feminaut - Blog für die Frau von Welt

04.09.2006 um 17:10 Uhr

Und weg!

Das Blog wird bald gelöscht!

Neu findet ihr mich unter:

 

http://www.feminaut.ch

 

 

 

08.08.2006 um 22:04 Uhr

Alles neu macht der August?

Wie grossspurig angekündigt, kriegt feminaut zur Zeit ein neues Layout verpasst. Ich bin noch dabei dem Kleinen ein Gesicht zu geben...

This hat tatkräftige Unterstützung geboten - trotz widriger technischer Bedingungen und einer Userin, die ihren eigenen Rechner nicht beherrscht. Herzlichen Dank für alles!

feminaut ist noch nicht ganz ausgewachsen, doch dies ist mit nur einem Jahr und zwei Monaten auch kein Wunder. Es wird wacker weiter gebastelt in den nächsten Wochen. Bereits ab heute erreicht ihr mich unter:

www.feminaut.ch

Passt schon mal eure Links an!

Ach ja, und sollte jemand wissen, wie die Schrift im Sidebar geändert werden kann, lasst es mich wissen.

26.07.2006 um 21:35 Uhr

Delirium tremens statt benigne Prostatahyperplasie

Nun werde ich auf meine alten BeO-Tage hin noch schusselig und vergesslich. Gerade rechtzeitig (14.28) stürze ich mich mit meinen Unterlagen aus dem Büro in Interlaken, um noch den Zug zu erwischen (14.30). Um 16 Uhr habe ich einen Termin für die Prostata-Sendung. Auf halbem Weg nach Thun klingelt das Telefon. Georg teilt mit, dass meine Gäste im Anflug seien, sie hätten nach dem Weg nach Interlaken gefragt.

Wie??!!! Interlaken?! Neeeiinn! Ich sitze im Zug nach Thun. Wie konnte dies bloss passieren? Zu viele Mails, Telefonate, Termine - es herrscht Chaos im Kopf. Die Agenda lügt nie. Irgendwo muss es doch geschrieben stehen. Neben einem wild durchgekritzelten abgesagten Termin "14 Rheuma Thun" stehen winzig klein in Bleistift und wohl unter Alkoholeinfluss, von Mund oder mit Zehen geschrieben die Worte "16 Prostata Inti". Uups.

In Thun angekommen, hüpfe ich aus dem Zug, durch die Unterführung und erwische, Taktfahrplan sei Dank, gerade noch den Zug Richtung Interlaken. Um 15.33 Uhr trete ich erneut in die gute BeO-Stube ein, stolzen Schrittes und erhobenen Hauptes, die Kollegen kugeln sich vor Lachen. Ja, ja.

Es hat ja gereicht, bin schliesslich vor meinen Gästen angekommen. Sie habe ich im Glauben gelassen, dass ich absichtlich noch einen Abstecher nach Thun gemacht habe... Bin schliesslich eine rasende Reporterin. Aber nicht mehr lange. Ich verrate an dieser Stelle lieber nicht, wo ich demnächst arbeiten werde, sonst überlegen die es sich womöglich noch einmal.

14.07.2006 um 23:13 Uhr

Auto-Mobil

Am 15.6.2005 berichtete feminaut, dass Maggie "in einem zarten Alter, in dem frau nicht mehr nach ihrem Alter gefragt werden will", die theoretische Führerscheinprüfung bestanden hat. Heute, genau ein Jahr und 28 Tage später, hat Maggie nun auch die praktische Prüfung im ersten Anlauf bestanden! Respekt! Und aaaallerheeeeeerzlichsteee Gratulation!

28.06.2006 um 12:43 Uhr

Verdiente Ferien

... nachdem ich nun seit einer Woche nur noch über Fussball Bericht erstattet habe, im Freudentaumel gleichermassen wie mit Grausen beim Live-Kommentar zum Penaltyschiesen zwischen der Schweiz und der Ukraine - und nachdem nun auch noch Spanien ausgeschieden ist, haue ich ab in die verdienten (jawohl!) Ferien. Wohin, fragt ihr euch? Klar doch, nach Spanien.

Feminaut kriegt die Zeit über auch frei. Bis bald...

24.06.2006 um 20:47 Uhr

Kleine Akademie des Fussballs

Ein denkbar schlechtes Datum für ein Klassentreffen war der 23. Juni. Der harte Kern der ehemaligen OPa-Frauen hat sich dennoch zum abendlichen Schmaus am Thuner Rathausplatz getroffen. Bereits zur Vorspeise war das entscheidende Fussballduell der Schweizer das Hauptthema.

Die eingefleischten Fans versuchten, die weniger hartgesottenen von den Vorzügen des Trikottausches am Spielende zu überzeugen. Die Gewieften erklärten den Anfägerinnen die Abseitsregeln, und die Kennerinnen erläuterten den Neuen den Modus. Einzelne Zitate aus "20Minuten" halfen sogar den ganz Hilflosen über die Runden.

