei nicht so einfach!"

"Man lehrt sehr schnell, wenn man muss."

"Was soll das heissen? Du wirst doch jetzt nicht etwa.."

Sie konnte nicht ein mal den Satz zu Ende sprechen, da liess Goran ihren Arm los und sie sauste in Richtung Boden. Sie hörte nur noch wie er ihr zu rief du musst nur wollen oder irgend so was.

Ich muss nur wollen?! Ich will fliegen, ich will fliegen, ich will….

Plötzlich merkte sie, wie ihr Fall gebremst wurde. Verwundert schaute sie sich um. Es war kaum zu glauben, sie flog.

"Geile Sache dieses Fliegen."

"Komm jetzt Kleine wir sollten längst zu Hause sein, die Sonne geht bald auf."

"Man und normalerweise bekam ich eine aufs Dach, wenn ich erst bei Sonnenaufgang ins Bett ging."

16.12.2004 um 10:53 Uhr

Kapitel 3: Die Legende

So wurde sie also damals zum Vampir. Die Entscheidung hat sie nie bereut, nur des öfteren angezweifelt. Sie konnte sich noch an alles erinnern als wäre es gestern gewesen.

Goran erzählte ihr die Legende.

Seit Anbeginn der Zeit herrscht krieg zwischen den Wölfen und den Vampiren. Ein Mädchen, dessen Blut nicht reihn ist, wird kommen und die Vampire in den Krieg führen. Der Sieg hängt davon ab wie sie sich entscheiden wird. Ihr Herz und ihr Verstand werden geteilter Meinung sein. Wird sie sich für das Richtige entscheiden, werden die Vampire in Zukunft herrschen, wird sie sich für das falsche entscheiden, wird kein vampir den nächsten Mond am Himmel sehen.

"Ich versteh das nicht Goran."

"Du bist das Mädchen dessen Blut nicht reihn ist. Deine Mutter war ein Mensch."

"Aber weshalb muss ich mich entscheiden? Ich meine ich habe mich entschieden. Ich bin einer von euch. Ein Vampir."

"Du wirst verstehen, wenn die Zeit gekommen ist."

"Ich weiss garnicht, ob ich dass alles will oder kann."

"Deine Zeit wird kommen Sira. Komm jetzt wir müssen gehen."

"Wohin?"

"Der Rat der Ältesten erwartet dich."

"Der Rat der Ältesten?"

"Stell keine Fragen und komm."

Mit etwas gemischten Gefühlen lief Sira hinter Goran her. Er führte sie zu einer grossen Holztür. Als er sie öffnete, blickte sie in einen langen udn dunklen Gang.

"Folge mir."

Sira lief Stufe um Stufe hinter Goran her. Sie verspührte ein komisches Gefühl. Sie wusste nicht, ob es Angst oder Erfurcht war.
Am Ende der Treppe war ein grosser Raum. In dem Raum standen drei Särge. Ein Schauer lief ihr über den Rücken.

"Was wollen wir hier?"

"Schweig!"

Plötzlich hörte sie wie eine Glocke dumpf zu schlagen begann. Beim letzten Glockenschlag öffneten sich die drei Särge und drei unheimliche Gestallten erhoben sich daraus. Sie trugen altertümliche Kleidung. Ihr Haar war schnee weiss und ihre Finger waren knochig.
Goran verneigte sich ehrfürchtig vor den drei Gestalten, während sie aus ihren Särgen stiegen. Sira stand nur da und sah dem ganzen Schauspiel zu. Die drei Gestalten nähreten sich ihr und Goran. Erschrocken wollte sie zurückweichen doch Goran hielt sie fest und flüsterte ihr zu:

"Bleib!"

Wie in Trance blib sie stehen und blickte auf die drei Gestalten, welche immer näher kamen. Plötzlich sprach eine der Gestalten:

"Ist das die Tochter Lucas?"

"Ja, Herr."

"Tritt näher mein Kind."

"Du bist also die Tochter Lucas"

"Scheint so. Ich wusste bis vor Kurzem auch noch nichts davon, aber wenn ihr das meint dann ist es eben so."

Einer der Alten wandte sich Goran zu.

"Sie sieht nicht aus wie eine von uns Goran."

Ich bin auch noch nicht so alt wie ihr, dachte sie sich.

"Sie muss es aber sein!"

"Woher willst du das Wissen Goran? Vielleicht hat noch ein andere Vampir ein Tächtelmächtel mit ner Sterblichen?"

Sira wurde das ganze Getue langsam zu blöd. Alle taten, als wäre es eine riesen Sache.

"Wie kannst du es wagen in unserer Gegenwart so zu sprechen?!"
"Ja wie soll ich denn sonst sprechen? Was erwartet ihr eigentlich alle von mir? zuerst kommt Goran daher und entführt mich, erzählt mir in ner halben Stunde was mir meine Mutter mein Leben lang verschwiegen hat, dann bringen die Werwölfe meine Mutter um, dann verwandelt er mich in einen Vampir und dann kommt ihr noch daher und habt das Gefühl, dass ich mal so kurz euch Vampiren den Arsch rette. Hat eigentlich schon mal jemand von euch daran gedacht, dass ich vielleicht gar nicht will?"

