Der Wirtschaftsweise

06.08.2005 um 14:41 Uhr

Umzug

Der Blog ist auf www.wirtschaftsweiser.ch umgezogen.

25.07.2005 um 02:16 Uhr

Kleine Änderung im Programm

Back to the roots: Da wir mir CDUnion jetzt online sind, werde ich mich in diesem Blog hauptsächlich den wirtschaftlichen Themen widmen.  Politische Themen dann entsprechend auf der CDUnion.

Das wird sich zwar nicht immer trennen lassen, aber zu sehr beschränken soll man sich ja auch nicht. ;o)

Das Wochenende haben wir damit verbracht die letzten Dinge zu erledigen, weswegen hier dann auch nichts erschienen ist. Ab heute gehts weiter.

22.07.2005 um 09:14 Uhr

Neuwahlen genehmigt

Ich möchte an der Stelle auf ein von mir mitinitiertes Gemeinschaftsprojekt aufmerksam machen, für das bereits zwei Mitglieder des Bundestages gewonnen werden konnten:

CDUnion

Viel Spass beim lesen und informieren.

21.07.2005 um 15:19 Uhr

PBoC zur Neuordnung des chinesischen Wechselkursregimes

Erklärung der PBoC zur Neuordnung des chinesischen Wechselkursregimes im Wortlaut:

"With a view to establish and improve the socialist market economic system in China, enable the market to fully play its role in resource allocation as well as to put in place and further strengthen the managed floating exchange rate regime based on market supply and demand, the People's Bank of China, with authorization of the State Council, is hereby making the following announcements regarding reforming the RMB exchange rate regime: 

1. Starting from July 21, 2005, China will reform the exchange rate regime by moving into a managed floating exchange rate regime based on market supply and demand with reference to a basket of currencies. RMB will no longer be pegged to the US dollar and the RMB exchange rate regime will be improved with greater flexibility.

2. The People's Bank of China will announce the closing price of a foreign currency such as the US dollar traded against the RMB in the inter-bank foreign exchange market after the closing of the market on each working day, and will make it the central parity for the trading against the RMB on the following working day. 

3. The exchange rate of the US dollar against the RMB will be adjusted to 8. 11 yuan per US dollar at the time of 19:00 hours of July 21, 2005. The foreign exchange designated banks may since adjust quotations of foreign currencies to theie customers.

4. The daily trading price of the US dollar against the RMB in the inter-bank foreign exchange market will continue to be allowed to float within a band of +/-0.3 percent around the central parity published by the People's Bank of China, while the trading prices of the non-US dollar currencies against the RMB will be allowed to move within a certain band announced by the People's Bank of China.

The People's Bank of China will make adjustment of the RMB exchange rate band when necessary according to market development as well as the economic and financial situation. The RMB exchange rate will be more flexible based on market condition with reference to a basket of currencies. The People's Bank of China is responsible for maintaining the RMB exchange rate basically stable at an adaptive and equilibrium level, so as to promote the basic equilibrium of the balance of payments and safeguard macroeconomic and financial stability."

21.07.2005 um 15:05 Uhr

Blogklusiv: 20:15 wird Köhler eine Fernsehansprache halten

Und dann seine Entscheidung preisgeben, ob wir eine Neuwahl bekommen oder nicht.

Kam 15:03 Uhr über die Ticker rein.

Update: Ernüchternd, die großen Wahlblogs scheinen die Meldung auch 15:30 Uhr noch zu verschlafen.

Update 2: Die ARD wird um 20:15 eine Liveübertragung der Rede vornehmen.

20.07.2005 um 08:00 Uhr

Merkel ist die ideale Kanzlerin

Aus dem aktuellen Spiegel:

"Angela Merkel ist schlechthin die ideale Kanzlerkandidatin! Sie ist
fachkompetent wie Gerhard Schröder, sympathisch wie Roland Koch,
dynamisch wie Johannes Rau, gut aussehend wie Hans-Dietrich Genscher, Teamplayer wie Helmut Kohl, strahlt Autorität aus wie Norbert Blüm, kann Wahlsiege vorweisen wie Klaus Uwe Benneter und hat sich bisher um Deutschland ebenso verdient gemacht wie Oskar Lafontaine. Da kann nichts mehr schief gehen."

Kein Kommentar. :o)

19.07.2005 um 22:38 Uhr

Mehrwertsteuer

Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, die Mehrwertsteuer in mehreren Mini-Schritten zu erhöhen statt mit der Hau-Drauf-Methode die Verbraucher zu verschrecken? Vorgezogene Investionen und eine moderatere Anpassung an höhere Kosten wären nicht unwahrscheinlich.

Die Politik in Deutschland muss aufpassen, dass durch zwanghaftes generieren wollen von Arbeit nicht genau das Gegenteil bewirkt wird. Sprich eine Entlastung der Arbeitskosten zu Lasten der Arbeitenden wird nicht den gewünschten Effekt bringen, da die Arbeitenden weniger Geld zum ausgeben haben. Da hilft uns auch die Exportweltmeisterschaft nicht, die zu großen Teilen auf Währungseffekten beruht.

Und damit nicht genug, weiss momentan keiner so recht was die Parteien eigentlich wollen. Großspurig werden Geschenke und Sparen zugleich versprochen.

