Chez Pete

04.10.2008 um 14:10 Uhr

Geld unter dem Kopfkissen

von: Pete

Hi Leutz

Weiteren deutschen Banken drohen Liquiditätsengpässe
Die Hypo Real Estate ist durch eine staatliche Milliarden-Bürgschaft gerettet, doch Entwarnung bedeutet das nicht: Weitere deutsche Banken müssen nach SPIEGEL-Informationen größere Summen refinanzieren - wer ihnen die mehr als 200 Milliarden Euro leiht, ist völlig offen. Nach Informationen des SPIEGEL hat sich vor allem die Landesbank Baden Württemberg insgesamt rund hundert Milliarden Euro geliehen, die bis Ende 2009 sukzessive fällig werden. Zählt man die kurzfristigen Forderungen an die LBBW-Töchter Sachsen LB und Landesbank Rheinland Pfalz dazu, erhöht sich der Betrag um weitere 13,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Bei der Hypo Real Estate sind es gerade mal 35 Milliarden Euro. Auch die Deutsche Bank ist auf den Zugang zum Kapitalmarkt angewiesen. Sie hatte Mitte des Jahres noch 84 Milliarden Euro kurzfristige Finanzierungen in den Büchern, die zum Teil aktuell kaum refinanziert werden können. Auch die Bayerische Landesbank muss in dem Zeitraum 43 Milliarden Euro umschulden, bei der West LB und bei der Eurohypo sind es jeweils rund 30 Milliarden Euro....zip......

 Das sind Zahlen, die man sich kaum vorstellen kann, und der Gedanke, dass sich Banken in diesen Dimensionen Geld leihen müssen, um als Bank funktionieren zu können, aber nicht wissen von welcher anderen Bank sie jetzt Geld leihen können, da andere Banken in der selben Spirale driften........ das kann man sich auch kaum vorstellen. 

Was man sich aber gut vorstellen kann, besonders nach dem erlebten Beispiel der Zahlungsunfähigkeit des argentinischen Staates im Jahre 2001, das ist ein kommender Zusammenbruch unseres Bankenystemes.

Es braucht jetzt nur noch einen kleinen Anstoss, wie z.B. eine markante Bankenpleite in unseren Ländern hier in Europa und dann geht die Post ab: Die Gerüchte, ob wahr oder unwahr, über weitere Bankenpleiten werden sich überschlagen. Jeder Sparer wird darauf hin auf seine Bank rennen und soviel Geld abheben, wie möglich. Und je mehr Leute auf die Bank rennen, um so mehr Leute wird das hinterher ziehen, die das Selbe tun. Vor den Geldautomaten werden sich Schlangen bilden, und in der Bank wird man mit dem Geld nachfüllen derselben kaum mehr nachkommen. Auch an den Schaltern wird abgehoben werden was das Zeug hält. Das wird innerhalb Tagen wiederum zur Folge haben, dass das Bargeld auf den Banken ausgeht. Geldautomaten werden stillgelegt. Banken werden "vorübergehend" geschlossen, das Wirtschaftssystem gerät an den Rand des Kollapses. Selbstverständlich werden die Politiker, die Banken und die Stimmungsmacher in der Gesellschaft versuchen zu beruhigen, es wird an die Vernunft appeliert werden und es wird betont, dass man alles Griff habe, und das Problem nur dadurch entstanden sei, dass eben alle ihr Geld abheben wollten. Es wird von einer künstlichen Panik gesprochen werden, während die Banken immer noch geschlossen sind, und die Wirtschaft endgültig in die Krise fällt, da keiner mehr Geld ausgibt, das nicht absolut nötig ist. Da kaum einer viel Geld Zuhause hat, wird das vorhandene Bare nur zum Kauf von Nahrungsmitteln ausgegeben werden. Hamsterkäufe sind Alltag, und der Bürger bereitet sich auf eine Tauschgesellschaft vor. Allerdings flattern nach wie vor die fälligen Rechnungen in den Briefkasten: Miete, Hauszinsen, Strom, Wasser, Versicherungen usw usw..... diese Forderungen werden selbstverständlich weiter erhoben, als ob nichts wäre. Viele werden ihre Wohnung verlieren, ihre Häuser verlieren, ihren Versicherungsschutz verlieren und Strom und Gas wird sowieso abgestellt. Allerdings wird Otto Normalverbraucher bald Wege finden um auch auf tieferem Niveau über die Runden zu kommen. Aber die Armut wird zunehmen. Erst nach einer langen Leidensperiode wird sich das System langsam wieder hochfahren........ Science Fiction? Petes Erfindung? Nein, ganz und gar nicht! Ebenso geschehen um das Jahr 2001 in Argentinien. Genau so! Nur hierzulande kaum zur Kenntnis genommen, denn Argentinien ist ja weit weg. Aber jetzt tauchen mit Nachrichten wie obiger auch bei uns dunkle Wolken am Finanzhimmel auf, und es fehlt nur noch der Stein, der das Ganze in der einen oder in der anderen Art ins Rollen bringt. Wenn man schon das Wort "Liquiditätsengpässe" liest, und das in der Mehrzahl, und das bei "weiteren Banken", dann müssen die Alarmglocken läuten, denn der Ausdruck "Liquiditätsengpass" ist eine Formulierung die in der Bankenwelt gebraucht wird wenn jemand kein Bares mehr hat, wenn jemand annähernd pleite ist. Es braucht nur einen Stein, der das Ganze ins Rollen bringt.  Darum rate ich ja jetzt auch nicht dazu, dass man schleunigst dafür sorgen soll, dass genug Bares zu Hause ist, darum rate ich auch nicht dazu, dass man sein Geld bis auf weiteres von der Bank holt........ denn ich will nicht der Stein sein, der das Ganze zum Rollen bringt........

Es grüsst Pete, mit Geld im Haus. 


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