Sandsturms Bücherkiste

10.10.2014 um 17:02 Uhr

Die Glasglocke

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Die Glasglocke- Sylvia Plath

Inhalt:
Die neunzehnjährige Esther Greenwood ist eine der Auserwählten um in New York ein Schreibpraktikum für eine Modezeitschrift zu absolvieren. Doch obwohl Esther ein Stipendium an einem renomierten College hat, bereits etliche Preise gewonnen hat und eine vielversprechende Zukunft vor sich hat, verändert dieser Sommer sie. Von der zielstrebigen und zukunftsorientierten Frau, verwandelt sie sich immer mehr in jemanden, der nicht weiss was er mit seiner Zukunft anfangen soll. Eshter's Identitätskrise stürzt sie in ein tiefes Loch.

Meine Meinung:
In letzter Zeit überkam ich der Drang, ein Werk von Sylvia Plath zu lesen. Vor einigen Tagen habe ich mir also ihren einzigen Roman (ihre restlichen Werke sind Gedichte) gekauft. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde und ging mit Vorsicht an den Roman heran. Doch schon bald verlor ich meine Scheu und wurde in den Bann dieses Buches geschlagen, bis ich es nicht mehr zur Seite legen konnte.

Die Geschichte wird eigentlih in der normalen Personperspektive geschildert, jedoch gibt es ab und zu Rückblicke auf vorergehende Ereignisse. Mir hat dies sehr gefallen, es vervollständigte die Geschichte auf eine Art.

Die Protagonistin Esther war für mich eine interessante, wenn auch manchmal eine gespaltene und ganz sicher auch eine gequälte Person. Sie ist ambitiös, hat ihre Ziele ganz klar vor Augen und scheint trotzdem daran zu verzweifeln. Sie weiss nicht, was sie mit ihrem Leben machen will. Sie möchte doch eigentlich Karriere machen, Dichterin sein. Die Gesellschaft sagt ihr, sie solle Hausfrau sein und Kinder kriegen. Esther wehrt sich gegen dieses Leben. Immer wieder geht klar aus dem Buch hervor, dass sie um keinen Preis der Welt "nur" Hausfrau werden will. Da die Geschichte in den 50-er Jahren spielt, kann dieser Konflikt sehr wohl auf die gesamte Frauenbevölkerung damals übertragen werden. Karriere machen oder der von der Gesellschaft akzeptiertere Weg, Hausfrau und Mutter werden. In dieser Hinsicht stellt Esther durchaus auch eine Rebellin und Emanze dar, was sicherlich sehr bewundernswert ist.

Ich glaube es ist nicht nötig, Esther wirklich zu verstehen. Was diese plötzliche Hilflosigkeit auslöst. Warum sie sich plötzlich so verändert und in ein tiefes Loch der Depression stürzt. Als Leser leidet man mit ihr mit und sieht das Leben eines gequälten Mädchens, das innerlich fast zerrissen wird. Natürlich sind Esthers Depressionen, die nie wirklich als Depressionen bezeichnet werden (sondern eher als Verrücktheit), ein elementarer Teil im Buch. Sie kann immer weniger mit sich anfangen, will sich das Leben nehmen. Ihre unzähligen Suizidversuche, die sie nie zu Ende bringt, können nur von Plaths eigener Erfahrung zeugen. Besonders schockiert hat mich die Elektroschocktherapie, als Esther in eine Anstalt kam. Unvollstellbar zur heutigen Zeit. Als Leser leidete ich mit Esther und hoffte inständig, sie würde bald einen Weg der Besserung finden. Denn trotz allem hoffte ich, sie würde aus dem Loch der Depression entfliehen und ihre Pläne in die Tat umsetzen. Dichterin werden.

Esther zu beschreiben fällt mir schwer, oft ist sie nicht wirklich greifbar. Manchmal kam sie mir gespalten vor. Sie verhielt sich oft gegensätzlich zu verschiedenen Personen. Für mich erschien das oft unverständlich. Auch manchmal in der Anstalt kam sie mir fremd und entfernt vor. Verändert durch die Krankheit, verändert als Person.

Plaths Schreibstil gefiel mir sofort. Irgendetwas hat mich sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Es gibt viele Textstellen, die ich mir zwei- bis dreimal durchgelesen habe, weil sie schön sind. Meiner Meinung nach merkt man, dass die Autorin Gedichte schreibt. Sie hat ein Händchen dafür Situationen wunderschön literarisch darzustellen. Was noch ein wichtiger Aspekt ist, im Bezug auf Sylvia Plath ist sicherlich die Autobiografische Seite des Buches. Ich habe nach dem Lesen viel über sie recherchiert. Die Geschichte ist an vielen Stellen sehr ähnlich mit ihrem eigenen Leben. Manchmal sogar erschreckend identisch. Das macht das Buch auf eine Art noch trauriger als es schon ist. Und gleichzeitig macht es das Buch auch authentischer, realer und greiffbarer. Es ist insgesamt gesehen einfach erschreckend schön und traurig, was Esther beziehungsweise auch Sylvia passiert.

