Kosmetik und Gesundheit

03.02.2005 um 23:25 Uhr

Wie viele Schadstoffe sind in unserer Kosmetik?

Mein Kosmetik - Standard

In der Kosmetik vertraut man meist auf große Namen und auf die Werbung. Nur selten macht man sich Gedanken über mögliche Problemstoffe im Cremetiegel und deren unabsehbare Langzeitfolgen.

Doch immer mehr Menschen denken hier anders und beachten beispielsweise die Zutatenliste von Kosmetikprodukten gemäß INCI (International Nomenclature Cosmetic Ingredients) auf der Verpackungsrückseite und dem Beipackzettel.

Haben Sie schon mal nachgeschaut?

Als Qualitätskriterien für eine natürliche, unschädliche und umweltfreundliche (abbaubare) Kosmetik setze ich heute die Masslatte hoch. An meine Haut lasse ich – wenn möglich – keine Kosmetik mit folgenden Substanzen  mehr.

Wissen ist Macht   -   hier ein paar Beispiele:

AHA / Alpha- und Beta-Hydroxy-Acids  (Fruchtsäuren)
Fachleute warnen vor Hautirritationen, Allergien und vorzeitiger Hautalterung, herbeigeführt durch Fruchtsäuren.

Chemische Antioxidantien  (BHT, BHA)
Die künstlichen Stoffe können Allergien hervorrufen, im Tierversuch* lösten sie sogar Krebs und Erbgutschäden aus.

Duftstoffe   (Fragrance, Parfume)
Problematisch sind Duftstoffe die Moschusverbindungen enthalten, wie in einem großen Teil der sich auf dem Markt befindlichen Kosmetikprodukte. Diese reichern sich im Körper an und lösen im Tierversuch* Krebs aus.

Formaldehydabspalter                                                                                                                           Gelten Gelten als allergisierend, eiweiß- und erbgutverändernd und möglicherweise krebserregend. Trotzdem enthalten viele - auch hochpreisige - Kosmetikprodukte Formaldehyd oder seine Abspalter : Imidazolidinyl-Urea, Diazolidinyl-Urea, Bronopol, 2-Bromo 2-Nitroprone-1,3-Diol, Bronidox, 5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane, DMDM Hydantoin.

Farbstoffe
Künstliche Farbstoffe sollen dem Konsumenten häufig Wirkung suggerieren. Besonders gefährlich, wenn sogenanntes Anilin, ein aromatisches Amin, frei wird. Farbstoffe verbergen sich hinter bestimmten CI-Nummern, z.B.        CI 17200.

Konservierungsmittel allgemein  (Methylparaben,Propylparaben)Industriekosmetik muss in der Regel mindestens zweieinhalb Jahre haltbar sein. Das ist nur bei entsprechender Konservierung möglich. Starke Konservierungsmittel wirken aber auch auf der Haut keimtötend. Sie zerstören die natürliche Bakterienflora, die unsere Haut vor unerwünschten Keimen schützt. Auch die Verträglichkeit von Konservierungsmitteln lässt zu wünschen übrig.

Halogenorganische Verbindungen
Stehen ebenfalls in Verdacht, allergisierend und sogar erbgutverändernd zu sein. Werden trotzdem - ähnlich wie Formaldehyd - in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt. Erkannt werden sie durch Wortbestandteile „Brom“ oder „Chlor“, z.B. Chlorphenesin.

Mineralöle                                                                                                                           Hinter dem unscheinbaren Wort Mineral verbergen sich Erdölprodukte. Paraffine werden oft in Kosmetika eingesetzt, weil sie billig und - als tote Substanz - lange haltbar sind. Sie verbinden sich mit dem Hauttalg zu einer hautfremden Substanz, sie verursachen Wärmestaus, sogenannte Mallorcaakne, Allergien und sind umweltschädlich (INCI: Paraffinum Liquidum, Vaseline, Mineral Oil, Cera Microcristallina, Petrolatum, Ceresin etc.).

Chemische Tenside
Sind synthetische Detergentien (waschaktive Substanzen) - ihre aggressivsten und zugleich meistverwendeten                                         Vertreter: Natrium-Laurylsulfat (NLS), Sodium-Laurylsulfat (SLS).

Triclosan
Ein Konservierungmittel, das meist in Deodorants, neuerdings aber auch in Zahnpasten eingesetzt wird. Das Bakteriengift Triclosan kann die schützende Keimflora der Haut so stark zerstören, dass sich schädliche                            Krankheitskeime ausbreiten. Außerdem dringt es durch die Hornschicht der Haut in den Körper ein und kann die Leber schädigen. Das Bakterizid ist auch deshalb in Verruf gekommen, weil es produktionsbedingt mit Dioxinen verunreinigt sein kann

Glykole
Propylenglykol, Butylenglykol, Pentylenglykol und andere sind chemische Lösungsmittel, die für allergische und austrocknende Reaktionen verantwortlich gemacht werden. Glykole werden häufig als Konservierungsmittelersatz verarbeitet.

PEGs   (PEG, PPG oder Endung –eth)  
Polyethylenglycole werden vorwiegend als Emulgatoren eingesetzt. PEGs, meist künstliche Substanzen, können Problemstoffe tief in die Haut schleusen.

Oxybenzon und andere UV-Filter  (Benzophenone, Octyl Methoxy Cinnamate) 

Gelten als stark allergisierend und phototoxisch /lichtempfindlich.

                   

                                                                

 

Tierversuche*   selbstverständlich bin ich strikte gegen Tierversuche. Wenn aber über Krankheiten und Auswirkungen bei Tieren Berichte vorliegen, muss ich mich doch fragen: warum soll ich solche Cremes in mein Gesicht, an meine Hände oder meinen Körper streichen?