Stützstrümpfe als Grundlage bei venösen Erkrankungen
Wirkprinzip von Stützstrümpfen
Stützstrümpfe für die Prophylaxe
Stützstrümpfe mit niedriger Kompression, also Klasse I Strumpfhosen werden auch als prophylaktisches MIttel gegen die gefährliche Reisethrombose verwendet. Aber auch Angehörige von oft stehenden Arbeiten profitieren von den schwachen Strümpfen im Sinne einer Unterstützung der Venen. Gegen 90% aller Venenthrombose auf langen Flügen können durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen in Kombination mit anderen antithrombotischen Massnahmen verhindert werden. Auslöser der Reisethrombose sind abgesehen von der verklemmten Körperhaltung und der dadurch ausgelösten verminderte Durchblutung der untere Extremitäten auch die eher feuchtigkeitsarme Luft im Flugzeug, verbunden mit häufig zu geringer Trinkmenge. Speziell betroffen davon sind Personen, welche bereits bestehende Risikofaktoren aufweisen und ältere Menschen. Zur Nacht sollen Stützstrümpfe abgelegt werden, denn nur wenn der Körper in aufrechter Haltung und in Bewegung ist, ist der Druck von Strümpfen sinnvoll.
Was zeichnet die Strümpfe aus?
Charakteristisch für einen Stützstrumpf ist das Zweizugmaterial, dass eine spezifische Quer- und Längsdehung zeigt. Echtes Gummi kommt seit Jahren nicht mehr zum Einsatz, auch natürliche Materialien wie Baumwolle werden gehäuft von Synthetikprodukten verdrängt. Ein grosser Vorteil der meist eingesetzten Kunstfasern ist die bessere Haltbarkeit. In der Regel werden Stützstrümpfe im Rundstrickverfahren produziert, auf diese Weise entsteht keine unschöne Nahtspur. Verfügt der zukünftige Träger des Strumpfes über ungewöhnliche Körperproportionen, so kann ein Massprodukt sinnvoll sein. Flachgestrickte Strümpfe bieten sich als sehr gute Alternative an. Diese Strümpfe werden aus einem flachen Stück Gewebe zusammengenäht und bilden eine Röhre, welche verständlicherweise eine Naht aufweist. Die Optik leidet zwar unter diesem Verfahren, allerdings können auf diese Weise die Konturen der Beine deutlich besser eingekleidet werden. Flachgestrickte Strümpfe werden meistens bei starken Krampfadern oder Wassereinlagerungen angewendet und haben die Kompressionsstrufe zwei und höher.
Verfügbare Modelle auf dem Markt
Stützstrümpfe sind in den verschiedenen Varianten käuflich: Kniestrümpfe, Schenkelstrümpfe und Strumpfhosen. Weiter ist zu entscheiden, ob Strümpfe mit freier Zehenspitze oder mit Halteband erwünscht sind. Es sind Anziehhilfen und Ausziehhilfen erhältlich. Es gibt Kompressionsstrümpfe für Hände und Arme, da auch die oberen Gliedmaßen von Krankheiten betroffen sein können, welche eine Kompression erfordern. Bei medizinischen Strümpfen muss immer auf das RAL- Gütezeichen geachtet werden. Nur bei Strümpfen welche zertifiziert sind,ist ein Nutzen nachgewiesen.
Einige Tipps zum Umgang mit med. Strümpfen
Reguläre Strümpfe lassen sich im Gegensatz zu medizinischen Strümpfen deutlich kraftsparender anziehen. Ein bekannter Rat sind Gummihandschuhe. Durch dem Gummi erhält man einen satten Griff und schont die Socken vor Rissen durch eckige Kanten. Für optimales Wohlbefinden werden die Füsse vor dem Anziehen gepudert, natürlich vorher Waschen und sauber trocknen. Das Anlegen der Stützstrümpfe geht nach dem Aufstehen einfacher, da dann die Knöchel weniger angeschwollen sind (in der Nacht herrscht ein geringerer Gewebedruck und der Rückfluss ist erleichtert). Manchmal ist es nötig, dass Strümpfe über Verbände gezogen werden müssen. Hier kann ein sehr feiner Strumpf helfen, welcher zuvor über die Bandagen gezogen wird.Bei den meisten Ausführungen gibt es Anziehhilfen, über welche der Stützstrumpf leichter gezogen werden kann, die Anziehhilfe wird danach wieder über die Zehen ausgezogen.Gerade ältere Personen können so die Selbstständigkeit behalten. Aber auch in Gesundheitsinstitutionen wie Heimen oder Krankenhäuser machen solche Hilfmittel Sinn.
