Verlust der Persönlichkeit mit TM-Technik, gleicht der Demenz
Ich habe längere Zeit die TM-Technik ausgeübt und stand dann schockiert vor der Tatsache, dass, nach den anfänglich guten Erfahrungen, die Sache sich ins Gegenteil gedreht hatte, da im Bewusstsein ein schwarzes Loch wahrgenommen wurde, das weder mit TM wegging, noch sonstwie auf der Ebene erklärt werden konnte. Anstatt heilend und positiv zu sein, wirkte es schwer gestört und krank.
Und nun fand ich ganz ähnliche und verwandts Symptome in Bezug auf Menschen mit Demenz. Es entstand eine Art „Totstell-Reflex“, der dazu da scheint, dass er die Aufgabe hat, Schmerz zu reduzieren und im Extremfall auch das Sterben zu erleichtern. In der Dissoziation entwickelt das Gehirn in verstärktem Masse Endorphine.
Das bewirkt die Trennung des Bewusstseins von körperlichen Empfindungen. Wir erleben dann unseren Körper nicht, damit auch keinen Schmerz.
Der Mensch verlässt gewissermassen den Körper, er schwebt möglicherweise wie darüber und schaut auf das Unvorstellbare, als würde es ihn selbst nicht betreffen und als geschähe dies an einem anderen.
Das wird bei TM stark verstärkt, man sieht eigene Erfahrung dissoziiert vom eigenen Bewusstsein in der Luft hängend und hat keine Ahnung, was man damit anfangen soll. Anstatt sich Fragen zu stellen, macht man weiter mit der heilenden Technik, die das Phänomen der Dissoziation aber nur verstärkt. Bei TM gibt es keine Fragen, es wird vorausgesetzt, dass alle Probleme gelöst und alle Fragen beantwortet sind.
Ein Teil der Persönlichkeit möchte das Entsetzliche überdauern und nutzt die Möglichkeit, darin eine Möglichkeit zu einer neuen inneren Emigration zu erkennen. Der Preis für den Überlebens-Modus ist eine Unterbrechung der integrierten Funktionen des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Wahrnehmung der Umgebung (wobei der eigene Körper als Aussenwelt erfahren wird) und der Identität. Auch die Erfahrungen werden ausserhalb wahrgenommen, als wäre man getrennt davon und als schaute man einen Film an.
Konsistenz bezeichnet die Stabilität der gleichzeitig ablaufenden psychischen Prozesse im Gehirn. Die Synchronizität, also die Resonanz zwischen den verschiedenen Gehirnteilen wird nachhaltig gestört.
Diese Unterbrechung kann so weit gehen, dass man auf Dauer das schlimme Erlebnis aus dem Gedächtnis streichen muss, weil die Erinnerung zu bedrohlich ist. Im normalen Bewusstsein wird dies dann weder erinnert noch weiss man, wo man innerlich in der Dissoziation war. Ist dieser Fluchtweg in die innere Emigration erst einmal gebahnt, bleibt er als bewährter Überlebensmechanismus eingesetzt, ein Mittel der Wahl zur Konfliktbewältigung, unter Umständen ein Leben lang.
Das wird mit TM bewusst etabliert, diese Ebene im inneren Bewusstsein, ein Fluchtort, der im Glauben daran, dass sich mit Meditation alle Probleme lösen lassen, sich ständig verstärkt etabliert.
Der Praktizierende erfährt dadurch, dass es in einer Bedrohung eine Möglichkeit gibt, sich gut zu fühlen und zu überleben – in der Dissoziation gleicht es einem inneren Ausstieg.
Während der Ausübung der TM-Technik etablierte man eine solche dissozierte Ebene, die als sogenannte Ausstiegesbene und Mittel für die Lösung aller Probleme angepriesen und verkauft wird.
In Wirklichkeit ist es entwurzelnd und führt zum 'Verlust der Persönlichkeit'. Der innere Ausstieg ist als sogenannter „Verlust der Persönlichkeit“ das markanteste Element einer solchen einseigiten Methode, die Anspruch darauf erhebt, das Mittel für alles zu sein.
Die Synchronizität der Aspekte des Bewusstseins von Denken, Wahrnehmen, Erinnern, Sprechen und Ich-Bewusstsein ist gestört, unterbrochen und geht letztendlich ganz verloren. Auf der einen Seite lockt das dissoziierte Niemandsland, auf der anderen Seite bedrängt das verdrängte, existenziell bedrohliche seelische Leid – unaussprechliche Angst. Da man es als Mittel zur Heilung sieht, erringt man den abgespaltenen Persönlichkeitsanteil nicht zurück, der kann der im Laufe des Lebens immer mehr Macht gewinnen, er wird als der Yogi erfahren, eine neue Persönlichkeit, die sich innen bildet, die wächst, weil nur noch seine Sätze, die man auswendiggelern hat, seine Progarmme wiederholt werden als Technik zweimal täglich.
Das, was man nicht anschauen möchte, weil es zu bedrohlich ist, wird immer mehr mit dem allerwelts Heilmittel TM verdrängt, das Alte, das vorbei ist, wird eine Erinnerung an das Unaussprechliche. Je älter wir werden, je länger die Technik angewendet wurde, je stärker scheint diese andere Persönlichkeit als Kraft der Verdrängung zur Verfügung zu sein in einer eigenen Welt gefangen, aus der es keinen Ausweg mehr gibt.
Das Ausgeblendete kommt mit dem Alter wieder hervor, wenn es die Mauern des Bewusstseins überwindet, die brüchiger werden, drängt es das Ich des Menschen in sein dissoziiertes Niemandsland. Was er vorher als Überleben gesichert hat, mit TM etabliert, sein altbewährtes Refugium, ein Segen und ein Fluch, wird das nun irgendwann brüchig und es wird klar, dass es nirgendwohin geht, auf der einen Seite ein undheimliches schwarzes Loch, in dem er gefangen ist, auf der anderen Seite, das leere Niemandsland in dem er nicht mehr existiert und sich höchsten noch in einem entwurzelten Zustand wiederfindet, in dem ihm alles fremd geworden ist.
Spätestens dann kann man die latent vorhandene Angst nicht mehr ausblenden und sie überflutet das Bewusstsein. Die Auswirkungen sind ganz ähnlich wie man sie kennt bei Menschen, die unter Demenz leiden. Also die Technik hat nicht Probleme gelöst, sondern sie verdrängt und in ein unheimliches Niemandsland mit schweren seelisch-geistigen Störungen geführt, mit völligem Identitätsverlust.