Um zu einem Ende zu kommen: Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Es ist schwer in Worte zu fassen, warum. Ich finde es gibt noch mal einen völlig neuen Einblick zum Thema Depression. Ich könnte mir vorstellen, dass Leute, die bereits Bekanntschaft mit diesem Problem haben, sich vielleicht auch ein Stück weg mehr mit Esther identifizieren können als ich es tat. Trotzdem kann ich sagen, dass ich absolut fasziniert bin von diesem aussergewöhnlichen Buch und dieser Autorin. Ich werde definitiv weitere Werke von Sylvia Plath in Augenschein nehmen. Ich liebäugele bereits mit ihrem Gedichtband Ariel.

Deswegen auf jeden Fall lesenswert! Ein Klassiker der nicht vergessen werden sollte. Insbesondere diese aussergewöhnliche Autorin, die leider vier Wochen nach dem Erscheinen des Romans Selbstmord im Alter von 30 Jahren beging.

10.10.2014 um 16:01 Uhr

Evermore- Für immer und ewig

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Evermore- Für immer und ewig- Alyson Noel

Inhalt:
Ever und Damon haben es fast geschafft, beinahe haben sie alle Hindernisse überwunden, die ihnen in den Weg gestellt wurden. Das Einzige was sie noch brauchen, ist das Gegengift, um einander endlich wieder normal zu berühren. Doch schon bald endet dieser vorläufige Frieden, denn eine uralte geisterhafte Frau spricht im Sommerland zu Ever. Erst versteht Ever nicht, was sie von ihr will und Damon findet es Zeitverschwendung, überhaupt darüber nachzudenken, doch dann werden die Worte der Frau immer klarer. Ever soll sich auf eine Reise machen. Was sie dabei erwarten wird, weiss sie nicht. Doch eines ist klar: Ever und Damen müssen tief in die Vergangenheit zurück, um ihre einstigen Schulden zu begleichen und ihr heutiges Schicksal zu ändern.

Meine Meinung:
Nachdem ich anfangs ein eingefleischer Evermore Fan war, hat sich diese Euphorie mit der Zeit mehr oder weniger gelegt. Den letzten Band habe ich mehr aus Gründen wie: "Ich habe schon alle anderen Bände, ich sollte mir den letzten wenigstens der Vollständigkeit halber auch zulegen" gekauft. Nur zur kurzen Erinnerung was mich bisher immer mehr an Evermore gestört hat: Die Geschichte erschien mir unnötig in die Länge gezogen. *hust Gelmacherei *hust* Abgesehen davon nervte mich Ever immer mehr, ihr Charakter verwickelte sich immer in irgendwelche Schwierigkeiten, was damit endete, dass sie von Damen gerettet werden musste. Soviel dazu.

Dieser Band hat mich aber positiv überrascht. Ja okay, der Anfang war wie gewohnt schleppend und ich sah vor meinem geistigen Auge schon, wie ich mich wochenweise durch das Buch quälen muss. Doch Gott sei Dank kam der Stein dann ins Rollen und die Geschichte nahm Action auf. Ab da war ich ernsthaft interessiert, wie das Ganze wohl verlaufen würde. Noel hat einen angnehemen Schreibstil, das muss ich ihr lassen. Sie manöveriert einem leicht durch das Geschehen und gestaltet Evers Abenteuer abwechslungsreich.

Und damit sind wir schon bei einem weiteren Hauptpunkt. EVERS Abenteuer. Ja, tatsächlich, Ever tritt ihre Abenteuerreise mal ganz alleine an. Ohne ihren tollen Aufpasser/Beschützer Damen. Der steht eher im Hintergrund. Zuerst war ich ja skeptisch. Ever ganz alleine? Klingt nach einer Katastrophe. Als dann bereits zu Anfang des Buches noch Jude ins Spiel kam und sie begleiten wollte, sah ich schon eine neue Liebeskrise zwischen ihr und Damon, doch es sollte nicht so kommen. Und ich kann niht glauben, dass ich diesen nächsten Satz gerade schreiben werde, aber: Ever hat sich wahrhaftig weiternetwickelt. Aus dem hilfsbedürftigen Mädchen, das sie die letzten 5 Bände über war, ist eine entschlossene Porotagonistin geworden, die nicht gleich aufgibt wenn es mal schwer wird. Die nicht gleich nach Damen ruft und sich von ihm retten lässt. Sie zieht ihr Ding durch und lässt sich nicht stoppen. Ganz ehrlich, so hat sie sich eine Menge Sympathiepunkte von mir verdient. Warum konnte sie nicht schon von Anfang an so stark sein? Die neue Ever scheint auch Damen als Charakter zu beeinflussen. Bisher fand ich ihn immer super, aber in diesem Band hat er geschwächelt. Dort wo Ever Stärke zeigt, zeigt er nur Sturheit. Früher erschien mir Damen immer als sehr weise und intelligent, aber in diesem Band scheint genau Ever dies zu sein. Ein wenig enttäuscht war ich schon, aber was solls. Immerhin konnte sich Ever wandeln.

Was die Liebesgeschichte und insbesondere das Dreiecksverhältnis mit Jude angeht, war ich auch positiv überrascht. Ever ist ausnahmsweise mal nicht geistig verwirrt und scheint endgültig mit Jude abgeschlossen zu haben. Sie lässt Jude endlich ziehen. Was ihre Beziehung mit Damen betrifft: Die musste natürlich wiedermal leiden, aber das sind wir uns ja gewöhnt. Ein spannendes Element fand ich den Rückblick auf eines ihrer früheren Leben. Natürlich alles sehr kitschig, aber aushaltbar.

