Analyse der Beweggründe von Oppenheimer (3. und letzter Teil)
Bei all den Versuchen, die Freiheit zu schützen, ist wohl die Meinungsfreiheit verloren gegangen (ganz abgesehen davon, dass bei soviel Kontrolle zur Aufrechterhaltung der Sicherheit die Freiheiten der Menschen sowieso schon enorm eingeschränkt werden), wodurch Oppenheimers Einstellung als Gefahr betrachtet werden. Der Staat darf ihm doch nicht das Denken verbieten!
S. 140: Marks (aus einem Zeitungsartikel von Oppenheimer): „Politische Ansichten, wie radikal und wie freimütig sie immer geäussert werden, beeinträchtigen nicht den Rang eines wissenschaftlichen Lehrers.“
S144: Evans: „Moralische und ethische Bedenken der Entwicklung einer Waffe gegenüber müssen die Interessen Amerikas nicht verletzen, und es ist vernünftig, die Folgen einer so folgenreichen Entwicklung rechtzeitig zu bedenken.“
Wie man schon damals bei der Forschung mit Kernspaltung die Folgen nicht abschätzen konnte, kann man auch heute die Folgen der Gentechnologie nicht abschätzen. Und obwohl Oppenheimer etwas zu spät zur Einsicht gekommen ist, hat er wenigstens bemerkt, dass seine Taten nicht sehr positive Auswirkungen hatten.
Anfangs wurde ich einfach nicht schlau aus diesem Oppenheimer. Aber ich bin jetzt doch zum Schluss gekommen, dass seine Absichten richtig waren.
