Deadline
Heute war meine offizielle deadline für die masterarbeit. ich habe
meinen report eingeschickt. inoffiziell werde ich noch ein bisschen
weiter arbeiten. mir ist heute mit schrecken aufgefallen, dass ich seit
san diego, 6. februar, jeden tag im lab war und wohl nie unter 12 studen
gearbeitet habe. also wenn das das leben eines forschers ist...

unter diese arbeitszeit wirst du wahrscheinlich nie kommen wenn du bei einer guten gruppe doktorierst. das wär aber auch in der wirtschaft nicht anders bei einer top-stelle.
allerdings, in der letzten phase einer arbeit vor einer deadline ist es wohl auch absolut normal, dass man noch vollgas gibt. kommen ja wieder andere zeiten.
(hab mir fürs wochenende nach meiner abgabe flüge boston-s.f. und von san diego zurück gebucht..:-))).
gruss aus der schweiz
das kommt wohl nur kur vor deadlines vor. habe auf jedenfall an der eth und hier in davis keinen doktoranden oder postdoc gesehen der ein solches durchschnittliches arbeitspensum hat.
an unis wie mit und harvard sowie in der spitzenforschung wie am merl ist das jedoch keine seltenheit. die graphik-leute haben hier z.b. bereits mit den nächsten siggraph-papers begonnen, und die bleiben schon wieder uebers wochenende (und das sind nicht mehr studenten)..
wie ist die schweiz so? weiss gar nicht ob ich mich freuen soll in die schweiz zurueck zu kehren, oder traurig sein soll califronien zu verlassen...
wenigstens sehe ich all die leute wieder mal. und die masterarbeit wird dann auch endlich fertig sein. arbeit fertig, studium fertig -> saufen ;-)
Ich hab das Training zwar nur knapp überstanden, aber ich denke, eins komm ich schon mit dir trinken. Bis bald
werde aber noch ein mail verschicken.
in der ferne lernt man das halt schon viel mehr schaetzen, was man vorher einfach immer so selbstverstaendlich hatte.
nach den intensiven drei tagen flieg ich aber morgen auch schon wieder zurueck -- zum schlussspurt.
leider verpass ich deine gastro-streiftour, komme einen monat spaeter zurueck; aber ist ja auch noetig, dass du zuerst wieder ein bisschen trainierst, bis du ready fuer mich bist..:-)
Gibts auch Freud\'scher Verschreiber?
@breuma: es war mal einen abwechslung einen ausgeglichenen bericht von der ostküste zu lesen. wie gesagt es hat alles vor und nachteile, man sollte dann aber auch beide erwähnen.
habe eben versucht sowohl positives wie auch negatives, dass mir aufgefallen ist zu erwähnen :)
aber klar spielt die vertraute und geliebte umgebung inkl. freunde auch eine rolle.
und übrigens, die unfreundlichen leute triffst du wohl auch v.a. weil du dich auf den finanzplatz zürich beziehst mit all den griesgrämigen, gestressten bankern etc.
und du vergleichst mit kaliforniern, die den ganzen tag lang sonne haben und sonst eher frohnaturen sind. aber allgemein stimme ich dir zu, dass die amerikaner eher offener für neue kontakte sind. dafür sind sie eher illoyaler und oberflächlicher.
zweitens: ich denk nicht, dass du die usa schon kennst und beurteilen kannst, ohne zumindest an beiden küsten gelebt zu haben. allerdings müsste man hier zu recht einwerfen, dass die mitte noch viel unterschiedlicher ist..
a propos: ich hab mich mal ein bisschen umgehört - wir hattten ja mal eine diskussion. laut meinung von amerikanern machen die bewohner der beiden küsten (resp. was dafür angesehen wird, also die region der grossen städte entlang der küsten) nicht mehr als 50% der amerikanern aus. genau wusste es zwar niemand, jedoch hat niemand über 50% geschätzt.
in kalifornien hattest du einen coolen job, mitarbeiter mit denen du von anfang an guten kontakt hattest und was wohl mindestens so wichtig ist eine eigene, coole wohnung, ein fahrzeug und neben dem job wohl auch mehr zeit um etwas zu erleben und andere leute kennenzulernen.
in boston bist du an einer stressigen masterarbeit, in einer nicht gerade relaxten umgebung mit scheinbar auch nicht so ausgangfreudigen oder aehnlichen mitarbeitern. (denke ich jetzt mal) ausserdem hast ein kleines zimmer und einen landlord der dir nach eigenen angaben nicht besonders gefaellt. das macht verdammt viel aus, wenn man seine subjektive meinung bildet.
ich denke nicht, dass ich meinen aufenthalt hier so genossen haette, wenn ich bei der katzenfrau geblieben waere...
miau :-)