Vieles war meiner Meinung vorhersehbar, wie es enden würde. Dennoch glaube ich, das Ende nicht kritisieren zu dürfen, denn alles andere wäre dieser Reihe nicht gerecht geworden. Es war auf eine Art schön sich von all den verschiedenen Charakteren zu verabschieden. Schliesslich hat man eine Menge mit ihnen erlebt. Deswegen machte mir dann das Ende auch nicht mehr viel aus und ich konnte die Reihe mit einem Lächeln abschliessen.

Auch wenn ich eindeutig kein Evermore Fan mehr bin, dieser Band war meiner Meinung einer der Besten. Spannend und tolle Charkterentwicklung. Trotzdem bin ich nun froh, dass ich die Reihe abschliessen konnte. Wie gesagt, es wäre eher eine Qual gewesen, noch mehr Bände zu lesen. So konnte alles noch ein schönes Ende nehmen. Für eingeschweisste Fans: Alyson Noel hat nach dem Beenden von Evermore eine neue Reihe begonnen, die sich um Riley, Evers verstorbene Schwester dreht. Wer also noch nicht genug hat, dort findet man sicher noch lange Lesestoff. Ich für meinen Teil werde mich anderen Werken widmen :)

07.10.2014 um 15:22 Uhr

Gelöscht

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Gelöscht- Teri Terry

Inhalt:

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit vernichtet und ihre Erinnerungen sind für immer verschwunden. Sie wurde geslated. Für Kyla soll es ein Neustart sein, um sich nochmals in die Gesellschaft einzugliedern. Sozusagen eine 2. Chance als unbelastete Person. Doch ganz so leicht ist das nicht, denn Kyla hat ständig Flashbacks aus ihrem früheren Leben. Und anstatt die Vergangenheit ruhen zu lassen, will Kyla herausfinden was es mit all dem auf sich hat. Doch je mehr sie ausfindg macht, desto mehr muss sie feststellen, dass ihre Vergangenheit sehr dunkel ausgesehen hat. Wem kann sie noch trauen? Und wird ihr Ben, ein anderer Slater, bei der Aufdeckung der Wahrheit helfen?

Meine Meinung:
Auch hier handelt es sich um eine Ausgeburt meiner Dystopie Phase, die ich jedoch nicht bereue. Das Buch war für mich ein absoluter Glückstreffer. Auch hier befinden wir uns in einer Welt, in der wir niemandem trauen können. Die Regierung beherrscht alles und wer aus der Reihe tanzt wird ziemlich schnell zur Seite geschafft. Das Slating, das dazu dient um kriminellen Teenagern eine zweite Chance zu ermöglichen, fand ich interessant und gut umgesetzt im Buch. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in diese Welt und nach und nach decken sich immer mehr Dinge auf. Das mochte ich unter anderem so gerne. Die Autorin gab immer kleine Häppchen von neuen Informationen, aber verriet nie ganz alles. Man spürt regelrecht wie sie noch einen Trumpf im Ärmel hat. Das erhält die Spannung natürlich ungeheuer. Deswegen kann ich auch sagen, dass mich das Buch wirklich bis zur letzten Seite gepackt hat.

Kyla ist eine angenehme Hauptperson. Sie ist neugierig und will die Dinge nicht einfach so hinnehmen wie sie sind. Ich konnte mich jedenfalls sehr gut mit ihr identifizieren. Ben, der schnell in die Rolle des männlichen Hauptdarstellers gerät, ist ein netter Typ den man irgendwie gleich ins Herz schliesst. Die Liebesgeschichte, die zum Glück eher zweitrangig ist, ist zwar nichts Neues, aber es genügt vollkommen. Der Mittelpunkt liegt sowieso auf dem Aufdecken von Kylas Vergangenheit.

Man weiss nie so wirklich was als Nächstes passiert, es werden immer mal wieder schockierende Details enthüllt, die auch oft durch Kylas dunkle Träume unterstützt werden. Ich fand das ganze Aufklären nach ihrer Vergangenheit seh spannend und man merkt, dass sich die Autorin wirklich was beim Aufbau der Geschichte überlegt hat. Im Allgemeinen mag ich einfach diese Rätsel und deren Lüftung im Buch. So wird es eben nie uninteressant. Gesagt sein sollte allerdings, dass die Spannung nicht eine Actiongeladene Art der Spannung ist. Mehr so auf psychischer Ebene. Das mag nicht jedem das seine sein, meines ist es aber auf jeden Fall.

Wie immer endet ein spannendes Buch auch mit einem Cliffhanger, der mich nach dem Lesen süchtig nach mehr hinterliess. Es gibt übrigens zwei Fortsetzugen, Band zwei habe ich bereits gelesen und Band drei habe ich zuhause stehen :) Also ich kann echt sagen: Tolles Buch, wer in Stimmung ist für einen Dystopie Roman- bitte zuschlagen! Eine durchaus erfrischende Abwechslung, die nach dem Lesen nach mehr verlangt.