Doch dann entbrannten Diskussionen, die wir aus den ungetrübten Gymer-Zeiten nicht kannten. "20Minuten" sei von zweifelhafter Qualität, aber im Vergleich zu "heute" sei "20Minuten" ja beinahe die Crème de la Crème, monierte die Medienwissenschaftlerin. Das Beste an "20Minuten" sei das Sudoku, meinte die angehende Betriebswirtschafterin. Die Soziologin/Ethnologin/Ökologin bemängelte die Abfallberge, die Gratisblätter verursachen, worauf jemand sagte, wenigstens gäben die Zeitungen Arbeitsplätze - nein, es war nicht die Betriebswirtschaftsstudentin. Zur Hauptspeise begann dann das Spiel. Die Designerin kommentierte die Partie, anhand dessen was sie auf der Grossleinwand sehen konnte.

Das Dessert genossen die Gymer-Frauen zur Pause, und zur zweiten Halbzeit gesellten sie sich zur johlenden Menge auf den Rathausplatz. Die Germanistin und ihr Ehemann der Polizist profitierten von ihrer stattlichen Körpergrösse, während wir Kleinausgaben eher Mühe hatten, über die Köpfe und Kappen der Fans einen Blick auf die Leinwand zu erhaschen. Ich trug ein wenig Waden-Muskelkater davon, aber die Freude war am Ende doch grösser. Nur die Heilpädagogin und die Ethnologin waren auf der Seite Südkoreas. Ghana stand auf ihrer Weltmeister-Favoritenliste auch ganz oben.

Beim anschliessenden Umtrunk zur Feier des Tages bekannte sich die Germanistin zur Panini-Sammlerei, der Polizist war froh, am Samstag keinen Dienst zu haben - obwohl die Thuner Fans ja friedlich blieben. Die Journalistin träumte bereits von Originaltönen und WM-Hymnen zum Unterlegen der Beiträge. Morgens um 4.30 Uhr gab es für mich ein böses Erwachen (vier Wecker hatte ich gestellt), die Arbeit rief. Ich hätte besser auf die Apothekerin hören sollen, als sie zu Beginn des flotten Abends geeignete Medikamente zur Bewältigung von Kopfweh empfahl...

18.06.2006 um 12:44 Uhr

Kuriert und Angesteckt

Seit einiger Zeit bin ich vom Fussball-Idiotismus kuriert. Ich gebe mich cool und rede mit. Ganz ungefährlich ist dies allerdings nicht, denn beim Fachsimpeln dürfen keine Schnitzer passieren - sonst fliegt alles auf.

Was tun? Wenn es darum geht, einen Favoriten auf den Titel zu nennen? Wie sich retten, wenn ein Tipp aufs abendliche Spiel erwünscht ist? Wie kaschieren, dass ich die Abseitsregel noch nicht ganz durchschaut habe? Und wie kommentiere ich viel diskutierte Schiedsrichterentscheide?

Erste Möglichkeit: Die schweizerische Neutralität vorschieben und mich nicht festlegen. Leider erlange ich so aber nie die Fussball-Erleuchtung.
Zweite Möglichkeit: Nachplappern, was ich im Büro so höre. Brav die Zeitung lesen, Spickzettel von drs3 herunterladen und häppchenweise Fussballfakten zitieren. Dies klappt immer ganz gut vor Spielen.
Dritte Möglichkeit: Fussball schauen und mir eine Meinung bilden.

Villa trifft gleich zwei Mal für Spanien, Torres versenkt den Penalty - die Spanier geben der Ukraine eins auf Dach. Noch deftiger läuft es bei Argentinien - Serbien-Montenegro 6:0. Dank Robin van Persie kenne ich nun den Unterschied zwischen Freistoss und Penalty. Die Portugiesen stehen gegen Iran zwar nur herum, gewinnen aber trotzdem 2 zu 0, Deco trifft aus 20 Metern zum (auch für meine Begriffe) wunderschönen 1 zu 0. Und die Italiener lehren mich, dass auch mit neun Mann gegen acht gespielt werden kann, dass Eigentore tatsächlich vorkommen, und dass blutige Nasen rot geben.

Fussball hat seinen Reiz - auch wegen der Taktik und nicht bloss wegen der strammen Mannen. Meinz Herz, ihr ahnt es schon, schlägt für die selección española. Nun so lange Spanien nicht auf die Schweiz trifft, ist es Ehrensache, dass ich auch für Frei, Cabanas und Co. nur das Beste wünsche. Aber dass die Schweiz am Ende dank togolesischen Streiks und Forfait die Vorrunde übersteht, wollen wir nicht hoffen.

16.06.2006 um 10:24 Uhr

Durchgezecht

Feminaut feierte gestern seinen ersten Geburtstag! Das Kleine ist eigentlich ganz brav. Nur seine Mutter hat sich gestern  im Fussballfieber verloren, die Nacht durchgezecht - und darob die Lobhudelei auf Feminaut vergessen.