"Das ist keine Frage von wollen oder nicht."

"Oh doch ist es sehr wohl. Ich weiss nicht genau was für eine Rolle ihr drei alten Kauze in der ganzen Geschichte spielt, aber eines sag ich euch, ihr werdet mich sicher nicht dazu zwingen, meinen Arsch für euch Vampire zu riskieren. Und schon gar nicht wenn ich nicht will."

Die Alten wurden immer wütender.

"Goran was bringst du uns da für ein Mädchen?"

"Es tut mir leid Herr, sie muss wohl noch etwas müde von der Verwandlung sein. Ich werde mich um sie kümmern und ihr alles erklären."

Er wandte sich Sira zu.

"Komm wir gehen"

Sira drehte sich auf dem Absatz um und lief auf die Treppe zu. Wütend ging sie hinauf. Oben ging sie in den Raum mit dem Kamin und setzte sich vors Feuer.

"War ne ganz schöne Schau die du da abgezogen hast."

"Na und? Was erwartet ihr eigentlich alle von mir? Aber gut, gib mir ein Schwert und ich erleg dir deine Wölfe. Dann hab ich Ruhe!"

"So einfach wird das nicht werden."

"Ich mag nicht diskutieren. Ich geh jetzt und such mir nen hübschen Jungen zum Beissen."

"Bleib hier!"

"Du kannst mich!"

Wütend verliess sie das Haus. Wie war das, Vampire können doch fliegen oder? Warum also laufen, wenn ich auch fliegen kann? Sie breitet die Arme aus und wartete darauf, dass sie den Boden unter den Füssen verlor, doch nichts geschah. Na dann muss ich eben doch laufen. Sie machte sich auf den Weg in Richtung Stadt. Natürlich hatte sie nicht wirklich das Bedürfnis jemanden zu beissen. Aber sie musste raus da. Was sollte sie denn nur tun? Etwa mal so kurz die ganzen Vampire retten? Pha. Sie wollte gar nicht. Was wollten sie schon gross tun? Sie umbringen? Na diesen Gefallen würden sie ihr wohl nicht tun. Na ja sie musste sich jetzt erst mal im Klaren sein, was sie wollte. Und wenn sie ein Leben als einsamer Vampir führen würde, es war ihr egal.

13.12.2004 um 14:24 Uhr

Kapitel 2: Was soll ich nur tun

Als sie wieder zu sich kam fühlte sie sich etwas komisch.

Sie blickte etwas benommen um sich. Goran war nirgends zu sehen. Auf einem Stuhl lagen Kleider. Erst jetzt merkte sie, dass die Kleider welche sie trug, ganz nass waren.

Sie zog die schwarzen Kleider an und zum Schluss den langen, schwarzen Mantel.

 

Wo Goran wohl war? Sie öffnete die Tür und ging zurück in den grossen Raum.

 

"Ach hier bist du Goran."

 

"Du bist entlich wach?"

 

"Entlich?!"

 

"Du hast fast 3 Tage im Bett gelegen."

 

"Wow, kein Wunder komm ich mir so Ausgeruht vor. Und wie gehts jetzt weiter?"

 

"Nun ich werde dir zuers beibringen wie man sich als Vampir benimmt."

 

"Oho Benimmregeln für Vampire. Man schlürfe nicht beim Blutsaugen..."

 

"Mach dich nicht lächerlich!"

 

"Jaja schon gut. Na dann erzähl mal."

 

"Nicht jetzt. Hier iss zuerstmal was."

 

Goran warf ihr einen Plastikbeutel zu.

 

"Blutkonserven?"

 

"Für den Anfang reicht das."

 

Sira verzog das Gesicht. Sie merkte wie sich ein gewisser Ekel in ihr breitmachte.

 

"Schon gut es ekeln sich alle am Anfang. Giess das Blut in einen Becher und trink."

 

"Na gut"

 

Es kostete Sira einige Überwindung das Zeug zu trinken, doch nach dem ersten Schluck merkte sie, dass es gar nicht so übel war.

Als sie ausgetrunken hatte, sah sie Goran mit erwartungsvollem Blick an.

 

"Komm her und setz dich. Ich werde dir erstmal erzählen was es mit der Legende aufsich hat."

 

Sira setzte sich zu ihm ans Feuer. Vielleicht würde sie anschliessend verstehen um was es eigentlich ging!

10.12.2004 um 14:27 Uhr

Kapitel 2: Was soll ich nur tun

"Das miBlut eines Vampirs. Es wird dich zu einem von uns machen."

 

Sie nahm das kleine Fläschchen mit der dunkelroten Flüssigkeit.

 

"Prost!"

 

Sie trank alles auf einmal aus. Plötzlich merkte sie, wie sich in ihrem Körper eine enorme Hitze ausbreitete.