07.10.2014 um 14:45 Uhr

Skinned

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Skinned- Robin Wassermann

Inhalt:
Lia Kahn hatte alles was man sich von aussen betrachtet wünschen könnte: Sie ist hübsch, reich, hat gute Noten, einen tollen Freund und einen Freundeskreis, der ihr zu Füssen liegt. Sie ist ganz oben. Bis sie einen schweren Autoufall erleidet, der sie eigetlich das Leben gekostet hätte. Doch Lia stirbt nicht. Denn sie wurde in einen perfekten künstlichen Körper verpflanzt, in welchem sie keinen Schmerz erfahren wird. Sie wird auch nicht mehr altern, geschweige denn sterben. Doch was zuerst aussieht wie eine Rettung, ist in Wahrheit ein wahrgewordener Albtraum. Skinner, die in einem neue künstlichen Körper wohnen, sind in der Gesellschaft verabscheut. Lia muss zusehen wie ihr ganzes Leben, das sie so sehr liebte, vor ihren Augen zugrunde geht. Wie wird sie damit klarkommen?

Meine Meinung:
Die liebe Jari hat mir das Buch aufgrund eines Gewinnspieles geschenkt und so entschloss ich mich, mich endlich daran zu wagen. Skinned wurde meiner Meinung nach, ziemlich in den Himmel gepriesen. Deswegen waren meine Erwartungen einerseits entsprechend hoch und andererseits auch skeptisch, ob das Buch mich wirklich überzeugen könne.

Die Idee mit dem künstlichen Körper fand ich sehr interessant. Allgemein baut Wassermann viele Elemente ein, die ich mir sehr gut sogar in relativ naher Zukunft vorstellen kann. Das machte das Buch irgendwie attraktiv und spannend, da man einen guten Bezug zum Jetzt hatte, was einerseits erschreckend und fasziniernd zugleich war. Ich finde die Autorin hat den heutigen Gesellschaftsgeist und die Verhaltensmuster sehr gut eingefangen und widergegeben. Auch im Bezug auf Lia und ihr soziales Umfeld. Geld, Macht, Schöhnheit und Oberflächlichkeit. Die Verstossung Lias aus dieser sozialen Schicht fand ich deswegen auch total interessant. Man kann nicht umhin als es ihr einerseits zu gönnen und andererseits Mitleid mit ihr zu haben.

Lia war für mich ein sehr spezieller Charakter. Und das im positiven, wie auch negativen Sinne. Lia wird natürlich absichtlich als totales Charakterschwein dargestellt. Oberflächlich und egoistisch. Niemand mit dem man sich identifizieren kann oder möchte. Das stört mich allerdings gar nicht, denn ich mochte vor allem Lias stark profilierten Charakter. Es ist auf jeden Fall mal eine gelungene Abwechslung. Erst nach der Transplantation verändert sie sich nachhaltig und realisiert auch, dass ihr Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen oft falsch war. Dies lässt sich natürlich nicht innerhalb kürzester Zeit rückgängig machen oder ändern. Und ausserdem ist Lia sozusagen eine Verstossene. Sie wird von ihren ehemaligen Freunden so behandelt, wie sie es selbst getan hätte. Und wie erwähnt, irgendwie tut sie einem schon Leid, in diesem künstlichen Körper gefangen und plötzlich so mutterseelenallein. Aber auf der anderen Seite tut es einem als Leser dann doch nicht wirklich Leid, denn schliesslich bekommt sie nur das, was sie verdient hat- im Bezug auf ihre "Freunde". So kann Lia durchaus als gespaltene Person durchgehen, die im Buch mehr oder weniger geläutert wird.

Manchmal dümpelt der Roman aber leider etwas vor sich hin, wenn Lia wieder mal einen Versuch startet ihr altes Leben wieder aufzugabeln oder in unendlichem Selbstmitleid versinkt. Mir ist das ab und zu etwas zu viel geworden, aber schlussendlich kratzt sie ja dann doch noch die Kurve und sieht ein, dass sie ohne ihr altes Umfeld besser dran ist. Aber von mir aus geshen hat es dem Buch manchmal ein wenig an Handlung gefehlt. Es gibt kein richtiges Ziel, alles plätschert so vor sich hin. Es kommen enige Leute ins Spiel, wie der mysteriöse Jude, der Lia total verwirrt und sie so immer mal wieder zu ihm zurücktreiben lässt. Und dann gibt es noch Auden, der Antiheld sozusagen. Irgendwie nett und sympathisch, aber auch nicht mehr als ein Anhängsel Lias, der sie einfach zu sehr verehrt und ihr überallhin folgt. Lia kommt mir einfach ziemlich verwirrt vor und macht den Anschein, als weiss sie selbst nicht was sie will. Natürlich wird diese Verwirrung beabsichtigt, aber mir geht es ein wenig auf den Keks. Ein ganzes Buch lang verwirrt zu sein ist mir dann doch zu viel.