Brüssel kümmert das alles übrigens nicht. Dort überlegen die Bürokraten leiber, wie sich eine Sonnenschutzverordnung, für Berufe unter freiem Himmel, am besten durchsetzen läßt. Sonnencremé für Bauarbeiter und Messstationen für Vorarbeiter, mit vielen Formularen und Statistiken.

18.07.2005 um 23:59 Uhr

Sparquote (2)

Unabhängig davon, ob die Berechnung der Sparquote sinnvoll ist oder nicht, habe ich im "Frankfurter Börsenbrief" eine interessante Statistik gefunden.

Sparquoten in % des BIP 2004:

48,00 China
38,20 asiatische Schwellenländer
31,50 Schwellenländer
27,60 Japan
24,90 Welt
21,00 Lateinamerika
20,90 Euro-Zone
19,40 Fortgeschrittene Volkswirtschaften
19,10 Zentral und Osteuropa
13,70 USA

17.07.2005 um 20:27 Uhr

Die SPD wird nicht sparen...

Ich selbst bin in der momentanen wirtschaftlichen Lage gegen jede Form des Sparens durch den Staat. Ich halte eine sinnvollere Verteilung der Gelder für wesentlich wichtiger. Sprich der Ansatz muss sein, die Verwendung der Gelder zu überprüfen und sinnhafter zu gestalten.

Unabhängig davon, werde ich ungerne angelogen. Auch muss ich nicht immer alles für richtig halten, was die anderen machen. Dafür gibt es zuviele Möglichkeiten wirtschaftlichen Handelns die sinnvoll sein können. Aber wenn eine Partei sich in Ihrem Wahl-Programm innerhalb kürzester Zeit selbst widerspricht und relativiert, dann ist das nicht nur peinlich sondern aus meiner Sicht eine bewusste Irreführung. Hauptsache es wurden alle gut klingenden Phrasen verwendet. Im Wahlprogramm der SPD habe ich hierzu folgendes gefunden:

Die nachhaltige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte bleibt eine der zentralen Aufgaben der nächsten Wahlperiode. Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat mit entsprechender Finanzausstattung, um die notwendigen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen erfüllen zu können. Auf der Ausgabenseite haben wir einen konsequenten Konsolidierungskurs verfolgt. Die Staatsquote ist mit 46,9 % auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken.

Die Aussage zur Staatsquote ist schlichtweg falsch. Quelle 

                        1990  1995  1996  1997  1998

Deutschland 43,8  46,3  47,3  46,3  45,6

Im Zweifelsfall, alles eine Frage der Berechnungsmethoden. Das diese unter der Regierung Schröder in allen Bereichen aufgeweicht und "verbessert" wurden, ist kein Geheimnis.

Spannend wird es ein paar Absätze weiter unten:

* Die Konsolidierung der Staatsfinanzen muss konjunkturgerecht umgesetzt werden und darf nicht das Wachstum gefährden. Wir werden bei einem noch nicht gesicherten kräftigen Aufschwung auch weiterhin keine zusätzlichen Sparrunden durchführen.

Das heisst also, dass die SPD nicht sparen wird solange es keine nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung gibt.  Diesen erwartet aber keiner momentan und so stellt sich die Frage, wie die SPD ihren "konsequenten Konsolidierungskurs" denn einschlagen möchte.

In diesem Zusammenhang interessant ist auch die Staatsquote. Wenn diese sinkt, ohne das wir ein Wirtschaftswachstum verzeichnen, dann bedeutet dies lediglich, dass der Staat der Wirtschaft weniger Geld zuführt.

In schlechten Zeiten ist dies kontraproduktiv, wie auch die SPD im letzten Absatz zugeben muss ohne sich aber direkt darauf zu beziehen.  Hier wird seitens der Politik mal wieder mit falschen Karten gespielt.

Staatsquote

Wichtig ist, in guten Zeiten die Staatsquote abzusenken um langfristigen Spielraum zu schaffen.

17.07.2005 um 00:55 Uhr

Das sagt bei uns keiner so offen...

Wenn man die hauseigene Propaganda für die Schweizer rausfiltert, ein sehr interessantes undlesenswertes Interview.

Einen kleinen Fehler hat seine Betrachtung allerdings:

Ich war positiv überrascht, wie sensibel und schnell die Chinesen auf diese Spannungen reagiert und Massnahmen zur Abschwächung des Exportbooms getroffen haben.

Wieso denn positiv überrascht? Die Textilindustrie ist nur ein kleiner Baustein im Gesamten. Es geht um Wissen. Dafür kann ein bisschen Textil durchaus geopfert werden.

Dieses zu erlangen, danach trachten die Chinesen. Sie nutzen unsere Gier nach Geld um es zu erlangen.

Klingt sehr nach Propaganda. Aber ich sprach erst kürzlich beispielsweise mit einem Bekannten, der früher als einer der Ersten sehr aktiv in diesem Markt war, über Vertriebsmöglichkeiten für neue Produkte. Kurze Darstellung worum es geht und schon gab es eine promte Antwort:

Ich kann dir alles arrangieren, von Messen bis hin zu Treffen mit Vorständen. Aber wenn du Pech hast, dann kopieren die das Zeugs und bringen es schneller auf den Markt als du. Die Jungs sind getrimmt und clever, da kannst du nur noch hinterherschauen.

Ein prominentes Beispiel hierfür ist Singulus. Das Unternehmen lebt mittlerweile vom Technologievorsprung. Wenn dieser nicht gehalten werden kann, dann entwickelt es sich wie momentan.