Um 05:20 stand ich auf und machte mich bereit von meiner Schwester
(merci viel mol) zum Flughafen gefahren zu werden. Nach einer
nervenaufreibenden fahrt, Sie sollte wirklich mehr in verkehrreichen
Bereichen fahren ;-), haben wir im falschen Parkhaus geparkt und
mussten ein anderes suchen. Die Security Control der American Airlines
war diesmal nicht ganz so lustig wie bei meinem Trip nach Mexico (gell
Thomas ;-) ) aber dafür ging sie viel schneller von statten. Leider gab
es dann auch keine Randomcontrol :-(. Schon bald sass ich im Flugzeug.
In der Mitte der mittleren Reihe. Arsch an die Rückenlehne gedrückt und
Knie an die vordere Rückenlehne gepresst. Wahrhaftig eine gute
Fluggesellschaft und wohl auch die einzige, die keine Flight Attendents
hat die unter 30 (oder doch 40) Jahren alt sind. Die Filme waren auch
nicht der Hammer (Undercover Agent 2 (oder so ähnlich) und sonst noch
sowas komisches). Wenigstens kam noch eine folge King of Queens die ich
schon kannte. Warum nehme ich auch immer diese Fluggesellschaft? Ach ja
die Meilen. Schon bald habe ich einen Gratisflug in den USA zusammen
(New York ich komme, hoffentlich).
In Dallas angekommen durfte ich gut 1,5 Stunden warten um mit einem
freundlichen Zöllner zu quatschen, der bei den Worten "Human
representation in Tele-Immersion" nur die Schultern zuckte und mir viel
Vergnügen wünschte. Also die Koffer holen und wieder abgeben. Leider
hatte ich nur noch eine halbe Stunde. Ok, nach 10 Minuten war auch das
geschafft. Also wieder durch den Zoll und auf das Flugzeug. Wäre schön
am Zoll standen etwa tausend leute. Super Tip von einer Angestellten.
Und schon stand ich an einem anderen Zolldurchgang da waren es nur noch
etwa hundert Leute. Also was machen? Die Angestellten können/wollen
keine Spezialbehandlung machen. (Was ich übrigens gut finde, die
Amerikaner hatten auch beim Zoll fast gleich lange wie die Restlichen).
Also die Passagiere fragen und siehe da ein netter Herr vor der letzten
Absperrung lässt mich rein und hinter mir gleich auch noch ein hübsches
Mädchen aus England. Noch zehn Minuten bis Abflug. Schuhe ausziehen,
Laptop auspacken alles testen lassen und wieder einpacken und anziehen
und dann sind es nur noch 5 Minuten. Dem Mädchen (politisch korrekt
wohl Frau) hinterherrennen. Endlich Gate A26. "Flight was moved to Gate
C2". Weiter der engländerin hinterherrennen, Zug nehmen. Warten.
Flirtversuch. Abgeblitzt. Zug Ankunft. Noch 10 Sekunden bis Abflug.
Wieder rennen (ja sie war schneller) und dann bei Gate C2 10 Minuten
anstehen. Flug ist um 20 Minuten verspätet. Hmmm.... Naja wenigstens
habe ich es geschafft. Schaffen es die Koffer? Flug nach San Francisco:
eng, kein essen aber dafür am Gang. Engländerin weg. Ankunft in San
Francisco, juhuu. Koffer holen. Warten. Einer kommt, zweiter nicht
(scheiss....). Also nachfragen. Es stehen etwa die hälfte der
Passagiere dort und wollen wissen wo ihre Koffer sind. Da ich nicht
warten will und man es auch telefonisch machen kann, mache ich mich auf
die Suche nach meinem Airporter. Dabei werde ich von mehreren
hilfsbereiten aber wohl unwissenden Amerikanern rauf und runter gejagt.
Einem spende ich noch 10$ für Aidskranke Kinder (hatte wohl zu wenig
schlaf). Bei einem meiner vielen Durchgänge durch die Luggage Claim
Hall fällt mir auf einmal ein Koffer auf, der meiner sein könnte.
Kontrollieren und tatsächlich. Komisch vorher war er nicht da (vier mal
nachgeschaut) und jetzt schon. Komische Welt. Erleichtert weitersuchen,
herausfinden dass 1-800-... Nummern gratis sind und schon bin ich auf
dem Weg nach Davis.
Die Fahrt führte durch San Francisco über eine Brücke (keine Ahnung
welche) und dann ins Landesinnere. Scheint ein tolles Land zu sein.
Ankunft in Davis. Eintritt in die Wohnung. Schock!!! Sieht aus wie wenn
eine Bombe eingeschlagen hätte und riecht, wie wenn noch nicht alle
Leichen weggeschafft worden wären. "I had a party, I will clean it up
tonight. I show you the cats." Jetzt weiss ich auch wiese es stinkt.
Wenigstens ist mein Zimmer gross und wohl die einzige Katzenfreie und
somit fast Stinkfreie Zone. Vielleicht ist es ja nach dem Aufräumen
besser. Nach kurzer Instruktion konnte ich dann nach 25 Stunden das
erste mal schlafen.
"Endlich bin ich da, den Rest erledige ich morgen", waren meine letzten Gedanken und schon war ich weg.