Das Ende nimmt eine überraschende Wende und lässt den Leser mit einem Cliffhanger stehen. Um ehrlich zu sein, gegen Ende nervt mich Lia einfach nur noch mehr. Kann sein, dass das einfach meine Wahrnehmung ist. Trotzdem will ich nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Wie gesagt, die Idee fasziniert und hat was einzigartiges an sich. Ich kann schon nachvollziehen warum das Buch so vielen gefällt. Es ist ohne Frage spannend geschrieben und auch ich fühlte mich unterhalten. Aber um mich vollends zu überzeugen hat es mir eindeutig zu viele Mankos. Die Fortsetzung werde ich mir natürlich trotzdem holen, schliesslich will ich ja wissen wie es mit der (am Ende nicht mehr so) verwirrten Lia weitergeht.

07.10.2014 um 13:48 Uhr

Die 5. Welle

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Die 5. Welle- Rick Yancey

Inhalt:
Dunkelheit. Zerstörung. Ein tödliches Virus. Traue niemandem. Was wird die fünfte Welle bringen? Cassie, eine der wenigen Überlebenden der Menschheit, hat fast alles verloren seit der ankunft der Anderen. Ihre Familie, ihre Freunde und Ben Parish, den Jungen in den sie mal verliebt war. Was sie nicht weiss, ist dass Ben lebt, nur unter anderen Umständen als sie. Doch eine Hoffnung hat sie noch. Ihren Bruder. Er wurde entführt und seither versucht Cassie ihn zu finden. Doch Cassies Suche ist nicht einfach und als sie verletzt wird, rettet ein gewisser Evan Walker sie. Doch kann sie ihm vertrauen? In einer Welt in der nichts mhr so ist wie es scheint.

Meine Meinung:
Die 5. Welle habe ich mir in einer meiner kürzlichen Dystopien Phase gekauft, in der ich alles an Bücher verschlinge, was mit Ausserirdischen, dunklen Zukunftsaussichten und menschlichen Abgründen zu tun hat. Viel erhofft habe ich mir nicht, aber wow- das Buch hat mich vielleicht umgehauen. Erstmal soll gesagt werden, dass das hier nicht ein typisches Alien Buch ist, von welchen wr schon tausendmal irgendwelche Bücher oder Filme gesehen haben. Und nein, es ist auch kein Mystery Buch mit zu viel Romantik an den unpassensten Stellen, wie wir es leider viel zu oft im Bücherregal der Buchhandlung finden. Die 5. Welle ist für mich die perfekte Mischung aus düsterer Zukunftsstimmung, Action, Ausserirdischem und einer Prise (!) Romantik.

Yancey hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Er schreibt super spannend und mir brannte es unter den Fingernägeln wie es wohl weitergehen möge. Im Gegensatz zu anderen Büchern hatte ich keine Ahnung was mich als Nächstes erwarten würde. Nichts ist so wie es scheint, diese Stimmung scheint sich vom Buch auf den Leser zu übertragen, denn die Twists im Buch waren wirklich fantastisch.

Aus der Inhaltsangabe mag hervorgehen, dass es sich hauptsächlich um Cassie dreht, was nit ganz stimmt. Die Perspektive wird zwischen ihr und Ben gewechselt und je weiter die Geschichte fortschreitet, desto näher kommen sich die beiden Erzählperspektiven, bis sie am Ende ineinander übergehen. Cassie war für mich seit Beginn eine tolle Figur. Sie denkt selbstständig, weiss sich zu wehren und durchzusetzen. Sie muss nicht immer gerettet werden, sondern kann auf eigenen Beinen stehen ohne dabei unealistisch zu wirken. Auf jeden Fall konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Ben war für mich anfangs eher unsympathisch, aber je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto besser gefiel er mir. Ben hat durchaus seine Ecken und Kanten und macht eine positive Wandelung durch im Buch. Ich möchte bewusst nicht zu viel über Ben verraten, denn das alles herauszufinden war für mich schon ein kleines Highlight. Was ich sagen kann: Ben ist mir extrem ans Herz gewachsen und wurde praktisch zu meiner Lieblingsfigur. Eine spezielle Anmerkung verdienen die Nebencharaktere. Aus Bens Truppe sind mir alle total ans Herz gewachsen, insbesondere Ringer. Sie ist einfach der absolute Hammer, ich kriege nicht genug von ihrer kühlen Art :D Evan, der Retter von Cassie konnte mich hingegen nie wirklich überzeugen. Irgendwie blieb er mir immer ein wenig fremd.

Noch kurz zur "Liebesgeschichte": Man merkt, das Buch war nie konkret auf die Liebesgeschichte fokussiert, sie kommt eher so als Nebenerscheinung. Das finde ich perfekt, da ein bisschen Liebe ja nie geschadet hat und das Ganze nochmals aufpeppt. Aber wie gesagt, es ist echt nicht too much, genau die richtige Menge. In Zukunft sehe ich eine Vierecksbeziehung auftauchen, aber ich lasse mich da mal überraschen und hoffe nur es driftet nicht in eine falsche Richtung ab. Ich sage nur, dass ich Ben ganz klar mit einer bestimmten Person sehen will ;)

Um endlich zum Schluss zu kommen: Ja, es gibt eine Fortsetzung. Ja, ich brenne darauf sie endlich auf Deutsch kaufen zu können. Und ja, es macht mir mal nichts aus, dass es eine Fortsetzung gibt. Diesem mitreissenden Buh kann ich sogar den bösen Cliffhanger verzeihen. Für mich die absolut perfekte Kombination aus den besten Elementen eines Buches. Ich bin mir nicht sicher, wie viele das Buch kennen und mögen, (oder ob ich einfach ZU begeistert bin um noch klar Rezensionen verfassen zu können haha xD) aber ich denke es könnte echt als Geheimtipp gewertet werden. Deshalb: meine wärmste Empfehlung :)