 

 

 

10.12.2004 um 10:10 Uhr

Kapitel 2: Was soll ich nur tun

"Nun es tut mir leid Ihnen das mitteilen zu müssen, aber ihre Mutter wurde Opfer eines Einbrechers. Er muss sie im Schlaf überrascht haben."

"Wo ist sie ich will sie sehen."

 

Sira liefen die Tränen über die Wangen.

 

"Es ist besser wenn sie sie nicht sehen. Der Einbrecher hat sie über zugerichtet."

 

"Mama. Nein das kann nicht wahr sein."

 

"Kommen sie, ich bring sie zu einem Sanitäter, der wird sich um sie kümmern."

 

"Lassen sie mich."

 

Sira riss sich los und rannte davon. Warum nur? Das konnte doch nicht sein. Und sie war noch wütend auf ihre Mutter, weil sie ihr nichts erzählt hatte. Das durfte doch nicht sein. Was sollte sie denn jetzt machen ohne ihre Mutter?

 

"Mama...warum nur..."

 

"Er war es..."

 

Erschrocken drehte sich Sira um. Goran stand hinter ihr.

 

"Was willst du noch hier. Ich hab dir gesagt hau ab. Ich will dich nie mehr sehen."

 

"Beruhige dich."

 

"Meine Mutter wurde von einem Einbrecher ermordet und ich sollmich beruhigen?"

 

"Werwolf"

 

"Was Werwolf? Ich hab im Moment andere Sorgen als euch Vampire und Werwölfe!"

 

"Hör zu, deine Mutter wurde von einem Werwolf getötet. Eigentlich wollten sie dich, aber..."

 

"Aber was?! Weil ich nicht zu Hause war, haben sie meine Mutter getötet?"

 

"Komm mit mir. Ich erklärs dir."

 

"Ich..."

 

Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

 

"Komm ich erklärs dir. Nach Hause kannst du jetzt nicht!"

 

So ging Sira mit ihm. Was wollte sie auch anderes tun.

 

 

Wenig später waren sie wieder in dem grossen Raum mit dem Kronleuchter.

 

"Schau, was ich dir gestern nicht gesagt habe, ist... Wir Vampire und die Werwölfe sind seit Anbeginn der Zeit Feinde. Als sie erfahren haben, dass du die jenige bis, von der in der Prophezeihung gesprochen wird, haben sie dich beobachtet."

 

"Toll jetz werd ich nicht nur von Vampiren sondern auch noch von Wölfen beobachtet geil!"

 

"Und sie hätten dich getötet, wenn wir nicht gewesen wären."

 

"Muss ich jetzt noch dankbar sein oder was?"

 

"Sira, deine Mutter ist tot, was willst du jetz noch ein Mensch sein?"

 

"Ach dir passt es wohl ganz gut in den Kram, dass sie tot ist was?"

 

"Sie wusste ee. Ich habe sie heute Morgen gewarnt, dass die Wölfe zuschlagen werden. Doch sie wollte nicht hören. Aber sie hat mir einen Brief mitgegeben. Ich sollte ihn dir geben falls..."

 

"Falls sie heute Nacht getötet würde...."

 

Siras Blick war leer. Wie in Trance nahm sie den Umschlag.

 

"Ich lass dich alleine."

 

Mit zittrigen Händen öffnete Sira den Brief.

 

Liebste Tochter

 

Wenn du diese Zeilen liest, bin ich vermutlich nicht mehr bei dir. Goran hat mich gewarnt. Doch ich wollte nicht auf ihn hören. Sira nur als Vampir bist du sicher vor den Wölfen. Doch als Vampir hätte ich dich nie wieder sehen dürfen. Doch wärst du ein Mensch und so mit bei mir geblieben, hätten die Wölfe dich getötet. Lieber weiss ich, dass du als Vampir am Leben bist, als dass ich täglich dein Grab besuchen muss um dich zu sehen.

Ich wusste, dass du dich nie zu diesem Schritt entschliessen würdest, wenn ich noch am Leben bin. Deshalb habe ich nicht auf Goran gehört. Weine nicht um mich. Ich werde steets bei dir sein, in deinem Herzen.

Bitte Sira höre auf Goran und tu was er dir rät. Er ist ein guter Freund. Er half auch damals deinem Vater und mir.

Bitte Sira du musst leben....

 

Solange du mich nicht vergisst und mich in deinem Herzen trägst, werde ich immer bei dir sein!

 

In Liebe deine Mam

 

 

Sira weinte bitterlich. Ihre Mutter hatte sich als für sie geopfert? Nun wusste sie was sie zu tun hatte. Sie würde alles daran setzen diese Werwölfe zu töten. Und dies konnte sie nur als Vampir.

 

"Goran!"

 

"Ja?"

 

"Ich werde den letzten Wunsch meiner Mutter erfüllen und werde ein Vampir."

 

"Es tut mir leid, dass es so weit gekommen ist...."

 

"Schon gut. Und jetzt? Musst du mich beissen?"

 

"Nein hier trink das."

 

"Was ist das?"