Das ist unverzeilich und kommt dem Verhalten einer Rabenmutter gleich. Und dabei hätte ich mir so viel vorgenommen, um Feminaut reich zu beschenken. Wie gerne hätte ich den Weblog runderneuert, ihm ein neues Layout verpasst, bessere Kommentarformen eingeführt, Kategorien erstellt, und zum ersten Ehrentag etwas sensationelles, einzigartiges für das Kleine gedichtet...

Ich werde dies alles noch diesen Sommer erledigen. Kollege This hat seine Hilfe im Tausch gegen eine Pizza oder Ähnliches angeboten, die Domain ist gesichert, Feminaut sprüht nur so von Ideen - bloss an kostbarer Zeit mangelt es uns allen. Wenn ich es mir aber fest vornehme, dann bestehen noch Chancen.

Also: herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Feminaut. Mögest du weiter gedeihen.


02.06.2006 um 11:50 Uhr

Frau am Steuer - Ungeheuer

Zum Glück hat Gott heute-DAS NEUSTE AM ABEND erfunden, um mir die ach so schrecklich komplexe Welt zu erklären. Dank der aktuellen, also gestrigen, Ausgabe von heute weiss ich nun, dass Frauen tatsächlich nicht autofahren (neu glaube ich Auto fahren) können.

Unter der Rubrik "letzte news" steht geschrieben:
"LUZERN: Alle unsere Vorurteile werden durch die Statistiken der Suva bestätigt: Frauen können nicht autofahren, denn 52% ihrer Unfälle passieren mit Autos..." Männer bekunden dafür, so erfahren wir weiter, mehr Probleme mit dem Velofahren.

Der Schluss, dass Frauen nicht Auto fahren können, weil über die Hälfte aller Unfälle, die sie verursachen, beim Autofahren passiert, ist gar kühn. Wenn wir uns nämlich die Mühe machen, die Medienmitteilung der SUVA zur Unfallstatistik 2005 ganz zu lesen, entdecken wir, dass jeder sechste Nichtbetriebsunfall ein Verkehrsunfall ist - dies gilt für Männer und Frauen. Die Frauen verunglücken am meisten mit dem Auto (52%), die Männer aber auch (dafür nur mit 38%-Anteil). Das Fahrradfahren ist für beide Geschlechter gefährlich: Männer 30% Unfälle, Frauen 21%. Männer verursachen 18% aller Unfälle mit Motorrädern, Frauen 6% der Unfälle mit Rollern.

Dass Frauen am häufigsten mit dem Auto einen Unfall bauen, sagt noch nichts darüber aus, wie viel aller Autounfälle von einer Frau verursacht werden. Dies hängt aber wiederum davon ab, wie viele Frauen und Männer überhaupt Auto fahren. Wenn Frauen sich am meisten mit Autos fortbewegen, ist es auch logisch, das die meisten Unfälle mit Autos passieren. Ich gebe zu, dass ich Statistiken auch nicht zu durchschauen vermag, aber ein wenig Vorsicht wäre wohl angebracht. Solche letzten news sind nämlich wirklich das Letzte.

29.05.2006 um 13:47 Uhr

Die Kavaliere der Kavallerie

Einen kurzen Blick auf Bundesrat Samuel Schmid konnte ich erhaschen gestern. Aber auch bloss durch Zufall. Beim Walken kämpfte ich mich an den Schaulustigen vorbei, die Thuns Strassen säumten, um die Parade des Kavallerie-Reitvereins Thun und Umgebung zu bestaunen. In der Unterführung begegnete ich der Kutsche mit Bundesrat Samuel Schmid und Nationalrätin und Vizestadtpräsidentin Ursula Haller. Immerhin war mir die Sicht nicht von Pferdefreunden blockiert, dafür wars dunkel.

Tapfer bin ich weiter gewalkt - zur Irritation der Zuschauer. Mit grosszügig gemessenen 1.52 Metern an Grösse würde ich auf gut Berndeutsch eh den kürzeren ziehen. Also dachte ich mir, ich machs ganz schlau und walke geschwind nach Hause. Dort würde ich Dragoner, die berittenen Musikanten und den Reiternachwuchs besser bewundern können.  Einer der wenigen Vorteile, die das Leben im Militärquartier zu bieten hat, sollte die gute Aussicht auf die Parade sein...

Doch der Schuss ging nach hinten los, um im Militärjargon zu bleiben. An meinem Fenster kamen nicht die stolzen Mannen hoch zu Ross vorbei, sondern der umgeleitete Verkehr. Kriechend, versteht sich von selbst, da die netten Rekruten ja jeden Autofahrer nach dem Ziel seiner Reise fragen mussten, um ihn dann in die richtige Nebenstrasse zu lotsen.