07.10.2014 um 13:08 Uhr

Delirium

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Delirium- Lauren Oliver

Inhalt:
Lena lebt in einer Welt, in der Liebe eine Krankheit ist, namens amor deliria nervosa. Glücklicherweise gibt es ein Heilmittel, einen operativen Eingriff kurz vor dem 18. Geburtstag. Auch Lena gehört zu eine der vielen Jugendlichen, denen dieser Eingriff bevorsteht und eigentlich kann sie es kaum erwarten, endlich geheilt zu werden. Bis sie Alex kennenlernt und ihre Denkweise über die Gesellschaft und ihre Gefühle komplett auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:
Mich hat die Idee mit der Krankheit amor deliria nervosa irgendwie sofort gereizt. Und ich bin sehr zufrieden, wie Lauren Oliver diese umgesetzt hat. Als Leser konnte ich mich sehr gut in die fiktionale Welt, welche übrigens in Portland spielt, hineinversetzten. Im Buch kommen immer wieder Auszüge aus Schriftstücken dieser Welt vor, was das ganze als Idee festigt. Auch die Gesellschafft mit all ihren Regeln und Verboten fand ich sehr interessant und sauber aufgebaut.

Lena war mir als Hauptprotagonistin einerseits sehr sympathisch und andererseits auch ein wenig vorhersehbar. Ich mochte es, dass sie nicht das wunderhübsche Mädchen von nebenan war, sondern eher gutes Mittelmass. Ich konnte sie sehr gut verstehen und ihre Handlungen erschienen mir logisch und nachvollziehbar. Aber manchmal hat mir die Spannung im Bezug auf ihren Charakter etwas gefehlt. Was mir dagegen wieder gefiel war die Freundschaft zwischen Lena und Hana, auch wenn sie ihre Hindernisse hatte. Hana war für mich sowieso eine meiner liebsten Charaktere aus dem ganzen Buch. Irgendwie fand ich sie interessant.

Kommen wir auf die Liebesgeschichte zu sprechen, wobei wir Alex involvieren müssen. Alex ist natürlich toll, er hat alle Qualitäten zum Traumtyp, aber irgendwie war er mir dann doch zu perfekt. Wo Lena Ecken und Kanten hatte, war Alex einfach der Märchentyp der sich so mir nichts dir nichts in Lena verliebt hat. Ich meine das ist echt toll, ich würde auch gerne mal so einen heimlichen Verehrer kennen lernen der hammermässig aussieht UND den Charkter eines Gentlemans hat, aber so sieht die Realität irgendwie nicht aus. Von Anfang an war mir deswegen auch klar wie sich ihre Liebesgeschichte entwicklen würde und daher war es nichts wirklich Neues, was einem vom Hocker gehauen hätte. Die beiden sind füreinander geschaffen, er ist perfekt, sie wird durch ihn zu einem besseren Menschen, kommt mir leider bekannt vor.

Allgemein gesprochen hat mich das Buch einfach nicht überrascht. Es gab keinen wirklich atemberaubenden Twist oder eine Wendung, die ich nicht kommen sah. Auch das Ende war mir kein Rätsel. Ich habe mir einige andere Rezensionen von Lesern durchgelesen und viele waren begeistert vom unerwarteten Ende. Kann deshalb sein, dass es an mir liegt.

Und trotz allem: Es war doch irgendwie spannend, auch wenn ich die Geschehnisse kommen sah. Ich las immer gerne weiter, was vor allem an Lauren Olivers angenehmen Schreibstil lag. Sie schreibt sehr bildhaft und das hat mir persönlich super gefallen. Manchmal beschreibt sie meiner Meinung nach fast einen Tick zu viel, aber das ist natürlich Ansichtssache.

Abschliessend gesagt hat mir das Buch doch irgendwie Spass gemacht zu lesen und es war eine nette Unterhaltung. Olivers Schreibstil fand ich toll und die Art wie sie die Welt um den Leser aufgebaut hat, fand ich faszinierend. Ausserdem ist das Cover ein echter Augenschmaus. Leider schafft sie es meiner Meinung nicht ganz über das typisch romantische Dystopien Bild, das mir irgendwie immer sauer aufstösst. Natürlich gibt es Fortsetzungen, wer hätte es anders erwartet xD

PS: Leider kann ich in letzter Zeit keine Bilder mehr einfügen :( Tut mir echt leid, ich weiss nicht an was das liegen könnte.
Ausserdem: Kennt jemand den Unterschied im Deutschen von fiktiv und fiktional? War mir nicht sicher welches der beiden ich verwenden sollte und Wikipedia hat es mir nicht wirklich einleuchtend erklärt ;) Falls es jemand weiss wäre ich dankbar für eine Antwort :)

02.10.2014 um 11:49 Uhr

Bunker diary

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Bunker diary- Kevin Brooks

Inhalt:
Eigentlich wollte er doch nur einem Blinden Mann helfen. Bis er entführt wurde. Von eben jenem "blinden" Mann. Linus wird in einen geräumigen Keller entführt, ohne zu wissen wer genau sein Entführer ist. Doch lange allein bleibt der 16-jährige Lebenskünstler nicht. Nach und nach landen fünf weitere Personen im Keller. Wer er ihr Entführer ist bleibt nach wie vor ungeklärt, dennoch setzen Linus und seine Mitgefangenen alles daran um diesem Albtraum zu entfliehen. Gemeinsam schmieden sie Fluchtpläne und versuchen diese auch in die Tat umzusetzten. Doch sie haben nicht mit den Bestrafungen ihres Entführers gerechnet. Schleichend beginnt er die sechs gegeneinander aufzuhetzen. Ein Psychospiel um Leben und Tod nimmt seinen Lauf.

Meine Meinung:
Das Buch war ein absoluter Spontankauf. Ich war besonders von der Idee angesprochen, wie sich Menschen verändern wenn es um Leben und Tod geht. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Es scheint als läge auf dem Buch ein Spannungsmagnet, e weiter man liest, desto stärker wird man davon angezogen. Brooks versteht es den Leser die Anspannung im Buch zu spüren. Erst ganz leicht, dann immer deutlicher. Ich finde das gibt die Situation von Linus und seinen Gefährten ziemlich gut wider. Zuerst suchen sie gemeinsam nach Lösungen, versuchen einen Zusammenhalt zu schaffen und als Gruppe zu fungieren. Doch je mehr Zeit verstreicht und je mehr Bestrafungen wie Hunger, Kälte, Hitze oder ohrenbetäubenden Lärm sie über sich ergehen lassen müssen, desto mehr beginnt ihr Zusammenhalt zu bröckeln. Man versucht sich selbst irgendwie zu retten und vertraut den anderen nicht mehr. Die Spaltungen in den Gruppen fand ich sehr interessant, wenn auch unheimlich. Aber ich finde Brooks hat definitiv ein realistisches Bild vermittelt.
Ausserdem mochte ich die Konstellation der Gruppe. Es ist so ziemlich von jedem Menschenschlag was dabei, was das Ganze interssant macht.
Wie gesagt, der Schreibstil ist flüssig und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Es wird übrigens aus Linus Perspektive geschildert, in Form eines Tagebuches, was mir erfrischend anders erschien und besonders in so einer Geschichte passte. Natürlich ist das Buch sehr düster und bedrückend, gegen Ende auch traurig und ein wenig unheimlich. Das Ende fand ich schockierend, wenn auch auf eine Art ungewohnt erfrischend. Nur leider blieb wohl eine meiner grössten Fragen ungeklärt, was mich dann schon deprimierte und mich mit einem sauren Nebengeschmack das Buch beenden liess.

Abschliessend gesagt: Tolles Buch, absolut lesenswert! Macht süchtig innerhalb weniger Seiten und lässt einem nicht so schnell wieder los. Dennoch eher düster und deprimierend, für mich aber eine willkommene Abwechslung zu anderer Literatur. Ich halte definitiv Ausschau nach mehr von Kevin Brooks :)

03.01.2014 um 15:35 Uhr

Ousama Game- Spiel oder stirb! (Band 1-3)

von: Sandsturm   Kategorie: Mangas

Ousama Game- Spiel oder stirb! (Band 1-3)

Story: Noubaki Kanazawa

Art: Hitori Renda

Inhalt:

Ousama, eine mysteriöse Person verschickt in Noubakis Klasse an alle eine SMS mit Befehlen. Anfangs noch einfach und relativ harmlos, doch je länger das Spiel andauert, desto brutaler werden die Aufträge. Die Klasse rebelliert. Was zuerst noch ein kindischer Spass war, artet nun aus. Doch schnell wird klar, Ousama duldet keinen Ungehorsam. Wer sich den Regeln des Spiels widersetzt muss sterben. Zwietracht und Angst reissen die Klasse auseinander und bald wird jedem klar, dass es hier um Leben oder Tod geht.

Meine Meinung:

Ousama Game war ein rein experimenteller Kauf, anstatt nur immer süsse Lovestorys zu lesen, wollte ich einen brutaleren Manga ausprobieren. Und wurde belohnt.

Ousama Game hatte mich von der ersten Seite an. Ich dachte zuerst, es könnte ein Abklatsch von den Hungerspielen sein, aber da irrte ich mich. Der Manga fesselt und man leidet mit den 32 Schülern der Klasse mit. Nicht umsonst wird der Manga ab 16 Jahren empfohlen. Die Bilder sind nicht sonderlich brutal, aber die Aufgaben sind echt krass, richtig unmenschlich. Zuerst dreht sich die Geschichte noch um das Ausführen der Aufträge, in Band zwei und vor allem im dritten Band versucht Noubaki dann Ousama zu identifizieren und ihn zu Fall zu bringen. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, Ruhe kehrt nie ein, denn der nächste Auftrag steht bereits vor der Tür. Noch brutaler, noch unmenschlicher. Ich finde es auch spannend zu sehen, wie die unterschiedlichen Charaktere reagieren. Es zeigt auf eine gewisse Art auch das Spiegelbild der Menschen.

Ousama Game ist sicher nichts für jüngere Leser. Wer brutale, verstörte Mystery Mangas mag, sollte sich diese Reihe aber mal ansehen. Ich war positiv überrascht und kann es nicht abwarten mehr zu lesen :)

 Band 1
 Band 2
 Band 3

03.01.2014 um 15:08 Uhr

Plötzlich Fee- Herbstnacht

von: Sandsturm   Kategorie: Rezensionen

Plötzlich Fee- Herbstnacht- Julie Kagawa

Inhalt:

Man sollte meinen mit der Verbannung aus dem Nimmernie von Meghan und Ash würden ihre gemeinsamen Abenteuer aufhören und sie könnten nun endlich etwas Ruhe und Zweisamkeit in der Menschenwelt geniessen. Doch diese Ruhe hält nicht lange an, denn die Feenwelt braucht Meghan. Das gesamte Nimmernie steht vor dem Untergang, denn ein Falscher Eiserner König hat die Macht an sich gerissen und bedroht den Winter- und Sommerhof. Meghan, die es bereits einmal schaffte den Eisernen König zu töten, soll sich der Aufgabe erneut annehmen. Meghan weiss, wenn sie den Feen nicht hilft, wird alles vernichtet und da sie die Einzige ist, die gegen das Eisen resistent ist, muss sie etwas unternehmen. Mit Ash und Puck an ihrer Seite stürzt sie sich erneut in den Krieg gegen das Eisen, wobei sie alles aufs Spiel setzt. Ihr Leben, das Leben von Ash und Puck und die Zukunft des Feenreiches.

Meine Meinung:

Plötzlich Fee ist eine Serie die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Die Charaktere sind einfach grossartig und enttäuschten mich auch im dritten Band nicht. Meghan ist eine sympathische Hauptperson und bringt den Leser immer wieder zum schmunzeln dank ihrer ironischen Gedankengänge. Besonders am Anfang der Reihe kam sie mir manchmal viel zu "Bella- mässig" vor. Das eben typische unbeholfene Mädchen von nebenan, das ständig von ihrem unmenschlich gutaussehendem Lover (mit übernatürlichen Kräften natürlich) gerettet werden muss. ABER: Meghan macht diesen Umstand wieder Wett mit ihrer Charakterentwicklung. Besonders in diesem Band wird sie sehr viel selbstständiger, kämpft für sich selbst und flüchtet nicht gleich in die Arme von Ash. Sie wird "abgehärteter" und gewissermassen stärker. Physisch sowie psychisch. Ein anderes Klischee im Buch: Die Liebesgeschichte. Die schon oft gesehene Dreiecksbeziehung nervte mich anfangs. Besonders als Meghan im zweiten Band sich immer mehr Puck zuwandte. Das ist wohl mein grösster Kritikpunkt. Die Liebesstory ist für mich persönlich zu vorhersehbar. Aber irgendwie störte mich das während dem lesen dann nicht mehr so, denn Puck und Ash sind einfach klasse. Die beiden sind einfach *hach* Mehr gibt's da nicht zu sagen ;)

Was ich an Plötzlich Fee so schätze sind all die Fantasy Elemente und die Spannung. Ich habe das Buch innerhalb zwei Tage durchgelesen und war nicht eine Minute lang gelangweilt. Kleine Highlights sind für mich auch immer Grimalkin, die Grinsekatze. Der ist einfach erste Klasse! Julie Kagawa hat für mich einfach einen tollen, vor allem sehr bildlichen Schreibstil mit grossem Suchtpotenzial. Mir brennt es unter den Nägeln wie es wohl weitergehen mag ;)

 

Auch wenn Plötzlich Fee typische Fantasy/Romance Elemente enthält, kann ich nicht umhin diese Bücher zu lieben und sie regelrecht zu verschlingen.

 

 

 

 

08.12.2013 um 18:33 Uhr

Wieder mal...

... ein kleines Bücherstöckchen um die Stille hier zu vertreiben ;)

Aktuelle Lektüre: Der Fänger im Roggen- J.D. Salinger

Letztes gelesenes Buch: Die erste grosse Liebe nach 19 vergeblichen Versuchen- John Green

Schullektüre? Nein, aber bald. Hermann Hesses "Narziss und Goldmund".

Lieblings Weihnachtsbücher: The Grinch von Dr. Seuss und die Chroniken von Narnia von C.S. Lewis.

Lesen und gleichzeitig Musik hören? Nein, danke. Zu viel Multitasking für mich ;)

Beste Zeit zum Lesen? Nachmittags, wenn es draussen kalt ist und regnet oder schneit.

Viel gelesen? In letzter Zeit leider nicht. Aber bald sind ja Ferien, wuhuuu :D

Bester Ort zum Lesen? Bett oder Sofa. Überall wo es bequem und kuschlig ist.

Komische Lesegewohnheit? Ich lese immer den letzten Satz eines Buches, bevor ich mit dem lesen beginne.

Überbewertete Bücher? Die Tribute von Panem? Ich jedenfalls kann es langsam nicht mehr hören ;)

Buchverfilmungen? Dazu habe ich leider eine negative Einstellung. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden ob ich "Die Bücherdiebin" sehen will oder nicht.